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News-Archiv:

10.5.2009:

"Vorsicht, Wahlkampf!"

In dem Zeitungsartikel "Atomindustrie sucht Allianz mit Ökostrom-Branche" (Die Welt, 10.5.2009) kramt der Präsident des Deutschen Atomforums, Walter Hohlefelder, das alte Argument der Stromlücke in Deutschland hervor, falls am Atomausstieg festgehalten wird.

Greenpeace sagt dazu: Regierungsbericht widerlegt Warnungen vor Stromlücke (12.8.2008). Das Argument der Atomindustrie über etwaige Energieengpässe ist also Panikmache.

Hohlefelder sagt weiter: "Erneuerbare und Kernenergie sind kein Gegensatz, wie immer behauptet wird". Greenpeace sieht das anders. Desweiteren sei auf eine Seite des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit verwiesen: Atomkraft - ein teurer Irrweg, Die Mythen der Atomwirtschaft.


10.5.2009:

Stromwechsel-Spätstück im 603qm

Von 14:00 bis 19:00 Uhr -- Eintritt frei.
Stromwechsel-Infoveranstaltung im 603qm in Darmstadt:
GREENPEACE informiert und berät über Ökostrom.

Flyer (pdf):

Neben Infos zum korrekten Wechsel hin zu Ökostrom gab es außerdem auch Musik und selbstgebackenen Kuchen in Bio-Qualität.

Weitere Informationen (pdf)

siehe auch: energie-infos


25.4.2009:

Aktion zum Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe

Die Greenpeace-Gruppe ist anlässlich des Jahrestages der Tschernobyl-Katastrophe (26.04.1986) auf dem Luisenplatz mit einem Infostand präsent. Es wurde auf die Risiken der Atomenergie hingewiesen. Greenpeace fordert die Abschaltung aller Atomreaktoren in Deutschland; die Gruppe Darmstadt besonders die der beiden überalterten Reaktoren in Biblis.

Weiterführende Links:
www.greenpeace.de/themen/atomkraft
Initiative „Strahlendes Klima“ (Uranium - Is it a country?)
Stromerzeugungskapazitäten und Bruttostromerzeugung nach Energieträgern (Download des Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie)

Vorsicht, Satire:
[Keine Angst vorm Atom], [Keine Angst vorm Endlager]


23.4.2009:

Film "Monsanto – mit Gift und Genen"...

...im Kino Rex in Darmstadt ab 17:30 Uhr. Wir bieten einen Info-Stand und Diskussion nach dem Film.
Programm zum Filmfestival "Über Macht"


04.4.2009:

Sei aktiv! Steig bei der Greenpeacegruppe Darmstadt ein

Videoclip "Act now!"

07.3.2009:

Belene-Aktion auf dem Luisenplatz

Die Greenpeace-Gruppe Darmstadt sammelte rund 160 Unterschriften, um den Betrieb des Kernkraftwerks Belene durch RWE verhindern. Das Kraftwerk befindet sich in einem erdbebengefährdeten Gebiet.



 


11.10.2008:

Mercedes-Benz: Abspecken fürs Klima

Greenpeace-Aktivisten demonstrieren auf dem Luisenplatz gegen Spritfresser

Darmstadt, 11.10.08 - Umweltschützer von Greenpeace protestieren auf dem
Darmstädter Luisenplatz gegen die klimaschädliche Modellpolitik der Daimler AG. Die Aktivisten bauten auf dem Luisenplatz einen Luxus-Geländewagen der Mercedes-MKlasse mit rosa Farbe, künstlicher Schnauze, Ohren und Ringelschwanz zum „Klimaschwein“ um. Auf einem Banner fordert Greenpeace: „Mercedes-Benz – Abspecken fürs Klima!“ Pressemitteilung lesen.

Weiterführende Links:
Greenpeace-Thema "Verkehr"

Aktion zum gleichen Thema in Stuttgart


Nordost-„Umgehung“ Darmstadt – 30 Jahre und kein bisschen weise.

Sieht so Planung für unsere Zukunft aus?

Jetzt Faltblatt mit Fakten und Meinungen zur Nordost-Umgehung Darmstadt als PDF runterladen.

Weitere Informationen: Ein Dokumentarfilm über die geplante Nord-Ost-Umgehung ist unter www.nordostumgehung.de/video_Hristina.html zu sehen. Der 18 Minuten lange Film ist eine Abschlussarbeit von Hristina Karamanov im Bereich Media an der Fachhochschule Darmstadt.


13.09.2008:

Umweltbörse trotz Regen erfolgreich
Unterschriftensammlung auf dem Luisenplatz

Trotz verregnetem Wetter kamen am Samstag, 13. September, viele Leute zur Umweltbörse auf den Darmstädter Luisenplatz. Natürlich waren auch wir von der Greenpeace-Gruppe Darmstadt dort mit einem Stand vertreten.

 

Wir informierten interessierte Passanten über aktuelle Umweltthemen. Kinder freuten sich über Aufkleber und Sticker. Und es konnten knapp 20 Unterschriften für das Ziel einer Modernisierung der Dienstwagenbesteuerungsgesetzgebung gesammelt werden.


 

 

News-Archiv bis September 2008:

Radiosendung Greenelectronics

Die elektrischen Geräte, mit denen wir uns umgeben machen unser Leben immer einfacher. Doch wer nicht aufpasst schadet mit einem Neukauf schnell der Umwelt oder sogar sich selbst. Elektrogeräte können giftige Substanzen enthalten oder wahre Stromfresser sein.

Wie man diese schwarzen Schafe ausfindig machen kann und woran man bessere Geräte erkennt haben wir in der Radiosendung am 03.06.2008 erklärt.

Weitere Informationen über die vorgestellten Gütesiegel und den Greenpeace Guide to Greener Electronis finden Sie auf den folgenden Seiten:

Greenpeace Guide to Greener Electronics
Energielabel
TCO (Sprache kann oben rechts eingestellt werden)


KIDS FOR EARTH

Im April wurden bei unserem ersten Greenteam-Treffen bereits fleißig Banner gemalt für die große Demo in Bonn zur Eröffnung der CBD (Un- Urwaldschutzkonferenz).

Am Freitag den 16. Mai ging es schließlich los und wir alle (Maria, Marlene und Mara aus den Greenteams ) waren ganz gespannt was uns erwarten würde.

Am Bonner Hauptbahnhof trafen wir die Frankfurter Gruppe und machten uns gemeinsam auf die Fahrt zur Bonner Theodor Litt Schule, um dort das Wochenende zu verbringen. Das Vorbereitungswochenende war ausgeschmückt mit tollen Workshops, an denen die Kids mit heller Begeisterung teilnahmen. Alle bereiteten sich auf den großen Moment vor und gaben ihr Bestes. Es wurde gemalt, gebastelt, genäht, Lieder getextet, Reden geschrieben, getrommelt und Theaterstücke eingeübt. Die Darmstädter Kids schlossen sich einer Gruppe von etwa 40 Kindern an, die zur Einstimmung auf Montag an einer Demonstration des Frauenmuseums teilnahmen.

Am Montagmorgen haben Veronica aus Brasilien und Paul aus Norddeutschland eine bewegende Rede vor den rund 3000 Delegierten gehalten. Paul Lüdemann (13): ,, Ergreifen Sie jetzt konkrete Maßnahmen um ihre eigenen Beschlüsse endlich auch umzusetzen. Tun Sie alles, damit uns, den Menschen nach uns und allen anderen Lebewesen die Erde als Lebensraum erhalten bleibt, denn eine zweite haben wir nicht.“ (Die komplette Rede findet ihr unter www.greenpeace4kids.de)

Gegen Mittag bewegte sich die bunte Demo mit 500 Kindern und Jugendlichen begleitet von Trommlern und lautem Gesang zum Tagungsgbäude der CBD. Dort rüttelten sie mit einem Theaterstück und mehreren selbstgeschriebenen Urwaldsongs die Abgeordneten der Konferenz wach, damit sich diese endlich gegen die Urwaldzerstörung einsetzen. 115.000 gesammelte Unterschriften für den verbindlichen Urwaldschutz wurden an den Umweltminister Sigmar Gabriel überreicht.
Die Bonner Kids For Earth haben alles getan für den Urwaldschutz - jetzt sind die Politiker dran!


Artenschutzkonferenz in Bonn

Erfahrungsbericht: Die Darmstädter Greenpeace-Gruppe war auf der Demo in Bonn

"Das war ein besonderer Pfingstmontag für mich. Mit drei Mitstreitern der
Greenpeace-Gruppe Darmstadt fuhr ich nach Bonn, um an der Demonstration anläßlich der 9. Vertragsstaatenkonferenz der Konvention zur biologischen Vielfalt und der 4. Vertragsstaatenkonferenz des Cartagena Protokolls zur biologischen Sicherheit teilzunehmen.

Unter dem Motto "planet diversity - lokal,vielfältig,gentechnikfrei" gaben
die 6 000 Teilnehmer aus ganz Deutschland und Nachbarländern, aus Südamerika, Indien und Afrika mit Bannern und Sprechchören vor allem ihrer Ablehnung der grünen Gentechnik und der Patentierung von Saatgut und Leben überhaupt Ausdruck.

Das Besondere war für mich vor allem, Ikonen der Anti-Gentechnik-Bewegung
leibhaftig zu erleben; bei der Auftaktkundgebung war der kanadische Farmer Percy Schmeiser der erste Redner, der uns nachdrücklich dazu aufforderte, die Erfahrungen, die in Kanada gemacht wurden und werden, als Warnung zu nehmen.

Koexistenz von Gentechnik und konventioneller bzw. ökologischer Landwirtschaft sei nicht möglich, wir hätten noch die Chance, in Europa die Katastrophe zu verhindern und ein Bollwerk gegen die Agro-Konzerne zu werden. Die zweite Ikone, die indische Physikerin Vandana Shiva, erblickte ich erfreut während der Demo in einem Wagen des Trekkerzuges der Landwirte, sie sprach dann bei der Abschlußkundgebung und zwar recht kämpferisch, sie
kündigte auch in parallelen Bezügen zu Mahatma Gandhi zivilen Ungehorsam an.

Ohne diesen wird es auch in Deutschland nicht gehen, da sind ja schon Vorbilder bei Feldbefreiungen zu sehen. Bei der Zwischenkundgebung gab es Redner aus der Schweiz, Österreich, Südamerika, Afrika, Frankreich und Polen. Es war ein gutes Gefühl zu erleben, wie Menschen aus vielen Ländern bereit sind, sich gegenseitig zu unterstützen und den "global players" entgegenzutreten, vor allem auch im Interesse unserer Landwirte, ohne die wir nicht werden überleben können!

Im Anschluß an die Demonstration gab es in den Bonner Rheinauen ein Festival der Vielfalt, wo ich z.B. feststellen konnte, daß auch die Partei "Die Linke" inzwischen gegen die Gentechnik
eingestellt ist.Schön war es zu sehen, wieviele Bemühungen und Einsatz es gibt, ursprüngliches Saatgut zu erhalten, das unbedingt Eigentum der einzelnen Völker
bleiben muß!

Liebe Leser, die Kaufentscheidung der Verbraucher ist auch ein wichtiges Kampfmittel gegen die Großkonzerne Monsanto, Syngenta, Bayer, BASF und Konsorten! Kaufen Sie bewußt Lebensmittel, die gentechnikfrei sind!

Keine Patente auf Leben!!!!

Astrid Schütz


Greenpeace entlarvt Klimaschweine auf der Darmstädter Automesse 2008

Am Samstag, den 17. Mai 2008 hat die Greenpeace-Gruppe Darmstadt auf der Darmstädter Automesse die besonders klimaschädlichen Klima-Schweine entlarvt.

 

Mit Schweinsrüssel und -ohren wurden die sportlich,
geländegängigen SUVs (Sports Utility Vehicle) für jedermann sichtbar
als besonders klimaschädlich gekennzeichnet.

SUVs sind besonders oft in unseren Städten anzutreffen. Doch dort sind die schweren, spritfressenden Ungetüme besonders unnütz. Bei einem Eigengewicht von oft mehr als 2 Tonnen verbrauchen diese Fahrzeuge oft 15 Liter und mehr pro 100 Kilometer. Auf breiten Reifen und mit bis zu 300 PS geht's dann zum Supermarkt um die Ecke, ganz nach dem Motto "Darf?s ein bißchen mehr sein?". SUV?s sind auch entgegen der landläufigen Meinung alles andere als sicher, besonders jedoch für andere Verkehrsteilnehmer. Gerade für Fußgänger endet die Begegnung mit einem SUV wegen seiner unflexiblen Karosserie oft tödlich

Pkw 4,5 % jeder 22. Unfall endet für Fußgänger tödlich Kleiner SUV 7,8 % jeder 13. Unfall endet für Fußgänger tödlich Großer SUV 11,5 % jeder 9. Unfall endet für Fußgänger tödlich

Klimafreundliche Mobilität aber sieht anders aus. Kleinere und leichtere Autos wären ein erster Schritt zu einer klimafreundlicheren Mobilität, vielleicht probiert man ja auch mal einfach wieder das gute, alte Fahrrad aus oder geht einfach auch mal wieder zu Fuß, man ist erstaunt was dies für neue Möglichkeiten eröffnet, man nimmt die Umwelt ganz neu wahr, hat keinen Parkplatzstress und auch Freunden und Bekannten begegnet man viel öfters.


Tschernobyl-Aktion in der Darmstädter Innenstadt

Unsere Tschernobyl-Aktion am Samstag, 26. April, war ein voller Erfolg.

Wir haben kleine Beutelchen mit dem Aufdruck "Achtung Atommüll" versehen mit Warnhinweisen in der Darmstädter Innenstadt verteilt und auf die Gefahren der Atomenergie hingewiesen.

 

 


Öko im Kino
Darmstadt Podiumsdiskussion von Greenpeace

Moderates Wirtschaftswachstum oder "Nullwachstum"? Umverteilung oder Wohlstand für alle? Diese Schlagworte alleine zeigen schon, dass sich die Teilnehmenden der Podiumsdiskussion, zu der Greenpeace Darmstadt ins Programmkino Rex geladen hatte, nicht einig werden konnten.

Wie sollten sie auch - war doch das Podium polarisierend besetzt: Die erste Forderung stammte vom Bundestagsabgeordneten Andreas Storm (CDU), die zweite von Darmstadts Umweltdezernenten Klaus Feuchtinger (Grüne), die dritte von Werner Brinker (Greenpeace) und die vierte von Darmstadts FDP-Landtagsabgeordnetem Leif Blum. Grundlage der Diskussion war der Dokumentarfilm "Unser Planet". Demnach sieht es für die Zukunft der Erde düster aus. (Quelle Frankfurter Rundschau. Mehr lesen)


„Die Wolke“

Am Samstag, den 26. April 2008 jährte sich zum zweiundzwanzigsten Mal die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl.

Zum Kino-Film "Die Wolke" (nach dem Bestseller-Roman von Gudrun Pausewang), zu dem wir kostenlos ins CineMaxx eingeladen hatten, waren über 250 Kinder und Jugendliche erschienen, um sich die ergreifende Geschichte von Hannah und Elmar anzuschauen, welche das Chaos und das Leid eines atomaren Super-GAU in Deutschland erleben. Infos zum Film: http://www.die-wolke.com/


Klimawandel durch Holzhandel
Greenpeace-Aktivisten entdecken Hölzer aus Urwaldzerstörung

Darmstadt, 1.3.2008 - Der Holzhandel in Darmstadt bietet Produkte wie Parkett und Gartenmöbe l aus Tropenholz an, die zu großen Teilen aus Urwaldzerstörung stammen. Dies hat eine Recherche von Greenpeace-Aktivisten in 6 Baumärkten und Holzhandlungen der Stadt ergeben. 5 Greenpeace-Aktivisten informieren heute über die Herkunft der Hölzer und die Bedeutung der Urwälder für das globale Klima. Ein Fünftel des weltweit freigesetzten Kohlendioxids entsteht durch Waldzerstörung. Greenpeace fordert die deutschen Holzhändler auf, für den Schutz von Klima und Artenvielfalt nur noch Produkte aus ökologischer Forstwirtschaft anzubieten.

„Viele Kunden wissen nicht, dass sie die letzten Urwaldparadiese noch immer als Fußbodenbeläge und Gartenstühle angeboten bekommen“, sagt Elisa Bauer, Urwaldexpertin von der Greenpeace-Gruppe Darmstadt „Urwaldschutz ist Klimaschutz. Die letzten Urwälder müssen endlich geschont werden. Sie sind Schatzkammern der Artenvielfalt und stabilisieren das Klima.“

Beim Holzfachmarkt Gentil hat Greenpeace unter anderem die Tropenhölzer Teak, Merbau, Meranti, Abachi, Sapelli, Ramin und Jatoba gefunden. Diese stammen aus Urwaldregionen in Südostasien, Zentralafrika und dem Amazonas. Bis zu 80 Prozent des Holzes wird in diesen Ländern ohne Genehmigung eingeschlagen. Nicht nur Menschen und Tiere in diesen Regionen verlieren so ihre Lebensgrundlagen. Auch die Menschen in den Industrieländern müssen mit dem Klimawandel die Konsequenzen der Urwaldvernichtung tragen.

Allein im Jahr 2006 importierte Deutschland rund 420.000 Kubikmeter tropisches Holz, rund drei Viertel davon aus illegalem Einschlag. Interessierte Verbraucher können den Fund von Urwaldhölzern in Bau- und Parkettmärkten oder Einrichtungshäusern in einer Online-Datenbank von Greenpeace (www.greenpeace.de/holzrecherche) eintragen. Die Recherchen der Holz-Detektive sollen die Greenpeace-Forderung nach einem europäischen Urwaldschutzgesetz unterstützen. Import und Vermarktung von Urwaldholz aus illegalem Einschlag würden mit diesem Gesetz verboten.

Im Mai 2008 richtet die deutsche Bundesregierung den Urwaldgipfel der Vereinten Nationen (Convention on Biological Diversity, CBD) in Bonn aus. Greenpeace fordert von Bundeskanzlerin Angela Merkel, sich im Vorfeld des Gipfels für ein europäisches Urwaldschutzgesetz einzusetzen.


 

Kein Kohlestrom aus Mainz


Die HSE (HEAG Südhessische Energie AG) will dreckigen Kohlestrom aus dem geplanten Steinkohlekraftwerk in Mainz beziehen, deshalb sind jetzt die Bürger gefordert sich am Einwendungsverfahren gegen den Kraftwerksneubau zu beteiligen.

Darmstadt, 18. Januar 2008. Trotz aller Beteuerungen zum Klimaschutz hat die HSE langfristige Abnahmeverträge für Strom aus dem geplanten Steinkohlekraftwerk auf der Ingelheimer Aue in Mainz abgeschlossen. Auch die finanzielle Beteiligung am Bau des Kraftwerkes ist bis heute nicht eindeutig dementiert. So aber lassen sich die Klimaschutzziele für Deutschland nicht erreichen und eine Begrenzung des Anstiegs der weltweiten Temperatur auf 2 Grad Celsius rückt damit in weite Ferne. Die Greenpeace-Gruppe Darmstadt fordert deshalb den Vorstandsvorsitzenden Herrn Albert Filbert auf, jegliche Unterstützung für das neue Steinkohlekraftwerk einzustellen und keinen Strom von dort zu kaufen. Gleichzeitig fordern wir die Bürgerinnen und Bürger auf mit einer Einwendung gegen den Kraftwerksneubau aktiv zu werden.

„Obwohl die HSE mit seinem Ökostromangebot zu suggerieren versucht, man liefere ab sofort nur noch Ökostrom an seine Kunden, handelt es sich dabei doch nur um eine Mogelpackung“, sagt Peter Mayer, Klimaschutz-Ansprechpartner der Greenpeace-Gruppe Darmstadt. „Es handelt sich dabei einfach um Zahlenschiebereien auf dem Papier, dass die Tauschbörse RECS (Renewable Energy Certificates System) möglich macht, dort wird dann beispielsweise einfach deutscher Kohle- und Atomstrom gegen norwegischen Wasserstrom getauscht. Dadurch wird in der Realität keine einzige Kilowattstunde Strom umweltfreundlicher erzeugt. Also bleibt alles beim Alten.“

Um auf diesen Widerspruch aufmerksam zu machen, wirft die Greenpeace-Gruppe Darmstadt heute der HSE symbolisch den Ausstoß an Kohlendioxid einer Zehntelsekunde in Form von ca. 60 Säcken á 120 Litern vor die Haustür. „Das neue Steinkohlekraftwerk wird deutlich über 4 Millionen Tonnen Kohlendioxid im Jahr ausstoßen,“ sagt Markus Lang von der Greenpeace-Gruppe Darmstadt, „dass ist deutlich mehr als das alte Gaskraftwerk erzeugt hat. Auch ist nicht einzusehen, wieso dieses neue Kraftwerk einen solch geringen Kraft-Wärme-Kopplungsanteil hat und somit nur einen Wirkungsgrad von ca. 46 Prozent, es gingen also über die Hälfte der eingesetzten Energie als Wärme ungenutzt durch den Abluftkamin in die Umwelt verloren.“

Wenn das Steinkohlekraftwerk noch verhindert werden soll, ist es nun Zeit zu handeln. Die Greenpeace-Gruppe Darmstadt fordert deshalb die Bürgerinnen und Bürger auf, sich am momentan laufenden Einwendungsverfahren gegen das Steinkohlekraftwerk in Mainz zu beteiligen. Jeder Bürger (hier spielen der Wohnort keine Rolle) kann sich an dem bis zum 15. Februar 2008 laufenden Verfahren beteiligen. Hilfen und Vorlagen finden Sie auf der Internetseite www.einspruch-kohlekraftwerk.de

 


 

Klimaschutz geht anders!

Greenpeace-Gruppe Darmstadt protestiert gegen
den Neubau des Kohlekraftwerks in Mainz



Am Samstag, den 24. November 2007 protestierte die Darmstädter Greenpeace-Gruppe auf dem Luisenplatz für einen besseren Klimaschutz und gegen den Neubau des Kohlekraftwerks auf der Ingelheimer Aue in Mainz.

Unter dem Motto „Keine neuen Kohlekraftwerke - Klimaschutz geht anders“ informierten die Gruppenmitglieder über die Ausbaupläne zahlreicher Energieversorger.

Um die Dimensionen besser deutlich zu machen hatten die Greenpeacer 24 schwarze Kunststoffsäcke mit der Aufschrift „CO2“ aufeinander getürmt. Soviel Kohlendioxid erzeugt ein durchschnittlicher Haushalt durch seinen Stromverbrauch an einem einzigen Tag. So wird der immense Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid durch das geplante Kohlekraftwerk auf der Ingelheimer Aue in Mainz deutlich.

Gleichzeitig wurden Unterschriften für eine Verankerung des Klimaschutzes im Grundgesetz gesammelt. „Der aktuelle Bericht des Weltklimarates zeigt es ganz deutlich - der Klimawandel ist real“, sagt Markus Lang, Sprecher der Greenpeace-Gruppe Darmstadt. „Jetzt ein Kohlekraftwerk in Mainz zu bauen ist für den Klimaschutz das völlig falsche Signal. Wer heute weiter auf Kohle setzt, zementiert über Jahrzehnte eine klimaschädliche und nicht zukunftsfähige Energieversorgung.“

Ein neues Kraftwerk läuft 40 bis 50 Jahre lang. Allein das Kraftwerk in Mainz wird pro Jahr 4,6 Mio. Tonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre blasen - das entspricht 740g pro Kilowattstunde. Ein modernes Gaskraftwerk würde im Gegensatz dazu nur ca. 1 Mio. t/Jahr ausstoßen (ca. 365 g/kWh).

In Deutschland sollen 25 neue Kohlekraftwerke gebaut werden, die nach Fertigstellung das Klima insgesamt mit jährlich 140 Millionen Tonnen Kohlendioxid belasten werden. Deutschland ist damit in Europa führend beim Bau klimaschädlicher Kohlekraftwerke. Viele dieser Kraftwerke sind überdimensioniert und weisen einen schlechten Wirkungsgrad auf.

Fast zeitgleich verschickte die ENTEGA an ihre Ökostromkunden ebenfalls schwarze Kunststoffsäcke, um ihnen zu verdeutlichen wie viel Kohlendioxid sie mit ihrem Wechsel zu Ökostrom eingespart haben. „Eine zwiespältige Sache“, meint Markus Lang, Sprecher der Greenpeace-Gruppe Darmstadt, „auf der einen Seite fühlen wir uns in der Gruppe schon etwas geschmeichelt, dass die ENTEGA die Greenpeace-Kohlekampagne so dreist kopiert, andererseits wünschen wir uns natürlich, dass die ENTEGA nun auch den zweiten Schritt tut und ihre Stromabnahmeverpflichtungen für das neue Steinkohlekraftwerk in Mainz kündigt.“ Weiterhin fordert Lang: „Wir brauchen jetzt vor allem einen zügigen Ausbau der Erneuerbaren Energien. Ergänzt werden muss diese Maßnahme durch eine Verbesserung der Effizienz bei der Stromerzeugung und Einsparungen beim Stromverbrauch. Dazu kommt der weitere Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung. Bei dieser hoch effizienten Technik wird nicht nur der erzeugte Strom genutzt, sondern auch die dabei produzierte Wärme. Wir werden weiter darüber informieren und die Strompolitik der ENTEGA beobachten.“

Weitere Infos unter: www.greenpeace.de


Greengirls überreichen Bundesumweltminister Unterschriften zum Schutz des Regenwaldes

Am Dienstag, den 16. Oktober 2007, am Rande einer Veranstaltung in Seeheim-Jugenheim, war es soweit.

Die drei Mädchen des Greenteams „Greengirls“ aus Dieburg (v.l.n.r. Geraldine Emig, Anika Mahnert, Maria Alejandra Macias Lòpez) überreichten Bundesumweltminister Sigmar Gabriel ihre selbstgesammelten Unterschriften gegen die Zerstörung des Regenwaldes.

142 Unterschriften haben sie an ihrer Schule (Goetheschule Dieburg) und in ihrer Nachbarschaft gesammelt, um sie nun mit der Aufforderung nach mehr Schutz für den Regenwald dem Bundesumweltminister zu überreichen.

Sigmar Gabriel war beeindruckt von dem Engagement der Kinder und versprach sich weiterhin verstärkt für ihr Anliegen einzusetzen. Weitere Informationen zum Umweltschutz und Tipps zum Mitmachen gibt es auf der Kinderseite von Greenpeace: www.greenpeace4kids.de

 


Darmstädter fordern "Runter vom Gas"

Eine überwältigende Mehrheit der Darmstädter hat sich für ein Tempolimit von 120 km/h auf Autobahnen ausgesprochen.
In nur vier Stunden haben die Aktivisten der Greenpeace-Gruppe Darmstadt auf der Umweltinformationsbörse am 8. September 2007 auf dem Luisenplatz eine Umfrage zum Thema Tempolimit für den Umweltschutz durchgeführt. Sie sammelten dabei 94 Unterschriften, die sich in 86 Befürworter und 8 Gegner eines Tempolimits aufspalteten.
Greenpeace fordert ein sofortiges bundesweites Tempolimit von 120 km/h auf deutschen Autobahnen. Der Ausstoß des Klimagases Kohlendioxid allein durch PKW-Verkehr auf Autobahnen könnte damit sofort um 9 Prozent reduziert werden. Ein Tempolimit gibt der Autoindustrie auch endlich die richtigen Rahmenbedingungen für die Konstruktion und den Bau leichterer und effektiverer Fahrzeuge vor. Hierzu hatten wir unter einem grünen
Tuch das Auto der Zukunft versteckt, den Smile.

Ein Autokonzept mit dem sich bei "jedem Autotyp" Verbrauchseinsparungen bis 50 Prozent erreichen lassen. Der Smile ist übrigens keine ferne Utopie, sondern wurde bereits
von Greenpeace vor über 10 Jahren entwickelt und vorgestellt.

Mehr Infos unter

http://www.greenpeace.de

www.klima-rider.de


Kein politisches Handeln trotz persönlicher Zweifel am geplanten Kohlekraftwerk in Mainz

 

Ergebnisse der Greenpeace - Befragung der Darmstädter Stadtverordneten
zum Klimawandel vom 26. Juni 2007 

Der Klimawandel ist kein regionales Phänomen. Globale Veränderungen machen nicht an der Stadtgrenze halt. Anlass für unsere Aktion, in deren Rahmen wir den Stadtverordneten auch selbst gebastelte Kohlekraftwerke zum Verzehr anboten um ihnen den Abschied von der Kohle zu versüßen, ist der geplante Bau eines Kohlekraftwerkes bei Mainz. Unsere Befragung fühlte dem Klimabewusstsein der politischen Vertreter „auf den Zahn“ und soll sowohl ihnen als auch der restlichen Bevölkerung bewusster machen, was wir persönlich im Kampf gegen die globale Erwärmung beitragen können.

 In der vorhergehenden Stadtverordnetenversammlung wurde ein Antrag der Fraktion UFFBASSE abgelehnt, in dem sich die Stadtverordneten mit folgendem Wortlaut gegen den Bau des Kohlekraftwerkes aussprechen sollten: „Die Stadtverordnetenversammlung der Wissenschaftsstadt Darmstadt fordert die Kraftwerke Mainz-Wiesbaden (KMW) auf, vom Bau des Klima schädigenden Steinkohlekraftwerkes auf der Ingelheimer Aue abzusehen.“

Überraschenderweise stimmten die Grünen, SPD und FDP erfolgreich dafür, diesen Antrag aus der Tagesordnung zu entfernen, gegen die Stimmen von UFFBASSE, CDU, UWIGA, Linke und WASG.

Diese offensichtliche Diskrepanz zwischen offiziellen Aussagen, Wahlprogramm und politischem Handeln ist für uns nicht akzeptabel. Wir alle sind von den Auswirkungen der Erderwärmung betroffen und fordern von unseren politischen Entscheidungsträgern, mit ihrem Einfluss, alles zu tun um eine lebenswerte Zukunft zu erhalten, also sich politisch verbindlich gegen den Bau des Kohlekraftwerkes in den Ingelheimer Auen einzusetzen. Das gesamte Umfrageergebinis finden Sie hier als pdf.


Für reine Lebensmittel

Alle Bürgerinnen und Bürger sind dazu aufgerufen bei ihren beiden
Bundestagsabgeordneten Brigitte Zypries (SPD) und Andreas Storm (CDU), die Reinheit unserer Lebensmittel von Gentechnik zu verlangen. Plakate zu dieser Aktion hängen in Darmstadt in der Frankfurter Straße gegenüber Stadthaus (Zypries) und Casinostraße/Nähe Bleichstraße (Storm). Die Aktion wird von www.campact.de organisiert, Greenpeace und viele andere Gruppen und Organisationen unterstützen dies.


Greenpeace verteilt Süßes an Politiker

Wir haben am 26. Juni die Stadtverordnetenversammlung im Justus-Liebig-Haus besucht. Unter dem Motto "Süßer Abschied von der Kohle" verteilten wir an die Stadtverordneten kleine, süße Kohlekraftwerke zum Vernaschen. Nachdem die Versammlung auf ihrer letzten Sitzung eine Resolution gegen das geplante Steinkohlekraftwerk in Mainz abgelehnt hat, wollten wir von Greenpeace wissen, wie klimabewußt sind unsere Lokalpolitiker?
Deshalb wurde ein Fragebogen verteilt, welcher anonym ausgefüllt wieder bei uns abgegeben werden sollte. Von den 71 gewählten Stadtverordneten haben uns immerhin 44 unseren Fragebogen ausgefüllt zurückgegeben. Die Ergebnisse werden wir demnächst hier auf unserer Homepage veröffentlichen.


Kohle=Klimakiller

Protest gegen Geschäftspolitik der HSE

Kohle=Klima-Killer, mit dieser schlichten Formel brachte es die
Greenpeace-Gruppe Darmstadt auf den Punkt. Vor der Zentrale der HSE, in deren Räumen zum Zeitpunkt des Protests die HSE-Pressekonferenz
stattfand, machten die Aktivisten auf den Widerspruch in der
Geschäftspolitik der HSE aufmerksam. Zum einen offeriert die HSE einen
sehr interessanten Ökostromtarif, mit dem vielen Verbraucher im Entega-Versorgungsgebiet animiert werden könnten, endlich auf sauberen Strom umzusteigen. Zum anderen allerdings will die HSE an der langfristigen Abnahme von 120 Megawatt Strom pro Jahr aus dem umstrittenen, neu geplanten Steinkohlekraftwerk in Mainz festhalten."Angesichts der drohenden Klimaerwärmung ist das absolut nicht nachvollziehbar", findet Markus Lang von der Greenpeace-Gruppe Darmstadt, "hier wünschen wir uns eine ebenso zukunftsfähige und nachhaltige Entscheidung wie bei der Einführung des neuen Ökostromtarifs".



G8 - Wir waren dort!

"Eine Riesenshow verbunden mit enormer Verschwendung von Steuergeldern"

Greenpeace und zahlreiche andere Umwelt- und Friedensgruppen demonstrierten im Vorfeld und während des Gipfels für Klimaschutz, gegen die Armut in der Welt, einen fairen Handel und vieles mehr. Auch die Greenpeace-Gruppe Darmstadt war vertreten. Lesen Sie hier den Bericht von Astrid Schütz.

 

 

 


Greenpeace-Presseerklärung anlässlich der Vertragsunterzeichnung für den Bau einer Biogasanlage in Darmstadt-Wixhausen zwischen Landwirtschaftsmeister Hartwig Jourdan und der HSE.

Die energetische Biomasse-Nutzung, in diesem Fall die Erzeugung von Energie aus Energiepflanzen und Gülle, gehört grundsätzlich als fester Bestandteil zum Mix aus erneuerbaren Energien. Biomasse ist speicherfähig und hat somit eine bedarfsgerechte Verfügbarkeit.

Lokal und nachhaltig produziert und effizient genutzt, spielt sie eine wichtige Rolle bei der Reduktion von Treibhausgasen.

In DA-Wixhausen soll die Anlage mit 400 Tonnen Roggenschrot pro Jahr beschickt werden; dies lässt sich nicht mit unserer ethischen Ablehnung der Nutzung von Lebensmittelpflanzen zur Energiegewinnung vereinbaren. weiterlesen

 


"Essen ohne Pestizide"

Der neue Einkaufsratgeber und Supermarktvergleich für Obst und Gemüse von Greenpeace ist da!

Sie erhalten diesen in unserem Büro während der offenen Bürostunde oder bei Greenpeace in Hamburg: Greenpeace e.V., Große Elbstraße 39, 22767 Hamburg

"Greenpeace fordert:

Essen ohne Pestizide! Das in Supermärkten verkaufte Obst und Gemüse soll
frei von Pestizidrückständen sein. Die Handelsketten müssen garantieren, dass sie Ware ohne
Pestizid-Höchstmengenüberschreitungen oder Mehrfachrückstände verkaufen.

Ein umfassendes Pestizid-Reduktionsprogramm des Bundes und der Länder, mit
dem der Pestizideinsatz in Deutschland bis 2010 um 50 Prozent gesenkt wird.

Wirksame Kontrollen der Landwirte und des Lebensmittelhandels: Der Verkauf
von Lebensmitteln, die zu hoch mit Pestiziden belastet sind, und der falsche oder illegale Einsatz von Pestiziden müssen durch die Bundesländer unterbunden werden.

Keine Zulassung für besonders gefährliche Pestizide und solche, die häufig
in Lebensmitteln nachgewiesen werden - Bundesregierung und EU-Kommisssion müssen handeln!

Ein Verbraucherinformationsgesetz, das die Behörden verpflichtet, Namen von
Herstellern und Vermarktern beanstandeter Lebensmittel zu nennen.


Eine gute Nachricht:

Februar 2007: Die Reis-Industrie erteilt der Gentechnik eine Absage. Als Reaktion auf den großen Reis-Skandal 2006 erklären die Größten der Branche, keinen Reis aus den USA mehr verarbeiten zu wollen. Mehr über den Reisskandal


Rückfall in die Stein(kohle)-Zeit

Klimasünder Kohlekraftwerk auf der Ingelheimer Aue
KMW will Kohlekraftwerk bauen

Gaskraftwerk auf der Ingelheimer Aue(Quelle: FR/Ilona Surrey)Erläuterung: Die Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG (KMW) sind ein Tochterunternehmen der drei regionalen Energieversorgungsunternehmen Stadtwerke Mainz, Stadtwerke Wiesbaden und der HEAG Südhessische Energie AG (HSE). Vermarket wird der Strom der KMW über die ESWE in Wiesbaden und die entega in Mainz und Darmstadt.

Der von der KMW geplante Bau eines 800 MW Kohlekraftwerkes auf der Ingelheimer Aue in der Nähe von Mainz ist Gift für unser Klima. Dabei gibt es Alternativen.

Die HSE plant gemeinsam mit den Stadtwerken Mainz und Wiesbaden ein neues Kohlekraftwerk auf der Ingelheimer Aue. Mit dem Bau dieses Kraftwerkes würden Weichen für eine langfristige Energiepolitik in der Region gestellt – leider in die falsche Richtung.

Steinkohle ist Gift fürs Klima. Pro erzeugter Kilowattstunde Strom wird das geplante Kraftwerk 750 Gramm Kohlendioxid ausstoßen. Das ist etwa 2,5 mal mehr, als das hocheffiziente Gaskraftwerk, das die KMW 2001 in Betrieb nahm und zur Zeit den Großteil des Stroms für Südhessen erzeugt.

Statt in den nächsten dreißig Jahren Schritt für Schritt die Stromerzeugung in Richtung erneuerbare Energien umzustellen, vollzieht die KMW einen Rückfall in die Stein(kohle)zeit.

Kohle ist der Energieträger mit dem höchsten Kohlenstoffanteil. Bei der Verbrennung von Kohle entstehen dadurch große Mengen Kohlendioxid, die unsere Atmosphäre aufheizen.

Die Folgen für das Klima werden in den letzten Jahren immer deutlicher
sichtbar: Gletscher schmelzen, der Meeresspiegel steigt, Wetterextreme wie Dürren, Hurrikans oder Hochwasser nehmen weltweit zu.

Auch hier bei uns kann man die Auswirkungen spüren. Sintflutartige Regenfälle überfluten immer häufiger nicht nur Keller, sondern ganze Ortschaften, wie z.B. in diesem Jahr Seeheim. Heiße Sommer beeinträchtigen die Landwirtschaft. Stürme knicken Wälder wie Streichhölzer und decken Dächer ab. Menschen verlieren ihr Hab und Gut, manche sogar ihr Leben.

Das von der KMW geplante Kraftwerk wird jedes Jahr 3,5 Millionen Tonnen CO2 ausstoßen. Die Stadt Darmstadt mit ihren rund 140.000 Einwohnern produziert pro Jahr etwa 1,4 Millionen Tonnen CO2. Um die Klimakatastrophe noch aufzuhalten, ist es nach Expertenmeinung nötig, den CO2-Ausstoß bis Mitte des Jahrhunderts um 80 Prozent zu reduzieren. Darmstadt darf dann also nur noch ca. 280.000 Tonnen Kohlendioxid emittieren. Das KMW Kohlekraftwerk aber wird dann immer noch jedes Jahr 3,5 Millionen Tonnen CO2 in die Atmosphäre blasen.

Es geht aber auch anders. Eine Reihe von Anbietern von durch den Verein „Grüner Strom Label“ zertifiziertem Grünen Strom zeigen, dass eine Vollversorgung mit Strom aus klimafreundlichen Energiequellen möglich ist. Durch die sinnvolle Kombination von Wind-, Wasser-, Sonnenenergie, Biomasse und Blockheizkraftwerken, gekoppelt mit einer engagierten Stromsparinitiative, ist es möglich, die Stromversorgung auch ohne neue Kohlekraftwerke sicher zu stellen.

Das Kohlekraftwerk soll fast eine Milliarde Euro kosten. Wenn dieses Geld genommen wird, um es stattdessen in die Umsetzung und Anwendung von Energiespartechniken und erneuerbaren Energieträgern zu investieren, könnte sich Südhessen zu einem einmaligen Kompetenzzentrum für umweltfreundliche Stromversorgung entwickeln. Es würden viele Arbeitsplätze geschaffen. Südhessen hätte einen weit über den lokalen Bereich hinaus wirkenden Standortvorteil und ganz nebenbei würde unser Klima geschützt. Kontakt in Darmstadt: Werner Brinker (Greenpeace).

Mehr Informationen:

Kommentar in der Frankfurter Rundschau
www.kohlefreies-mainz.de
www.greenpeace.de/klima
http://movies.uip.de/eineunbequemewahrheit/ait_live/

 


Sie essen gerne Reis?

Vorsicht vor illegalem Gen-Reis aus den USA und China!

In gleich zwei Fällen sind in jüngster Zeit Verunreinigungen von Lebensmitteln mit illegalem Gen-Reis aufgedeckt worden:Die USA haben erklärt, dass ihr Langkornreis mit einem nicht zugelassenen Gen-Reis des Bayer-Konzerns verunreinigt ist.

Die Europäische Union hat daher am 23. August entschieden, Reislieferungen aus den USA nur dann auf den Markt zu lassen, wenn nachgewiesen ist, dass sie nicht verunreinigt sind. Kurz darauf hat Greenpeace in Reisnudeln aus

China ebenfalls unerlaubten Gen-Reis gefunden. Die Reisnudeln werden in Deutschland, Großbritannien und Frankreich in sogenannten Asia-Läden verkauft. Weder der Gen-Reis aus den USA noch der Gen-Reis aus China sind in Europa für den menschlichen Verzehr zugelassen.

In China und den USA wurde der Gen-Reis zu Versuchszwecken angebaut und verbreitete sich unkontrolliert bis in die Lebensmittel.

Gen-Pflanzen außer Rand und Band

Beide Fälle zeigen, dass Lebensmittel nur frei von Gen-Pflanzen bleiben können, wenn der Anbau von Gen-Pflanzen gestoppt wird. Deren Ausbreitung lässt sich nicht kontrollieren, auch nicht auf Forschungsfeldern. Die Politik muss daher Maßnahmen treffen, damit Verbraucher auch weiterhin die Wahl haben, sich für Essen ohne Gen-Pflanzen zu entscheiden.

Politik und Behörden müssen handeln

Verbraucherminister Horst Seehofer (CSU) muss jetzt dafür sorgen, dass auch die Ernte in Deutschland nicht durch die wenigen Felder mit Gentechnik-Pflanzen verunreinigt wird.

Der Anbau von Gen-Pflanzen muss daher unverzüglich gestoppt werden. Dies gilt auch für Anpflanzungen zu Forschungszwecken. Greenpeace hat mehrmals nachgewiesen, dass sich nicht zugelassene Gen-Pflanzen von Versuchsäckern in benachbarte Felder ausgekreuzt und dort die Ernte verunreinigt haben.Die Funde von Greenpeace machen deutlich, dass die bisherigen Lebensmittelkontrollen offensicht lich nicht ausreichen. Reisprodukte aus China und den USA, die bereits in Deutschland verkauft werden, müssen unverzüglich und umfassend auf gentechnische Verunreinigungen getestet werden.

Betroffene Produkte müssen sofort zurückgerufen werden. Verbraucher müssen sich darauf verlassen können, dass für den nicht zum Verzehr zugelassener Gen-Reis auch nicht in ihrem Kochtopf landet.

Greenpeace fordert:

  • Kein Anbau von Gen-Pflanzen!

  • Keine Gen-Pflanzen im Tierfutter!

  • Keine Gentechnik im Essen !

 

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