Die Aktion am 3. Dezember hat viel Spass gemacht und Papier hatten wir auch noch übrig. Also haben wir die Sache am 17. Dezember einfach wiederholt.





Am 3. Dezember starteten wir unsere diesjährige Weihnachtskation. Traditionellerweise werden Weihnachtsgeschenke eingepackt. Je hübscher, desto besser. Leider sind die Geschenkpapiere zumeist Frischfaserpapiere, oftmals sogar metallisiert, was das Recycling behindert. Besser ist es, für die Geschenke Recyclingpapier zu verwenden. Denn für Recyclingpapier wird 99% weniger Holz, 95% weniger Wasser und 80% weniger Energie gebraucht, als für Frischfaserpapier.
Zugegeben: Recyclingpapier ist schlecht erhältlich. In Ansbach sind wir beim Drogeriemarkt dm fündig geworden. Wir würden uns wünschen, dass die Konsumenten ihr Macht spielen lassen und häufiger Recyclingpapier verlangen würden.
Um Appetit zu machen, bieten wir Passanten an, ihre Weihnachtsgeschenke an unserem Stand einpacken zu lassen. Dazu verwenden wir Zeitungspapier und selbstgebastelten Schmuck aus Altpapier und natürlich Recyclingpapier. Die Aktion wird am 17. Dezember wiederholt.














Das gelbe X ist das Symbol des Widerstands gegen die Atommülltransporte. In der Gegend um Gorleben ist es allgegenwärtig. Es datiert vom allerersten Castor-Transport, als die Anti-Atomkraft-Bewegung vom Tag X sprach, an dem der Strahlenmüll angeliefert werden sollte.
Atommülltransporte sind gefährlich. Die Castoren transportierten das Vierundvierzigfache des radioaktiven Materials, das in Fukushima freigesetzt worden ist. Zudem ist das Ziel der Reise, Gorleben, als Endlager völlig ungeeignet. Unter dem Salzstock befindet sich Deutschlands größtes Erdgasvorkommen. Der Salzstock selbst ist porös, eine Tonschicht, die vor Wasser schützt, fehlt. Das Zwischenlager Gorleben, in dem die Castoren stehen, bis sie hinreichend abgelühlt sind, ist nicht terrorsicher. Zudem werden die zulässigen Grenzwerte für radioaktive Strahlung überschritten.
Kurz: Die Castor-Transporte nach Gorleben sind nicht vertretbar.
Deshalb haben wir das gelbe X der Wendländer nach Ansbach gebracht, um hier auf die Transporte aufmerksam zu machen und dagegen zu protestieren.

Am 27. November soll wieder ein Castor-Transport mit strahlender Fracht aus La Hague in Gorleben ankommen. Und das, obwohl die Strahlengrenze von 0,3 mSv dort überschritten wird. Obwohl der Salzstock als Endlager ungeeignet ist. Obwohl Atommülltransporte gefährlich sind.
Wir protestieren gegen die Transporte, gegen die faktische Festlegung auf Gorleben als Endlagerstandort und fordern das Abschalten aller Atomkraftwerke, nicht erst 2022. Denn jedes Gramm radioaktiver Abfall, das produziert wird, ist eines zuviel.
Wir rufen auf, zu der Großdemonstration am 26. November in Dannenberg zu kommen und sich unseren Forderungen anzuschließen.
Daher haben wir am 5. November unseren Protest mit leuchtenden Zeichen in Szene gesetzt. Mit gelben Kreuzen und einem löchrigen Atommüllfass - Symbol für den undichten Salzstock in Gorleben - haben wir Passanten aufgefordert, sich uns anzuschließen.


Leider hat VW bislang keine unserer Forderungen erfüllt: BlueMotion wird bslang nicht standardmäßig in alle Fahrzeuge eingebaut und VW, der Konzern, der die Marktführerschaft anstrebt, versucht immer noch den Klimaschutz durch Lobbyarbeit zu hintertreiben.
Wir glauben, dass die Kunden von VW auch lieber spritsparende Autos fahren möchten und haben uns am 29. Oktober in die Ansbacher Innenstadt gestellt und bei den Vorübergehenden Unterschriften und Botschaften an die Konzernleitung gesammelt.
Unter dem Motto "Wir flicken VW am Zeug" haben wir den Autoüberwurf der letzten Aktion mit Flicken versehen, auf denen Passanten Nachrichten an die VW-Spitze senden konnten.


Am 10.09. haben wir uns mit 35 anderen Greenpeace-Gruppen am Gruppen-Aktionstag beteiligt. Wir haben einen Golf vor dem Autohaus Breitschwert verhüllt und versucht, den Autohändler dazu zu bewegen, unsere Forderungen in Wolfsburg zu unterstützen: VW soll die Spritspar-Technik BlueMotion standardmäßig in seine Fahrzeuge einbauen, anstatt die Technologie als Sonderausstattung, deren Preis die Produktionskosten um ein Vielfaches übersteigt, zu verkaufen.
Ein Konzern, der sich anschickt, zum weltgrößten Automobilhersteller zu werden, soll seiner Verantwortung gerecht werden und die Klimaschutzziele durch Fahrzeuge mit geringem CO2-Ausstoß zu unterstützen.


An der B13 prangt seit einiger Zeit ein Banner von uns zu dem Thema Erneuerbare Energien. Wir danken den Besitzer des Stadels für diese Super-Gelegenheit!

Im Frühjahr und Sommer haben wir mit vielen anderen alle Anstrengungen gebündelt umd den Atomaustieg durchzusetzen.
Wir waren an Demos dabei, auf Mahnwachen und haben unsere Abgeordneten bearbeitet. Der Aussteig wurde dann nicht ganz so, wie wir es uns vorstellten: Zu langsam und es wird zuviel auf den klimaschädlichen Kohlstrom gesetzt. Fest steht: Wir bleiben dran.


Zum 25. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl haben wir uns überlegt, dass es jetzt doch schon eine ganze Menge jüngerer Menschen gibt, die die Ereignisse damals nicht miterlebt haben. Wir haben daher 13 Infotafeln entworfen, die den Unfall und die Folgen kompakt darstellen. Die Kirchengemeinde St. Gumbertus in Ansbach war bereit, diese Tafeln in ihrer Kirche für zwei Wochen auszustellen. Die Katastrophe ereignete sich damals in den Nachtstunden. Wir haben daher eine Nachtwache abgehalten und eine Projektion an die Wand der Kirche geworfen, die daran erinnert, welch schreckliche Folgen solch ein Unfall hat, wieviel menschliches Leid er nach sich zieht, wieviele Leben verwüstet werden.



Wir alle waren entsetzt, als am 11. März das viertstärkste jemals gemessene Erdbeben die Hauptinsel Japans erschütterte. Vor allem die nachfolgende Tsunami kostete tausende von Menschenleben.
Mit jedem der folgenden Tagen wurde klarer, dass zu den beiden Naturkatastrophen noch eine Menschengemachte dazukam: Die Kühlung im Atomkraftwerk Fukushima I versagte. Es kam zu Explosionen und Kernschmelzen in vier Reaktoren. Durch das zur Notkühlung eingesetzte Meerwasser und die Explosionen wurden massiv radioaktive Stoffe aus den Reaktoren freigesetzt und weite Gebiete Japans sowie das Meerwasser an der japanischen Ostküste verseucht.
Nach Tschernobyl vor 25 Jahren ist dies der zweite Unfall der INES-Stufe 7 ("Super-GAU"). Wir können heute noch nicht wissen, welche Folgen, wieviel Schmerzen und Krankheit diese Katastrophe über die Menschen in Japan bringen wird. Tschernobyl lehrt, dass die Folgen lang andauern werden und schwerwiegend sein werden.
Unser Mitgefühl ist bei den Japanern. Und hier, vor Ort, werden wir alles tun, damit sich solch ein Unfall nicht auch hier ereignet. Daher sind wir seit März auf den verschiedensten Demos, Mahnwachen und Aktionen gegen Atomkraft zu finden.



Einige von uns waren am 22. Januar in Berlin um gegen Massentierhaltung, Gentechnik und für eine ökologische Landwirtschaft zu demonstrieren.

