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Pestizid-Infos vor Filialen von Rewe, Edeka und Tengelmann |
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Greenpeace-Protestaktionen vor Supermärkten in 48 Städten Überlingen, 24. 2. 2007 Gegen die Belastung von Obst und Gemüse mit Pestiziden protestierte heute die Greenpeace-Gruppe Friedrichshafen vor dem Edeka Center Überlingen in der Lippertsreuter Str. 6. Rewe, Tengelmann und Edeka haben im neuen Supermarkt-Vergleich von Greenpeace, der am 14. 2. veröffentlicht wurde, am schlechtesten abgeschnitten. In 48 Städten prangern heute Aktivisten vor Supermärkten den Verkauf von stark mit giftigen Pestiziden belastetem Obst und Gemüse an und informieren die Verbraucher. Nachdem der Filialeiter des Edeka Centers die Aktivisten aufgefordert hatte, das Gelände zu verlassen, war er doch noch einen Moment bereit über die Problematik des Pestizid belastenden Obst und Gemüse zu sprechen. Die Mitglieder der Greenpeace-Gruppe machten ihn darauf aufmerksam, dass auch Filialeiter beim Einkauf die Wahl haben welche Obst-und Gemüsesorten sie in welcher Saison aus welchem Land beziehen. Dadurch kann man das Risiko von Rückständen reduzieren. Außerdem können sie in ihren Verträgen mit Regionalen Erzeugergemeinschaften festlegen, wie z.B. der Pestizideinsatz aussieht. Supermärkte müssen selbst eine ausreichend große Menge an Stichproben ziehen und Rückstandskontrollen machen, bevor die Ware im Regal landet. „Bei Rewe, Tengelmann und Edeka gibt's das meiste Gift fürs Geld“, sagt Gabriel Lindner von der Greenpeace-Gruppe Friedrichshafen. „Wir verlangen von den Supermarktketten eine Garantie, dass sie die gesetzlichen Grenzwerte einhalten und möglichst pestizidfreies Obst und Gemüse anbieten. Bisher können wir nur Bio-Ware empfehlen. Nur der Bio-Anbau verzichtet generell auf chemische Spritzmittel.“ Der Supermarkt-Vergleich und der neue Einkaufsratgeber „Essen ohne Pestizide“ sind das Ergebnis eines Großtests von Greenpeace: Von Oktober bis November 2006 kauften die Umweltschützer in Deutschland und Österreich 576 Proben Obst und Gemüse, die anschließend im Labor auf 250 besonders giftige und häufig vorkommende Pestizide untersucht wurden. „Die Verbraucher haben mit unserem Ratgeber jetzt eine Übersicht, wo sie möglichst giftarme Lebensmittel bekommen“, erklärt Gabriel Lindner. Kein Angebot der getesteten Supermarktketten konnte mit seinem Obst- und Gemüseangebot wirklich befriedigen. Die Unterschiede sind jedoch beachtlich: Im Vergleich am besten schnitten die Discounter Lidl und Aldi ab. Im Mittelfeld lagen real/Kaufhof und Billa in Österreich. Schlusslichter bildeten Rewe, Tengelmann und Edeka. Die neue Untersuchung belegt, dass die Handelsketten sehr schnell auf bessere Ware umstellen können, wenn sie dies wollen: Lidl und Aldi haben nach dem ersten Greenpeace-Test im Jahr 2005 viel unternommen, um die Belastung mit Pestiziden zu verringern und hängen jetzt die Konkurrenz ab. In die Kategorie Rot - das heißt „nicht empfehlenswert“ - fielen in Deutschland bei Rewe 30 Prozent, bei Tengelmann 34 Prozent und bei Edeka 26 Prozent des untersuchten Obstes und Gemüses. In zahlreichen Fällen wurden sogar die gesetzlichen Höchstmengen erreicht oder überschritten. Pestizidbelastete Lebensmittel können Hormonhaushalt und Immunsystem beeinträchtigen, Krebs auslösen oder das Nervensystem schädigen. Den Ratgeber finden Sie unter www.einkaufsnetz.org.
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