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11.04.05
Samischer Aktivist im Camp
Henry kommt aus dem kleinen Dorf Malå im schwedischen Teil des Sami-Heimatlandes
Was machst du hier im hohen Norden? Welche Beziehung hast du zu dieser Gegend?
Ich lebe im Norden (lacht)! Ich bin ein Kulturarbeiter, habe Rentierzucht studiert, die samische Sprache und traditionelles samisches Handwerk. Wie zum Beispiel die Tunika, und die Messer, die ich bei mir trage. Nebenbei arbeite ich auch auf politischer Ebene, nämlich in der lokalen Gruppe der Grünen Partei.
Was führt dich in die Urwaldschutzstation?
Ich bin hier, um die Urwälder für die Rentiere und für die Rentierzüchter zu retten. Als Nordsami habe ich mit Greenpeace schon an ähnlichen Problemen gearbeitet. Wir haben den Wald in Norrbotten und in Vesterbotten markiert, und die Provinzregierung auf das Problem aufmerksam gemacht. Mittlerweile stehen Rentierzüchtern nicht mehr genügend Wälder zur Verfügung - wenn der Urwald heute geschlagen wird, gibt es morgen keinen Wald mehr, vor allem keinen, von dem Rentiere leben können.
Was bedeuten dir als Sami die Urwälder?
In den letzten zwölf Jahren habe ich mich mit Rentierzucht und der samischen Kultur beschäftigt. Ich bin zwar in der Stadt aufgewachsen, aber das hatte mit samischer Kultur nichts zu tun: Sami-Kultur ohne Urwald geht nicht, diese beiden sind untrennbar.
Welche Werkzeuge brauchst du für dein Leben als Sami?
Ein gutes Messer, und die Möglichkeit, ein Feuer zu machen. Das reicht zum Überleben!
(Monika)
Ver�ffentlicht von Redaktion-HH um 11.04.05 15:15