Gentechnik
Die einzige gentechnisch veränderte Pflanze die in Deutschland angebaut
werden darf ist Mais. Weltweit werden hauptsächlich vier verschiedene
manipulierte Pflanzen angebaut: Mais, Soja, Raps und Baumwolle. Reis
und Weizen sowie Kartoffeln sind im Kommen.
In den letzten Jahrzehnten haben Gentechnikforscher zwar enorme
Fortschritte erzielt, doch nach wie vor sind die Vorgänge auf DNA-Ebene
größtenteils ein Rätsel. "Das menschliche Genom ist vollständig entschlüsselt"
bedeutet nur dass man die Abfolge von Säure-Base-Paaren in der DNA
und deren Bedeutung kennt - Was man nach wie vor nicht weiß ist woher
einzelne Gene wissen wann und wie sie bestimmte Prozesse auslösen
sollen.
Es ist zudem mit der heutigen Technik unmöglich zu sagen an welcher
Stelle und wie oft ein fremdes Gen in die DNA eingebaut wird. Wenn
man außerdem bedenkt dass ein einziges Gen verschiedene Eiweiße produzieren
kann, wird klar warum es bisher noch nicht gelungen ist komplexere
Eigenschaften von Pflanzen (wie etwa
den Geschmank von Tomaten) zu
verändern ohne andere Eigenschaften mit zu beeinflussen. Daher kann
nicht ausgeschlossen werden dass neue gefährliche Stoffe aus anderen
Organismen importiert werden.
Doch gesundheitliche Gefahren sind das geringste Problem. Fremde Gene können durch Auskreuzung auf artverwandte Unkräuter
übertragen werden und sich dadurch unaufhaltsam in der Natur ausbreiten.
Sollte dann festgestellt werden dass eine Pflanze tatsächlich einen
gesundheitsschädlichen Stoff produziert ist das fremde Gen nicht
mehr rückholbar. Zudem besitzen Firmen wie Monsanto die Patente auf genetisch veränderte
Pflanzen. Das viel verwendete Argument, dass die Weltbevölkerung
ja irgendwie ernährt werden muss, und dass man leistungsfähigere
Pflanzen braucht ist reine Heuchlerei, wie man am Beispiel Argentinens
oder Indiens sehen kann, wo die Armut nach der Einführung von teurem
Monsanto-Saatgut nicht ab- sondern zugenommen hat. Mehr Informationen gibts auch unter: www.greenpeace.de/themen/gentechnik