18.04.05
Brennende Kreuze und andere komische Vorgänge

Die letzten zwei Nächte waren ruhig. Gott sei Dank. Aber die Nächte davor hatten wir jede Menge Besuch von unseren Holzfäller Nachbarn. Wir haben die nächtlichen Aktivitäten mal auf Video festgehalten. Hier ein kleiner Einblick. Bleibt dran, denn in den nächsten Tagen kommen noch welche dazu. (Anisha)
Brennenden Kreuze
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Unhöfliche Zeichen
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Ver�ffentlicht von Redaktion-HH um 10:49 | Kommentare (0)
12.04.05
Sami-Zeremonie im Greenpeace-Camp
Seit Sonntag abend ist Niillas Somby, ein Sami aus dem norwegischen Teil des Sami-Heimatlandes, bei uns in der Urwaldschutzstation zu Besuch. Gestern abend haben wir uns alle in seinem Zelt versammelt, um gemeinsam mit Niillas, seiner Frau Mardoeke und deren Tochter eine samische Zeremonie zu feiern. Das traditionelle Kota-Zelt hat einen Durchmesser von nur fünf Metern, und wir waren immerhin 23 Menschen.
Niillas selbst beschreibt sich als Aktivist für Landrechte und Umweltrechte. Er stammt aus einer Rentierzüchterfamilie, und arbeitet als Fotograf, Schriftsteller, Filmemacher. Gleichzeitig ist er ein Heiler, und führt traditionelle Rituale durch. Tradition und Technologie seien für ihn Gegensätze, die einander gut ergänzen. Mardoeke stammt aus den Niederlanden, wo sie für die Grüne Partei gearbeitet hat. Mittlerweile ist sie ebenfalls eine Heilerin, und wie sie sagt, eine "Brückenbauerin zwischen den Weltansichten der Urvölker und der nicht-indigenen Völker".
Nach einer Ansprache, in der Niillas uns für die Einladung dankte, und uns im Sami-Heimatland willkommen hieß, sang er für uns den Joik seines Urgroßvaters, den dieser im Sommer in den Wäldern gesungen hatte. Hier könnt ihr euch diesen Joik anhören (1 MB).
Auch wenn wir alle einander bereits kennen, stellten wir uns noch einmal vor. Es tat gut, sich selbst aussprechen zu hören, weshalb wir hier sind - weil wir "in den Wald verliebt" sind, wie Matti Liimatainen, unser Waldexperte es sagte; weil wir die Samis als kleines Volk nicht alleine kämpfen lassen wollen, weil wir von der Schönheit dieser Urwälder überwältigt sind, und nicht zusehen können, wie sie zum Beispiel für Toilettenpaper abgeholzt werden.
Nun sei es Zeit für einen weiteren Joik, sagte Niillas. Und da wir zwar schon mutig seien, dass wir uns in diesen Kampf für den Schutz der Wälder trauten, aber noch mehr Mut brauchen, wolle er uns den Joik vom Wolf singen. "Der Wolf-Joik ist sehr gut, denn er lässt euch eure Ängste abschütteln. Wenn ihr Wölfe seid, dann dürft ihr nicht scheu sein. Ihr müsst mutig sein, um euren Hasen zu fangen, und um ihn zu fressen." Er finde es wichtig und richtig, dass wir hier sind, um den Samis bei der Markierung des Urwaldes zu helfen. Erst sang Niillas den Wolf-Joik allein, und dann sangen wir mit ihm zusammen.
Während wir sangen, drehten wir uns alle nach Osten, und baten die Geister des Ostens um Schutz für den Wald, vor allem für diese Urwälder. Wir baten die Geister des Südens, dass sie uns alle schützen mögen, die wir hier sind, um den Wald zu schützen, und die wir deswegen bedroht werden. Wir baten die Geister des Westens um Weisheit für die finnische Regierung und für Metsähallitus, auf dass sie weise entscheiden mögen zu Gunsten der Wälder und der Samis.
Und wir baten die Geister des Nordens, die sonst kalt wie das ewige Eis ruhen, dass sie sich erheben, und uns mit ihrer Kraft erfüllen. Und wir baten um das Verständnis derjenigen, die noch nicht verstehen, weshalb wir hier sind, weswegen die Urwälder und die Samis beschützt werden müssen; wir baten um Mut für uns und für die Menschen, die sich noch nicht trauen, uns zu unterstützen.
Auf dem Ofen hatte Madouke einen Kräutertee zubereitet, für den sie die Kräuter im vergangenen Sommer in ihrer Heimat gesammelt hatte. Abschließend schenkte sie eine Suppe aus Flechten und Moosen aus, die sie tagsüber zusammen mit unseren Aktivisten gesammelt hatte. Köstlich!
Ich habe Mardoeke nach dem Rezept gefragt: Genügend Moose und Flechten sammeln (darauf achten, nur hoch hängende zu wählen, weil wir sie nicht den Rentieren weg nehmen wollen). Gründlich reinigen. Dann in Wasser eine Viertelstunde kochen, das Wasser abgießen, eine weitere Viertelstunde in Wasser kochen, wieder das Wasser abschütten, und dann mindestens zwei weitere Stunden köcheln lassen. Nach Belieben würzen.
Warum man sie so umständlich kochen muss? Rentiere und andere Waldbewohner können die in den Flechten und Moosen enthaltenen Säuren gut verdauen - wir Menschen aber nicht. Traditionelle Alternative zum Kochen ist übrigens, die Zutaten mindestens einen vollen Tag in einen Bach oder Fluss zu legen.
(Monika)
Ver�ffentlicht von Redaktion-HH um 23:32 | Kommentare (1)
24.03.05
Finnlands Wälder: Eine vorher - nachher Ansicht
Seit Wochen reden wir von nichts anderem als Wälder. Aber wie sieht ein ursprünglicher Rentierwald eigentlich aus? Und wie sieht er vor allem aus, nachdem eingeschlagen wurde? Matti Snellman hat für uns eine 360 Grad Ansicht zusammen gestellt. Nach dem Öffnen, einfach mir der Maus auf das Bild klicken und in eine beliebige Richtung ziehen.
Vorher: Rentierwald
Ver�ffentlicht von Redaktion-HH um 10:39 | Kommentare (0)
21.03.05
Making Off - Rentier Kunst auf Eis
Gestern gab es schon einen ausführlichen Bericht über unser Rentierkunstwerk auf dem Juuntua Fluss. Jetzt gibt es das Making Off... Viel Spass damit ...
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Ver�ffentlicht von Redaktion-HH um 15:32 | Kommentare (0)
05.03.05
Bewegte Bilder/Webfilme rund um das Camp
Auf dieser Seite sammeln wir unsere Webfilme zum Camp, zur Abholzung in Finnland und zeigen, was sonst im Norden Finnlands so passiert ...
Webfilm zur Abholzung in Finnisch-Lappland, 6.52 Min. (Englisch)
Webfilm zum Aufbau der Urwadschutzstation, 2.08 Min. (ohne Ton)
Ver�ffentlicht von Beate um 22:58 | Kommentare (2)