Mach' Dich vom Acker!

Aktionspostkarte gegen Gentechnik
Präsentation vor dem Rathaus

Mit Aktionspostkarten, gerichtet an Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner und Bundesumweltminister Norbert Röttgen, waren Essener Greenpeacer am 30. Januar auf der Kettwiger Straße unterwegs. Die Bürger konnten ihre Botschaften an die Politiker zum Thema Gentechnik auf die Postkarten schreiben. Außerdem wurden sie über den aktuellen Anlass der Aktion informiert:

 

Nach Aigners Verbot des Gen-Maises Mon810 in Deutschland im April 2009 dürfen derzeit bundesweit keine Gen-Pflanzen zu kommerziellen Zwecken angebaut werden. Doch dies könnte sich mit der kommenden Anbausaison ändern: Die neue EU-Kommission wird bald über die Zulassung der Gen-Kartoffel Amflora für den Anbau entscheiden. Aigner hat angekündigt, nichts gegen deren Zulassung zu unternehmen. Die Bundesregierung unterstützt laut Koalitionsvertrag vor allem auf Druck der FDP den Anbau der Gen-Knolle.

 

„Auf Drängen der FDP will die Bundesregierung den Anbau genmanipulierter Pflanzen gegen den Willen der Bevölkerung durchsetzen“, sagt Anke Brenken, Gentechnik-Ansprechpartnerin von Greenpeace Hamburg. „Aigner und Röttgen müssen das als zuständige Minister verhindern. Sie müssen die Belange der Verbraucher und Umwelt vertreten, anstatt sich vor den Karren der FDP und der Gentechnik-Branche spannen zu lassen.“

 

Die Unterschriften-Aktion fand zeitgleich in 45 deutschen Städten statt. Trotz klirrender Kälte stießen die Aktivisten  auf große Resonanz. Die breite Ablehnung der Deutschen gegen Gentechnik in der Landwirtschaft fand sich in den Reaktionen der Passanten wieder. So konnten allein in Essen an die 160 unterschriebene Postkarten gesammelt werden, die anschließend auf ein Banner mit der Aufschrift „Essen sagt: No zu Gentechnik!“ geklebt wurden. Dieses Banner präsentierten die Greenpeacer vor dem Rathaus der Presse. Wer es am 30. Januar nicht zum Greenpeace-Stand geschafft hat: hier der Link zur Postkartenaktion, die noch einige Zeit weiter läuft.

 



    9. 02. 2012.       Druckversion