Willkommen bei der Greenpeace-Gruppe Jena!

  

 

2000 km zu Fuß für den Klimaschutz

Am Sonntag, 25.10.09, trafen gegen 17.30 Uhr die 6 Greenpeace-Aktivisten in Begleitung von Jenaer Bürgern am Johannistor ein. Sie waren am Morgen in Weimar aufgebrochen und mehrere Jenaer Bürger waren nach Weimar gefahren um die Aktivisten auf ihrer Tagesetappe nach Jena zu begleiten. Zum Aufwärmen ging es dann weiter ins „Haus auf der Mauer“. Gegen 19.00 Uhr füllte sich der Saal im Haus auf der Mauer mit Umweltinteressierten zur Filmvorführung von „Home“, Luc Bessons Dokumentation des kritischen Zustands der Erde.

Der Bundestagsabgeordnete Ralph Lenkert, von der Partei Die Linke, war unserer Einladung gefolgt und traf sich mit Achim Gresser, einer der sechs wandernden Umweltschützer, zu einem einstündigen Gespräch. Thema war der illegale Handel mit Urwaldholz in Deutschland und die Nutzung von Agrosprit aus Urwaldzerstörung.

Die Besucher der Filmvorführung unterzeichneten zahlreiche Briefe an Bundeskanzlerin Angela Merkel mit der Forderung sich für den Klimaschutz einzusetzen und nach Kopenhagen zur Klimakonferenz zu fahren. Die Briefe wurden im Anschluss an die Filmvorführung Bundestagsabgeordneten Lenkert übergeben. Er wird die Briefe in Berlin Bundeskanzlerin Angela Merkel überreichen.

 

Sie möchten auch einen Brief an Frau Merkel schicken, damit sie sich für den Klimaschutz einsetzt?

Neuer Vortrag: AKW - ein Weg aus der Klimakatastrophe?

Die Versprechungen der Atomlobby sind märchenhaft: „Atomenergie schützt das Klima, ist billig und schafft Arbeitsplätze. Atomenergie verhindert eine drohende Stromlücke. Atomenergie ist eine Brückentechnologie zu den erneuerbaren Energien“.

 

Doch wie steht es um die Wahrheit dieser Behauptungen? Geht es der Atomindustrie tatsächlich um Klimaschutz und Jobmotor? Oder will sie mit allen Mitteln – und nicht zuletzt hohen staatlichen Subventionen - Ihre Profitinteressen durchsetzen, ungeachtet der Interessen der großen Mehrheit der Bevölkerung? Was tut der Betreiber mit der täglich fast einen Million Euro Reingewinn eines steuerlich abgeschriebenen Atomkraftwerks?

 

Fakt ist: Atomkraftwerke stellen ein nicht beherrschbares Risiko dar. Die andauernde Kette von Störfällen und Beinahe-Katastrophen belegt das, vom GAU in Tschernobyl 1984 mal ganz abgesehen. Ein GAU ist auch in den Atomkraftwerken hierzulande möglich. So hält z.B. kein deutsches Atomkraftwerk dem gezielten Absturz eines Passagierflugzeugs stand. Atomkraft ist alles andere als billig oder gar umweltschonend, denn sie ist die teuerste und zugleich eine der ineffizientesten Art, Strom zu erzeugen; der Uranbergbau zerstört ganze Landstriche und der Kraftwerksbetrieb kontaminiert die Umwelt. Arbeitsplätze schafft die Atomindustrie kaum. Im Gegenteil, sie behindert den Ausbau der erneuerbaren Energie, die im großen Stil neue Arbeitsplätze bereitstellt. - Allein 2008 waren es in Deutschland 30.000 neue Arbeitsplätze!

 

Auch die Endlagerfrage des Atommülls ist ungeklärt und es bleibt fraglich, ob es überhaupt ein sicheres Endlager geben kann. Der Fall Asse führt das erneut vor Augen: In dem „Versuchsendlager“ wurde wider aller Vernunft Atommüll für die Ewigkeit eingelagert – mit katastrophalen Folgen, deren Beseitigung den Steuerzahlern Milliarden Euro kosten wird. In 50 Jahren hat die Atomindustrie Hunderttausende Tonnen strahlender Abfälle produziert – entsorgt hat sie noch kein Gramm. Trotzdem werden Atommeiler weiter betrieben. „Die Nutzung der Atomkraft ohne ein Endlager ist wie Fliegen ohne Landebahn“, sagt Werner Nording, Sprecher des Bundesamts für Strahlenschutz.

 

Und schließlich ist mit der KiKK-Studie (Epidemiologische Studie zu Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken) von 2007 zweifelsfrei belegt, dass Kinder, die nahe an einem Atomkraftwerk wohnen, deutlich häufiger an Krebs erkranken als ihre Altersgenossinnen, die weiter weg wohnen. Kein Wunder: Atomkraftwerke geben auch im Normalbetrieb radioaktive Stoffe an Luft und Wasser ab.

 

Rechtfertigt der Beitrag der Atomenergie zur Weltenergieversorgung von nicht mehr als 2 Prozent diese Risiken und Probleme?

Besuchen Sie hierfür am 2.September unseren Vortrag "AKW - ein Weg aus der Klimakatastrophe?".

 

 

Kürzlich in Jena und Umgebung...

Greenpeace veröffentlicht Einkaufsratgeber „Essen ohne Gentechnik“

In über 40 Städten Deutschlands, darunter auch in Altenburg, haben Greenpeace Gruppen vergangenen Samstag, den 13.Juni 2009, Verbraucher über Gentechnik in der Lebensmittelproduktion informiert. Die Aktivisten verteilten den neuen Einkaufsratgeber "Essen ohne Gentechnik", der Aufschluss darüber gibt welche Unternehmen bei der Herstellung tierischer Lebensmittel wie Milch, Eier und Fleisch Gentechnik vermeiden. 

 

Eine große Umstellung steht bei der Molkerei Berchtesgadener Land an: Sie hat angekündigt, bis zum Jahresende ihre gesamte Milchherstellung von jährlich über 200.000 Tonnen auf eine gentechnikfreie Fütterung umzustellen.

 

Greenpeace fordert von den großen Milchmarken wie Weihenstephan oder Bärenmarke, auch auf die umstrittenen Futtermittel zu verzichten.

 

Der Anbau von gentechnisch veränderten Futtermitteln hat schädliche Auswirkungen auf die Umwelt und ist zudem eine Risikotechnologie. Durch den Eingriff in die Pflanze können unerwünschte Stoffe mit Nebenwirkungen entstehen. So wird beispielsweise die Gensoja-Pflanze stärker gespritzt als herkömmliche Soja. Die giftigen Pestizide können das Trinkwasser verunreinigen und die Pflanzenwelt bedrohen.

 

Hier bekommen Sie den Einkaufsratgeber "Essen ohne Gentechnik": http://www.greenpeace.de/themen/gentechnik/lebensmittel/artikel/ratgeber_essen_ohne_gentechnik/

  

 

Fairfangen

 Mit einem Fischernetz und einer stinkenden Beifangbox machte die Greenpeace Jugend Gruppe letzten Samstag auf die dramatischen Folgen des derzeitigen Fischfangs aufmerksam. Die Jugendlichen berieten interessierte Passanten dazu, welche Fischarten denn noch guten Gewissens auf den Teller dürfen. Sie verteilten den aktuellen Fischeinkaufsführer sowie schmackhafte Fischrezepte für nachhaltigen Genuss – damit Sie mit gutem Gewissen weiter Fisch essen können.  

 

 

 

 

Mercedes-Benz: Vom Erfinder des Autos zum klimaschädlichen Spätzünder

14. 3. 2009 – Rund 120 Greenpeace-Aktivisten protestieren heute in 14 Städten vor Mercedes-Benz-Niederlassungen gegen die klimaschädliche Modellpolitik des Unternehmens. In 24 weiteren Städten haben Greenpeace Aktivisten in der vergangenen Wochen bereits Botschaften an Mercedes-Benz gerichtet. Alle Botschaften zusammen ergeben eine Forderung an den Autohersteller, die nun im Internet gezeigt wird.

„Klimaschutz gibt es bei Mercedes-Benz nur als Ausnahme und gegen Aufpreis“, sagt Günter Hubmann, Verkehrsexperte von Greenpeace. „Spritspartechnik gehört in Zeiten von Klimawandel und Ölverknappung in alle Modelle.“

Die Greenpeace-Aktivisten fordern, dass Mercedes-Benz den Verbrauch seiner Modelle jetzt schnell und konsequent senkt. Das funktioniert kurzfristig und ohne Mehrkosten, wenn bei allen Modellen das Gewicht reduziert und die Übermotorisierung auf ein sinnvolles Maß eingeschränkt wird.

 

 

 

 


    25. 11. 2009.       Druckversion