Greenpeace Göttingen

Pressemitteilung vom 30. November 2001

Greenpeace gegen Massentierhaltung

"Subversives Picknick" auf der 48-Stunden-Uni

"Die herkömmliche Landwirtschaft mit ihren regelmäßigen Lebensmittelskandalen, kann in der jetzigen Form nicht weiterexistieren!" Klare Worte findet Catharina Meinen, Landwirtschafts- und Gentechnikexpertin von Greenpeace Göttingen, zur derzeitigen Lebensmittelproduktion. Alternativen zur jetzigen Situation zeigte Greenpeace auf der 48-Stunden-Uni am Freitag.

Bei dem kostenlosen Picknick gab es ausschließlich kontrolliert biologisch angebauten Lebensmittel und Getränke. "Öko-Lebensmittel sind zwar ein bisschen teurer, dafür schmecken sie aber viel besser. Und es gibt sie inzwischen in fast jedem Supermarkt." stellt Jan - ganz neu in der Gruppe - fest. Mit dem Kauf von einem Liter Öko-Milch kann ein Landwirt zwei Quadratmeter Grünland auf ökologische Bewirtschaftung umstellen. Mit dem Erwerb von einem Kilo Brot sind es schon etwa drei Quadratmeter Öko-Acker, mit 250 Gramm Käse fünf Quadratmeter.

Damit nicht nur der Magen, sondern auch der Kopf gefüllt wird, informierten Schautafeln über die angebotenen Produkte und die Greenpeace Landwirtschaftskampagne. Zwischendurch gab es mehrere Kurzvorträge zu Landwirtschaft, Gentechnik und Greenpeace allgemein.

Eine große "Dopingpute" symbolisiert die Problematik der Massentierhaltung: In Europa und den USA werden etwa 50 Prozent aller Antibiotika Tieren verabreicht. Puten, die für vermeintlich mo-derne, gesunde Produkte wie "Du Darfst" gezüchtet werden, stehen zu Tausenden dicht gedrängt in dreckigen, dämmerigen Ställen. Dabei stirbt jedes zehnte Tier vor dem Schlachttermin. "Anstatt die Hygienebedingungen zu verbessern wird Antibiotika eingesetzt, wodurch resistente Bakterien entstehen können. Diese Bakterien stellen auch für Menschen eine Gefahr dar." erklärt Frau Meinen.

Subversives Picknick
Freitag, 30. November 2001, 10-14 Uhr im TO 7 (Theologikum)



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