
Ein Waldarbeiter läuft, begleitet von lauten Kettensägengeräuschen, durch die Essener Innenstadt. Dort, wo er vorbei kommt kippen reihenweise Jugendliche um. Ein Wolf und ein Hirsch stellen Schilder mit Aufschriften wie: „Mahagoni gefällt am 1.3 2008“ vor den auf dem Boden liegenden Jugendlichen auf. In dem Moment wird den interessiert stehen bleibenden Passanten klar, dass die Jugendlichen Bäume symbolisieren, die gefällt werden. - Dies konnte man am 1. März 2008 in Essen auf der Kettwiger Straße, Höhe Burgplatz beobachten.
Wir, die Essener Jugendaktionsgemeinschaft (JAG) der Umweltorganisation
Greenpeace, wollten so, unterstützt von anderen Greenpeacern unterschiedlichen Alters, auf die weltweite Urwaldzerstörung aufmerksam machen. Unser Anliegen wurde mit einem Blick auf das Banner, welches wir zwischen einem Baum und einer Laterne gespannt hatten, deutlich. „Schützt die Wälder dieser Erde!“, war dort zu lesen.
Durch die Abholzung der letzten Urwälder verlieren wir den Artenreichtum unserer Erde. Urwälder sind außerdem wichtig, da sie viel CO2 binden und damit unser Klima stabilisieren.
Wir sammelten Unterschriften für die Forderung nach mehr Urwaldschutz, die Greenpeace im Frühjahr 2008 an Bundeskanzlerin Angela Merkel übergeben wird.
Die Passanten wurden von den Jugendlichen über urwaldfreundliche Holz- und Papierprodukte informiert. Wer urwaldfreundliche Holzprodukte kaufen will, sollte auf das FSC-Siegel (Forest Stewardship Council) achten; die FSC-Zertifizierung kennzeichnet ausschließlich Produkte, die nicht aus Urwaldzerstörung stammen und garantiert, dass die Wälder ökologisch nachhaltig und sozial verträglich bewirtschaftet werden. Umweltfreundliche Papiererzeugnisse erkennt man an dem „Blauen Engel“. Dieses Zeichen markiert 100-Prozentiges Recyclingpapier.
Dass jeder einzelne etwas für den Schutz der letzten Urwälder tun kann, machten die Postkarten mit dem Spruch „Damit dir der Wald nicht am Arsch vorbei geht, benutze Recycling Papier“ deutlich.
„Ungefähr 2000 Postkarten haben wir heute verteilt.“, sagt Ronja aus der JAG Essen stolz. „Wir hoffen, dass durch unsere Aktion viele Menschen auf die weltweite Urwaldzerstörung aufmerksam geworden sind und jetzt beim Einkaufen von Holz- und Papierwaren, darauf achten, dass die Produkte urwaldfreundlich sind.“
Als wir um 16.30 Uhr die Aktion beenden und unsere Sachen zusammenpacken, sind wir froh, dass wir uns zu Beginn der Aktion nicht von Wind und Regen haben beeindrucken lassen und auf eine gelungene Aktion zurückblicken können.