Fukushima
 
     

    Ob Atomtransporte über Rostock, Zwischenlagerausbau in Lubmin oder der nächste Atommülltransport nach Ahaus. Wir sagen Nein!


    Aktion in Rostock
    • Anti-Atom-Camp in Rostock 2011

    Rostock ist internationale Drehscheibe für Atomtransporte. Im Schnitt fahren durch den Rostocker Hafen alle 3,5 Tage ein Atomtransport. Transportiert werden nicht nur Uranbrennelemente, sondern auch die besonders gefährlichen MOX-Elemente, die 7-8% Plutonium enthalten.

     

    Auch wenn das Atomkraftwerk Lubmin schon seit 1990 stillsteht, sind Atomkraft und Atomabfall ein Thema geblieben. Atommüll lagert in großen Mengen auf dem Gelände im so genannten "Zwischenlager Nord".

     
    Greenpeace-Aktion bei Greifswald
    • Greenpeace Aktion: Castor 2010

    Das Zwischenlager Nord entstand 1994. Dort sollen Brennelemente und andere radioaktive Abfälle aus den stillgelegten Atomkraftwerken "Lubmin" und "Reinsberg" bis zu 40 Jahre lang aufbewahrt werden. Zudem genehmigte das Landesumweltministerium die Einlagerung von schwach und mittel radioaktiv belastetem Abfall aus anderen Bundesländern.

     

    Schon in der Neunziger Jahren war das Thema "Castor in Lubmin" brisant. Im November und Dezember 1992 blockierten Greenpeace-Aktivisten mehrmals das stillgelegte Atomkraftwerk in Lubmin, um den Export von 120 ungenutzten  Brennelementen in die Slowakei zu verhindern.

     
    ZLN
    • Greenpeace-Aktivisten blockieren die Ausfahrt des stillgelegten AKWs.

    Im Februar 1996 wurde erneut das Gelände besetzt, diesmal um den Transport von 235 Brennelementen nach Ungarn zu stoppen.

     

    Jedes Jahr entstehen in den deutschen Atomkraftwerken rund 400 Tonnen hochradioaktive abgebrannte Brennelemente. Was mit diesem über Jahrtausende strahlenden Abfall passieren soll, weiß bis heute niemand. Die Entscheidung wird vertagt, der Müll wird zwischengelagert. Insgesamt gibt es in Deutschland 16 Zwischenlager. Im Jahr 2030 wird die Bundesrepublik mit etwa 24.000 Kubikmetern hochradioaktivem Atommüll irgendwie umgehen müssen. Ein Endlager wird sich allerdings schwer oder gar nicht finden lassen.

     

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        20. 05. 2012.       Druckversion