Wälder

Urwälder – wahre Schatzkammern unserer Erde. Sie beherbergen den größten Artenreichtum – Millionen Tier- und Pflanzenarten – und sind auch heute noch Heimat und Lebensraum vieler indigener Völker. Ob Regenwald in Zentralafrika, Südostasien und Amazonas, Urwald in Nordamerika und Europa, Bergwälder Chiles oder Schneewälder Sibiriens, eines haben alle gemeinsam: Sie spielen für die Lebensräume auf der Erde eine elementare Rolle.

Wälder filtern die Luft, speichern und reinigen Wasser und verhindern Erosion. Sie regulieren das Klima, indem sie die Luftfeuchtigkeit erhöhen, Winde bremsen und extreme Klimaverhältnisse wie Hitze, Frost, Trockenheit und Sturm abmildern. Wenn die Urwälder verschwinden ändert sich das Klima: Bei Abholzung, Waldbränden und nicht nachhaltiger Nutzung von Wirtschaftswäldern werden große Mengen Kohlenstoff als Treibhausgas Kohlendioxid wieder in die Atmosphäre entlassen. Denn die Pflanzen dieser Welt speichern Hunderte von Gigatonnen Kohlenstoff.

Und doch, Raubbau am Urwald gehört zu dem größten durch den Menschen verursachten Eingriff in die Natur. 80 % der Wälder weltweit wurden kahl geschlagen, verbrannt, vergiftet und verwüstet.

Dabei hat die Zerstörung viele Gesichter: Industrieller Holzeinschlag, Sojaanbau und Rinderzucht in Amazonien. Holzeinschlag und Palmölplantagen in Indonesien. Bodenschätze und Holzeinschlag in Sibirien und Holzeinschlag für Papier in den USA, Kanada und in Skandinavien. Verantwortlich für die Zerstörung sind vor allem die Industrienationen: USA, Japan und die Europäische Union mit Deutschland an der Spitze.

Doch es reicht nicht aus allein die Industrie und die Regierungen zur Verantwortung zu ziehen. Wir als Konsumenten tragen mit unserem Kaufverhalten und unserer Lebensweise ebenso zur Zerstörung der letzten Urwälder bei. Dabei ist es so einfach unseren Alltag „waldfreundlicher“ zu gestalten. Kein Kauf von Holzprodukten ohne FSC-Siegel, Papier- und Fleischkonsum einschränken, auf Recycling-Papier und Recycling-Hygienepapier umsteigen. Um nur einige Beispiele zu nennen.

 

 


    21. 05. 2012.       Druckversion