Bewusster Konsum schont Nerven und Umwelt

24.11.07- In den letzten Wochen haben wir, die Greenpeace Jugendaktionsgruppe aus Essen, uns voller Elan in die Vorbereitung des Buy Nothing Day gestürzt. Ein globaler konsumfreier Tag, um auf die ökologische und soziale Ausbeutung unserer Erde aufmerksam zu machen- von der Idee waren wir sofort begeistert.
Das auf deutsch Kauf-Nix-Tag genannte Event, nahm seinen Anfang vor 15 Jahren. Die Ursprungsidee stammt von dem kanadischen Künstler Ted Dave. Inzwischen hat sie sich zu einem globalen Phänomen zwischen Selbstverpflichtung, öffentlichem Happening und politischer Aktion entwickelt.
Nach einem kreativen Ideenaustausch entschieden wir uns schnell dafür unser Anliegen den Menschen in Form eines Picknicks näher zu bringen- Aktionsort: Steeler Fußgänger­zone. Das entspannte Picknick setzten wir dem hektischen vorweihnachtlichen Einkaufstreiben entgegen. Das Banner im Hintergrund machte deutlich klar „Bewusster Konsum schont Nerven und Umwelt“, im Vordergrund rief eine Tafel die Passanten dazu auf, selbst kreativ zu werden. „Was ist umsonst und macht glücklich?“ war die Frage- Ant­worten bekamen wir viele: Barfuss im Gras laufen, Freunde treffen und ähnliches. Besonders die Kinder waren mit Ideen wie Rutschen, Tanzen und Hunde streicheln ganz vorne mit dabei.
Aber wir forderten die Menschen auch dazu auf „einfach mal stehen zu bleiben“ und ihr eigenes Konsumverhalten kritisch zu hinterfragen. Wir meinen, in einer Welt in der 20 Pro­zent der Menschheit 80 Prozent der Ressourcen verbraucht, läuft etwas grundlegend verkehrt. Angefangen bei Recyclingpapier über ökologisch und fair gehandeltem Kaffee bis hin zu Strom aus alternativen Energien ist im Zeitalter der Globalisierung die Kaufent­scheidung längst eine politische. „Der voranschreitende Klimawandel gibt dem Thema Konsum eine ganz neue Bedeutung. Daher verteilten wir als praktische Hilfe für die Passanten neben Gentechnik- und Pestizidführern auch den Ratgeber ‚So retten wir das Klima’ welcher besonders gut ankam“, erzählt Aktivistin Milena Herbig.
Nach 500 ver­teilten Flyern und zum größten Teil positiven Rückmeldungen beendeten wir zwar mit kal­ten Füßen aber dennoch zufrieden die Aktion.


    16. 05. 2012.       Druckversion