Ein großes Walfang-Schiff, ein kleines Schlauchboot und sechs Schüsse aus der Harpune - dann färbt sich das Meer blutrot. Am Samstag zeigte die Greenpeace Gruppe Göttingen mit einem wenige Wochen alten Video, wie bedroht diese Tiere immer noch sind. Denn japanische Fangschiffe fahren jedes Jahr aus, um angeblich für die Wissenschaft Wale zu jagen. Die "Wissenschaftsobjekte" landen hinterher auf den Tellern in teuren Delikatess-Restaurants.
Doch diesmal blieb die Jagd nicht unbeobachtet. Die "Arctic Sunrise" begleitete die japanische Fangflotte in das Schutzgebiet an der Antarktis und versuchte das Schlachten zu verhindern. Überall auf der Welt demonstrieren Greenpeacer mit riesigen Augäpfeln, um den Walfängern zu zeigen "Wir passen auf!"
Interessierte Passanten konnten sich bei der Aktion für das "Globale Wale-Aktions-Team" registrieren lassen. Unter www.greenpeace.de/gwat kann man sich dort eintragen und erhält dann regelmäßig Informationen zu diesem Thema per E-Mail zugesandt. Außerdem sammelten engagierte Kinder Unterschriften für einen Weltpark für Wale. Rebekka Stolz, Mitglied der Greenpeace Jugend-AG: "Durch die Verschmutzung der Meere sind die Wale schon genug bedroht. Viele Arten sind vom Aussterben bedroht."
Damit es alle verstehen, forderten die Umweltschützer auf einem Banner auf deutsch, englisch und sogar japanisch "Stoppt den Walfang!". Japan versucht inzwischen mit allen Mitteln das internationale Walfangverbot zu kippen: "Die japanische Regierung kauft die Stimmen der Entwicklungsländer, damit diese bei der Internationalen Walfangkommission für eine Aufhebung des Verbots stimmen", so Wale-Expertin Alexandra Koch.