Sabrina

 

Gentechnik: Augen auf und Hände weg!

Greenpeace informiert über neue Kennzeichnungsregeln

Greenpeace informiert heute vor Göttinger Supermärkten über die neuen Kennzeichnungsregeln für Lebensmittel, die genmanipulierte Zutaten enthalten. Unter dem Motto: "Gentechnik - Augen auf und Hände weg!" beteiligten sich auch Attac, Agrar-Studenten, Parteimitglieder der Grünen und PDS und Einzelpersonen an den Aktionen. Vor insgesamt 6 Göttinger Supermärkten verteilen die Mitglieder des Aktionsbündnisses gegen Gentechnik Infomaterialien und beantworten die Fragen von interessierten Kundinnen und Kunden.

Gentechnik: AUGEN AUF - Gentechnik 

Ab 18. April 2004 gilt in der EU eine neue Verordnung zur Kennzeichnung von genmanipulierten Produkten. In der Zutatenliste muss dann stehen, wenn ein Produkt etwa Gen-Soja, Gen-Mais oder Gen-Raps enthält. Dazu zählen auch verarbeitete Produkte wie Sojalecithin in Schokolade, Rapsöl oder Maisstärke. Eine Lücke bleibt bei Produkten von Tieren (Fleisch, Eier, Milchprodukte) die mit Gentechnik gefüttert wurden. Das genmanipulierte Tierfutter ist zwar gekennzeichnet, aber am Endprodukt gibt es keinen Hinweis mehr darauf.

Greenpeace hatte 450 Lebensmittel-Hersteller befragt, ob sie Gentechnik verwenden oder nicht. Die große Mehrheit der Produzenten hatte erklärt auf Gentechnik im Essen zu verzichten. "Jetzt prüfen wir, ob diese Angaben stimmen," erklärt Greenpeace-Sprecher Florian Noto. "Die meisten Verbraucher wollen keine Gentechnik in ihrem Essen, achten beim Einkauf aber nicht so genau auf das Kleingedruckte. Genmanipulierte Produkte landen dann ungewollt in ihrem Einkaufskorb."

Die Lücke bei den tierischen Produkten wird von einigen Herstellern ausgenutzt: "Hertha-Wurst, Onken und Ehrmann verwenden Gen-Futter für ihre Tiere," so Noto. "Sie schädigen damit alle Bauern, die keine Gentechnik auf ihren Feldern haben wollen. Denn die Gensaat verbreitet sich unkontrolliert über Feldergrenzen hinweg."

Greenpeace sammelt alle Informationen über Gen-Produkte und veröffentlicht sie im Internet unter www.greenpeace.de/einkaufsnetz. Ein Einkaufsratgeber Gentechnik, mit Informationen von 450 Lebensmittel-Herstellern, kann kostenlos bei der Greenpeace-Gruppe Göttingen bestellt werden.



Sabrina

 
 

© phlo 2004, Greenpeace-Gruppe Göttingen