Greenpeace protestiert heute in Göttingen gegen Gentechnik im Essen und informiert über mögliche Gefahren der grünen Gentechnik in der Landwirtschaft. An dem gemeinsamen Protest beteiligten sich neben attac und dem BUND auch Bauern aus der Region. Die Greenpeace-Gruppe Göttingen verteilt an ihrem Stand den Greenpeace-Einkaufsführer, der detailliert auflistet, welche deutschen Lebensmittelproduzenten Gentechnik verwenden und wer darauf verzichtet.
Außerdem sammelt Greenpeace Fotos für die europaweite Kampagne "Save our Seeds", die für eine Reinhaltung des Saatgutes eintritt. Greenpeace-Sprecher Florian Noto äußert sich dazu:
"Greenpeace kämpft seit Jahren gegen Gentechnik in der Landwirtschaft. Und unser Kampf war bis heute erfolgreich! Bisher wird in Europa kaum Gentechnik angebaut. Auch unser Essen ist bisher frei von gentechnisch veränderten Organismen. Das ist ein Erfolg und zwar von uns allen. 80 Prozent der Bundesbürger wollen keine Gentechnik in ihrem Essen. Ohne diese große Mehrheit an Unterstützung hätte auch der Kampf der Bauern und der Verbraucher- und Umweltschützer keinen Erfolg."
"Die EU-Kommission plant eine Richtline, die vorsieht, dass 0,3 bis 0,7 Prozent gentechnisch veränderte Organismen im Saatgut enthalten sein dürfen, ohne dass dies gekennzeichnet sein muss, also ohne dass der Bauer es selber weiß. Das ist keine Wahlfreiheit, das ist ein Skandal!"