Wie in 145 anderen Städten in der Bundesrepublik wurde auch in Göttingen am Sonntag von mehreren umweltpolitischen Gruppen ein genußvolles Frühstück gegen Gentechnik und für Bio veranstaltet. Der kulinarische Genuß wurde von einer Jazzband begleitet. Trotz des schlechten Wetters trafen sich etwa 50 Menschen vor der Jacobikirche, um gemeinsam zu essen und sich über die Gefahren und Risiken von Gentechnik in der Landwirtschaft zu informieren. Mehrere Bioläden aus Göttingen und Umgebung unterstützten diese Aktion durch Spenden von biologischen Lebensmitteln.
Angesichts der derzeitigen Diskussion um das Gentechnikgesetz hatte diese Aktion besondere Aktualität. Die Union plant offenbar, dass der Steuerzahler für die Kontaminationsschäden durch die Gentechnik aufkommen soll. Bei neuesten Umfragen hat sich wieder gezeigt, dass 75% der VerbraucherInnen und damit SteuerzahlerInnen Gentechnik im Essen ablehnen. Der Schutz der Landwirtschaft ohne Gentechnik und von gentechnikfreien Lebensmitteln müssen Vorrang haben vor den wirtschaftlichen Interessen einiger Unternehmen der Gentechnikindustrie.