Greenpeace Göttingen:
Unser Rückblick auf das Jahr 2000
Ein bewegtes Jahr 2000 liegt hinter uns. Wir haben als Greenpeace Deutschland viele Erfolge erzielt, obwohl es natürlich noch viel zu tun gibt. Ein Blick zurück auf das vergangene Jahr sollte uns jedoch ermutigen, uns den Herausforderungen der kommenden Zeit zu stellen - für einen Umwelt, in der wir leben können!
Unsere Aufgabe als Greenpeace Gruppe Göttingen sehen wir vor allem darin, die
Greenpeace Inhalte in die Bevölkerung zu tragen, zu informieren und zu mobilisieren, ein Bewusstsein für drängende Probleme und Lösungsansätze zu schaffen. Hier also der Rückblick auf einige unserer Aktivitäten im Laufe des vergangenen Jahres:

8. Januar: Kein Patent auf Leben
Wie Greenpeace-Recherchen ergeben haben, hat das europäische Patentamt trotz anders lautender Vorschriften Patente auf Leben vergeben. Wir protestieren mit einer
Fotoaktion vor dem Gänseliesel. Die Fotos engagierter Göttinger BürgerInnen
werden bei späteren bundesweiten Greenpeace-Aktionen eingesetzt.
18. Februar: Billigstrom ist Atomstrom
Die Liberalisierung des Strommarktes bietet endlich die Chance für den privaten Atomausstieg. Allerdings beginnt ein Verdrängungskampf, der über immer günstigere Preise ausgetragen wird. Der Umweltschutz bleibt dabei auf der Strecke, denn billiger Strom ist hierzulande immer noch Atomstrom. Wir zeigen Alternativen auf, darunter die Stromgenossenschaft Greenpeace Energy.
29. Februar: Umweltausschuss der Stadt
Bei einem Besuch des Umweltausschusses der Stadt im Göttinger Umwelt- und Naturschutz-Zentrum (GUNZ) stellen wir mit den anderen hiesigen Gruppen unsere Arbeit mit Dias und einem kurzen Vortrag vor.
05.-07. Mai: Nationalpark Kellerwald jetzt
Im einzigartig ursprünglichen Buchenwald südlich von Kassel soll verstärkt eingeschlagen werden. Wir fordern stattdessen, das einzigartige FFH-Gebiet zum Nationalpark zu erklären und schauen dem hessischen Ministerpräsidenten auf die Finger: Kontrollgänge und Kartierungen verschaffen uns einen Überblick, ein Info-Container wirbt für Akzeptanz in der Bevölkerung.
12.-25. Mai: Gen-Food in aller Munde
Die Verheißungen der Gentechnik werden allenthalben gepriesen, letztlich fördert sie aber vor allem eines: den Profit einzelner Konzerne. Eine Ausstellung im ZHG der Uni Göttingen klärt über Möglichkeiten und Risiken von Gen-Food auf, wie es längst- auch ungekennzeichnet- auf unseren Tellern landet.
26. August: Ölkatastrophe in Russland
In Russland wird Erdöl mit veralteten Methoden gefördert, immer wieder bersten die verrottenden Pipelines. Ganze Landstriche versinken im Öl, durch unkontrollierte Brände gelangen Unmengen Kohlendioxid in die Atmosphäre. Unhaltbare Zustände- nach westlichen Standards. Dennoch entziehen deutsche Ölkonzerne ihrer Verantwortung. Wir zeigen Verbindungen auf.
6. September: Umweltausschuss des Landkreises
Der Umweltausschuss des Landkreises kommt zu Besuch ins GUNZ und informiert sich über unsere Arbeit.
7. Oktober, 13. Oktober und 3. November:
Gefüttert, gekocht, gegessen
Nach geltenden Richtlinien müssen zwar Gen-Tomaten gekennzeichnet werden, nicht aber das Fleisch von Tieren, die mit gentechnisch veränderten Futtermitteln ernährt wurden. Das dies bei Geflügel für McDonalds der Fall ist, haben Greenpeace Recherchen ergeben. Unter dem Motto 'Los Genos - Genwochen bei McDonalds', protestieren wir wie viele andere Greenpeace-Gruppen gegen diese Praxis und klären Besucher auf. Wenig später unterschreibt der Konzern eine Unterlassungserklärung- ein großer Erfolg auf dem Weg zu dauerhaft gentechnikfreier Ernährung, den vor allem die Greenpeace Gruppen mit ihren
lokalen Aktionen erreicht haben!
13. Oktober: 20 Jahre Greenpeace Deutschland
Den 20. Geburtstag der deutschen Greenpeace-Sektion feiern wir inklusive Geburtstagskuchen in der Innenstadt. Gleichzeitig informieren wir über Ziele, Arbeit und Kampagnen der Organisation.
10. Dezember: Nix Castor - Stopp WAA
Im nächsten Jahr drohen neue, gefährliche Castortransporte, die Wiederaufbereitung abgebrannter Brennstäbe und damit die Produktion hochgefährlichen Atommülls geht unterdessen weiter. Trotz des sogenannten Atomausstiegs darf der Wiederstand nicht nachlassen- fordern wir mit einer Castor-Attrappe in der City.

Einige dieser Themen werden uns auch im neuen Jahr begleiten. Darüber hinaus haben wir Anfragen bearbeitet, Hintergrundinformationen recherchiert, Pressekontakte unterhalten und einige Greenteams betreut. Geplant fürs neue Jahr sind bereits mehrere Informationsveranstaltungen, zwei Ausstellungen und einiges mehr.
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