Greenpeace Göttingen

Pressemitteilung vom 27. Juli 2002

Rio plus X - jetzt aber fix!!

Greenpeace-Jugendliche starten Kampagne zum Weltgipfel in Johannesburg

Die fünf Mitglieder der Greenpeace-Jugend Göttingen haben am Samstag ihre Forderungen zum bevorstehenden Weltgipfel in Johannesburg verkündet. In der Innenstadt errichteten sie eine "Klagemauer", auf der ihre Forderungen an Bundeskanzler Schröder zu lesen waren. Die jugendlichen Umweltschützer wollen zum Beispiel mehr erneuerbare Energien für den Klimaschutz, wirksame Maßnahmen um die Urwälder zu retten und Politiker, die nicht nur nach Konzerninteressen handeln. Viele Passante haben selber einen Brief an Gerhard Schröder geschrieben und an die Klagemauer geheftet. Alle Briefe werden gemeinsam mit der Petition der Greenpeace-Jugend an den Bundeskanzler geschickt. Bereits am Freitag gab es in zehn Städten Aktionen der Greenpeace-Jugend.

"Zehn Jahre lang haben die Regierungen nichts getan und zugelassen, dass wirtschaftliche Interessen das Schicksal der Welt bestimmen" meint die 16-jährige Rebekka Stolz. "Wir Kinder und Jugendlichen sind 40% der Weltbevölkerung und 100% der Zukunft! Die Regierungen müssen in Johannesburg endlich ihre Verantwortung für unsere Generationen wahrnehmen und handeln!"

Mit Beispielen belegten die Greenpeace-Jugendlichen, dass die auf dem ersten Weltgipfel in Rio 1992 geplanten Aktivitäten zum Umweltschutz gescheitert sind, zum Beispiel der Schutz des Klimas und der Urwälder. Seit 1992 ist der Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid weiter angestiegen - trotz beschlossener Weltklima-Konvention von Kyoto. Auch für die Urwälder - Schatzkammern der Artenvielfalt, Heimat Tausender Menschen - hat sich die Situation in den letzten zehn Jahren dramatisch zugespitzt: Jedes Jahr gehen 15 Millionen Hektar Urwald unwiederbringlich verloren - eine Fläche, fast halb so groß wie Deutschland.

Die Auftaktaktionen sind der Beginn einer Reihe von Aktivitäten, mit denen die Jugendlichen die Bundesregierung zum Handeln auffordern. "Wir Jugendlichen wollen in einer gerechten, friedlichen und gesunden Welt leben. Die natürlichen Lebensgrundlagen wie Wasser, Klima und Wälder müssen geschützt werden", fordert die 17-jährige Fenja Pretzsch. Für den Weltgipfel der Vereinten Nationen (vom 26. August - 4. September in Johannesburg) erwarten die Jugendlichen, dass konkrete Ziele, Zeitrahmen und finanzielle Mittel zur Lösung von globalen ökologischen und sozialen Problemen festgelegt werden.

Die Greenpeace Jugendgruppe trifft sich immer Montags um 16 Uhr im Umweltzentrum in der Geiststraße 2. Interessierte Jugendliche von 14 bis 20 Jahren sind herzlich eingeladen mitzumachen die Umwelt zu retten!



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