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24.03.05

Erste Gespräche - Und wie geht es jetzt weiter?

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Nachdem Greenpeace Anfang März eine Urwaldschutzstation im nordfinnischen Urwald errichtet hatte und mit den Sami aus Nordfinnland zusammen begonnen hat, die Urwälder und die für die Sami wichtigen Rentier-Wälder mit Warnschildern zu markieren, hat das Forstamt Metsähallitus auf Bitten des größten Holzabnehmers, dem Papiergiganten Stora Enso, den Einschlag in einem Waldgebiet ausgesetzt.

Stora Enso setzte sich dafür ein, dass unter der Leitung der Gouverneurin von Lappland, Frau Hannele Pokka, am 23. März ein Gespräch zwischen den beteiligten Parteien (den Sami, dem Forstamt Metsähallitus, Greenpeace, Stora Enso, den Holzfällern) stattfand.

Ziel dieses Treffens war es, erste Schritte zu einer Lösung des Interessenkonfliktes zwischen der Forstwirtschaft auf der einen und den Interessen der Sami und der Umweltverbände auf der anderen Seite zu finden. Dabei war völlig unverständlich, dass die Presse während des gesamten Treffens anwesend sein konnte.

Völlig überraschend stellte sich zu Beginn des Meetings heraus, dass Stora Enso, die das Treffen initiiert hatten, gar nicht teilnahm. Ein merkwürdiges Mannöver, denn Stora Enso entscheidet als größter Holzabnehmer des staatlichen Forstamtes unter anderem darüber, ob weiter eingeschlagen wird oder nicht. Zudem ist das Unternehmen seit Jahren mitverantwortlich für die Zerstörung der letzten Urwälder in Finnland.

Für die Sami sprach auf dem Treffen der Präsident des Sami-Parlamentes Pekka Aikio. Er forderte die verbindliche Aussetzung der Einschläge in den 73 ausgewiesenen und kartierten Gebieten und faire Verhanglungen unter Beteiligung der Sami.

Greenpeace unterstützt die Forderungen nach einem zeitweiligen Einschlagsmoratorium in den kartierten Urwäldern und machte deutlich, dass das Moratorium eine Grundvoraussetzung für faire und akzeptable Verhandlungen ist.

Nach Darlegung der verschiedenen Positionen beendete die Gouverneurin völlig abrupt das Gespräch. Nach einer kurzen Zusammenfassung des Treffens, bemühte sie sich noch nicht einmal darum, einen gemeinsamen Konsens der Beteiligten zu erstellen. Am Ende blieb uns gänzlich unklar, ob die bisherige Hinhaltetaktik von Stora Enso und dem finnischen Staat nun weiter geht oder tatsächlich ein Moratorium für die 73 Gebiete beschlossen wird.

Wir halten eine Klärung über die gemachten Aussagen seitens der Regierung von Finnland und Metsähallitus über die Dauer der Aussetzung weiterer Einschläge und die davon betroffenen Waldgebiete für notwendig! Wir bleiben dran und werden diese Klärung einfordern.

(Olli)

Ver�ffentlicht von Redaktion-HH um 24.03.05 16:29

Kommentare:

Schade, dass dieses Treffen nicht positiver ver-
laufen ist; anscheinend ist die Holzindustrie und
finnische Regierung noch nicht richtig kompromiss-bereit. Aber was nicht ist, wird noch werden.
Viel Erfolg und Glück weiterhin.

Ver�ffentlicht von: Brigitte at 31.03.05 21:28

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