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Greenpeace: "Atommüll-Tourismus sofort beenden!" Protest gegen erneuten Castor-Transport über die Bahnlinie Kaiserslautern - Saarbrücken (Fotos)

Kaiserslautern, 20.02.2002 - In Kaiserslautern protestierten am frühen Mittwochabend Greenpeace-Aktivisten gegen die erneute Verschiebung von hochstrahlendem Atommüll in die Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield (England). Am Hauptbahnhof erwarteten sie den Atomzug mit einem Banner und der Aufschrift "Stoppt Wiederaufarbeitung von Atommüll - Jetzt!". Die Umweltschützer informierten Passanten und Bahnreisende über die Gefahren der brisanten Fracht und forderten einen sofortigen Stopp der Atomtransporte und der Wiederaufarbeitung des Atommülls.

"Die schmale, zweigleisige Trasse wird ständig von Personenzügen befahren, die mit sehr geringem Abstand an den strahlenden Castoren vorbeirollen. Ein Unfall oder ein Bergrutsch, wie er vor einigen Jahren auf der Transportroute nahe Kaiserslautern stattgefunden hat, könnte katastrophale Folgen haben - nicht nur für Bahnreisende und Begleitpersonal, sondern für die Menschen in der gesamten Umgebung!", sagt Astrid Schmid, Atom-Ansprechpartnerin der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern.

Künftig soll jeder zweite Transport abgebrannter atomarer Brennelemente in die Wiederaufarbeitungsanlagen Sellafield und La Hague über die Bahnlinie Kaiserslautern - Saarbrücken geleitet werden. Bei einem schweren Unfall ist weder die Sicherheit der Transportbehälter gewährleistet, noch können die Menschen, die im Umkreis der Transportroute wohnen, vor radioaktiver Strahlung geschützt werden. Dennoch rollen die Atomzüge weiter durch dicht besiedeltes Gebiet und nicht einmal die Katastrophenschutzbehörden der Städte und Gemeinden entlang der Strecke werden von der Durchfahrt der gefährlichen Fracht informiert. Auch die aufgetretenen Sicherheitsmängel der Atommüllbehälter, die 1998 zu einem Stopp dieser Transporte führten, konnten bis heute nicht beseitigt werden.

Der so genannte Atomkonsens sieht vor, dass die Transporte in die Wiederaufarbeitungsanlagen La Hague und Sellafield noch bis zum 1. Juli 2005 durchgeführt werden dürfen. Bis dahin will die Atomindustrie insgesamt rund 2.000 Tonnen hochradioaktiven Atommüll ins Ausland bringen. Bei der Wiederaufarbeitung entsteht ein Vielfaches der Atommüllmenge, die wieder zurückgenommen werden muss. Sämtliche radioaktiven Abfälle, die bis zum 1. Juli 2005 nach Frankreich und England transportiert sind, dürfen auch danach noch aufgearbeitet werden.

Studien belegen, dass das Blutkrebsrisiko um die Wiederaufarbeitungsanlagen La Hague und Sellafield um ein Vielfaches höher liegt als im Landesdurchschnitt. Ergebnisse von Biomedizinern des AEA-Technology-Institutes in Harwell haben eine Plutonium-Kontamination in Kinderzähnen von bis zu 7 mBq/kg ergeben, die nach Angaben dieses Instituts auf die Emissionen der Atomanlage in Sellafield zurückzuführen sind.

"Die Wiederaufarbeitung steht damit auch in krassem Widerspruch zu der nach deutschem Recht zwingend vorgeschriebenen 'schadlosen Verwertung' des Atommülls. Der Atommülltourismus und die Wiederaufarbeitung selbst müssen daher sofort beendet werden!", so Schmid.

Ein von Greenpeace veröffentlichtes Rechtsgutachten kommt zu dem Schluss, dass den deutschen Stromkonzernen bei einem gesetzlichen Sofortverbot der Wiederaufarbeitung keine Schadensersatzansprüche drohen. Zu den Atomtransporten gibt es nur eine sinnvolle Alternative: Die abgebrannten Brennelemente müssen in den Abklingbecken der Kraftwerke verbleiben. Wenn diese Lager voll sind, müssen die Reaktoren abgeschaltet werden.

Aber auch jeder Bürger kann zu einem schnellen Atomausstieg beitragen, indem er umweltfreundlichen Strom von einem seriösen Ökostrom-Anbieter bezieht. Nähere Informationen sind bei der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern erhältlich unter Tel. 0170 / 67 38 634. Hier können auch kostenlose Unterschriftenlisten für eine Resolution im Kaiserslauterner Stadtrat zum Stopp der Atomtransporte angefordert werden.

Greenpeace: Keine Drehscheibe für Atommüllverschiebung in Kaiserslautern und im Saarland!

Kaiserslautern, 11.02.2002 - Die Städte Kaiserslautern und Saarbrücken sollen wieder zur Drehscheibe für die Verschiebung von hochstrahlendem Atommüll ins Ausland werden. Aktuellen Informationen zufolge soll jeder zweite Transport abgebrannter atomarer Brennelemente in die Wiederaufarbeitungsanlagen Sellafield und La Hague über die Bahnlinie Kaiserslautern - Saarbrücken geleitet werden. Demnach könnte schon der nächste, für den 20. Februar geplante Transport, wieder über diese Route rollen. Bei einem schweren Unfall ist weder die Sicherheit der Transportbehälter gewährleistet, noch können die Menschen, die im Umkreis der Transportroute wohnen, vor radioaktiver Strahlung geschützt werden. Nicht einmal die Katastrophenschutzbehörden der Städte und Gemeinden entlang der Strecke werden von der Durchfahrt der hochbrisanten Fracht informiert.

"Diese Transporte sind überflüssig, gefährlich und dienen nur dem Weiterbetrieb der Atomkraftwerke! Die schmale, zweigleisige Trasse wird ständig von Personenzügen befahren, die mit sehr geringem Abstand an den strahlenden Castoren vorbeirollen. Ein Unfall, wie er im Jahre 1997 bei Apach geschehen ist oder ein Bergrutsch, wie er vor einigen Jahren auf der Transportroute nahe Kaiserslautern stattgefunden hat, könnte katastrophale Folgen haben - nicht nur für Bahnreisende und Begleitpersonal, sondern für die Menschen in der gesamten Umgebung!", sagt Astrid Schmid, Atom-Ansprechpartnerin der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern.

Im Jahre 1998 sind die Atomtransporte wegen aufgetretener Sicherheitsmängel gestoppt worden. Dennoch sind die Castoren auch nach Aufhebung des Transportstopps bis heute nicht sicherer geworden. Die Transportstrecken führen durch dicht besiedeltes Gebiet und Wohnhäuser stehen nur wenige Meter von den Gleisen entfernt, über die die Atomzüge rollen.

Der so genannte Atomkonsens sieht vor, dass die Transporte in die Wiederaufarbeitungsanlagen La Hague und Sellafield noch bis zum 1. Juli 2005 durchgeführt werden dürfen. Bis dahin will die Atomindustrie insgesamt rund 2.000 Tonnen hochradioaktiven Atommüll ins Ausland bringen. Bei der Wiederaufarbeitung entsteht ein Vielfaches der Atommüllmenge, die wieder zurückgenommen werden muss. Sämtliche radioaktiven Abfälle, die bis zum 1. Juli 2005 nach Frankreich und England transportiert sind, dürfen auch danach noch aufgearbeitet werden. Vor diesem Hintergrund ist auch der Vorschlag der saarländischen Landesregierung, die Transporte über den Seeweg durchzuführen, kurzsichtig und nicht akzeptabel.

"Zudem fordert unser Recht eine 'schadlose Verwertung' des Atommülls. Aber in den Skandalanlagen in La Hague und Sellafield werden die radioaktiven Grenzwerte nach deutschem Recht um ein Vielfaches überschritten. Es ist nicht fünf vor, sondern schon fünf nach zwölf und es gibt nur eine Alternative: Abschalten der Atommeiler! Die Atomkraft ist ein Auslaufmodell. Wir fordern die Stromkonzerne auf, endlich zu handeln und die Verschiebung des Atommülls wie auch die Wiederaufarbeitung in Sellafield und La Hague sofort zu stoppen!", so Schmid.

Ein von Greenpeace veröffentlichtes Rechtsgutachten kommt zu dem Schluss, dass den deutschen Stromkonzernen bei einem gesetzlichen Sofortverbot der Wiederaufarbeitung keine Schadensersatzansprüche drohen. Auch sind bei sofortiger Abschaltung von Atomkraftwerken keinerlei Energieengpässe zu befürchten. Zu den Atomtransporten gibt es nur eine sinnvolle Alternative: Die abgebrannten Brennelemente müssen in den Abklingbecken der Kraftwerke verbleiben. Wenn diese Lager voll sind, müssen die Reaktoren abgeschaltet werden.

Aber auch jeder Bürger kann zu einem schnellen Atomausstieg beitragen, indem er umweltfreundlichen Strom von einem seriösen Ökostrom-Anbieter bezieht. Nähere Informationen sind bei der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern erhältlich unter Tel. 0170 / 67 38 634. Hier können auch kostenlose Unterschriftenlisten für eine Resolution im Kaiserslauterner Stadtrat zum Stopp der Atomtransporte angefordert werden.

Greenpeace: "Atomkraft auf den Schrottplatz der Geschichte!" Protest gegen erneuten Castor-Transport

Kaiserslautern, 22.01.2002 - Die Umweltschutzorganisation Greenpeace protestiert gegen den unmittelbar bevorstehenden Atommülltransport über die Bahnlinie Mannheim - Kaiserslautern - Saarbrücken nach La Hague. Aktivisten entrollten am Abend vor dem Kaiserslauterer Hauptbahnhof ein Banner mit der Aufschrift "STOPPT WIEDERAUFARBEITUNG VON ATOMMÜLL ­ JETZT!". Passanten und Bahnreisende wurden über die Gefahren der Atomenergie, der Wiederaufarbeitung von Atommüll und der Atomtransporte informiert. Bei einem schweren Unfall kann weder die Sicherheit der Transportbehälter gewährleistet werden, noch können die Menschen, die im Umkreis der Transportroute wohnen, vor radioaktiver Strahlung geschützt werden. In Kaiserslautern werden die Katastrophenschutzbehörden nicht einmal über die Durchfahrt der Atomzüge unterrichtet.

"Vor diesem Hintergrund ist der Weiterbetrieb der Atomkraftwerke verantwortungslos. Wir fordern die Atomstromversorger auf, die völlig unsinnigen und gefährlichen Castor-Transporte sofort zu stoppen. Sie gefährden nicht nur die Menschen entlang der Transportrouten, sondern auch Polizei und Zugbegleitpersonal, die einer zu hohen Strahlenbelastung ausgesetzt werden", sagt Astrid Schmid, Atom-Ansprechpartnerin der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern.

Der so genannte Atomkonsens sieht vor, dass die Transporte in die Wiederaufarbeitungsanlagen La Hague und Sellafield noch bis zum 1. Juli 2005 durchgeführt werden dürfen. Bis dahin will die Atomindustrie insgesamt rund 2.000 Tonnen hochradioaktiven Atommüll ins Ausland bringen. Bei der Wiederaufarbeitung entsteht ein Vielfaches der Atommüllmenge, die wieder zurückgenommen werden muss. Sämtliche radioaktiven Abfälle, die bis zum 1. Juli 2005 nach Frankreich und England transportiert sind, dürfen auch danach noch aufgearbeitet werden. Vor diesem Hintergrund ist auch der Vorschlag der saarländischen Landesregierung, die Transporte über den Seeweg durchzuführen, kurzsichtig und nicht akzeptabel.

"Zudem fordert unser Recht eine 'schadlose Verwertung' des Atommülls. Aber in den Skandalanlagen in La Hague und Sellafield werden die radioaktiven Grenzwerte nach deutschem Recht um ein Vielfaches überschritten. Es ist nicht fünf vor, sondern schon fünf nach zwölf: Die Atomkraft gehört endgültig auf den Schrottplatz der Geschichte", so Schmid.

Ein von Greenpeace veröffentlichtes Rechtsgutachten kommt zu dem Schluss, dass den deutschen Stromkonzernen bei einem gesetzlichen Sofortverbot der Wiederaufarbeitung keine Schadensersatzansprüche drohen. Die Umweltschutzorganisation fordert daher den sofortigen Stopp aller Atomtransporte und den sofortigen Stopp der Wiederaufarbeitung. Zu den Atomtransporten gibt es nur eine sinnvolle Alternative: Die abgebrannten Brennelemente müssen in den Abklingbecken der Kraftwerke verbleiben. Wenn diese Lager voll sind, müssen die Reaktoren abgeschaltet werden.

Kostenlose Unterschriftenlisten für eine Resolution im Kaiserslauterner Stadtrat zum Stopp der Transporte können unter Tel. 0170/67 38 634 angefordert werden.

Rettet die letzten Urwälder der Erde! Greenpeace-Ausstellung und Info-Veranstaltung in Kaiserslautern (Fotos)

Kaiserslautern, 01.01.2002 - Unter dem Titel "Die phantastischen Sieben" veranstaltet die Umweltschutzorganisation Greenpeace in Kaiserslautern eine Ausstellung zum Schutz der letzten Urwälder dieser Erde. Alle interessierten Bürger sind herzlich eingeladen, diese Ausstellung zwischen dem 7. und 23. Januar 2002 in der "Alten Eintracht", Unionstr. 2 zu besuchen. Sie ist werktags zwischen 8 und 16 Uhr geöffnet, der Eintritt ist kostenlos. Am Samstag, den 05.01.2001 können sich die Bürger ab 11 Uhr in der Kaiserslauterer Fußgängerzone (gegenüber Peek & Cloppenburg) zudem an einem Infostand über die Hintergründe der Ausstellung informieren.

Seit Jahrzehnten fällt alle zwei Sekunden ein Gebiet von der Größe eines Fußballfeldes Motorsägen, Baggern oder Brandrodungen zum Opfer. Von einstmals 63 Millionen Quadratkilometern unberührten Urwaldes auf unserem Globus existieren heute nur noch sieben große, zusammenhängende Gebiete. Diese müssen dringend unter Schutz gestellt werden, wollen die Menschen die Erde nicht vollends aus dem Gleichgewicht bringen. Denn die Bäume regulieren das Klima, filtern Luft, reinigen Wasser und verhindern Erosion. Mit dem Abholzen der Urwälder verschwinden unzählige Pflanzen- und Tierarten für immer von der Erde. Ureinwohner verlieren ihren Lebensraum, allein in Brasilien wurden bereits 87 Völker ausgelöscht. Deutschland importiert jährlich Urwaldholz im Wert von zwei Milliarden Mark. Mahagoni-Holz wird auch hier zu Fenstern verarbeitet. Greenpeace fordert die Bundesregierung auf, die Häfen für Mahagoni zu schließen.

"Wer solche Hölzer kauft, macht sich mitschuldig an der Zerstörung der letzten intakten Urwälder der Erde", sagt Greenpeace-Sprecherin Astrid Schmid in Kaiserslautern. "Nur Holz mit dem Ökosiegel FSC garantiert, dass die letzten Schatzkammern der Artenvielfalt erhalten bleiben."

Im Oktober 2001 veröffentlichte Greenpeace die deutsche Version des Reports "Die Mahagoni-Mafia" über die rasante Vernichtung südamerikanischer Edelhölzer, der in Monate langen Recherchen erstellt wurde. Mahagoni ist vom Aussterben bedroht und wird in Pará meist illegal abgeholzt. Damit beginnt eine ganze Kette von Verbrechen. Die Bäume werden häufig in Indianergebieten geschlagen, obwohl das streng verboten ist. Behörden und Gerichte werden bestochen, Papiere gefälscht. Ein häufig praktizierter Trick: Erst nennen die illegalen Holzfäller den Behörden maßlos überhöhte Bestandsdichten von Mahagoni in ihren Konzessionsgebieten. Dann waschen sie ihr illegal, zum Beispiel in Indianergebieten gefälltes Mahagoni rein, indem sie behaupten, es stamme aus ihren eigenen Einschlagsgebieten.

Da es Mahagoni-Bäume von erstklassiger Qualität nur in unberührten Urwaldregionen gibt, sind die Plünderer dort besonders aktiv und schlagen Schneisen. Der Weg zur Vernichtung riesiger Urwaldflächen durch andere Holzfäller und Plünderer ist damit frei.

"Du darfst": Putendoping stoppen! Greenpeace-Protest gegen Massentierhaltung für "Du darfst"-Produkte

Kaiserslautern, 23.11.2001 ­ Unter dem Motto "Du darfst: Putendoping stoppen!" wirbt Greenpeace in Kaiserslautern für eine naturnahe und gentechnikfreie Landwirtschaft. Am Samstag, den 24.11.2001, können sich Passanten ab 11 Uhr in der Fußgängerzone (Fackelstraße) über dieses Thema informieren. Anlass ist die Massentierhaltung bei der Firma Heidemark ('Du darfst') und die verfehlte Agrarpolitik der EU, in der Massentierhaltung und Massentötungen mit hohen Subventionen aus deutschen Steuergeldern bezahlt werden.

"Puten der Firma Heidemark werden mit Antibiotika vollgepumpt, damit sie die unvorstellbaren Zustände in den Ställen überstehen", sagt die Greenpeace-Sprecherin Astrid Schmid in Kaiserslautern. Heidemark ist Lieferant des Nahrungsmittelkonzerns Unilever, der das Putenfleisch für die Marke 'Du darfst' verwendet.

Greenpeace entdeckte in den vergangenen Wochen Ställe bei Garrel (Niedersachsen), Westerstede und Wieglitz, aus denen Heidemark seine Puten bezieht und in denen katastrophale Zustände herrschen. Die Tiere gehören zu einer weit verbreiteten Puten-Rasse mit dem Namen "Big 6", deren Muskeln so stark wachsen, dass sich die schwachen Gelenke und Knochen entzünden.

"Die scheinbar so saubere Marke 'Du darfst' steht für Medikamenten-Einsatz und miserable Tierhaltung. Dafür ist nicht nur die Firma Heidemark, sondern auch ihr Großkunde Unilever verantwortlich. Wenn Verbraucher wüssten, wie die "Du darfst"-Puten gehalten werden, würden sie keine Putenwurst mehr essen. Wir fordern Unilever erneut auf, sofort auf Fleisch aus Massentierhaltung zu verzichten", so Schmid.

Die Massentierhaltung führt durch die Überbelegung der Anlagen, schlechte Luft und feuchtes Stroh zu Krankheiten. Die Folge ist ein massiver Einsatz von Antibiotika, damit die Tiere überhaupt bis zur Schlachtung überleben. Dies bewirkt, dass Bakterien mit der Zeit wiederstandsfähig gegen diese Antibiotika werden. Die resistenten Bakterien können beim Fleischverzehr auf den Menschen übertragen werden. Lungenentzündungen oder Salmonellenerkrankungen können so tödlich enden, wenn lebensrettende Antibiotika dann nicht mehr wirken.

Tierärztliche Dokumente, die Greenpeace vorliegen, belegen, dass Vertragstierärzte von Heidemark die Puten-Mäster mit Antibiotika für die Tiere belieferten. Diese Unterlagen sowie Untersuchungen des Tränkewassers zeigen, dass die Puten innerhalb mehrerer Wochen verschiedene Antibiotika verabreicht bekamen. Außerdem liegt Greenpeace Foto- und Filmmaterial vor, das belegt, wie die verschmutzten Tiere auf engstem Raum gehalten wurden.

Greenpeace fordert eine naturnahe, pestizid- und gentechnikfreie Landwirtschaft mit nutztiergerechter Viehhaltung sowie eine eindeutige Information der Verbraucher über Produktion und Inhaltsstoffe der Lebensmittel.

Greenpeace-Protest gegen unmittelbar bevorstehenden Castor-Transport

Kaiserslautern, 28.08.2001 - Die Umwweltschutzorganisation Greenpeace protestierte am Abend gegen den unmittelbar bevorstehenden Castor-Transport nach La Hague. Auf einem Banner mit der Aufschrift "Stoppt Wiederaufarbeitung von Atommüll - JETZT!" warnten die Umweltschützer am Kaiserslauterner Hauptbahnhof Passanten und Bahnreisende vor den unkalkulierbaren Gefahren durch die Verschiebung von Atommüll quer durch Europa. Recherchen der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern haben ergeben, dass in Kaiserslautern wie auch in Saarbrücken keine besonderen Maßnahmen getroffen werden können, um die Bevölkerung im Falle eines atomaren Unfalls vor einer Verstrahlung zu bewahren. Der für den Mittwochmorgen erwartete Transport soll erstmals seit Aufhebung des 1998 verhängten Transportstopps wieder über die Bahnlinie Mannheim-Kaiserslautern-Saarbrücken zur Wiederaufarbeitungsanlage La Hague rollen.

"Damit wird in verantwortungsloser Weise die Gesundheit und das Leben der Bevölkerung auf's Spiel gesetzt. Wir fordern den Atomkonzern RWE auf, den völlig unsinnigen und gefährlichen Castor-Transport noch in letzter Minute abzusagen", sagt Astrid Schmid, Atom-Ansprechpartnerin der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern.

Die Bahnlinie Mannheim - Saarbrücken gilt als eine der Hauptrouten nach La Hague und Sellafield. Nach Auskunft des Rechtsamtes werden in Kaiserslautern die zuständigen Behörden noch nicht einmal von der Durchfahrt der Atomzüge informiert.

Der so genannte Atomkonsens sieht vor, die Transporte in die dortigen Wiederaufarbeitungsanlagen ab dem 1. Juli 2005 zu stoppen. Bis dahin will die Atomindustrie insgesamt rund 2.000 Tonnen hochradioaktiven Atommüll ins Ausland bringen. Bei der Wiederaufarbeitung entsteht ein Vielfaches der Atommüllmenge, die wieder zurückgenommen werden muss. Sämtliche radioaktiven Abfälle, die bis zum 1. Juli 2005 nach Frankreich und England transportiert sind, dürfen auch danach noch aufgearbeitet werden. Vor diesem Hintergrund ist auch der Vorschlag der saarländischen Landesregierung, die Transporte über den Seeweg durchzuführen, kurzsichtig und nicht akzeptabel.

"Selbst ohne einen Unfall werden Zugpersonal und Polizisten, die die Züge begleiten müssen, einer unverantwortlichen Strahlenbelastung ausgesetzt. Zudem fordert unser Recht eine 'schadlose Verwertung' des Atommülls. Aber in den Skandalanlagen in La Hague und Sellafield werden die radioaktiven Grenzwerte nach deutschem Recht um ein Vielfaches überschritten. Es ist nicht fünf vor, sondern schon fünf nach zwölf: Diese Transporte müssen sofort gestoppt werden!", so Schmid.

Ein von Greenpeace veröffentlichtes Rechtsgutachten kommt zu dem Schluss, dass den deutschen Stromkonzernen bei einem gesetzlichen Sofortverbot der Wiederaufarbeitung keine Schadensersatzansprüche drohen. Die Umweltschutzorganisation fordert daher den sofortigen Stopp aller Atomtransporte und den sofortigen Stopp der Wiederaufarbeitung. Zu den Atomtransporten gibt es nur eine sinnvolle Alternative: Die abgebrannten Brennelemente müssen in den Kraftwerken verbleiben, bis diese abgeschaltet sind. Erst wenn genau feststeht, wie viel hochstrahlender Müll angefallen ist, muss ein möglichst sicheres Endlager gefunden werden.

Kostenlose Unterschriftenlisten für eine Resolution im Kaiserslauterner Stadtrat zum Stopp der Transporte können unter Tel. 0170/67 38 634 angefordert werden.