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Unerwünschte Werbung

Ein Deutscher verbraucht im Durchschnitt 220 Kg Papier pro Jahr.
Große Teile davon stammen aus Raubbau an den letzten Urwäldern der Erde.
Die Urwälder auf der ganzen Welt verschwinden schneller als man gucken kann !

Unerwünschte Werbung

Tonnenweise uninteressante Werbung von Lotterien, Großmärkten, Pizzadiensten, Gratis-Zeitungen.... verstopft jährlich die deutschen Briefkästen, ohne dass sie jemand liest. Das ist nicht nur lästig sondern trägt zur Zerstörung der letzten Urwälder bei.

1.) Robinson Liste
Wer sich in die Robinson Liste einträgt, dessen Adresse wird für 5 Jahre Unternehmen zur Verfügung gestellt, die Direkt-Marketing betreiben. Dies führt zu einer Reduzierung der Werbung, die persönlich adressiert wird. (z.B. von Lotterien)
Download eines Musters für die Aufnahme in die Robinson Liste (Word Dokument)

Der größte Teil der Werbung wird aber entweder in den Hausflur geworfen oder in jeden Briefkasten gesteckt. Hier hilft die Robinson Liste nicht.

Unerwünschte Werbung Stop Keine Werbung Aufkleber

Aufkleber wie dieser führen schon zu einer starken Reduzierung der Werbung, werden aber zu oft noch ignoriert.
Dies stellt aber eine Verletzung der Persönlichkeitsrechte (BGB § 823) des Briefkasteninhabers dar.

Download der Aufkleber zum Ausdrucken (16 Aufkleber pro DIN-A4 Blatt, farbig, PDF, 30 kB)

Im folgenden eine Anleitung, wie man sich erfolgreich wehren kann und sogar Entschädigung dafür bekommen kann !

2.) Aufkleber gut sichtbar anbringen
Damit in den Hausflur oder vor die Tür gelegte Werbung miterfasst ist, sollten alle Briefkästen mit dem Aufkleber versehen sein, da sonst jemand die Werbung wollen könnte. Zusätzlich empfiehlt es sich, die Haustüre und auch Zeitungsrohre zu bekleben. Die Verteiler sind in Eile und können sie sonst übersehen.
WICHTIG: Allein ein Aufkleber an der Haustür reicht nicht aus! Verbindlich ist nur der Aufkleber auf dem Briefkasten!
3.) Jetzt kommt dennoch Werbung
Die Werbematerialien sichern und mit Datum, Uhrzeit und der Anzahl der Exemplare beschriften. Es ist optimal, nachzuschauen, ob die Nachbarhäuser auch mit dieser Werbung beglückt worden sind. Ebenfalls notieren. Unternehmen reden sich zu gerne heraus, es sei ein einmaliger Vorfall gewesen oder "Kinder hätten die Zettel in den Briefkasten geworfen" deshalb hätten sie keinen Einfluss.
Also : Beweise sammeln !
4.) Den 1. Brief schreiben / Fax schicken
Es ist sinnvoll, zunächst einen Brief zu schicken mit der Bitte, zukünftig die Aufkleber zu beachten Wenn sofort mit einer Abmahnung reagiert wird, kriegt der Verteilservice evtl. sofort richtig Ärger und unsere rechtliche Position wird auch nicht optimal aufgebaut.
Download   Muster für den Brief (Word Dokument)

Die bequemste Variante ist, den Brief direkt aus Word heraus zu faxen. Oft steht die Fax Nummer auf der Werbung, wenn nicht, kann man sie meist im Telefonbuch der Telekom finden, oder man sucht sie auf der Webseite der Werbefirma. Wenn die Webseite nicht auf der Werbung steht, sucht man bei Google danach. (Sucht man z.B. den Lottoservice Fritz in Bremen, gibt man bei Google ein: Fritz Bremen Lotto)

Heute kann man mit jedem Modem auch Faxe verschicken.
Download   Fax Programm. (ca 1,7 MB für Windows 95 / 98 / ME / NT / 2000 / XP)

5.) Schon wieder Werbung vom gleichen Werber
Er hat seine Chance vertan. Zunächst wieder Beweise sichern und dann wird die Abmahnung und die Unterlassungserklärung an den Werber gesandt. Am besten per Einschreiben mit Rückschein, das ist rechtlich sicher und macht natürlich einen professionellen Eindruck. Es müssen angemessene Fristen gesetzt werden (am besten mit exaktem Datum, 3-4 Wochen sind sicher großzügig) und es können die uns entstandenen Kosten geltend gemacht werden. Das sind Materialkosten, Porto und Arbeitszeit. Die anzuwendenden Stundensätze reichen von 17,- Euro bis weit über 50,- Euro (bei Gutverdienern). Rechnet einfach die Zeit, die für die Erstellung der Unterlagen aufgewendet werden müsste.
Download   Muster für die Abmahnung.
Download   Muster für die Unterlassungs-Erklärung.
6.) Jetzt muß der Werber reagieren
Werden alle Forderungen erfüllt (Geld überwiesen, Unterlassungserklärung unterschrieben zurückgesandt): Sekt trinken.
Meldet sich der Werber nicht telefonisch oder brieflich, muss individuell vorgegangen werden.
Das kann vom Vergessen, über Nachhaken bis zur Klage reichen.