Tschernobyl Jahrestag 26.04.2006

Am 26. April 1986 explodierte ein Reaktor des ukrainischen Atomkraftwerks Tschernobyl. Millionen Menschen wurden sofort verstrahlt und noch heute leiden Tausende unter den Spätfolgen.

20 Jahre später: Die Essener Greenpeacegruppe veranstaltete eine Mischung aus Infostand und Mahnwache, um sowohl an den schrecklichen Unfall und seine Opfer zu erinnern, als auch den Menschen das große Risiko der Atomenergie ins Gedächtnis zu rufen.

Folglich standen wir um sechs Uhr morgens in unserem Büro. Etwas verschlafen, aber voller Tatendrang.

Um sieben Uhr war der Infostand, nachdem endlich alle Dinge in die Essener Innenstadt transportiert worden waren, dann komplett aufgebaut und auch das Banner mit der Aufschrift: „20 Jahre Tschernobyl-Schluss mit dem Atomwahnsinn“ zeigte jedem der Vorbeilaufenden, worum es ging.

Als dann nach einiger Zeit (zuerst war es ziemlich diesig) die Sonne rauskam, konnten wir mit dem Theaterstück, welches die shoppingwütigen Passanten auf uns aufmerksam machen sollte, beginnen. Es ging damit los, dass ein paar von uns sich in Zivilkleidung unter die Fußgänger mischten. Der Gaualarm aus dem Megaphon war das Signal, umzukippen. Ein bisschen Röcheln war natürlich erlaubt.

Daraufhin deckten zwei Greenpeacer mit weißen Anzügen und Gasmasken bekleidet die „Toten“ mit Leichentüchern zu und verteilten Flyer mit Informationen über die Katastrophe an die verdutzten Passanten.

Am Abend erinnerte die Gruppe mit einem Atomzeichen aus Lichtern an die Tragödie und beendete damit nach mehreren Schichtwechseln die 20-stündige Aktion.


    16. 05. 2012.       Druckversion