Unter dem Motto “Lass den Tiger aus dem Tank!” läuft zur Zeit bundesweit eine Greenpeace Informationstour. Das Ziel dieser Tour ist es, die Öffentlichkeit über die katastrophale Konzernpolitik von Esso aufzuklären. Heute macht die Tour erstmalig in Göttingen, am Gänseliesel halt. 12 Greenpeace Aktivisten der Greenpeace-Gruppe Göttingen protestieren gemeinsam mit dem Esso Tiger, sie verteilen Flugblätter, informieren und sammeln Unterschriften von Menschen, die mehr Verantwortung vom Essokonzern einfordern.
“Esso zerstört die Umwelt ohne Rücksicht auf Verluste und sabotiert den Klimaschutz”, sagt die Sprecherin der Greenpeace-Gruppe Jasmin Lendzion. Die Verbrennung fossiler Energieträger ist die Hauptursache der globalen Klimaveränderung. Esso, der weltweit größte Ölkonzern, muß Verantwortung für seine Produkte übernehmen – eine Verantwortung, die selbstverständlich die Folgen des Produktverbrauchs mit einschließt. Da der Konzern durch den Verkauf fossiler Energieträger jährlich seine zweistelligen Milliardengewinne einspielt, hat er keinerlei Interesse, in zukunftsfähige, sprich regenerative, Energien zu investieren. Im Gegenteil: Der Ölkonzern untergräbt systematisch alle Anstrengungen, durch internationale Abkommen die Klimaerwärmung in den Griff zu bekommen. Auch bedroht Esso durch die Erdöl- und Erdgasgewinnung vor der russischen Insel Sachalin den Lebensraum der letzten Grauwale, in Kamerun wird für eine Ölpipeline der Urwald zerstört.
Greenpeace-Kampagnen gegen die Konzernpolitik von Esso laufen zur Zeit weltweit: in den USA, Kanada, England, Frankreich und Australien. Mitte Mai hatte Greenpeace beispielsweise eine Esso-Raffinerie in Frankreich für über 12 Stunden besetzt. Ende Mai stiegen Aktivisten auf das Dach der zehnstöckigen europäischen Konzernzentrale in Hamburg und ersetzten die beiden “S” im Logo des Konzerns durch Dollarzeichen.
Greenpeace fordert Esso auf, sich als weltweit tätiger Ölkonzern zu seiner ökologischen und sozialen Verantwortung zu bekennen. Wenige Wochen vor dem Weltgipfel in Johannesburg und 10 Jahre nach dem Umweltgipfel von Rio muss Schluss sein mit dem rücksichtslosen Ausplündern von Ressourcen. Statt dessen steht Esso in der Verantwortung, seine Blockadehaltung gegen regenerative Energiequellen aufzugeben und in zukunftsfähige Energiegewinnung zu investieren.