Pressemitteilung vom 30. August 2003
Mit einem 6 mal 1 Meter großen Banner hat am Freitag die Greenpeace-Gruppe Göttingen gegen den Ölkonzern Esso demonstriert. Das Banner mit der Aufschrift "Klimakollaps - sponsored by E$$O" hing an der Fußgängerbrücke zum Iduna-Zentrum, über der Weender Landstraße, neben der dortigen Esso-Tankstelle. Dazu verteilten die sieben Aktivisten mehrere hundert Flugblätter, um Passanten über den Klimawandel zu informieren und auf die Verantwortung des weltgrößten Ölkonzerns dabei hinzuweisen.
"Esso ist einer der Hauptverantwortlichen für den Klimawandel. Wer in der ganzen Welt Geschäfte macht, muss auch Verantwortung für den Klimaschutz wahrnehmen," meint Greenpeace-Sprecher Florian Noto. "Überschwemmungen und Dürrekatastrophen sind für jeden sichtbar, ein deutliches Zeichen für den Klimawandel. Doch Esso betreibt weiter Lobbyarbeit gegen Klimaschutz und weigert sich, in erneuerbare Energien zu investieren."
Bei der Verbrennung von fossilen Energieträgern wie Öl oder Gas entsteht klimaschädigendes Kohlendioxid (CO2), was den Treibhauseffekt verstärkt. Dadurch steigen die Temperaturen auf der Erde im Durchschnitt an und es kommt zum Klimawandel. Im letzten Jahr wurde Europa von schwersten Überschwemmungen heimgesucht, in diesem Jahr gibt es europaweit eine Dürre, was nächsten Jahr kommt, ist unabsehbar. Die Schäden in diesem Sommer sind Waldbrände, Ernteausfälle und Gesundheitsprobleme bei vielen Menschen. Um den Klimawandel abzumildern, fordert Greenpeace den Anteil an regenerativen Energien (Wind, Wasser, Solar, Biomasse) bis zum Jahr 2020 auf 20 Prozent zu erhöhen. Dieses Ziel muss von der Politik und den Ölkonzernen ernsthaft unterstützt werden.
Die Kampagne gegen Esso läuft weltweit. In Göttingen sammelt die Greenpeace-Gruppe zur Zeit Fotos von Bürgern, die dem Esso-Konzern mit Schildern in Comic-Sprechblasen-Form ihre Meinung sagen wollen.