Seit 1971 setzt sich Greenpeace für den Schutz der Lebensgrundlagen ein. Gewaltfreiheit ist dabei das oberste Prinzip. Die Organisation ist unabhängig von Regierungen, politischen Parteien und wirtschaftlichen Interessengruppen. Greenpeace arbeitet international, denn Naturzerstörung kennt keine Grenzen.

Erneut wagen wir einen Live-Auftritt! Diesen Donnerstag, 15. Dezember, ab 16 Uhr wieder auf UKW 103,4 MHz oder per Kabelempfang auf 107,90 MHz. Und den Livestream im Internet des Radio OKJ gibt es natürlich auch noch!
Es wir diesmal passend zur Weihnachtszeit um Essen gehen. Und natürlich neben ein paar allgemeinen News auch wieder schöne Musik zu hören sein!
Euer Radio-Team

Noch gibt es sie in Europa - unberührte Waldgebiete durch die Braunbären streifen, in denen Bäume an Altersschwäche sterben und sich die Graueule auf die Jagd begibt. Zweieinhalb Jahre war der Fotograf Markus Mauthe im Auftrag von Greenpeace unterwegs, um die Artenvielfalt und Schönheit dieser Lebensräume mit der Kamera einzufangen. „Europas wilde Wälder " gibt mit wunderschönen, mitreißenden Bildern und live erzählten Geschichten einen Einblick in diese faszinierenden Wälder vor unserer Haustüre. Markus Mauthe unterstützt die globale Waldkampagne von Greenpeace, die die letzten intakten Urwälder für kommende Generationen bewahren will.
Am Donnerstag, den 08.12.2011, kommt Markus Mauthe mit der Multimediaschau "Europas wilde Wälder" auch in den Hörsaal 3, Carl-Zeiss-Str. 3, Eingang Ernst Abbe-Platz der Friedrich-Schiller-Universität in Jena. Der Vortrag beginnt um 20.00 Uhr, Einlass ist um 19.30 Uhr.
Der Eintritt für die Veranstaltung ist frei!


Update2 (21.11.):Gerade hat mich Radio Funkwerk angerufen, dass unser Jubiläumsbeitrag morgen auf Sendung geht :)
Dienstag 22.11. 13:30 Uhr - Radio Funkwerk
Update: Folgende Zeiten haben wir nun als Wiederholungstermine bei Radio OKJ erhalten:
Donnerstag 17.11. 15:30 Uhr - Radio OKJ
Dienstag 29.11. 20 Uhr - Radio OKJ
Jena, 3. November 2011: Tattaaaa ....
Es ist vollbracht! Nach 9 Monaten Produktionszeit mit insgesamt deutlich mehr als 30 Stunden Arbeit für Interviews, Studioaufnahmen, Auswahl der Musik, Schnitt ... präsentieren wir euch am Samstag, den 5. November, um 15 Uhr unsere 90 Minuten dauernde Jubiläumssendung zu "40 Jahre Greenpeace International".
Wie gewohnt könnt ihr unsere Sendung in Jena auf der UKW-Frequenz 103,4 MHz, per Kabelempfang auf 107,90 MHz empfangen oder einfach dem Livestream im Internet folgen.
Auf jeden Fall erwartet euch eine wirklich abwechslungsreiche Sendung über 4 Jahrzehnte Greenpeace-Geschichte: Von den spannenden Reisen nach Amchitka Anfang der 70er Jahre, über die Geburt Greenpeace Deutschlands in den 80ern, den stetigen Wachstum der 90er bis hin zu aktuellen Kampagnen. Gespickt mit Musik aus jenen Jahren und sehr interessanten Interviews...

Jena, 5. 11. 2011 – Heute protestierten wir von 14 bis 16 Uhr vor der Semmelweis-Apotheke (gegenüber der Goethe-Galerie) gegen den für das erste Adventswochenende geplanten Castortransport aus der französischen Plutoniumfabrik La Hague in das niedersächsische Gorleben. Am 26. November ist im Wendland wieder eine Großdemonstration gegen diese unverantwortlichen Transporte geplant! Mit einem zur Kerze umgestalteten Atomfass waren auch wir Teil des „Leuchtenden Protests“, der zeitgleich in 46 deutschen Städten stattfand. Unter anderem verteilten wir Kekse in Form eines „X“ – mit diesem Symbol aller Castor-Gegner fordern wir den Ausstieg aus dem geplanten Atommüll-Endlager in Gorleben! Denn...
Der Strahlengrenzwert am Zwischenlager Gorleben wird noch in diesem Jahr überschritten - auch ohne den geplanten Transport. Die niedersächsische Landesregierung setzt sich hier über Recht und Gesetz hinweg. Greenpeace Deutschland hat vergangene Woche nachgewiesen, dass das zuständige niedersächsische Umweltministerium erhebliche Fehler bei der Berechnung der Strahlengrenzwerte gemacht hat. Die entsprechende Analyse ergab für das Jahr 2011 eine Strahlung oberhalb des Grenzwertes von 0,3 Millisievert pro Jahr. Dies hätte zu einem Einlagerungsstopp für weiteren hochradioaktiven Atommüll führen müssen. Das Ministerium ignorierte allerdings diese Berechnungen und gab bekannt, dass der nächste Castortranport rollen dürfe. Bislang werden bereits 97 Castoren aus der Wiederaufarbeitung im Gorlebener Zwischenlager verwahrt, da in Deutschland kein Endlager für hochradioaktiven Müll existiert.
Wenige Meter vom Zwischenlager entfernt baut die Bundesregierung an einem ihrer Meinung nach möglichen Endlager im Salzstock Gorleben. Gorleben ist aber aus geologischen Gründen als Endlager ungeeignet. Für den Salzstock gab es nie ein wissenschaftliches Auswahlverfahren. Unter dem Salzstock liegt das größte Erdgasvorkommen Deutschlands, darin gibt es bereits Laugenvorkommen. Ein sicherer Einschluss radioaktiver Stoffe kann nicht gewährleistet werden. Trotzdem halten Atomindustrie und Politik seit über 30 Jahren an diesem Standort fest. Am 24. November soll nun der Transport von elf Castorbehältern aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague ins niedersächsische Wendland starten. Die elf Castoren beinhalten ein Vielfaches der Radioaktivität wie sie bei der Katastrophe in Fukushima in die Umwelt gelangt ist. Ab 2014 sollen außerdem weitere Transporte aus der Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield (England) folgen.


Jena, 29. 10. 2011 – Im Rahmen eines bundesweiten Aktionstages forderten wir heute Volkswagen zu einer klimafreundlicheren Modellpolitik auf - zeitgleich mit 30 Greenpeacegruppen in ganz Deutschland. Wir sammelten in der Kollegiengasse vor der Neuen Mitte Unterschriften auf einem Autoüberzug. Dieser trug die Aufschrift „VW – das Problem“ – in Anspielung auf den Markenslogan „VW – das Auto“. Obwohl Volkswagen bereits Konzepte für Ein-, Zwei- und Drei-Liter-Autos sowie eine eigene Technik für effizientere Autos entwickelt hat, überschwemmt der Konzern den Markt mit klimafeindlichen Spritschluckern. Allein die rund 2,9 Millionen in Europa verkauften Autos im Jahr 2010 werden während ihrer Nutzungsdauer über 60 Millionen Tonnen CO2 ausstoßen. Es ist skandalös, dass VW seine eigene Spritspartechnik nicht serienmäßig auf die Straße bringt!
Wir verteilten die neue Greenpeace-Protestpostkarte, die an VW-Chef Prof. Dr. Martin Winterkorn adressiert ist. Darin wird der Vorstandsvorsitzende aufgefordert, sich glaubwürdig für mehr Klimaschutz einzusetzen und den CO2-Ausstoß der VW-Neuwagenflotte zu senken.
Volkswagen ist der größte europäische Autokonzern – mit den höchsten CO2-Emissionen – und er will es an die Weltspitze schaffen. Jüngstes Beispiel für die mangelnden Klimaschutzabsichten bei VW ist die Einführung des Kleinstwagens up!. Dieser „kleine Schluckspecht“ verbraucht in der 60-PS-Version offiziell 4,5 Liter und stößt über 100 Gramm Kohlendioxid/Kilometer aus. Bei den sparsamsten Varianten selbst des schwereren Golf, Polo oder Passat ist der durchschnittliche CO2-Ausstoß geringer! Bereits 1998 veröffentlichte VW mit dem Lupo einen Wagen, der lediglich 3 Liter auf 100 km verbraucht. Der up! ist also keine wirkliche Innovation.
Auch beim lokalen VW-Händler Fischer in Jena ergab eine letzte Woche von uns durchgeführte Recherche, dass gegenwärtig keiner der angebotenen Neuwagen mit der Spritspartechnik „BlueMotion“ ausgestattet ist. Im ersten Halbjahr 2011 betrug der Anteil an verkauften Neuwagen mit dieser Spritspartechnik lediglich 10 Prozent...
Greenpeace startete im Juni 2011 eine europaweite Kampagne für serienmäßigen Klimaschutz beim Volkswagen-Konzern:
Wir fordern Volkswagen auf, ein europaweites CO2-Reduktionsziel zu unterstützen sowie seine Fahrzeugflotte effizienter zu machen!

In Vorbereitung auf den nächsten skandalösen Castortransport aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague nach Gorleben hat Greenpeace Deutschland einen sehr anschaulichen Kurzfilm produziert. Hier gehts direkt zum Film!
Unsere Hauptforderung lautet, den Transport nicht nach Gorleben, sondern nach Philippsburg zu bringen! Denn die 44-fache Menge an Radioaktivität, die in Fukushima freigesetzt wurde, soll durch Frankreich und dann die Bundesrepublik rollen - um schließlich in einer Art Kartoffelscheune bei Gorleben zu landen...
Hatten wir schon erwähnt, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit die Jahreshöchstwerte für die zugelassene Strahlung aus dieser Kartoffelscheune bereits erreicht sind - noch bevor zusätzliche Behälter eingelagert werden sollen? Erfahrt hier noch mehr Details zu diesem unverschämten Wahnsinn.
Eine gute Zusammenfassung der aktuellen Ereignisse findet ihr hier.

In 41 Städten fordern Greenpeace-Gruppen von VW-Händlern, sich für mehr Klimaschutz stark zu machen.
Jena, 10. 9. 2011 – „VW – Das Problem“ steht auf dem Banner, mit dem wir vor dem VW-Autohaus Fischer (Brückenstraße) protestieren. Damit machen wir darauf aufmerksam, dass das am meisten verkaufte Auto von VW, der Golf 1.4 Benziner, der mit Abstand klimaschädlichste Golftyp ist. Außerdem fordern wir den Händler auf, sich beim VW-Konzern in Wolfsburg für mehr Klimaschutz und für Klimaschutztechnik ohne Aufpreis stark zu machen. Ähnliche Aktionen finden heute zeitgleich in 41 deutschen und 26 europäischen Städten statt, unter anderem in Frankfurt, Hamburg, Berlin, London und Paris.
Für VW ist Klimaschutz reine Sonderausstattung und das darf nicht sein! Damit verschläft der Konzern die Zeichen der Zeit und wird seiner Verantwortung als Europas größter – und vermutlich bald schon weltgrößter – Autohersteller in keinster Weise gerecht. VW hat mit „Blue Motion“ bzw. „Blue Motion-Technology“ zwar relativ wirksame Spritspartechniken entwickelt. Aber der Konzern verlangt dafür einen Aufpreis, der um ein Mehrfaches über den Herstellungskosten liegt. So fahren zurzeit nur sechs Prozent aller verkauften VW mit kompletter Spritspartechnik.
Der dreckigste Golf verbraucht 2,6 Liter mehr als seine klimafreundliche Variante
Beispiel Golf: Der meistverkaufte und billigste Golf verbraucht 6,4 Liter Benzin und kommt auf einen Kohlendioxidausstoß von 149 Gramm je Kilometer. Der Golf mit Spritspartechnik hingegen verbraucht 3,8 Liter Diesel und kommt so auf einen Kohlendioxidausstoß von nur 99 Gramm. Allerdings kostet er ca. 3000 Euro mehr. Daher steckt auch in der Golf-Reihe nur in wenigen Prozent der verkauften Autos die Spartechnik. Gerade weil VW einer der größten Autohersteller der Welt ist, führt diese Behinderung beim Einsatz der Spritspartechnik zu einer unnötigen und immens großen Klimabelastung durch Kohlendioxid. Greenpeace fordert von VW, den umweltschädlichen Golf 1.4 Benziner schnellstmöglich vom Markt zu nehmen.
VW gibt sich immer als besonders umweltfreundlich. Aber viel davon ist reiner Schein, denn der Weltkonzern könnte viel viel mehr umsetzten! Beim Polo verlangt VW für die komplette Klimaschutztechnik zum Beispiel 1500 Euro extra, obwohl die Ausstattung in der Produktion nur wenige hundert Euro kostet. Der VW-Konzern muss Klimaschutz endlich so ernst nehmen, wie er in seiner Werbung immer tut. Die entwickelte Spritspartechnik muss ohne Aufpreis in alle Fahrzeuge eingebaut werden. Klimaschutz darf keine Sonderausstattung bleiben. Außerdem sind wir uns sicher, dass auch die Verbraucher bei den heutigen Benzinpreisen lieber sparsame Autos kaufen würden. Händler Fischer soll das nach Wolfsburg melden!

die Aktion Mensch und Greenpeace Jena laden euch anlässlich des bundesweiten Filmfestivals "ueber MUT" herzlich ein zur Filmvorführung
RAINBOW WARRIORS - Ein Dokumentarfilm von Suzanne Raes
am Donnerstag, 15. September 2011
um 19:30 Uhr im KuBuS – Zentrum für Kultur, Begegnung und Sport
Theobald-Renner-Straße 1a | 07747 Jena Lobeda-West
Informationen zum Film:
Unzählige Male riskiert die junge Crew der legendären „Rainbow Warrior“ gegen Walfänger oder Atommüll-Frachter ihr Leben. Gefeiert werden sie in den frühen 80er Jahren wie Rockstars. Das tragische Ende des berühmten Greenpeace-Schiffes lässt die Öko-Idole bis heute nicht los. Stolz und selbstkritisch blicken sie zurück.
RAINBOW WARRIORS spielt neben 9 weiteren Filmen im Rahmen des Filmfestivals ueber Mut der Aktion Mensch. Mehr Informationen zum weiteren Programm finden Sie unter www.uebermut.de.
In den Filmen des Festivals ueber Mut stehen Menschen im Mittelpunkt, die sich leidenschaftlich für ihren Traum von Veränderung einsetzen. ueber Mut setzt die Reihe der Filmfestivals fort, die 2006 mit ueber arbeiten begann und 2007 sowie 2009 mit ueber morgen und ueber Macht fortgesetzt wurde.
Das Rahmenprogramm bietet Besuchern wie Teilnehmern die Gelegenheit, sich auszutauschen und zu diskutieren. Die Filmdiskussionen werden gebärdensprachlich begleitet. Die Aktion Mensch möchte möglichst vielen Menschen die Teilnahme an ueber Mut ermöglichen und setzt die Inhalte des Festivals deshalb konsequent barrierefrei um.
Wir freuen uns, euch im KuBuS begrüßen zu dürfen!
Die Textilindustrie verseucht mit gefährlichen Chemikalien chinesische Flüsse. Die belasteten Gewässer werden zur Bedrohung für das Ökosystem und die Gesundheit der Anwohner. Es wird Zeit, dass Adidas handelt: Die Verwendung und Freisetzung von gefährlichen Chemikalien muss ein Ende haben!
Bitte unterstützen Sie unsere Forderung und schicken Sie eine E-Mail an Adidas-Chef Herbert Hainer mit Hilfe der Greenpeace-Unterschriftenaktion...

Update: Am Samstag und Montag (09. & 10. Juli) wird unsere Sendung um 15 Uhr noch zweimal wiederholt!
Mit Freude, Spannung und natürlich etwas Lampenfieber möchten wir euch einladen, diesen Freitag, den 8. Juli, ab 17 Uhr eure Radios in Jena auf UKW 103,4 MHz oder eure Kabelempfang-tauglichen Geräte auf 107,90 MHz zu stellen. Alternativ könnt ihr natürlich auch einfach den Livestream im Internet verfolgen, denn um eben diese Zeit läuft unsere erste Live-Sendung auf Radio OKJ!
Wir werden verschiedene aktuelle Themen beleuchten und bestimmt super Musik spielen ;-)
Also einschalten diesen Freitag (8. Juli) um 17 Uhr -> Radio OKJ!
Euer Radio-Team


"Sehr geehrte Damen & Herren,
am 29./30. Juni 2011 beschließt der Bundestag ein ganzes Paket neuer Gesetze zur Energiepolitik. Die Bundesregierung will unter anderem bis 2022 schrittweise aus der Atomkraft aussteigen und den Bau neuer Kohle- und Gaskraftwerke vorantreiben.
Greenpeace kämpft seit Jahrzehnten gegen die Atomkraft. Der jetzt vorgesehene Atomausstieg ist ein richtiger, aber viel zu langsamer Schritt. Nicht nur die Ethikkommission, auch das Umweltbundesamt und viele Experten halten einen früheren Ausstieg aus der Atomkraft für möglich. Greenpeace hat gezeigt, dass der Ausstieg bis 2015 versorgungssicher möglich ist.
Neue klimaschädliche Kohlekraftwerke sind als Brücke zur 100-prozentigen Versorgung mit Erneuerbaren Energien nicht geeignet. Stattdessen sollte auf Wind, Wasser und Sonne gesetzt werden, sowie auf Energieeinsparung, Energieeffizienz, hocheffiziente Gaskraftwerke und Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen.
Warum werden unsere Atomkraftwerke nach einem Unglück wie in Fukushima nur im Schneckentempo abgeschaltet? Warum sollen gleich wieder zahlreiche neue Kohlekraftwerke gebaut werden, die das Klimaproblem weiter verschärfen?
Wir möchten Sie als Bundestagsabgeordnete auffordern:
· dem Atomausstiegsgesetz in seiner vorliegenden Form nicht zuzustimmen - denn ein deutlich früherer Ausstieg ist möglich
· gegen den Bau neuer Kohlekraftwerke zu stimmen - denn Kohle ist der klimaschädlichste Brennstoff.
Mit freundlichen Grüßen
Greenpeace Deutschland"
Jena, den 24. Juni 2011. Diesen offenen Brief erhalten derzeit alle Bundestagsabgeordneten von den in ihrer Nähe arbeitenden Greenpeace-Gruppen. Wir haben heute folgende Abgeordnete angeschrieben:
Frau Katrin Göring-Eckardt (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
Frau Lukrezia Jochimsen (DIE LINKE.)
Frau Carola Stauche (CDU)
Frau Kersten Steinke (DIE LINKE.)
Frau Antje Tillmann (CDU)
Herr Patrick Kurth (FDP)
Herr Dr. Steffen-Claudio Lemme (SPD)
Herr Dr. Ralph Lenkert (DIE LINKE.)
Herr Dr. Peter Röhlinger (FDP)
Herr Tankred Schipanski (CDU)
Herr Dr. Carsten Schneider (SPD)
Herr Johannes Selle (CDU)
... und sind sehr gespannt auf ihre Antworten!
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Update: Und hier haben wir auch welche...
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Sehr geehrter Herr Ranft,
Herzlichen Dank für die Zusendung Ihres Offenen Briefes: Jeder Tag Atomkr aft ist einer zuviel. Zu Ihrer Information wie sich die Bundestagsfraktion DIE LINKE zu diesem Th ema positioniert unten ein Artikel aus unserem aktuellen Magazin Clara.
Mit freundlichen Grüßen,
i.A. Imke Elliesen-Kliefoth
Clara - Ausgabe 20
30.06.2011 - Benjamin Wuttke
Raus aus der Atomkraft und rein in erneuerbare Energien
Die Katastrophe im japanischen Atomkraftwerk Fukushima hat der Welt erneut
gezeigt: Atomkraftwerke sind eine tödliche Gefahr - egal ob in Japan, Deu tschland oder sonst wo auf der Welt. Trotzdem setzt die Bundesregierung elf weitere Jahre auf Atomkraft. DIE LINKE dagegen kämpft für einen deutli ch schnelleren Atomausstieg. Doch wie kann der so schnell wie möglich gel ingen? In enger Zusammenarbeit mit Umweltschutzorganisationen, darunter Gre enpeace und der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), hat die Fraktion DIE LINKE ein Programm für den unverzüglichen Atomausstieg in Deutschla nd erarbeitet. clara präsentiert die sieben wichtigsten Schritte, mit den en ein Ausstieg aus der Atomenergie innerhalb von drei Jahren möglich ist .
Der 1. Schritt - die sofortige Stilllegung von elf Atomkraftwerken
Seit Jahren schon exportiert Deutschland Strom ins Ausland, weil der Kraftw erkspark überdimensioniert ist. Ohne die Versorgungssicherheit zu gefäh rden, könnten elf der siebzehn Atomkraftwerke (AKW) in Deutschland sofort stillgelegt werden. Dass damit keinerlei Einschnitte bei der Stromversorgu ng verbunden sind, zeigen die letzten Monate: Im Mai waren aufgrund des sog enannten Atom-Moratoriums und wegen laufender Revisionen 13 von 17 AKW nich t am Netz, ohne dass dies die Energieversorgung in Deutschland gefährdet hat.
Forderung:
- Die sieben ältesten AKW und das Pannen-AKW Krümmel müssen sofort un d auf Dauer stillgelegt werden. Gleiches gilt für das wegen seiner Lage i n einem Erdbebengebiet gefährdete AKW Neckarwestheim 2 sowie die AKW Gund remmingen B und C.
Der 2. Schritt - vollständiger Atomauasstieg bis zum Ende des Jahres 2014
Die verbleibenden sechs Atomkraftwerke mit einer gesicherten Erzeugungsleis tung von maximal sieben Gigawatt können schrittweise bis Ende des Jahres
2014 abgeschaltet werden. Denn schon heute sind neue Gas- und Kohlekraftwer ke mit einer Leistung von mindestens elf Gigawatt im Bau und gehen in den k ommenden drei Jahren ans Netz. Bleiben einige fossile Kraftwerke wenige Jah re länger als geplant am Netz, bedeutet dies einen erheblichen Zuwachs an Energiekapazitäten. Zusätzlich kann durch ein neuartiges Management de r Stromverbrauch in jenen Stunden des Jahres - üblicherweise an Winterabe nden im Dezember oder Januar - geregelt werden, in denen die Stromnachfrage am größten ist. Dazu müsste eine Betriebsplanung bei Großverbrauch ern wie Kühlhäusern und Anlagen der Metallerzeugung sowie in der chemis chen Industrie erfolgen. Mit diesen Maßnahmen stünde jederzeit genüge nd Erzeugungsleistung zur Verfügung.
Forderung:
- Die übrigen Atomkraftwerke bis Ende des Jahres 2014 stilllegen: 2012 da s AKW Brokdorf und das AKW Philippsburg 2; 2013 das AKW Grohnde und das AKW Grafenrheinfeld; 2014 das AKW Isar 2 und das AKW Emsland.
Der 3. Schritt - Atomausstieg in sGrundgesetz schreiben und EURATOM abschaf fen
Die Bundesregierung muss umgehend ein Atomausstiegsgesetz vorlegen, das f ür heruntergesetzte Laufzeiten sorgt und die Stilllegung aller 17 AKW ver bindlich regelt.
Damit der Atomausstieg unumkehrbar wird, muss er im Grundgesetz festgeschri eben werden. DIE LINKE hatte schon im April einen Gesetzentwurf in den Bund estag eingebracht, der im Grundgesetz ein Verbot der Nutzung von Atomenergi e und Atomwaffen vorsieht. Da Atomkatastrophen nicht an Landesgrenzen haltm achen, muss der Atomausstieg in ganz Europa, später auch in der ganzen We lt vorangetrieben werden. Die europäischen Atombehörden müssen durch Institutionen ersetzt werden, die erneuerbare Energien fördern.
Forderungen:
- Das Verbot der Nutzung von Atomenergie und Atomwaffen im Grundgesetz verankern.
- Den Vertrag zur Europäischen Atomgemeinschaft (EURATOM-Vertrag) auflöse n.
- Einen europäischen Vertrag zur Förderung von erneuerbaren Energien un d Energieeinsparung abschließen.
Der 4. Schritt - Klimaschutz und Atomausstieg: kein Widerspruch
Ein frühzeitiger Atomausstieg wird in diesem Jahrzehnt zu einer vorüber gehenden Erhöhung der jährlichen CO2-Emissionen im Stromsektor führen . Durch einen beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien kann dieser Ansti eg aber in den Jahren nach 2020 mehr als ausgeglichen werden. Um das zu gar antieren, ist es wichtig, dass der Atomausstieg durch ein Sofortprogramm f ür die Erneuerbare-Energien-Wende begleitet wird.
Forderungen:
- Für Strom aus erneuerbaren Energien den Vorrang und eine gute Vergütu ng bei der Einspeisung ins Stromnetz beibehalten.
- Die Entwicklung und Etablierung effizienter Speichertechnologien förder n.
- Eine Offensive für mehr Energieeffizienz starten: ambitionierte, verbin dliche Standards für den Energieverbrauch stromverbrauchender Geräte un d industrieller Prozesse einführen.
- Einen Energiesparfonds (2,5 Milliarden Euro) mit speziellen Förderprogr ammen für einkommensschwache Haushalte einführen, um beispielsweise den Kauf energieeffizienter Haushaltsgeräte?zu ermöglichen.
- Einen klimagerechten Umbau des Kraftwerksparks durch ein Kohleausstiegsge setz sicherstellen.
Der 5. Schritt - Strompreise sozial abfedern, Markaufsicht wahrnehmen
Ein unverzüglicher Atomausstieg verändert die Kosten der Stromerzeugung . Die langfristig anfallenden, von der Gesellschaft insgesamt zu tragenden Kosten werden umso geringer, je schneller der Ausstieg erfolgt. Denn Atomst rom ist - wenn man die enormen Aufwendungen für Sicherheit und Entsorgung berücksichtigt - extrem teuer. Auf lange Sicht ist Strom aus regenerativ en Energien weit kostengünstiger als Atomstrom. Kurzfristig und mittelfri stig sind jedoch geringfügige Preissteigerungen zu erwarten. Diese werden nach Expertenschätzungen nicht mehr als ein Cent pro Kilowattstunde betr agen. Bezogen auf einen Vier-Personen-Haushalt mit einem jährlichen Strom verbrauch von 3500 Kilowattstunden bedeutet dies zusätzliche Kosten von u ngefähr 35 Euro im Jahr. Um einen schnellen und sozial verträglichen At omausstieg zu garantieren, ist eine wirksame Strommarktaufsicht wichtig, um die Marktmacht der vier großen Atomkonzerne RWE, E.ON, Vattenfall und En BW einzudämmen und ihre riesigen Extraprofite abzuschöpfen.
Forderungen:
- Eine wirksame und handlungsfähige staatliche Strompreisaufsicht einfü hren.
- Den Insiderhandel an Strombörsen als Straftatbestand ahnden.
- Die Brennelementesteuer zur Abschöpfung der Extraprofite aus dem Emissi onshandel erhöhen.
- Stromsperren verbieten und verbindliche Stromsozialtarife einführen.
Der 6. Schritt - Atomausstieg schafft Arbeitsplätze
Die Energiewende und ein unverzüglicher Atomausstieg werden positive Besc häftigungseffekte haben. Während bei den vier großen Energiekonzernen in den letzten Jahren zigtausende Arbeitsplätze abgebaut wurden, arbeite n heute rund 370000 Menschen im Bereich der Erneuerbare-Energien-Branche. D as ist mehr als eine Verdopplung gegenüber dem Stand des Jahres 2004. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) spricht von bis zu eine r Million zusätzlichen Jobs durch den Atomausstieg. Dieser bedeutet für die Mitarbeiter in AKW nicht Arbeitslosigkeit. Ein Großteil von ihnen wi rd in einer ersten Phase für den Rückbau der AKW gebraucht. Gleichzeiti g muss eine regionale Wirtschaftspolitik diesen Prozess begleiten, um an de n Standorten für Ersatzarbeitsplätze zu sorgen.
Forderungen:
- Mit einer regionalen Wirtschaftspolitik an den AKW-Standorten Ersatzarbei tsplätze schaffen.
- In der Branche der erneuerbaren Energien tarifliche Entlohnung und gewerk schaftliche Rechte durchsetzen.
Der 7. Schritt - Energiekonzerne entmachten und energiewende demokratisiere n
Der Atomausstieg muss gleichzeitig ein Einstieg in eine andere Energiepolit ik sein. Es wird keine sozial-ökologische Energiewende geben, solange es nicht gelingt, die vier großen Energiekonzerne zu entmachten. Die Stromve rsorgung muss demokratisiert werden. Der Wille der Bürgerinnen und Bürg er und nicht der Shareholder-Value der Aktienbesitzer von E.ON und RWE muss bei der Entscheidung über die zukünftige Energieversorgung im Vordergr und stehen. Bei Planungsverfahren für den Bau von Netzen, Speichern oder Erzeugungsanlagen müssen die Mitbestimmungsmöglichkeiten der Bevölker ung ausgeweitet werden. Schon vor Beginn der Planungsverfahren sind die B ürgerinnen und Bürger zu informieren und einzubeziehen.
Forderungen:
- Die Energienetze in die öffentliche Hand überführen, Energieversorg ung rekommunalisieren und Energiegenossenschaften fördern.
- Beiräte aus Umwelt- und Verbraucherverbänden und Gewerkschaften solle n mit verbindlichen Mitbestimmungsrechten den Energiewendeprozess auf allen Ebenen von Bund, Ländern?und Kommunen begleiten.
Benjamin Wuttke
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Am 30.06. von Katrin Göhring-Eckardt:
Sehr geehrter Herr Ranft,
vielen Dank für Ihr Schreiben vom 24.06.2011, indem sie zu einer Ablehnung des Atomausstiegsgesetzes und des Baues neuer Kohlekraftwerke auffordern.
Mit ihrer panischen Wende in der Atompolitik hat Kanzlerin Merkel den hart erkämpften rot-grünen Ausstiegskonsens aufgekündigt und damit gesellschaftspolitische Verhältnisse reaktiviert, die über Jahre als befriedet galten. Ebenso panisch ist die Bundeskanzlerin nach den erschreckenden Ereignissen in Fukushima aber nicht weniger aufgrund des breiten Protests der Umweltbewegung wenige Zeit später zurückgerudert und hat damit ein verheerendes Bild ihres Politikstils hinterlassen.
Damit verbunden ist aber noch immer keine echte Wende in der Energiepolitik der Bundesregierung, für uns Grüne und die Umweltbewegung geht die Arbeit deshalb mit voller Kraft weiter. Dies zeigen die Schwarz-Gelben Gesetzesentwürfe der begleitenden Energiegesetze, allen voran der Novelle des EEG, besonders deutlich.
Dennoch bleiben der heute beschlossene Ausstieg aus der Kernenergie bis 2022 und die sofortige Stilllegung der 7 ältesten deutschen Meiler plus des Pannenreaktors Krümmel ein Schritt in die richtige Richtung. Unsere Fraktion im Deutschen Bundestag hat deshalb der Novelle des Atomgesetzes in diesen Punkten zugestimmt. Bei der Frage nach einer erhöhten Sicherheit der bestehenden Meiler sowie dem weiteren Festhalten an einem Endlager in Gorleben bzw. der klimagerechten Ausgestaltung der zukünftigen Energieversorgung hört der viel beschworene Konsens allerdings bereits auf. Gleichwohl ist ein schnellerer Ausstieg noch immer möglich und machbar.
Unser aller Ziel sollte sein, neben der Gesellschaft endlich auch einen breiten parlamentarischen Konsens zu erzielen, der ein erneutes atompolitisches Ausscheren und eine nochmalige Wiederumkehr der Ausstiegsfrage verhindert. Mit einer parlamentarischen Mehrheit von 90% für den Atomausstieg ist dies gegeben.
Die Differenzen in Detailfragen bestehen also fort. Bei den Abstimmungen und zukünftigen Weichenstellungen im Deutschen Bundestag werde ich mich für eine echte Energiewende einsetzen. Darüber hinaus wird die Bundestagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen auch weiterhin gegen den Bau neuer Dreckschleudern auf Basis von Kohle eintreten und für die Förderung von Energieeffizienz und Einsparungen kämpfen.
Der Schwarz-Gelbe Atomaussteig macht also tatsächlich noch keine klimaverträgliche Energiewende, lassen Sie uns deshalb weiterhin gemeinsam für diese Ziele kämpfen und gegen die altbackenen Ideologien der Bundesregierung eintreten.
Herzlich grüßt,
Ihre
Katrin Göhring-Eckardt

20.05.2011 - Mit einer 24-stündigen Online-Demonstration ermöglicht Greenpeace an diesem Wochenende den Menschen in vielen Städten Deutschlands, in Berlin für eine konsequente Energiewende zu demonstrieren. Dabei werden die Botschaften, die Menschen zeitgleich in ganz Deutschland über Internet senden, in Bannersprüche virtueller Figuren verwandelt.
Die Demo ist von Freitag 15 Uhr bis Samstag 15 Uhr bei Twitter (suche nach #erneuerbar) und auf einer 24 Quadratmeter großen LED-Wand in Berlin zu sehen. So sollen die Forderungen und Botschaften an Bundeskanzlerin Angela Merkel als Hauptverantwortliche der Energiewende herangetragen werden. Bundesweit engagieren sich heute mehrere Tausend Online-Aktivisten generationsübergreifend für den Atomausstieg bis 2015 und den Kohleausstieg bis 2040.
Einfach bei Twitter eure Botschaft zur Energiewende zwitschern und das sog. Hashtag - gesprochen "Häschtäg" -> #erneuerbar <- mit in die Botschaft aufnehmen:
Anna (15), Jena: Nach Fukushima gibt es nur eins, Frau Merkel - Alle
Atomkraftwerke bis 2015 abschalten! #erneuerbar
Beate (35), Weimar: Kohle ist nicht die Zukunft - Keine neuen
Kohlekraftwerke! #erneuerbar
Christoph (55), Erfurt: 100% #erneuerbar bis 2050 – Wir können, wenn Sie
wollen Frau Merkel!
Dieter (75), Gotha: Deutschland ist #erneuerbar – Taten statt Warten!

Update 19.05.2011 - Innerhalb kurzer Zeit haben schon über 150.000 Menschen in Deutschland online oder auf Papier den Aufruf "Deutschland ist erneuerbar" unterschrieben!
14.05.2011, Jena, Neue Mitte – „Deutschland ist erneuerbar“ wissen wir alle! Am Samstag Vormittag bekräftigten über 130 Bürger in Jena mit ihrer Unterschrift diese Botschaft an Frau Merkel, die sich lange weigerte und nun lange zögert, diese Wahrheit in die Tat umzusetzen. Mit jeder Unterschrift verwandelte sich symbolisch ein Atomzeichen zu einem Windrad. Diese wurden dann um 12 Uhr im Paradiespark aufgestellt. Greenpeace hat vorgerechnet, dass Deutschland bis 2015 aus Atom- und bis 2040 aus Kohlestrom aussteigen kann, wovon die Wirtschaft in Deutschland sogar profitiert.
Fukushima hat gezeigt: Auch in einem Industrieland kann es zu einem schrecklichen Atomunfall kommen. Wir wollen dieses Risiko nicht länger tragen! Jetzt ist die historische Chance da, das Energiesystem in Deutschland komplett umzukrempeln - weg von den riskanten Großtechnologien Atom und Kohle hin zu den zukunftsträchtigen Erneuerbare Energien. Die deutschlandweit gesammelten Unterschriften und Windräder werden zu den verantwortlichen Politikern nach Berlin gebracht, bevor dort das Energiekonzept der Bundesregierung verabschiedet wird.
Greenpeace hat kürzlich in „Der Plan“ vorgerechnet, dass Deutschland ab 2050 seinen Strombedarf komplett aus Erneuerbaren Energien abdecken könnte. Die Energiewende bringt nach Greenpeace-Prognosen bis 2050 ungefähr 650.000 neue Arbeitsplätze im Bereich Erneuerbarer Energien. Darüber hinaus werden alleine bis 2030 etwa 300 Milliarden Euro an Brennstoffkosten eingespart. Da die Erneuerbaren Energien in der Regel viel dezentraler verteilt sind als große Atom- und Kohlekraftwerke, würde der Umbau Arbeitsplätze und Gewerbesteuereinnahmen breiter verteilen und so für mehr Gerechtigkeit in Deutschland sorgen. Die Energiewende kann ein neues Wirtschaftswunder in Deutschland in Gang setzen. Die eingesparten Brennstoffkosten sind ein enormer Wirtschaftsfaktor, wenn sie zukünftig den Menschen in Deutschland zur Verfügung stehen. Deutschland ist erneuerbar! Unsere Politiker müssen es nur wollen. Jetzt.

19. April 2011 - In Gedenken an die Katastrophe bei Tschernobyl vor 25 Jahren (26. April 1986), an Millionen Opfer dieses Unglücks, an die heute noch Hundertausend Kranke und auch in Gedenken an die vielen zukünftig leidend geborenen Menschen zeigten wir heute 19 Uhr im Hörsaal 3 die Dokumentation "Restrisiko Atomkraft - Mit Sicherheit unsicher?".
Zeitzeugen erinnern uns daran: In Tschernobyl, Fukishima und hunderte Kilometer davon entfernt kämpfen Menschen täglich gegen die schrecklichen Folgen unkontrollierbarer Kernkraft. Damals wie heute überdecken öberflächliche, abstrakte Standpunkte und Berechnungen zum Thema Energie buchstäblich diesen Kern des Problems.
In jedem Moment mahnen uns die Opfer von Tschernobyl, Fukushima und allen anderen Unglücksorten radioaktiver Verstrahlung und Vergiftung - diese Technologie zerstört unsere Zukunft!

Erfurt – 14.04.2011 – Einen Tag vor dem Energiegipfel in Berlin übergibt Greenpeace Jena dem Thüringer Umweltminister Jürgen Reinholz das neue Greenpeace-Energiekonzept „Der Plan - Deutschland ist erneuerbar“. Dieses bestätigt: die Stilllegung der 17 deutschen Atomkraftwerke (AKW) kann bis 2015 erfolgen, ohne dass dadurch negative Folgen für die Sicherheit der Stromversorgung, den Klimaschutz oder die Energiekosten entstehen. Wir stehen mit einem Atom-Zeichen, das zu einem dreidimensionalen Windrad gefaltet ist, vor der Thüringer Staatskanzlei in Erfurt und fordern insbesondere von Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht, sich beim Energiegipfel für einen Atomausstieg bis 2015 einzusetzen.
Wenn Regierung und Opposition morgen im Kanzleramt über den Atomausstieg diskutieren, müssen sie sich am Machbaren orientieren. Für den Betrieb eines einzigen Atommeilers über 2015 hinaus gibt es keine Rechtfertigung. Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht muss die Sicherheit der Bürger über die Interessen der AKW-Betreiber stellen und die nachhaltige Entwicklung in Thüringen vorantreiben.

Wenn die 17 deutschen Atomkraftwerke abgeschaltet werden, müssen Kraftwerkskapazitäten von 21.000 Megawatt ersetzt werden. In jahres- und kraftwerksgenauen Berechnungen legt Greenpeace dar, wie dies in jedem Jahr und zu jeder Zeit ohne Stromimporte gewährleistet werden kann. Die Basis der Berechnungen sind Zahlen aktueller Kraftwerksplanungen des Bundesverbands für Energiewirtschaft. Der zu ersetzende Strom kommt überwiegend aus Windstrom- und Solaranlagen sowie geplanten und schon im Bau befindlichen Gaskraftwerken, der Brückentechnologie für eine Energieversorgung ohne Atomkraft und Kohlekraft.
Die Berechnungen haben zudem ergeben, dass weniger Kohlekraftwerke benötigt werden als zurzeit im Bau und in Planung sind. Zusätzliche Kohlekraftwerke werden nicht gebraucht, ab 2013 kann sogar mit der Abschaltung alter, besonders klimaschädlicher Kohlekraftwerke begonnen werden.
Die sieben ältesten AKW und Krümmel können abgeschaltet bleiben, Neckarwestheim 2 kann 2011 stillgelegt werden und zwischen 2012 bis 2015 können jedes Jahr zwei weitere Reaktoren vom Netz gehen. Das letzte AKW würde 2015 abgeschaltet werden. Dies ist möglich, weil im bestehenden Kraftwerkspark Überkapazitäten bestehen und bereits 20 neue Erdgaskraftwerke und 10 Windparks auf dem Meer in Bau und Planung sind. Hier geht's zu mehr Details zum Thema ...