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Gemeinsam mit Passanten forderten Mitglieder der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern auf dem dortigen Martinsplatz den Stopp des Walfangs im Südpolarmeer und die Einrichtung eines Schutzgebietes im Südatlantik. Anlässlich der Tagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) in Santiago de Chile, die über künftige Fangquoten berät, sowie die ablehnende Haltung der dänischen Regierung gegenüber dem Schutz der Wale hatten die Bürger Gelegenheit, sich mit Protestfotos und ihrer Unterschrift für den Schutz der bedrohten Meeresriesen einsetzen und den dänischen Umweltminister zur Einrichtung eines Walschutzgebietes auffordern. Ähnliche Aktionen fanden in 29 deutschen Städten statt.

Bild "Greenpeace demonstriert gegen Walfang"

Viele Walarten sind weiterhin vom Aussterben bedroht und ihr konsequenter Schutz ist dringend notwendig. Die dänische Regierung hat sich in den vergangenen Jahren gegen ein Schutzgebiet im Südatlantik ausgesprochen und argumentiert damit, die Bevölkerungsinteressen zu vertreten. Damit isoliert sich Dänemark innerhalb der EU als Walfang-Befürworter. Europa muss für den Schutz der Wale mit einer Stimme sprechen. Bis 2001 zählte Dänemark zu den Walfang-Gegnern. Mit dem damaligen Regierungswechsel jedoch änderte sich die dänische Position in der IWC. Das Land wechselte ins Lager der Walfang-Befürworter. Dies zeigte sich auch im dänischen Bild "Greenpeace demonstriert gegen Walfang"Abstimmungsverhalten zur Ausweisung des südatlantischen Walschutzgebietes: Bei allen sechs Abstimmungen der vergangenen Jahre stimmte die dänische Delegation gegen die Ausweisung. Auf Antrag Brasiliens wird das Schutzgebiet in diesem Jahr nun erneut vorgeschlagen. Aber auch an anderer Stelle setzt sich Greenpeace für den Walschutz ein. Naturgetreue Modelle eines 26 Meter langen Blauwals, eines Orcas, einer Buckelwalmutter mit Kalb und anderer "Riesen der Meere" präsentiert die Umweltschutzorganisation gemeinsam mit dem Deutschen Meeresmuseum ab 12. Juli im neuen OZEANEUM in Stralsund. Diese weltweit einmalige Ausstellung soll die Besucher faszinieren und vom notwendigen Schutz der Meeresgiganten überzeugen. Greenpeace kämpft seit 1972 für den Schutz der Wale und gegen den kommerziellen Walfang. Auch in diesem Jahr wurden erneut Hunderte Großwale im antarktischen Schutzgebiet sinnlos abgeschlachtet. Die japanische Regierung rechtfertigt ihre Jagd mit einem Walfang zu wissenschaftlichen Zwecken. Sie ignoriert jedoch das Fangmoratorium der IWC von 1982 und missachtet das antarktische Bild "Greenpeace demonstriert gegen Walfang"Walschutzgebiet. Dabei kann sie sich der Unterstützung Dänemarks sicher sein. Wale sind auch ohne die Jagd bedroht: Die Überfischung der Meere entzieht ihnen die Nahrungsgrundlage und sie sterben zu Hunderttausenden in Fischernetzen als sinnloser Beifang. Industrieller und militärischer Lärm verwirrt und schwächt sie. Umweltgifte reichern sich in ihren Körpern - vor allem in der dicken Fettschicht ­ an, da sie am Ende der Nahrungskette stehen. Das hat Einfluß auf ihr Immunsystem und die Fortpflanzungsfähigkeit. Nicht zuletzt wird ihr Lebensraum durch den zunehmenden Klimawandel stark verändert.

Greenpeace fordert :

  • Dänemark muss einem Schutzgebiet für Wale im Südpolarmeer zustimmen.
  • Die Walschutznationen müssen enger zusammenarbeiten. Das Moratorium muss fortgesetzt und gefestigt werden.
  • Walfang zu "wissenschaftlichen" wie auch zu kommerziellen Zwecken muss beendet werden.
  • Die IWC muss sich neben dem Walfang auch für andere Bedrohungen für die Wale öffnen (Beifang, Lärm, Lebensraumverlust, Schadstoffbelastung etc.) und entsprechende Schutzmaßnahmen ergreifen.
  • Die Meere brauchen dringend Erholung: Mindestens 40 Prozent der Ozeane müssen unter Schutz gestellt werden.

Stand: 31. Mai 2008