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15.04.05

Pressekonferenz der "Autoren für den Urwald" und Greenpeace

javier_pc.jpgZum Abschluss ihrer Reise luden die Autoren und Greenpeace zu einer Pressekonferenz im samischen Museum Siida. Der spanische Journalist und Schriftsteller Javier Moro berichtete, dass ihn besonders die Situation der samischen Minderheit überrascht habe. Robin Valtiala aus Finnland zeigte sich besorgt darüber, dass in einer Demokratie wie der finnischen der friedliche Protest von Greenpeace zum Schutz der Urwälder gleichgesetzt werde mit Terrorismus. Der flämische Autor Karel Verleyen appellierte an den staatlichen Holzkonzern Metsähallitus und an die anwesenden Holzfäller, nicht mehr in den Urwäldern einzuschlagen, sondern auf Plantagen umzusteigen. Finnland dürfe nicht den gleichen Fehler begehen, den schon andere europäische Länder begangen hatten. Noch sei es nicht zu spät, noch stehen Teile der wunderbaren letzten Urwälder Europas.

Als die Runde für Fragen eröffnet wurde, nutzte Ari Vatanen, Mitglied des Europäischen Parlaments, die Gelegenheit, Greenpeace zu beschimpfen, und wiederholt zu fragen, was Greenpeace dazu berechtige, sich in die Angelegenheiten Finnlands und der Samis einzumischen. Mikael Sjövall, Pressesprecher von Greenpeace Finnland, wiederholte, dass es die samischen Rentierzüchter waren, die Greenpeace um Hilfe gebeten hatten.

Auch die französische Autorin und Delegierte der französischen Grünen Partei, Aurélie Filipetti, wies darauf hin, dass es gerade die Aufgabe von Nichtregierungsorganisationen sei, sich einzumischen wenn etwas falsch laufe. Bei der Abholzung der finnischen Urwälder, die die Lebensweise der samischen Rentierzüchter bedrohe, handele es sich sehr wohl um ein Problem auf europäischer Ebene. Wenn der Einschlag wie bisher weitergehe, müssten sich die Holzfäller innerhalb der nächsten Jahre sowieso nach einem neuen Arbeitsplatz umsehen - sie dazu zu drängen, weiterzumachen wie bisher, sei unverantwortlich.

karel_pc.jpgAuch die Behauptung, dass die Autoren von Greenpeace falsch informiert worden seien und missbraucht würden, ließ Karel Verleyen nicht gelten. Eine Gehirnwäsche habe nicht stattgefunden. Sie seien freiwillig auf Einladung von Greenpeace und den samischen Rentierzüchtern hierhergereist, um mit allen Seiten zu reden. Doch Stora Enso habe das Gespräch in letzter Minute abgesagt.

(Monika)

Lest mehr über die Initiative "Autoren für den Urwald".

Ver�ffentlicht von Redaktion-HH um 15.04.05 13:38

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