(Anmerkung: Wo ist der 30. Tipp nur hin? Max.)
Nicht nur stammen 98% der Tiere aus Massentierhaltung, steckt im Futter meist Regenwaldabholzung und Gentechnik, auch der Wasserverbrauch ist enorm: 100'000 Liter werden pro Kilogramm Fleisch insgesamt verbraucht. Zum Vergleich: Das Kilo Kartoffeln braucht nur 500 Liter. Aus 17 Kalorien Futter entsteht nur eine Kalorie Fleisch. Also vegetarisches Kochbuch kaufen und fleischlos schlemmen.
Bis zu 6500 Rollen Klopapier verbraucht jeder in seinem Leben. Zehn Bäume, die stehenbleiben können. Recyclingpapier tut's auch.
Und nicht nur Klopapier gibt's aus Recycling-Papier …
Über 200 Freiwilligenagenturen vermitteln Leute, die Gutes tun wollen, mit Organisationen, die Ehrenamtliche suchen.
Die nächste findet ihr unter www.bagfa.de.
Benötigten 12000 stehen 3632 gespendete Organe gegenüber (Stand 2004). 70% der deutschen finden Organspenden gut, aber nur 12% haben einen Spendenausweis.
Mehr Infos und den Ausweis zum Download gibt's bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
Eigentlich geht er ja noch, aber ihr habt mittlerweile einen neuen? schul@ktiv bringt euern Computer wieder auf Vordermann und übergeben ihn einer Schule, die ihn noch gebrauchen kann.
Nur zwei Cent pro Tasse kostet fair gehandelter Kaffee mehr. Und dafür gibt's zufriedene, weil gerecht entlohnte Bauern, fröhliche, weil zur Schule gehende Kinder und einen leckeren Kaffee. Fair gehandelte Produkte gibt's zum Beispiel im Aha auf der Kreuzstraße und im Quilombo auf der Reisewitzer.
Oft gehört, selten beachtet. Deshalb hier ein Fakt zum Nachdenken: Wenn ihr jemanden mit 50 km/h anfahrt, ist die Wahrscheinlichkeit zehnmal größer als mit 30 km/h.
Bücher machen Freude. Gebt sie weiter. Und zwar nicht das zehn Jahre alte Telefonbuch, sondern Bücher, die euch bewegt haben.
Meldet sie bei einem Buchtauschring an. Oder lasst sie frei. Auf der Parkbank, im Treppenhaus, mit einer kleinen Notiz an den Finder.
Dreiviertel aller Pestizide weltweit werden für Baumwollanbau aufgewandt. Dabei macht der Anbau nur 3 Prozent der Fläche aus. Zeit für Biobaumwolle.
Seit März 2006 nehmen Recyclinghöfe Elektroschrott kostenlos entgegen. Der ist nicht nur giftig, sondern auch noch ziemlich nützlich.
Enthält er doch wertvolle Edel- und Buntmetalle.
Statt einem Weichspüler voller Chemikalien kann man auch Essig verwenden. Und Zitrone eignet sich hervorragend gegen Badewannenflecken.
Nix los in eurem Viertel? Dann veranstaltet doch ein Straßenfest. Eine Straßensperrung gibt's beim Ordnungsamt. Und wenn das zu viel Aufwand ist, wie wär's mit einem Hoffest? Oder eine Treppenhausparty?
Erdbeeren aus Australien im Winter, Melonen im Frühling? Besser und leckerer geht's mit Obst und Gemüse aus der Region zur richtigen Jahreszeit. Das heißt mehr Nährstoffe, weniger Pestizide, kürzerer Transportwege. und am besten noch aus dem Bioladen oder per Biokisten nach Hause.
Auf dem Boden verstauben noch Sachen, die noch in gutem Zustand sind? Und Ebay ist euch zu kompliziert? Stellt es doch einfach auf die Straße. Mit einem kleinen "Zu-Verschenken"-Hinweis findet sich bestimmt jemand. Aber: Nur bei schönem Wetter; und wenn's nach drei Tagen keiner will, wieder reinnehmen.
28 Cent pro Tag sind hundert Euro im Jahr. Und egal, ob an der Supermarktkasse in die Spendendose, einmal im Monat an den "Drops"-Verkäufer oder gesammelt zu Weihnachten an eine gemeinnützige Organisation: Kleinvieh macht auch Gutes.
Biomilch, das heißt: artgerechte Tierhaltung; keine Düngemittel und keine Pestizide für die Futtermittel; keine gerodeten Urwälder für importiertes Futter; geschontes Klima, weil das Futter zumeist vom Hof kommt; Hochwasserschutz, denn der Boden, auf dem das Ökofutter wächst nimmt Regen doppelt so schnell auf wie konventioneller Boden; keine Gentechnik im Futter; Arbeitsplätze, denn Bioanbau ist arbeitszeitintensiv und mehr Vitamine, denn "Biokühe" fressen mehr frisches Grün, das erhöht den Vitamingehalt der Milch.
Der kleine Aufkleber "Noteingang" zeigt: Diese Tür bietet Schutz vor rechter Gewalt. Zum anderen ist es ein Zeichen, Rechten nicht den öffentlichen Raum zu überlassen.
Kaugummi ist Gummi, das heißt er verrottet nicht. 900 Millionen werden in deutschen Kommunen jährlich ausgegeben, das klebrige Vergnügen zu beseitigen. Das Geld ließe sich sicher sinnwoller verwenden.
Fünf Minuten dauert es, sich online als Aktivist zu melden: Campact organisiert über das Netz Protestaktionen zu Themen, die alle angehen.
Dazu arbeitet es mit Organisationen wie transparency international, Greenpeace und attac zusammen. Die US-amerikanische Vorbildorganisation Move On brachte während des Irakkriegs schon mal die Arbeit des Parlaments zum Erliegen.
Für nur ein paar Euro mehr den persönlichen Atomausstieg wagen: Jetzt zu einem Ökostromanbieter wechseln.
… aber es gibt auch noch ne Menge mehr!
Verwandelt Straßen und Plätze in Protestplattformen. Macht Kabarett vor der Überwachungskamera Lachparaden in der Einkaufszone: Lachen statt shoppen. Zeigt Phanatasie!
Sachen, die euch nicht mehr passen, CDs, die ihr nicht mehr hört, der einmal benutzten Badmintonschläger. All das kann man tauschen. Einfach beim nächsten Speicherputz Freunde einladen und losstöbern. Auch Fähigkeiten kann man tauschen, dafür gibts in Dresden z.B. den Tauschring: www.tauschring-dresden.org. Treff ist immer donnerstags von 17 bis 18.30 Uhr im Büro der Grünen Liga im Umweltzentrum.
Macht Spaß, nicht nur Kindern, und ist ein umweltfreundliches Insektenvernichtungsmittel.
Auch wenn es verlockend ist: Das Handy des quasselnden Tischnachbarn gehört nicht in den Müll, genauso wenig wie dein altes: Die meisten Handyshops nehmen alte Handys kostenlos entgegen.
Nicht nur lecker, gesund (wegen der Omega-3-Fettsäuren) sondern auch noch zahlreich im Meer zu finden. Welche Fische noch auf den Tisch kommen können und von welchen man besser die Finger lässt, in unserem aktuellen Fischratgeber (PDF – 582 kB).
Mittlerweile kein Geheimtipp mehr: Auch ökologisches Investment wirft gute Renditen ab. Dabei gibt es mehrere Möglichkeiten:
Bangladesh hat sie 2002 verboten, Frankreich folgt 2010. Jährlich verenden tausende Meeresbewohner daran. Und erst nach 600 Jahren hat sie sich vollständig zersetzt: die Plastiktüte. Dabei ist ein Stoffbeutel doch viel ansprechender. Und vielleicht findet sich ja auch noch Großmutters Einkaufskorb auf dem Dachboden …
10'000 Schritte täglich halten einen fit und gesund. Sagt jedenfalls der bayrische Umwelt- und Gesundheitsminister. Und wer im vierten Sock wohnt und seinen Fahrstuhl stehen lässt, spart zudem noch bis zu 1000 kWh im Jahr.
Muss es wirklich die Nobelbestattung im Mahagonysarg oder die Urne im Weltraum sein? Umweltfreundlicher ist ein unlackierte Fichtensarg ohne Metallbeschläge. Ein Spendenaufruf statt Grabspruch tut darüber hinaus noch Gutes. Und wer sich Schöneres vorstellen kann, als sein Geld dem ungeliebten Neffen vierten Grades oder gar Vater Staat zu vererben, kann sein Geld auch gemeinnützigen Organisationen hinterlassen.
Das spart zudem die Erbschaftssteuer.
Letzte Aktualisierung am 17. April 2006