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Milch - Subventioniertes Elend

Grafik: Milch - Subventioniertes Elend1.

Legende zur Grafik1. Die Massentierhaltung wird von der EU subventioniert - der Bau von Hightech-Ställen etwa mit bis zu 60 Prozent. Viele Milchkühe sehen im ganzen Leben keine Weide.

2. Viele Kälber kommen nur aus einem Grund zur Welt: Damit die Kuh Milch gibt, muss sie kalben - möglichst früh.

3. Damit der Fleischberg nicht wächst, zahlt die EU Prämien dafür, dass die Kälber bald nach der Geburt geschlachtet werden.

4. Die Lagerung, Subventionen für Exporte und die Vernichtung von Überschüssen verschlingen Milliarden Euro.

5. Das Fleisch an der Supermarkttheke ist nur scheinbar billig: Denn über die Steuern finanziert jeder Käufer den Wahnsinn mit.

6. Turbokühe geben bis zu 9000 l Milch pro Jahr. Einseitige Zucht und ungesunde Haltung machen sie krank - nach maximal fünf Jahren werden sie geschlachtet.

7. Trotz Milchquote für jeden Bauern wird in Europa 20 Prozent zuviel Milch produziert.

8. Den Überschuss, den die Bauern nicht gleich in den Gully kippen, drückt die EU mit Subventions-Milliarden auf den Weltmarkt.

9. Würden alle indirekten Kosten eingerechnet, hätte Industrie-Milch fast den gleichen Preis wie Öko-Milch.

10. Mit 500 DM pro Kopf im Jahr finanziert Deutschland das kranke EU-Agrarsystem.

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Stand: Juni 2001