Greenpeace Göttingen    

Johannes

 

Greenpeace-Gruppe Göttingen:
Aktionsjahr 2002

Im Jahr 2002 gab es einige Veränderungen in der Greenpeace-Gruppe. Im April zogen das gesamte Umweltzentrum in die Geiststraße 2 um. Im Sommer litt besonders die Jugendgruppe unter starkem Mitgliederschwund, aber auch die Gruppe verlor einige Aktivisten. Doch schnell konnten wir in beiden Gruppe zahlreiche neue Mitglieder gewinnen und es engagieren sich inzwischen so viele Leute bei Greenpeace, wie schon einige Jahre nicht mehr, am Ende des Jahres waren es insgesamt 25!
Auf unserer Homepage www.greenpeace.de/goettingen und per eMail-Newsletter informieren wir regelmäßig über unsere Aktionen. Auch die Medienarbeit klappt inzwischen sehr gut und wir wurden mehrmals im Göttinger Tageblatt, Stadtradio und anderen Medien erwähnt.

Stop Whaling!
Schützt die Urwälder
Klimazerstörung powered by E$$O
Jugendgruppe: Rio plus X - jetzt aber fix!!
Stopp Castor!
Für Dieselrußfilter


Stop whaling!

16. Februar 2002: Die erste Aktion des Jahres war ein Infostand auf dem Marktplatz zum Schutz der Wale, anlässlich der IWC Konferenz in Japan. Das Interesse der Passanten weckten wir mit zwei Riesenaugen die symbolisieren: „Wir beobachten die Walfänger genau!“, einem dreisprachigen Banner – in deutsch, englisch und japanisch „Stoppt den Walfang!“ –und einem wenige Wochen alten Video des zeigt wie bei dem japanische Jäger in der Antarktis Wale schlachten. Wie in der Vergangenheit zeigt sich Japan kaum beeindruckt von den internationalen Protesten.


Schützt die Urwälder

Es gibt nur noch wenige Urwälder weltweit. Die größten liegen am Amazonas, in den Anden in Chile, im Kongobecken und in Südostasien aber auch in Kanada, in Sibirien und in Skandinavien. Mit einer internationalen Kampagne engagiert sich Greenpeace für den Erhalt dieser letzten sieben Urwaldgebiete.
6. April 2002: Bundesweit wurde an diesem Tag beim Baumarkt Bahr Bauholz aus dem russichen Dwinsky-Urwald mit Aufklebern „Stoppt Urwaldzerstörung!“ versehen. Zusätzliche spannten wir rot-weißes Absperrband vor die Regale. Der Filialleiter war natürlich verwundert, erlaubte uns nach einem Gespräch aber sogar weiter Flugzettel zu verteilen und die Kunden zu informieren. Er versprach, sich bei seiner Zentrale für unser Anliegen einzusetzen. Die Aktion wurde mit Foto im Göttinger Tageblatt erwähnt, das Stadtradio sendete eine Meldung, die Göttinger Drucksache und die Internetseite www.goest.de druckten einen Artikel ab.
Im April fand auch der internationale Urwaldgipfel in Den Haag statt. Mehrere hundert Kinder und Jugendliche, aus ganz Europa, darunter auch Rebekka aus Göttingen demonstrierten für Ihren Schutz.
Am Ende des Jahres begannen die Vorbereitungen für eine Recyclingpapier-Kampagne in der Uni, denn das meiste Frischfaserpapier in Deutschland stammt aus kanadischen, skandinavischen und russischen Urwäldern.


Klimazerstörung powered by E$$O

Der Großteil unserer Anstrengungen in den Sommermonaten richtete sich auf die internationale E$$O-Kampagne. Esso ist der größte Ölkonzern der Welt, betreibt massive Lobbyarbeit gegen den Klimaschutz und investiert nichts in erneuerbare Energien.
6. Juli 2002: An einer Fahrraddemo zu den drei Göttinger Esso-Tankstellen beteiligten sich etwa 25 Personen. Zwei Banner, ans Fahrrad gebundene Schepper-Dosen, ein Megafon und fünf Polizeifahrzeuge mit Blaulicht sorgten für gute Aufmerksamkeit. Melanie fuhr mit einem Tigerkostüm auf Inlineskates voraus, andere hatten „Stopp Klimazerstörung“ T-Shirts an oder schwarz-golden geschminkte Gesichter. Das GT druckte einen Bericht mit Foto, das Stadtradio sendete eine Nachricht.
3. August 2002: Urkundenverleihung für einen Konzern, der sich als „besonders verantwortungsloses Unternehmen“ ausgezeichnet hat. An Passanten verteilten wir Flugzettel und sammelten Unterschriften.
13. August 2002: Das große „Tiger-Mobil“ macht in Göttingen Station. Auf dem Marktplatz, mit Riesen-Banner, Öl-Fässern und Tigerkostüm informierten wir wiederum viele interessierte BürgerInnen und sammelten Unterschriften.


Jugendgruppe: Rio plus X – jetzt aber fix!!

27. Juli 2002: Bundesweiter Jugendaktionstag zur Vorbereitung des Weltgipfels, der Ende August in Johannesburg stattfindet. 10 Jahren vorher fand in Rio de Janeiro der Erdgipfel statt, bei dem einige Schritte zum Schutz der Umwelt beschlossen, seitdem aber nicht umgesetzt wurden. Auf einer „Klagemauer“ können Passanten ihre Wünsche für Kanzler Schröder hinterlassen und ihn auffordern, sich auf dem Weltgipfel für die Umwelt einzusetzen. Der Gipfel verläuft leider enttäuschend ergebnislos. Die Aktion wurde u.a. kurz im Göttinger Tageblatt und im Stadtradio erwähnt.


Stopp Castor!

Im November wurden gleich 12 Castorbehälter von der sogenannten Wideraufarbeitungsanlage in La Hague (Frankreich) nach Gorleben transportiert. Erstmals seit seit fünf Jahren fuhren der Atomzug auch durch Göttingen – und wurde wie damals gestoppt! 32 Menschen gelangten trotz Demonstrationsverbot auf die Gleise, was den Zug zum Anhalten zwang. Ein wirklicher Atomausstieg ist nicht in Sicht, ein Ende unseres Protestes somit auch nicht.
2. November 2002: Mit vielen neuen Mitgliedern beteiligten wir uns an der Auftaktdemo in Göttingen gegen den Castortransport. Ein Ausschnitt aus Florians Rede, über die Lügen des „Atomkonsens“ und über das schrottreife AKW Obrigheim wurde im Stadtradio gesendet, unser Banner und ein Zitat erschienen in der HNA.
11. November 2002: Am Abend des 11.11. startete der Atomzug in Frankreich. Wir informierten schon am Morgen Polizistinnen und Polizisten über die riesigen Risiken von Atomkraft und mangelnde Sicherheitstests von Castorbehältern. Unser Anliegen ist, dass Polizei und BGS dem Castor am nächsten sind und daher über die Risiken informiert sein sollten.


Für Dieselrußfilter

Feine Dieselrußpartikel dringen sehr tief in die Lunge ein und verursachen Krebs, Asthma, Allergien und andere schwere Krankheiten. Es gibt wirksame Filter dagegen die von französischen Produzenten bereits serienmäßig verwendet werden, doch die deutschen Autohersteller weigern sich bislang diese Filter einzubauen.
22. November 2002: Mit einem 3,5 Meter langem, dreckig verrußtem Banner und fast 800 Flugblättern informierten acht Mitglieder der Jugendgruppe an der Kreuzung Weender Landstraße / Berliner Straße Passanten über Dieselruß.
6. Dezember 2002: Mitten auf dem Weihnachtsmarkt kletterten wir auf das Gänseliesel und spendierten ihr eine Atemschutzmaske mit der Aufschrift "Diesel macht Krebs". 150 Besucher unterschrieben unsere Aktionspostkarten an das Kraftfahrtbundesamt.


"If I rule the world..."

Bereich:
Gruppenkoordination

© phlo 2001-03, Greenpeace-Gruppe Göttingen