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03.04.05
Rentierrennen auf dem Inarisee 2
"Und er läuft, läuft, und jaaa, Tooor Tooor Tooor!" So enthusiastisch waren die Zuschauer allerdings nicht. Ein bisschen Klatschen, na gut, aber mehr nicht. Dabei hat der Sieger sogar den Rekord gebrochen (den er selbst aufgestellt hatte): Zum vierten Mal in Folge hat das Rentier Eurokas das Inarisee Rentierrennen gewonnen. Eurokas bringt seinem Besitzer nicht nur Ruhm und Anerkennung, sondern auch "Euro-Cash" - 2.000 Euro.
Was geschieht eigentlich nach den Rennen mit den Tieren? Die meisten von ihnen kehren leider nicht in den Wald zurück, sondern werden sorgsam gepflegt. Denn jährlich stoßen etwa 3000 Mal Autos mit Rentieren zusammen - da sich die meisten Unfälle in den Winter- und in den Sommermonaten ereignen, macht das durchschnittlich bis zu 19 Unfälle pro Tag. Wer möchte sein wertvolles Ren(n)tier an ein Auto verlieren?
Hier seht Ihr einen bunten Einblick in die Geschehnisse des Rennens.
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Für Einige endete das Rennen vorzeitig - der Jockey ging irgendwo mitten auf dem Inarisee verloren. Die treuen Rentiere jedoch liefen brav die gesamte Rennbahn entlang, auch wenn sie sich allein vor den Menschenmassen fürchteten und eher zögerlich trabten.
Dabei hätten sie die gute Gelegenheit nutzen können, wegzulaufen. Mit mehr als diesen kleinen Büschlein war die Rennstrecke nicht abgesperrt!
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Auch in den Pausen gab es viel zu sehen. Überall waren grüne Zelte aufgebaut. Sie bestehen wie unser Zelt im Camp aus einigen Stöcken, die einfach aneinander gelehnt sind, und sich gegenseitig stützen, und einer Zeltplane. An der Spitze sehen sie aus wie Mikadostäbe vor dem Loslassen;-)
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Nix mit Bobbycar - hier fahren die Kinder Bobbyscooter. Auch die Sanitäter sind mit ihrem Schneemobil samt Schlitten einsatzbereit. Übrigens habe ich auch an der Dorfschule keine Fahrradständer gesehen - im Winter kommen die Schüler mit Schiern.
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Insgesamt haben Rentierrennen viel mit Pferderennen zu tun. Unterschiede gibt es dennoch: Der Jockey sitzt natürlich nicht auf dem Rentier drauf, sondern fährt mit Schiern hinterher. Beim Start ist er nicht in der Box bei seinem Ren, sondern links neben der Box. Und am Ende des Rennens lassen alle Jockeys ihre Rentiere einfach laufen. Anhalten könnten sie sie nämlich nicht!
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Rentier in Dosen! Das Rentier ist nicht nur Ren(n)tier, also zum Vergnügen da, sondern in erster Linie Nutztier. Lebend ist es Zugtier und Touristenattraktion, sogar einst Milch- und Käselieferant. Tot wärmt Rentierfell besser als jedes andere Material; Fleisch, Blut und Organe sind vitamin- und nährstoffreicher als vom Schwein oder Rind; traditionell fertigen die Samis aus den Geweihen Scheiden für Messer, Knöpfe und Anderes.
Auf unseren Eintrittskarten waren Losnummern aufgedruckt, die am Ende des Rennens gezogen wurden - Hauptpreis war ein neuer Satz Schneemobilketten... So traurig war ich also nicht, dass meine Losnummer nicht dabei war.
(Monika)
Ver�ffentlicht von Redaktion-HH um 03.04.05 21:34









