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Weiterer Atom-Skandal in Cattenom Seit Oktober 1999 wurde im Kühlkreislauf des Reaktorblocks 3 erhöhte Radioaktivität festgestellt. Seit Juni 2000 hat sich diese Aktivität stetig erhöht. Die Sicherheitsbehörden wurden erst ein Jahr später informiert. Trotz Warnung der Sichrheitsbehörden wurde der Reaktor vom Betreiber nicht abgeschaltet. Ein weiteres halbes Jahr später wurden 28 Brennelemente mit insgesamt 92 zum Teil stark beschädigten Brennstäben (bis zu 18 pro Brennelement!) aufgefunden. Die Risse und Brüche sind für die radioaktive Verseuchung des Primärkreislaufes im Reaktor 3 verantwortlich. Bis zum heutigen Tag ist die Ursache dieser Schäden an den Brennstäben ungeklärt. Auch eine Risikoanalyse der Atomaufsicht liegt bislang nicht vor. Die Schäden haben eindeutig zu einer erhöhten Abgabe an Radioaktivität an die Umwelt geführt. Im März 2001 informierte der Betreiber die Aufsichtsbehörde außerdem über einen generellen Konzeptionsfehler, der gleichzeitig 12 Reaktoren, darunter die 4 in Cattenom, betraf. Der Notkühlkreislauf war seit der Inbetriebnahme dieser Reaktoren defekt, so daß die Kühlung des Reaktorkerns im Falle eines Lecks im Primärkreislauf nicht garantiert war. Dieses Problem wurde nur provisorisch behoben. Dieses ist der erste in Stufe 2 auf der INES-Skala eingeordnete Zwischenfall in Frankreich im Jahre 2001. Cattenom bedroht das Leben und die Gesundheit aller Menschen in der Region! Daher fordern wir die sofortige Stillegung der Reaktoren!
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