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10.04.05
Einblicke in die Urwaldschutzstation
Seit einer Woche wohnen wir mit unserer Urwaldschutzstation östlich vom Inarisee. Mittlerweile haben wir es uns gemütlich gemacht an unserem neuen Standort, von dem aus wir zusammen mit den samischen Rentierzüchtern den finnischen Urwald markieren. Auch wenn es zur Zeit um unser Camp herum nicht friedlich ist, setzen wir unsere Arbeit fort. Wenn Ihr erfahren möchtet, wie unser Leben aussieht, kommt mit auf einen kurzen Rundgang durch unser Camp.
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Bevor wir losziehen, um die Schilder an den Bäumen anzubringen, räumen wir jeden Morgen unsere Container auf. Platz ist Mangelware, deswegen müssen wir uns bei jedem Gegenstand entscheiden: Brauche ich ihn oft, selten oder nie? Danach sortieren wir, was wir an welchem Ort verstauen. Jeder Aktivist hat ungefähr eine Schublade, und unter den Betten haben wir auch Stauraum. Schätzungsweise zwölf Quadratmeter pro Container teilen sich jeweils vier Aktivisten. Unsere Betten sind immerhin zwei Meter lang, doch nur einen knappen halben Meter breit - bisher ist aber noch keiner von uns rausgefallen.
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Bei soviel Enge im Container lohnt es sich, draußen zu schlafen. Dick eingemummelt in einen normalen Schlafsack, und in einen extra warmen, der einen bei bis zu minus 40 Grad nicht frieren lässt. Dazu reichen gewöhnliche Schlafsachen und eine warme Mütze.
Unsere Aktivisten Huck, Christian, Tuomas und Sigurd jedenfalls sind unsere Dauerdraußenschläfer. Letzte Nacht habe auch ich draußen geschlafen, zum ersten Mal, und ich bereue, mich nicht schon früher getraut zu haben! Zwar ist die Luft in den frühen Morgenstunden kalt. Das heißt aber auch, dass die berühmt-berüchtigten finnischen Mücken noch nicht unterwegs sind.
Als ich heute morgen die Augen aufschlug, sah ich neben meinem Schlafplatz diesen Baum stehen, der wohl schon seit einigen Hundert Jahren tot ist. Davor mag er ein paar Hundert Jahre lang gelebt haben, und vielleicht erst in einigen weiteren Hundert Jahren ist von ihm nichts mehr übrig. Ich staune über diesen wunderbaren Winterwald.
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Linkes Bild: Am Tisch wird gegessen, geschrieben, diskutiert, getippt, telefoniert, gelesen und gemalt. Bild rechts: Hier gehen wir hin, wenn wir mal für kleine Aktivistinnen oder Aktivisten müssen. Wind- und schneegeschützt, und doch an der frischen Luft, braucht man sicher nicht einmal ein nettes Buch, um die Welt um sich herum zu vergessen - die schöne Aussicht genügt.
(Monika)
Ver�ffentlicht von Redaktion-HH um 10.04.05 15:53
Kommentare:
Hallo; super Aktion ! Koennte man vielleicht die wertvollen Bäume so präparieren, dass die Kettensägen Schaden nähmen ? z.B. mit dünnen, kaum sichtbaren Stahldrähten vertikal angebracht.
Ver�ffentlicht von: h.woerdemann at 11.04.05 11:20





