Greenpeace Göttingen

Pressemitteilung vom 11. November 2002
(Das Bild stammt von der Auftaktkundgebung am 02.11.02)

Atomkraft tötet - der Widerstand lebt

Greenpeace informiert die Polizei über
Gefahren bei Atomtransporten

Seit Sonnenaufgang informiert die Greenpeace-Gruppe Göttingen vor dem Polizeihauptquartier in der Ihringstraße (Kasseler Landstraße) über die Gefahren von Atomkraft. Anlass ist der Castortransport, der am Montag Abend in La Hague/Frankreich starten soll und am Mittwoch in Gorleben erwartet wird. Die kürzeste Transportstrecke führt dabei über Göttingen, wo der Strahlenmüll am Dienstag entlang fahren könnte.

Florian Noto, Pressesprecher der Greenpeace-Gruppe Göttingen erklärt: „Die Polizisten sind am nächsten an den zwölf Castorbehältern dran. Bei einem Unfall wären sie der Radioaktivität unmittelbar ausgeliefert. Uniformen schützen nicht vor Strahlung!“
Noto wies darauf hin, dass jeder Mensch etwas für den Atomausstieg tun kann: „Wer auf Ökostrom umsteigt, gräbt der Atomindustrie die Finanzen ab. Ein sofortiger Atomausstieg ist in jedem Wohnzimmer möglich und im Dienst erlaubt!“

Greenpeace engagiert sich seit Jahren mit gewaltfreien Aktionen gegen Atomkraft und Castortransporte. Bundesweit gibt es seit Jahrzehnten eine breite Protestbewegung, quer durch alle gesellschaftlichen Schichten.

Anlass für den entschlossenen Widerstand sind die täglichen Gefahren durch Atomkraft. Castorbehälter, Atomkraftwerke, Zwischen- und Endlager bergen eine ganze Reihe an bedrohlichen Mängeln und Schwachstellen. Ein schneller Atomausstieg und ein sofortiger Stopp aller Atomtransporte quer durch Europa sind die einzige Möglichkeit dem atomaren Wahnsinn Einhalt zu gebieten. Der rot-grüne Lügenkonsens mit der Atomindustrie trägt nicht dazu bei, diese Ziel zu erreichen.



© phlo 2001/02 Greenpeace-Gruppe Göttingen