Greenpeace Göttingen    

Tilman

 

Pressemitteilung vom 30. August 2003

99 Luftballons gegen Dieselruß

Greenpeace fordert Maßnahmen von VW und Mercedes

Neunundneunzig rosa Luftballons hat Greenpeace bei der Autoschau am Sonntag in der Göttinger Innenstadt verteilt. Die Aufschrift: "Diesel macht Krebs!" Mit Flugblättern informierten fünf Umweltaktivisten über die Nebenwirkungen der Neuwagen von VW, Mercedes und Co: Feine Dieselrußpartikel dringen tief in die Lunge ein und erzeugen Lungenkrebs, Asthma, Allergien und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Jährlich sterben über 8.000 Menschen an den Folgen. Französische Hersteller haben für dieses Problem schon seit dem Jahr 2000 eine Lösung gefunden und bauen seitdem wirksame Dieselrußfilter in ihre Neuwagen.

Dieselschwein

Florian Noto, Sprecher der Greenpeace-Gruppe Göttingen meint dazu: "Dass die deutschen Autobauer neuerdings ankündigen, Rußfilter gegen Aufpreis in Spitzenmodelle einzubauen, reicht nicht. Mit diesem Maßnahmen dauert es noch Jahrzehnte, bis die Gesundheit der Menschen nicht mehr durch Dieselruß gefährdet wird. Gebrauchtwagen nachzurüsten – daran wird gar nicht gedacht." Greenpeace fordert von den Autoherstellern, dass in alle Diesel-Pkws serienmäßig Partikelfilter eingebaut werden. Wer sich einen Filter in einen Gebrauchtwagen einbauen lässt, sollte dafür steuerliche Vergünstigungen erhalten.

Greenpeace und der TÜV Essen haben einen Mercedes 220 CDI mit einem Partikelfilter nachgerüstet. Nach einer 80.000 Kilometer-Testfahrt bescheinigte der TÜV, dass der Filter immer noch einwandfrei funktioniert – für den Laien daran erkennbar, dass ein weißes Taschentuch am Auspuff weiß bleibt und nicht wie bei anderen Diesel-Fahrzeugen schwarz wird. Die Rußpartikel werden um 99 Prozent bis auf 0,001 Gramm pro gefahrenen Kilometer reduziert.

Gemeinsam mit einer rosa Fahrzeugflotte, den drei Dieselschweinen, hat Greenpeace bei der Internationalen Autoausstellung in Frankfurt, beim Altstadtfest Ende August in Göttingen und bei vielen anderen Gelegenheiten dieses Fahrzeug präsentiert. Die Dieselschweine sind ein großer Mercedes und zwei "Dieselferkel", ein Smart und ein VW-Lupo. Alle Fahrzeuge strahlen in schweinchenrosa und sind mit einem Schweinerüssel und -ohren ausgestattet.



Tilman

 
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