Greenpeace Göttingen    

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Pressemitteilung vom 26. Juli 2003

Greenpeace fotografiert gegen E$$O

Proteste für Klimaschutz und Menschenrechte

"Öl schmiert Kriege" ist die häufigste Botschaft der Göttinger Bürgerinnen und Bürger an den Esso-Konzern. Am Samstag fotografierte die Greenpeace-Gruppe Göttingen zum dritten Mal Passanten, die dem größten Ölkonzern der Welt ihre Meinung sagen wollen. Nun haben sich schon fast 100 Menschen mit Schildern in Form von Comic-Sprechblasen ablichten lassen. Weitere Aussagen sind: "E$$O - Global Player ohne Skrupel" oder "E$$O - Klimakiller Nummer 1". Alle Fotos sind auf der Internetseite www.greenpeace.de/goettingen abgebildet und wurden auch an die Esso-Zentrale in Dallas/USA gesendet.

Sprechblasen

"Esso braucht den Druck von der Straße, damit sie merken, dass ihre Konzernpolitik so nicht weiter gehen kann" meint Greenpeace-Sprecher Florian Noto. "Ein Konzern wie Esso, der skrupellos einen Krieg um Öl fördert und nichts gegen Klimazerstörung tut, muss damit rechnen, dass sich viele tausend Menschen auf der ganzen Welt gegen ihn richten. Als Global Player muss Esso auch globale Verantwortung für sein Handeln übernehmen. Wir fordern den Konzern auf, endlich etwas für den Klimaschutz zu tun und in erneuerbare Energien zu investieren."

Die Sprechblasen-Fotos werden in der ganzen Welt gesammelt und ins Internet gestellt. International haben sich bereits mehrere 10.000 Menschen an der Protestaktion beteiligt. Greenpeace betreibt seit einem Jahr eine internationale Kampagne, die Esso dazu bringen soll den internationalen Klimaschutz zu unterstützen und bei seinen Ölgeschäften Menschenrechte und Umweltschutz zu berücksichtigen.

Der Bedarf der USA an neuem Öl war einer der maßgeblichen Gründe für den Angriff auf den Irak im Frühjahr dieses Jahres. Experten der Deutschen Bank betonen in einem Bericht über ExxonMobil vom September 2002 den "großen politischen Einfluss" des Konzerns auf das Weiße Haus und kommen zu dem Schluss: "Nach einem Regimewechsel im Irak könnte der Gesellschaft (ExxonMobil) die 'pole position' zufallen." Bereits kurz nach dem Krieg wurde der frühere Exxon-Manager Gary Vogler von den US-Amerikanern zum Vizechef des irakischen Ölministeriums ernannt.

Auch beim Ölgeschäft in Entwicklungsländern präsentiert sich ExxonMobil oft besonders skrupellos. Im westafrikanischen Kamerun beispielsweise hat der Konzern maßgeblich den Bau einer Ölpipeline betrieben, die die Wasserversorgung der einheimischen Bevölkerung bedroht. Für die Trasse wurden unberührte Urwaldregionen zerstört. Im Rahmen des Projektes kommt es immer wieder zu Menschenrechtsverletzungen, Kritiker werden eingeschüchtert und inhaftiert.


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