15.04.05

Europäische Autoren besuchen Urwaldschutzstation

authors_forest.jpgSieben europäische Schritsteller waren zusammen mit Greenpeace in den vergangenen Tagen in Nordfinnland unterwegs. Auf ihrer Reise haben sie sich mit Vertretern der Samis getroffen, die Urwälder und Rentiere besucht, und bei uns in der Urwaldschutzstation geschlafen. Die Autoren waren hierher gereist, um mehr über den Zustand der letzten europäischen Wälder zu erfahren - Finnland ist ein bedeutender Produzent von Buchpapier für den europäischen Markt.





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Zusammen mit Samis brachten die Autoren Schilder an den Bäumen an, um die Urwälder vor dem Abholzen zu schützen. Die Moose und Flechten, die an den Bäumen wachsen, benötigen die Rentiere der Samis zum Überleben in den langen Wintern.






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Matti Liimatainen, Waldexperte bei Greenpeace Finnland, beantwortet Fragen der niederländischen Kinderbuchautorin Lydia Rood und des finnischen Schriftstellers Robin Valtiala.






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Nach getaner Arbeit wurden Rentierwürstchen über offenem Feuer gegrillt. Rentiere gelten sowohl als Touristenattraktion, als auch als guter Fleischlieferant. Bisher habe ich hier noch niemanden anderes Fleisch essen sehen. Soweit mein Auge reicht, werden hier weder Kühe noch Schweine gehalten - Rentierfleisch schmeckt auch mir am Besten.






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Vier der Autoren schliefen in unserem Camp unter freiem Himmel, darunter auch der britische Autor Ken Finn. Eingemummelt in einen warmen Schlafsack, machte er es sich auf Rentierfellen bequem.


(Monika)



Ver�ffentlicht von Redaktion-HH um 07:52 | Kommentare (0)

05.04.05

Wir ziehen um - Teil 2

contandcar.jpgAuf dieser Karte seht Ihr, wo unsere Urwaldschutzstation in den vergangenen Wochen stand, und wo wir ab jetzt sind. Von unserem altem Camp westlich von Inari sind wir weggezogen an die Ostseite des Inarisees, in die Nähe des Städtchens Nellim. Dort haben wir in den vergangenen Tagen unsere zwei roten Container aufgestellt. Das rote Tipi fehlt zwar noch, doch erste Bilder von unserem neuen Camp seht Ihr im Folgenden. (Monika)







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Ver�ffentlicht von Redaktion-HH um 21:01 | Kommentare (0)

04.04.05

Rentierrennen auf dem Inarisee 3

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Hier seht Ihr nochmal den stolzen Gewinner des diesjährigen Rentierrennens auf dem Inarisee, den Jockey Mika Länsman. Zwei Kilometer in zwei Minuten und 26,9 Sekunden hat er sich von dem Rentier Eurokas auf Schiern ziehen lassen. Das Preisgeld geht zwar bekanntlich an den Besitzer (Eero Länsman), bleibt damit aber zumindest in der Familie...









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Anstrengend! Am Ende des Rennens lassen die Rentiere vor Erschöpfung die Zunge raushängen und strecken den Kopf waagerecht aus. Sie keuchen eine Weile, erholen sich aber nach kurzer Zeit wieder. Kurze Sprints sind Rentiere spätestens durch die vielen Begegnungen mit Autos gewohnt. Ihre natürlichen Feinde allerdings sind hauptsächlich Wolf und Vielfraß, oder der Bär - wenn er aus dem Winterschlaf aufgewacht ist.

Apropos Rentiere und Autos: Wir beobachten hier immer wieder einen Unterschied zwischen dem "local approach" und "tourist approach". Auf gut Deutsch: Touristen fahren langsam an friedlich neben der Straße fressende Rentiere heran, woraufhin diese überhaupt erst auf die Straße springen, verstört das Auto anstarren, um dann endlich die Straße freizugeben. Das kann dauern. Einheimische hingegen brausen so schnell an den Tieren vorbei, dass sie erst den Kopf heben, wenn das Auto längst vorbei ist. Geht schneller, und geht meistens gut.



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Von Natur aus haben Rentiere wie unsere Hirsche ein Geweih. Es sieht aus wie ein Stofftiergeweih, weil es in ein zartes Fell eingehüllt ist. Ren(n)tieren jedoch werden die Geweihe meistens abgenommen: Da sie alle männlich sind, könnten sie sich gegenseitig bekämpfen und schwer verletzen. Nur wenige Tiere also trugen ein Geweih. Leider waren sie zu scheu, als dass ich sie hätte streicheln können, um herauszufinden ob das Geweih wirklich so weich ist.



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So schnell, wie die Rentiere an uns Zuschauern vorbeigerannt sind, war es nicht einfach, sie zu fotografieren. Um Euch einen besseren Eindruck von der Geschwindigkeit zu geben, basteln wir noch an einem Film, den wir während des Rennens gedreht haben.



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(Monika)

Ver�ffentlicht von Redaktion-HH um 10:39 | Kommentare (0)

03.04.05

Rentierrennen auf dem Inarisee 2

eurokas.jpg"Und er läuft, läuft, und jaaa, Tooor Tooor Tooor!" So enthusiastisch waren die Zuschauer allerdings nicht. Ein bisschen Klatschen, na gut, aber mehr nicht. Dabei hat der Sieger sogar den Rekord gebrochen (den er selbst aufgestellt hatte): Zum vierten Mal in Folge hat das Rentier Eurokas das Inarisee Rentierrennen gewonnen. Eurokas bringt seinem Besitzer nicht nur Ruhm und Anerkennung, sondern auch "Euro-Cash" - 2.000 Euro.

Was geschieht eigentlich nach den Rennen mit den Tieren? Die meisten von ihnen kehren leider nicht in den Wald zurück, sondern werden sorgsam gepflegt. Denn jährlich stoßen etwa 3000 Mal Autos mit Rentieren zusammen - da sich die meisten Unfälle in den Winter- und in den Sommermonaten ereignen, macht das durchschnittlich bis zu 19 Unfälle pro Tag. Wer möchte sein wertvolles Ren(n)tier an ein Auto verlieren?

Hier seht Ihr einen bunten Einblick in die Geschehnisse des Rennens.


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Für Einige endete das Rennen vorzeitig - der Jockey ging irgendwo mitten auf dem Inarisee verloren. Die treuen Rentiere jedoch liefen brav die gesamte Rennbahn entlang, auch wenn sie sich allein vor den Menschenmassen fürchteten und eher zögerlich trabten.

Dabei hätten sie die gute Gelegenheit nutzen können, wegzulaufen. Mit mehr als diesen kleinen Büschlein war die Rennstrecke nicht abgesperrt!



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Auch in den Pausen gab es viel zu sehen. Überall waren grüne Zelte aufgebaut. Sie bestehen wie unser Zelt im Camp aus einigen Stöcken, die einfach aneinander gelehnt sind, und sich gegenseitig stützen, und einer Zeltplane. An der Spitze sehen sie aus wie Mikadostäbe vor dem Loslassen;-)



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Nix mit Bobbycar - hier fahren die Kinder Bobbyscooter. Auch die Sanitäter sind mit ihrem Schneemobil samt Schlitten einsatzbereit. Übrigens habe ich auch an der Dorfschule keine Fahrradständer gesehen - im Winter kommen die Schüler mit Schiern.



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Insgesamt haben Rentierrennen viel mit Pferderennen zu tun. Unterschiede gibt es dennoch: Der Jockey sitzt natürlich nicht auf dem Rentier drauf, sondern fährt mit Schiern hinterher. Beim Start ist er nicht in der Box bei seinem Ren, sondern links neben der Box. Und am Ende des Rennens lassen alle Jockeys ihre Rentiere einfach laufen. Anhalten könnten sie sie nämlich nicht!



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Rentier in Dosen! Das Rentier ist nicht nur Ren(n)tier, also zum Vergnügen da, sondern in erster Linie Nutztier. Lebend ist es Zugtier und Touristenattraktion, sogar einst Milch- und Käselieferant. Tot wärmt Rentierfell besser als jedes andere Material; Fleisch, Blut und Organe sind vitamin- und nährstoffreicher als vom Schwein oder Rind; traditionell fertigen die Samis aus den Geweihen Scheiden für Messer, Knöpfe und Anderes.

Auf unseren Eintrittskarten waren Losnummern aufgedruckt, die am Ende des Rennens gezogen wurden - Hauptpreis war ein neuer Satz Schneemobilketten... So traurig war ich also nicht, dass meine Losnummer nicht dabei war.

(Monika)

Ver�ffentlicht von Redaktion-HH um 21:34 | Kommentare (0)

02.04.05

Rentierrennen auf dem Inari-See

reindeer_race.jpgSchnell, schneller, am schnellsten - um überhaupt teilnehmen zu dürfen, muss ein Rentier einen Kilometer in höchstens 1 1/2 Minuten laufen. Das macht nach Adam Riese mindestens 40 km/h! Heute fanden Einzelrennen mit einem Menschen auf Schiern auf einem Kilometer, und Gruppenrennen mit Schlitten auf zwei Kilometern statt. Für Morgen ist das Finale angesetzt. Erste Eindrücke seht Ihr auf den folgenden Bildern.

Verglichen mit gestern sind heute ziemlich viele Rentiere da. Bei 47 habe ich aufgehört zu zählen. Offizielle Zahlen zu erhalten, war leider nicht möglich - auch das Programmheft gab es erst heute Mittag.

In den Pausen bekommen die Rentiere große Haufen mit trockenen Flechten. Artgerechte Haltung, denn das ist ungefähr das, was sie auch im Wald fressen. Bloß dass sie im Wald frei herumlaufen können.

Was ich eher beängstigend finde: Überall Risse im Eis. Der Parkplatz befindet sich mitten auf dem See... Um Euch zu beweisen, dass ich nicht übertreibe, habe ich meine nicht gerade zarte Hand in einen der Risse gesteckt.

So unlecker, wie das Rentierwürstchen aussieht, war es auch. Gut, dass ich jemanden mit einem weniger empfindlichen Magen gefunden habe. Unser Ire Dave, der das englische Weblog schreibt, versucht derweil die Rentiersuppe, Knäckebrot und einen rotgefärbten "Energy-Drink".
(Monika)

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Ver�ffentlicht von Redaktion-HH um 15:56 | Kommentare (0)

30.03.05

Weitere Schilder aufgehängt - alle geklaut

logged-tree1.jpgGestern waren wir unterwegs, um weitere Schilder aufzuhängen. Die Schilder weisen auf ein Gesetz hin, das den Schutz der Lebensweise der Sami gewährleisten sollte, unserer Einschätzung nach bisher aber missachtet wurde. Mit Hilfe einer Karte und GPS haben wir uns orientiert, und dann unsere Schilder möglichst hoch aufgehängt. Leider wussten einige Holzfäller unsere Arbeit nicht zu schätzen: Nachdem sie uns beim Anbringen eines Schildes beobachtet hatten, fällten sie zu unserem Entsetzen kurzerhand den ganzen Baum, und stahlen das Schild. Soviel zum Thema Einschlagstopp. Heute mussten wir feststellen, dass über Nacht alle weiteren Schilder "verschwunden" sind. Trotzdem lassen wir uns nicht entmutigen - gerade dass sich einige Holzfäller diese Mühe machen, zeigt uns, dass sie uns Ernst nehmen. Heute bringen wir weitere Schilder an;-)

Hier seht Ihr noch einige Bilder von unserer gestrigen Arbeit. Teilweise war der Schnee so tief, dass ich ohne spezielle Schneeschuhe einfach versackt und steckengeblieben bin. Kein Grund zum Jammern, ich war ja dick verpackt und außerdem schien die Sonne schön warm.
(Monika)

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Ver�ffentlicht von Redaktion-HH um 12:03 | Kommentare (0)

17.03.05

Landschaftsimpressionen

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Trotz viel Arbeit und Hektik haben wir immer wieder einen Blick für die Schönheiten Inaris und seiner Umgebung. Und neben ganz viel Wald, gibt es hier mindestens genauso viele Flüsse und Seen. Hier ein Einblick.








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(Anisha)

Ver�ffentlicht von Redaktion-HH um 11:57 | Kommentare (0)

15.03.05

Round Up - Bilder Galerie

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Hier sind noch ein paar Bilder von unserem Besuch beim Round Up bei der Muddusjärvi Genossenschaft...





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(Anisha)

Ver�ffentlicht von Redaktion-HH um 15:03 | Kommentare (0)

14.03.05

Minus 16 Grad - Man kann die Kälte förmlich sehen!

anisha_kl.jpgIch wollte nochmal einen kleinen Nachtrag liefern zu dem Thema "Wie fühlen sich minus 22 Grad an?" In den letzten Tag war es teilweise sogar noch kälter. Vorgestern Nacht beispielsweise waren es minus 31 Grad. Kaum vorstellbar für uns in Deutschland, hier jedoch kein besonders erwähnenswertes Ereignis.


Heute morgen haben sich - bis auf Dave und mich - alle im Camp versammelt. Der Grund: Wir haben gehört, dass die Arbeiter des Forstamts Metsähallitus eine Demonstration gegen Greenpeace, unsere Anwesenheit und das Camp planen. Rund 200 Mann sollen im Camp aufschlagen. Ob das tatsächlich stimmt und heute sein soll, wissen wir nicht. Aber sicher ist sicher!

Nachdem dann alle aus dem Büro raus waren, bin ich mal kurz für eine Stunde spazieren gegangen, um ein paar Fotos für das Weblog zu machen. Das Resultat: Ich habe den besten Beweis für unsere Kälte mitgebracht. Zugefrorene Wimpern! Das bedarf keiner weiteren Erklärungen - denke ich!


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(Anisha)

Ver�ffentlicht von Redaktion-HH um 12:07 | Kommentare (2)

04.03.05

Wer ist denn da im Camp? Portraits!

Nach und nach stellen wir euch hier Greenpeace-Aktivisten aus dem Camp vor. Einige Portraits könnt ihr schon lesen. Viel Spaß!

Ole.jpg Ole Eiteljörge, 27, aus Hamburg, ist seit dem 28. Februar in Inari. Er ist einer der deutschen Greenpeace Aktivisten in der Urwaldschutzstation. Ole kommt ursprünglich aus Bremen, studiert aber seit 5 Jahren Umweltwissenschaften in Lüneburg und wohnt deshalb in Hamburg.

Ole, warum bist du bei Greenpeace?
Ich erfuhr von einer Bekannten das Greenpeace immer tatkräftige Unterstützung gebrauchen kann. Es ging darum, ein großes Banner zum Thema Klimaerwärmung zu malen. Ich hatte Zeit und Lust und begleitete sie. Das war mein Einstieg bei Greenpeace.

Warum bist du im Greenpeace-Camp in Finnland?
Mich hat die Idee mit einem dauerhaften Camp im Urwald auf die Urwaldzerstörung aufmerksam zu machen gleich begeistert. Ich wollte einfach dabei sein. Ich sehe das als Herausforderung für mich. So kam es, dass ich nach Finnland gekommen und hier im Camp bin.

Was erwartest du von Deinem Aufenthalt?
Ich denke das ich einen Beitrag für den Erhalt der Urwälder leisten kann. Wenn ich dann später höre, dass die Wäder nicht mehr eingeschlagen werden, war dies super gut investierte Zeit.
Und wer kommt schon mit Greenpeace für ein paar Wochen nach Nordfinnland zu den Sami.

Olli.jpg Oliver Salge, 34, aus Hamburg ist Waldexperte bei Greenpeace in Hamburg. In den letzten Jahren hat er sich für den Schutz der borealen Urwälder engagiert. Die Notwendigkeit des Schutzes der Urwälder hat ihn bisher neben Finnland vor allem nach Russland geführt.

Warum bist Du in der Urwaldschutzstation?
Ganz einfach, um die weitere Zerstörung der Urwälder hier oben im Norden Finnlands aufzuhalten. Es ist schlicht ein Verbrechen, dass in siebenhundert Jahren gewachsene Bäume bei uns als Wochenmagazin wiederzufinden sind, das gerade einmal sieben Tage auf unseren Wohnzimmertischen liegt.

Wenn man hier im Urwald ist, wird einem schnell klar, dass ein Urwald wirklich etwas besonderes sind. Auch die vielen Rentiere, die sich in der Nähe der Urwaldschutzstation aufhalten um Flechten zu fressen machen deutlich wie wichtig dieser Wald für die Sami-Bevölkerung ist.

Die Gespräche die ich in den letzten Tagen mit Sami-Rentierhaltern gehabt habe, kommen alle zum gleichen Schluss: Die finnische Regierung muss hier oben in vielen Waldgebieten den Einschlag aussetzen. Alles andere wäre eine Mißachtung der Sami-Rechte und ein Verschwinden ihrer Kultur wäre vorprogrammiert.


Achim4-Kopie.jpg Achim Gresser, 32, aus Marburg.
Achim ist Schriftsteller und arbeitet derzeit an einem Buch über seine Wanderung durch die USA.
2001 gründete er das Greenpeace Urwaldpostamt der „Fantastischen Sieben“, zum Schutz der letzten sieben grossen Urwaldgebiete der Erde.

Warum bist du bei Greenpeace ?
Ganz einfach, weil es Greenpeace gibt. Und weil die Menschen, die dabei sind, dies auch leben. Für mich selbst habe ich es leider erst vor etwa fünf Jahren so gesehen. Aber jetzt bin ich dabei.

Woher kommt Dein Einsatz für Finnlands Urwälder ?
Für mich liegt es nahe. Deutschland ist weltweit größter Abnehmer von finnischem Zellstoff und ein Teil des Rohstoffs stammt aus Urwaldzerstörung. Hunderte von Jahren alter Bäume finden scheinbar mühelos ihren Weg als Hochglanzmagazine in die Hände deutscher Verbraucher. Ich will helfen, dass dies in Zukunft nicht mehr geschieht – daher bin ich hier in der Urwaldschutzstation.

Was erwartest Du von Deinem Aufenthalt in Finnland ?
Ich habe mich in den letzen Monaten von Marburg aus intensiv für den Schutz der letzten finnischen Urwälder eingesetzt, und hoffe das mein Aufenthalt hier in Finnland dazu beiträgt die Einschläge schnell zu stoppen und den Lebensraum der Sami langfristig zu sichern, dann kann ich mich endlich wieder daran machen mein Buch fertig zu schreiben.

AnishaPortraitKopie.jpg Anisha Blinckmann, 30, aus Hamburg arbeitet als freie Web-Autorin für Greenpeace und ist seit dem 6. März vor Ort. Mit ihren kleinen Geschichten über alle spannenden Erlebnisse halten wir Euch über das Leben im Camp auf dem Laufenden.

Warum ist der Wald für Dich so wichtig, dass du dich in deiner Freizeit aktiv für den Urwaldschutz engagierst?
Asche auf mein Haupt, doch ich engagier mich leider nicht aktiv für den Urwaldschutz in meiner Freizeit. Was ich stattdessen tue: Ich liege auf dem Sofa und lese einen Roman nach dem anderen.

Was hat dich zu Greenpeace gebracht?
Meine Freundin Beate aus der Internetredaktion.

Warum fährst du nach Finnland?
Wie gesagt, ich bin mit der Leiterin der Internetredaktion von Greenpeace Deutschland befreundet. Sie erzählte mir an einem Sonntag bei einem Cafe Latte (den man hier übrigens nicht bekommt) von dem Greenpeace Finnland-Camp. Ich fand die Idee super, worauf sie mich sofort fragte, ob ich nicht den Webblog übernehmen wollte. Und da konnte ich auf keinen Fall nein sagen.

Gibt es für dich einen speziellen Bezug zum Norden Europas?
Überhaupt nicht. Ich komme jedoch mit extremer Kälte besser klar als mit extremer Hitze, obwohl ich normalerweise lieber in die Sonne fahre. Aber es ist doch angenehmer im Zwiebellook rumzulaufen, als von einer schwülen Wärme erdrückt zu werden.

Was versprichst du dir von deiner Reise?
Ich weiss, dass wir uns hier eigentlich für die Rentiere und die ungeschützten Wälder einsetzen, doch ich bin seit Jahren auf der verzweifelten Suche nach einem echten, lebendigen Elch. Immer wenn ich in Regionen fahre, wo es angeblich diese Tiere geben soll, habe ich noch nie einen gesehen. In Finnland sind die Rentiere zwar in der Überzahl, doch ein paar vereinzelte Elche soll es auch geben. Vielleicht ist das Glück ja auf meiner Seite.

Mit wem würdest du dir am liebsten den Container teilen?
Vielleicht nicht unbedingt gleich den Container teilen, aber wie ja schon gesagt, wenn morgens ein Elch vor der Tür steht, wäre das großartig.

NikoPortraitKopie.jpg Niko Humalisto, 25, aus Turku, einer Stadt an der Südwestküste Finnlands. Er ist Aktionist bei Greenpeace Finnland.

Warum arbeitest du für Greenpeace?
Greenpeace macht einen guten Job wenn es darum geht, auf die Probleme unserer Umwelt aufmerksam zu machen und hoffentlich wird das auch in der Zukunft immer so sein. Mir gefällt das und das ist auch der Grund, warum ich für Greenpeace arbeite.

Warum bist du in Finnland?
Daran sind meine Eltern Schuld :-)! Nein im Ernst, Ich bin hier in Lappland, weil ich etwas verändern möchte, und die Probleme der Rentierzüchter und der Urwälder gehen mich als Finnen natürlich auch etwas an.

Was erwartetst du von deinem Aufenthalt hier?
In Lappland braucht alles seine Zeit, deshalb erwarte ich nicht, dass sich bereits während meines Aufenthaltes etwas verändert. Das wird dauern, aber ich hoffe, dass sich langfristig natürlich die Dinge so entwickeln, wie wir das wollen. Was ich jedoch hoffe ist, dass die Menschen hier aufwachen und sich mehr für die Umwelt interessieren.


JetskePortraitKopie.jpg Jetske Magtlas, 31, aus Alkmaar aus den Niederlande. Sie ist Aktivistin seit 1998.

Warum arbeitest du bei Greenpeace?
Für Greenpeace zu arbeiten gibt mir die Möglichkeit, tatsächlich etwas auf dieser Welt zu ändern, und zwar zum Positiven. Und das macht das Leben für alle besser.

Warum bist du in Finnland?
Ich möchte hier die letzten Urwälder schützen. Denn wenn uns das gelingt, dann erhalten wir den Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen, die ohne ihn nicht überleben könnten. Wenn ich hier bin, kann ich jedem zeigen, wie wichtig er ist.

Was erwartest du von deinem Aufenthalt?
Ich denke, die Kälte wird uns das ein oder andere Mal herausfordern, doch hoffentlich kann ich trotzdem den Rentierzüchtern helfen. Ohne diese Wälder würden sie sonst ihre traditionelle Lebensweise verlieren.



BeatePortraitKopie.jpg Beate Steffens, 44, aus Hamburg, geboren ist sie jedoch in Eschwege. Sie leitet die Internetredaktion und schaut mir eine Woche auf die Finger. Nein, natürlich nicht. Sie ist eine Woche hier mit im Camp und unterstützt uns ganz fleißig. Die Greenpeace Jacke wollte sie jedoch nicht anziehen, legte dafür aber besonders viel Wert auf ihren Schal.

Warum ist der Wald für dich so wichtig, dass du dich in deiner Freizeit aktiv für den Urwaldschutz engagierst?
Ich bin Naturfan, liebe Wälder, Berge, Schnee und Eis. Ich war 2003/2004 das erste Mal am Polarkreis. Diese knackige, trockene Kälte hat mich schwer begeistert. Natürlich erhaltene Wälder bedeuten für mich Lebensqualität, für andere ist es notwendiger Lebensraum. Ich finde, Urwälder sind überall auf der Welt schützenswert. Diese Schätze unserer Erde müssen auch zukünftigen Generationen erhalten bleiben. Ganz besonders in einer Gegend, in der die Bäume nur so langsam wachsen wie hier.

Was hat dich zu Greenpeace gebracht?
Der Zufall. Ich bin ein Mensch, der sich seit vielen Jahren engagiert. Für Menschenrechte, für Frauenrechte, für ein besseres Leben hier und jetzt. Im Sommer 2000 bekam ich die Chance, für einige Monate bei Greenpeace in der Pressestelle zu arbeiten. Mittlerweile sind aus Monaten Jahre geworden.

Warum bist du Finnland? Gibt es für Dich einen speziellen Bezug zum Norden Europas?
Ich habe gerade Urlaub und daher die Gelegenheit ergriffen, das Greenpeace-Camp zu besuchen. In meinem Urlaub mache ich auch gerne was Sinnvolles. Außerdem gibt es ein Camp zum Schutze unsere Urwälder nicht alle Tage. Und wie gesagt, ich liebe Eis und Schnee. Und davon gibt es, im Gegensatz zu Hamburg, hier eine ganze Menge.

Was versprichst du dir von deiner Reise?
Neue Eindrücke, neue Erfahrungen, neue Sichtweisen.

Mit wem würdest du dir am liebsten den Container teilen?
Mit vielen Menschen, die sich für den Schutz der Urwälder einsetzen ;-)


IMG_3254_joe500.jpg Geoffroy Mewrée, 31, aus Belgien.

Warum arbeitest du für Greenpeace?
Ganz simpel, weil ich ein geborener Umweltschützer bin.

Warum bist du in Finnland?
Weil man in Finnland einen der letzten europäischen Urwälder findet, ein Schatz, den man unbedingt schützen muss.

Was erwartest du von deinem Aufenthalt?
Ich hoffe, dass wir eine Lösung finden, um den Wald zu schützen und den samischen Lebensstil zu erhalten. Sie sollte aber auch den Forstarbeitern gerecht werden, beziehungsweise auch die zufrieden stellen. Ich glaube daran, dass man das mit Gesprächen und Verhandlungen erreichen kann.

Ver�ffentlicht von Beate um 17:31 | Kommentare (17)