Greenpeace Göttingen

Pressemitteilung vom 6. Juli 2002

Radeln gegen E$$O

Greenpeace-Gruppe Göttingen demonstriert für Klimaschutz

Mitglieder und Sympathisanten von Greenpeace demonstrieren heute in Göttingen und mehreren anderen Städten gegen die Geschäftspolitik des Ölmultis Esso. Die Umweltschützer tragen T-Shirts mit dem Aufdruck "E$$O spinnt" und fahren mit Fahrrädern von einer Esso-Tankstelle zur nächsten. Vor den Einfahrten der Tankstellen entrollen sie Transparente und verteilen Flugblätter an Passanten und Autofahrer. Sogar der Esso-Tiger beteiligte sich am Protest gegen den Ölkonzern: vor jeder Tankstellen-Auffahrt malt eine Aktivistin im Tigerkostüm mit Straßenkreide auf den Asphalt "Stopp E$$O".

"Esso nimmt bei seinen Geschäften keine Rücksicht auf die Umwelt oder die Menschen" sagt ein Redner vor der Esso Tankstelle in der Weender Landstraße. "Der größte Ölkonzern der Welt hat nur ein Interesse: Öl fördern, Öl verarbeiten, Öl verkaufen. Klimaschutz, Menschenrechte und Artenvielfalt werden aus dem Weg geräumt, wenn sie das Ölgeschäft behindern. Wir demonstrieren heute, weil wir dem rücksichtslosen Treiben von Esso nicht länger tatenlos zusehen wollen."

Im Vergleich zu anderen Ölkonzerne sind die Investitionen von Esso in erneuerbare Energien minimal. Esso setzt voll auf Erdöl und -gas. Die Bemühungen für einen internationalen Klimaschutz, wie das Kyoto-Protokoll, werden von Esso sabotiert. Esso betreibt Lobbyarbeit gegen den Klimaschutz und unterstützt Politiker und Wissenschaftler, die den Zusammenhang zwischen CO2-Ausstoß und Erderwärmung bestreiten.

Greenpeace-Kampagnen gegen die Konzernpolitik von Esso laufen rund um die Welt, z.B. in Frankreich, Großbritannien und den USA. Die Umweltschützer fordern Esso auf, Verantwortung für die schädlichen Wirkungen seiner Produkte zu übernehmen und in saubere Energie zu investieren. Bislang verharmlost Esso die globale Klimaerwärmung, da das Unternehmen selbst zu den größten Verursachern zählt. Auf dem Weltgipfel in Johannesburg muss im August dafür gesorgt werden, dass in Zukunft Großkonzerne weltweit für ihre Umweltverbrechen zur Verantwortung gezogen werden können.



© phlo 2001/02 Greenpeace-Gruppe Göttingen