
Jedes Jahr an Pfingsten gibt es ein bundesweites Treffen der Jugendlichen, die in den JAGs (Jugend AGs) von Greenpeace tätig sind.
Diese Treffen, genannt Greendays, finden jedes Jahr in einer anderen Stadt statt, wie z.B. dieses Jahr , weil bei den letzten Greendays so gewählt, in Krefeld.
Die Krefelder hatten meiner Meinung nach den perfekten Platz zur Unterbringung von ca. 200 Jugendlichen ausgesucht: Eine Waldorfschule mit schönen Räumlichkeiten und einem gemütlichen Schulhof, den wir zum sowohl zum Essen unter freiem Himmel als auch für Workshops (s. unten) und Gespräche nutzten.
Denn das Ziel der Greendays ist es natürlich, Kontakte zu knüpfen, Infos auszutauschen und eine gemeinsame Aktion auf die Beine zu stellen.
Die diesjährige Aktion stand unter dem Motto der „Regenwaldzerstörung am Amazonas“. Nach einer gründlichen Einweisung stürzten sich alle in die Arbeit, sodass am Samstagmittag ein bunter Demonstrationszug durch die Krefelder Innenstadt schritt, der wie folgt aussah:
Angeführt von Baumattrappen folgte eine Samba-Trommelgruppe, ein selbstgebastelter Bulldozer, Flammenmenschen, ein Sojafeld, Köche mit riesigen Papphähnchen und zu guter/schlechter Letzt die Verbraucher, die mit übergroßem Besteck den Hähnchen hinterherliefen.
Diese Demonstration machte auch die Schuld des Verbrauchers an der Regenwaldzerstörung deutlich. Da durch den wachsenden Fleischhunger in Europa und den USA natürlich auch die Viehzahl, wie z.B. Hähnchen, ansteigt, wird immer mehr Futter, hauptsächlich Soja, benötigt. Für die Anbauflächen von Soja werden riesige Flächen des Regenwaldes am Amazonas oft illegal abgeholzt.
Darüberhinaus gab es noch eine Kundgebung in Form eines nachgestellten Streitgespräches zwischen zwei Greenpeacern, einem Vorsitzenden des großen Sojakonzerns Cargill, zwei Kleinbauern und einer „normalen“ Bürgerin.
Doch natürlich bestanden die Greendays nicht nur aus der Kundgebung.
An den anderen Tagen fanden insgesamt drei Workshopphasen statt, in denen vom Einsteiger-Workshop über Arbeitsgruppen zum Thema Konsum bis hin zum Waldaktions-Workshop alles vertreten war.

Außerdem gab es auch die Möglichkeit, einem Experten von Greenpeace Fragen zu stellen und zu diskutieren. Weiterhin informierte uns ein Meeresbiologe über die weltweite Zerstörung der Meere und die daraus folgenden Aktionen von Greenpeace.
Insgesamt würde ich als ein Greenpeace Neuling die Greendays als gelungene Veranstaltung betrachten, welches ich nur jedem jugendlichen Greenpeacer empfehlen kann. Außerdem möchte ich an dieser Stelle noch mal ein dickes Lob an all die Helfer aussprechen, die die Greendays zu einem so informativen und schönem Wochenende gemacht haben!!!
Ronja