
Am 18. Juli 2010 wurde die A40, besser bekannt als "Ruhrschnellweg", zwischen Duisburg und Dortmund auf einer Länge von insgesamt 60 Kilometern abgesperrt. 20.000 Tische wurden aufgestellt, und ab 11 Uhr war die Autobahn für Fußgänger und Fahrradfahrer freigegeben. Das größte Straßenfest der Welt konnte beginnen, über 3 Millionen Menschen kamen um mitzufeiern.
Greenpeace Essen war ebenfalls mit dabei. Bei Kilometer 53,9, im Abschnitt Mülheim-Heißen, hatten wir unseren Tisch. Unser Thema war die aktuelle Ölkatastrophe im Golf von Mexiko. Um diese auch für Kinder anschaulich darzustellen, hatten wir ein Angelspiel gebastelt, bei dem man "ölverschmierte" Pappfische aus einem "Golf von Mexiko" (in Form einer beklebten Styroporkiste) angeln konnte. Die Begeisterung bei den Kindern war riesig. An unserem Tisch war fast immer etwas los. Zu gewinnen gab es Bonbons und Aufkleber ("Save our Oceans!").
Während die Kleinen angelten, kamen wir mit vielen sehr interessierten und aufgeschlossenen Eltern ins Gespräch. Wir erhielten viel Anerkennung für unsere Arbeit und konnten über 200 Unterschriften für die Greenpeace-Petition zum Stopp der Ölbohrungen in der Tiefsee sammeln.

Gegen Mittag stellten wir fest, dass viele Passanten auf eine nahe gelegene Brücke kletterten, die eigentlich nicht für Fußgänger gedacht war, sondern für Beleuchtung / Verkehrsmessung / Blitzen etc. Spontan beschlossen wir, Banner dort oben aufzuhängen. Dies funktionierte reibungslos, mit Kabelbindern befestigten wir ein kleines Banner mit der Aufschrift "Wo Aral draufsteht ist bp drin" und ein großes Banner mit den Worten "Raus aus der Tiefsee!". Als die Banner hingen, brandete unter den vielen Menschen auf der Autobahn spontaner Applaus auf. Wir konnten die Banner den ganzen Tag dort hängen lassen und stellten fest, dass sie große Aufmerksamkeit auf sich zogen. Ohnehin war die Stimmung auf der A40 sehr aufgeschlossen und einfach einmalig. Wir waren alle sehr euphorisch, als wir abends abbauten. Es war ein toller Tag und ein Erlebnis, von dem man sich sicher in vielen Jahren noch erzählen wird!
Im Folgenden einige Impressionen:









