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Pressemitteilungen und Aktionsfotos Greenpeace: Deutsche Bahn muss Gefährdung durch Castor-Transporte sofort stoppen! Weiterer Atommülltransport für übernächste Woche geplant Kaiserslautern, 05.05.2002 Die Umweltschutzorganisation Greenpeace protestiert gegen die erneute, unnötige und gefährliche Atommüllverschiebung ins Ausland. Für den 16. Mai wird ein weiterer Transport von hochradioaktiven abgebrannten Brennelementen aus deutschen Atomkraftwerken in Frankreich erwartet. In Zügen informieren Mitglieder der Umweltschutzorganisation Bahnreisende und weisen auf die Gefahren durch Atomtransporte und der atomaren Verseuchung ganzer Landstriche und des Meeres um die Wiederaufarbeitungsanlagen hin. Greenpeace fordert von der Deutschen Bahn, diese Transporte sofort zu stoppen. Die Atomzüge rasen weiterhin ohne Warnung im Zentimeterabstand an ahnungslosen Reisenden vorbei. Bei einem schweren Unfall ist die Sicherheit der Transportbehälter nicht gewährleistet. Erst vor zwei Wochen ist ein Atomzug mit 4 Castorbehältern über die Bahnlinie Kaiserslautern - Saarbrücken in die Wiederaufarbeitungsanlagen Sellafield und La Hague verschoben worden. Alle Brennelemente, die bis zum 1. Juni 2005 zur Wiederaufarbeitung verbracht sind, dürfen auch danach noch ungestört aufgearbeitet werden. "Jeder Castor-Transport ist einer zuviel! Wir dürfen eine weitere Gefährdung von Menschen durch die sinnlose Verschiebung des Atommülls nicht hinnehmen! Die Wiederaufarbeitung muss unverzüglich gestoppt werden, denn sie ist illegal! Strände, an denen Kinder spielen, sind radioaktiv verseucht und in den Wiederaufarbeitungsanlagen gibt es ständig Skandale", sagt Astrid Schmid, Atom-Ansprechpartnerin bei der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern. Die Wiederaufarbeitung des Atommülls bedeutet eine Vervielfachung der Atommüllmenge und steht in krassem Widerspruch zu der nach deutschem Recht vorgeschriebenen 'schadlosen Verwertung'. SPD und Bündnis 90/Die Grünen hatten in mehreren Gutachten nachgewiesen, dass die Wiederaufarbeitung ein Verstoß gegen das deutsche Atomgesetz ist. Entgegen der Koalitionsvereinbarung im Oktober 1998 und den bis Mitte Januar 1999 geführten Verhandlungen, die einen Ausstieg aus der Wiederaufarbeitung ab dem Jahr 2000 vorsahen, hat Bundeskanzler Gerhard Schröder dem Druck der Energieversorger nachgegeben und das Festhalten an der Wiederaufarbeitung entschieden. Bereits im Jahre 1997 wurden Meerestier-, Sediment- und Abwasserproben von Greenpeace-Tauchern in unmittelbarer Nähe der Abwasser-Pipeline in La Hague, teilweise unter Aufsicht eines vereidigten Sachverständigen, entnommen. Die Proben wurden von zwei unabhängigen Labors analysiert. Nach den Analysen sind die inneren Ablagerungen der Pipeline so hoch verstrahlt, dass sie nach dem derzeitigen deutschen Recht in Zement verpackt und tiefengeologisch endgelagert werden müssten. Proben von Meeressediment und Rohrablagerungen enthielten derart viel Plutonium, dass diese Proben nach deutschem Recht als kernbrennstoffhaltig einzustufen sind. Auch Proben von Krebsen zeigen, dass die Meeresverseuchung bei La Hague Ausmaße angenommen hat, die mit Kontaminationen nach nuklearen Großunfällen vergleichbar sind. Zu den Atomtransporten gibt es nur eine sinnvolle Alternative: Die abgebrannten Brennelemente müssen in den Abklingbecken der Kraftwerke verbleiben. Wenn diese Lager voll sind, müssen die Reaktoren abgeschaltet werden. Kostenlose Unterschriftenlisten für eine Resolution im Kaiserslauterner Stadtrat zum Stopp der Transporte können unter Tel. 0170 / 67 38 634 angefordert werden. Deutsche Bahn gefährdet Reisende durch Castor-Transporte - Atomzüge rollen ohne Warnung im Zentimeterabstand an Reisenden vorbei (Fotos) Kaiserslautern, 22.04.2002 Am Nachmittag protestierten Greenpeace-Aktivisten mehrere Stunden lang am Kaiserslauterer Hauptbahnhof gegen die unnötige und gefährliche Atommüllverschiebung ins Ausland. Unter dem Motto "Rote Karte für den Castor" erwarteten sie den Transport, bestehend aus 4 Castor-Behältern aus den Atomkraftwerken Unterweser und Mülheim-Kärlich mit Bestimmungsort Sellafield und La Hague. Die Umweltschützer informierten ahnungslose Bahnreisende und wiesen auf die Gefahren durch Atomtransporte und der Wiederaufarbeitung des Atommülls hin. Die Züge rasen ohne Warnung im Zentimeterabstand an wartenden Reisenden vorbei. Nicht einmal die Katstrophenschutzbehörden werden von der Durchfahrt der strahlenden Fracht informiert. Bei einem schweren Unfall ist weder die Sicherheit der Transportbehälter gewährleistet, noch sind die aufgetretenen Sicherheitsmängel, die 1998 zu einem Stopp dieser Transporte führten, beseitigt worden. Seit Ende des Jahres 2001 rollen wieder regelmäßig Züge mit hochstrahlendem Atommüll aus deutschen Atomkraftwerken über die Bahnlinie Kaiserslautern - Saarbrücken in die Wiederaufarbeitungsanlagen Sellafield und La Hague. "Das Maß ist voll! Wir dürfen eine weitere Gefährdung von Menschen durch die sinnlose Verschiebung des Atommülls nicht weiter hinnehmen! Die Wiederaufarbeitung des Atommülls muss unverzüglich gestoppt werden, denn sie bedeutet eine Vervielfachung der Atommüllmenge und steht in krassem Widerspruch zu der nach deutschem Recht vorgeschriebenen 'schadlosen Verwertung'. Strände, an denen Kinder spielen, sind radioaktiv verseucht und in den Wiederaufarbeitungsanlagen gibt es ständig Skandale", sagt Astrid Schmid, Atom-Ansprechpartnerin bei der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern. Die britische Atomaufsichtsbehörde Nuclear Installations Inspectorate veröffentlichte einen vernichtenden Untersuchungsbericht zu den Zuständen in Sellafield. Hier sind Daten in der Qualitätssicherung jahrelang gefälscht worden und teils Brennelemente ohne Sicherheits-Check nach Deutschland, Japan und in die Schweiz geliefert worden. Der von den Lieferungen betroffene Atomkonzern PreussenElektra (heute E.ON) bestätigte zunächst, dass ihm die Manipulationen bereits seit Herbst 1999 bekannt gewesen seien. Dennoch benutzte E.ON die betroffenen Brennelemente weiter, angeblich mit Erlaubnis des niedersächsischen Umweltministeriums. Erst, als Greenpeace die Fälschungen öffentlich machte, nahm E.ON die Brennelemente aus dem Reaktorkern. Zu den Atomtransporten gibt es nur eine sinnvolle Alternative: Die abgebrannten Brennelemente müssen in den Abklingbecken der Kraftwerke verbleiben. Wenn diese Lager voll sind, müssen die Reaktoren abgeschaltet werden. Kostenlose Unterschriftenlisten für eine Resolution im Kaiserslauterner Stadtrat zum Stopp der Transporte können unter Tel. 0170 / 67 38 634 angefordert werden. "Taten statt warten JETZT" Greenpeace am 6. und 7. April auf der Pfälzer Landausstellung (Fotos) Kaiserslautern, 30.03.2002 - Unter dem Motto "Taten statt warten - Jetzt!" veranstaltet die Umweltschutzorganisation Greenpeace auf der Pfälzer Landausstellung zwei Info-Tage. Am 6. und 7. April haben die Bürger Gelegenheit, sich zwischen 11 und 17 Uhr auf dem Kaiserslauterer Messeplatz über die Arbeit der Umweltschützer und die Notwendigkeit der Erhaltung unserer Lebensgrundlagen zu informieren. "Ob es um unnötige und gefährliche Atommülltransporte geht, die immer wieder durch Kaiserslautern rollen, oder die Bekämpfung genmanipulierter Lebensmittel, die gefährliche Substanzen enthalten: Greenpeace zeigt sich aktiv in der Offenlegung und Bekämpfung von Misstaenden. Auch der Schutz lebensnotwendiger Naturreservate und Wälder sowie der Klimaschutz im Allgemeinen stehen im Fokus der Greenpeace-Arbeit. Greenpeace protestiert nicht nur, sondern zeigt Alternativen auf. Alternativen, die die langfristige Sicherung einer lebenswerten Zukunft zum Ziel haben", sagt Volker Lex, Ansprechpartner für den Klima-Bereich bei der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern. Interessierte Menschen haben an beiden Tagen die Möglichkeit, sich ausführlich mit Greenpeace-Mitgliedern zu unterhalten und können erfahren, wie sie sich selbst durch ihr ehrenamtliches Engagement bei Greenpeace gegen die Zerstörung unseres Planeten einsetzen können. Greenpeace: "Rote Karte für den Castor!" Protest in Kaiserslautern trotz Behinderung durch Bundesgrenzschutz fortgesetzt (Fotos) Kaiserslautern, 21.03.2002 Unter dem Motto "Rote Karte für den Castor" protestiert die Umweltschutzorganisation Greenpeace gegen einen der bisher größten Atommülltransporte nach Sellafield und La Hague. Am Abend erwarteten die Umweltschützer die Züge mit hochradioaktiven Brennelementen aus den Atomkraftwerken Neckarwestheim, Krümmel, Brokdorf und Grohnde am Kaiserslauterer Hauptbahnhof mit Protestbannern. Die Aktivisten verteilten Katastrophenschutzpläne und "Rote Karten", auf denen sie die Bevölkerung vor den Gefahren durch Atomtransporte warnten und einen schnellen Atomausstieg forderten. Nach Abbruch der Aktion durch den Bundesgrenzschutz auf dem Bahnhofsgelände wurde der Protest vor dem Hauptbahnhof fortgesetzt. Der Atommüllzug hat gegen 20.50 Uhr die deutsch-französische Grenze bei Forbach erreicht. "Es existieren keine Katastrophenschutzpläne, die im Falle eines Unfalles mit Austritt von Radioaktivität die Menschen vor einer Verstrahlung schützen könnten", warnt Astrid Schmid, Atom-Ansprechpartnerin der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern. Die Bahnlinie Mannheim-Saarbrücken ist eine Hauptverbindung für den Personen-Nah- und Fern-Verkehr. Sie wird ständig von zahlreichen Personenzügen befahren, die unmittelbar an den strahlenden Castoren vorbeirollen. Bei einem schweren Unfall ist weder die Sicherheit der Transportbehälter gewährleistet, noch sind die aufgetretenen Sicherheitsmängel, die 1998 zu einem Stopp dieser Transporte führten, beseitigt worden. Dennoch fahren die Atomzüge weiter durch dicht besiedeltes Gebiet und nicht einmal die Katastrophenschutzbehörden der Städte und Gemeinden entlang der Strecke werden von der Durchfahrt der gefährlichen Fracht informiert. Künftig soll jeder zweite Transport abgebrannter atomarer Brennelemente in die Wiederaufarbeitungsanlagen Sellafield und La Hague über diese Route geleitet werden. ÒZudem steht die Wiederaufarbeitung, die in Wirklichkeit nichts weiter als eine Verfielfachung der Atommüllmenge bedeutet, in krassem Widerspruch zu der nach deutschem Recht zwingend vorgeschriebenen 'schadlosen Verwertung'. Der Atommülltourismus und die Wiederaufarbeitung selbst müssen daher sofort beendet werden!Ó, so Schmid. Studien belegen, dass das Blutkrebsrisiko um die Wiederaufarbeitungsanlagen La Hague und Sellafield um ein Vielfaches höher liegt als im Landesdurchschnitt. Ergebnisse von Biomedizinern des AEA-Technology-Institutes in Harwell haben eine Plutonium-Kontamination in Kinderzähnen von bis zu 7 mBq/kg ergeben, die nach Angaben dieses Instituts auf die Emissionen der Atomanlage in Sellafield zurückzuführen sind. Verendete Tauben in der Umgebung von Sellafield wiesen eine so hohe radioaktive Belastung auf, dass sie nach deutschem Recht als Atommüll entsorgt werden müssten. Ein von Greenpeace veröffentlichtes Rechtsgutachten kommt zu dem Schluss, dass den deutschen Stromkonzernen bei einem gesetzlichen Sofortverbot der Wiederaufarbeitung keine Schadensersatzansprüche drohen. Zu den Atomtransporten gibt es nur eine sinnvolle Alternative: Die abgebrannten Brennelemente müssen in den Abklingbecken der Kraftwerke verbleiben. Wenn diese Lager voll sind, müssen die Reaktoren abgeschaltet werden. Kostenlose Unterschriftenlisten für eine Resolution im Kaiserslauterner Stadtrat zum Stopp der Transporte können unter Tel. 0170 / 67 38 634 angefordert werden. Nächste Woche bis zu 9 Castoren nach Sellafield und La Hague Greenpeace: Atomzüge über Kaiserslautern und Saarbrücken sofort stoppen! Kaiserslautern, 17.03.2002 Nach neuesten Greenpeace-Informationen sollen in der kommenden Woche bis zu 9 Behälter mit hochradioaktivem Atommüll aus deutschen Atomkraftwerken ins Ausland rollen. Demnach wird am Dienstag mit dem Transport von je 3 Castor-Behältern aus Neckarwestheim und Krümmel mit Bestimmungsort Sellafield gerechnet. Ein weiterer Transport ist laut Cogema in die Wiederaufarbeitungsanlage La Hague in Vorbereitung. Der vorgesehene Grenzübertritt bei Saarbrücken/Forbach soll nach jetzigem Kenntnisstand am späten Mittwochnachmittag stattfinden. Greenpeace fordert einen sofortigen Stopp der Atomtransporte und der Wiederaufarbeitung des Atommülls. "Die Bahnlinie Mannheim-Saarbrücken ist eine Hauptverbindung für den Personen-Nah- und Fern-Verkehr. Sie wird ständig von zahlreichen Personenzügen befahren, die unmittelbar an den strahlenden Castoren vorbeirollen. Ein schwerer Unfall oder ein Bergrutsch, wie er vor einigen Jahren auf der Transportroute nahe Kaiserslautern stattgefunden hat, könnte katastrophale Folgen haben - nicht nur für Bahnreisende und Begleitpersonal, sondern für die Menschen in der gesamten Umgebung!", sagt Astrid Schmid, Atom-Ansprechpartnerin der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern. Künftig soll jeder zweite Transport abgebrannter atomarer Brennelemente in die Wiederaufarbeitungsanlagen Sellafield und La Hague über die Bahnlinie Kaiserslautern - Saarbrücken geleitet werden. Bei einem schweren Unfall ist weder die Sicherheit der Transportbehälter gewährleistet, noch können die Menschen, die im Umkreis der Transportroute wohnen, vor radioaktiver Strahlung geschützt werden. Dennoch rollen die Atomzüge weiter durch dicht besiedeltes Gebiet und nicht einmal die Katastrophenschutzbehörden der Städte und Gemeinden entlang der Strecke werden von der Durchfahrt der gefährlichen Fracht informiert. Auch die aufgetretenen Sicherheitsmängel der Atommüllbehälter, die 1998 zu einem Stopp dieser Transporte führten, konnten bis heute nicht beseitigt werden. Studien belegen ausserdem, dass das Blutkrebsrisiko um die Wiederaufarbeitungsanlagen La Hague und Sellafield um ein Vielfaches höher liegt als im Landesdurchschnitt. Ergebnisse von Biomedizinern des AEA-Technology-Institutes in Harwell haben eine Plutonium-Kontamination in Kinderzähnen von bis zu 7 mBq/kg ergeben, die nach Angaben dieses Instituts auf die Emissionen der Atomanlage in Sellafield zurückzuführen sind. "Die Wiederaufarbeitung steht damit auch in krassem Widerspruch zu der nach deutschem Recht zwingend vorgeschriebenen 'schadlosen Verwertung' des Atommülls. Der Atommülltourismus und die Wiederaufarbeitung selbst müssen daher sofort beendet werden!", so Schmid. Ein von Greenpeace veröffentlichtes Rechtsgutachten kommt zu dem Schluss, dass den deutschen Stromkonzernen bei einem gesetzlichen Sofortverbot der Wiederaufarbeitung keine Schadensersatzansprüche drohen. Zu den Atomtransporten gibt es nur eine sinnvolle Alternative: Die abgebrannten Brennelemente müssen in den Abklingbecken der Kraftwerke verbleiben. Wenn diese Lager voll sind, müssen die Reaktoren abgeschaltet werden. Kostenlose Unterschriftenlisten für eine Resolution im Kaiserslauterner Stadtrat zum Stopp der Transporte können unter Tel. 0170 / 67 38 634 angefordert werden. Trotz Atom-Skandal in Brunsbüttel: Wieder ein Atommülltransport aus bauartgleichem Reaktor durch Kaiserslautern und Saarbrücken Kaiserslautern, 15.03.2002 - Die Umweltschutzorganisation Greenpeace protestiert gegen den erneuten Transport hochradioaktiven Atommülls über die Bahnlinie Kaiserslautern - Saarbrücken. Nach Informationen von Greenpeace könnte bereits Anfang kommender Woche wieder ein Atommülltransport aus den Atomkraftwerken Krümmel und Neckarwestheim zur Wiederaufarbeitung über diese Strecke verschoben werden. Das Atomkraftwerk Krümmel ist baugleich mit dem Skandal-Reaktor Brunsbüttel, in dem es im Dezember vergangenen Jahres nach dem Bersten einer Kühlleitung zu einer Beinahe-Katastrophe gekommen ist. Der schwere Unfall im Atomkrafterk Brunsbüttel ereignete sich bereits am 14. Dezember 2001 in einem sehr sensiblen Bereich nahe des Reaktor-Druckbehälters. Es kam es zu einem Knallgas-Gemisch mit einer nachfolgenden Explosion, der eine Kühlleitung über 2 m völlig zerstörte. Der Kraftwerksbetreiber (HEW) weigerte sich wiederholt gegenüber der schleswig-holsteinischen Aufsichtsbehörde, das Kraftwerk abzufahren und eine Inspektion zuzulassen. Erst die Drohung des mit zweimonatiger Verspätung informierten Bundesumweltministeriums, die Anlage per Anordnung abzuschalten, ermöglichte eine Inspektion der Unfallstelle. "Das Verhalten der HEW ist ein Skandal! Wir fordern den Stopp aller Atomtransporte und die sofortige Stillegung zumindest dieses Reaktors. Wir brauchen einen schnellen Atomausstieg nicht erst in 20 Jahren! Jeder Atomtransport zur Wiederaufarbeitung sichert den Atomkonzernen einen ungestörten Weiterbetrieb ihrer Kraftwerke", sagt Astrid Schmid, Atom-Ansprechpartnerin der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern. Auch im Falle eines schweren Transportunfalls kann weder die Sicherheit der Atommüllbehälter gewährleistet werden, noch können die Menschen, die im Umkreis der Transportroute wohnen, vor radioaktiver Strahlung geschützt werden. In den meisten Städten und Gemeinden werden die Katastrophenschutzbehörden nicht einmal über die Durchfahrt der Atomzüge unterrichtet. Das deutsche Recht fordert eine 'schadlose Verwertung' des Atommülls. Aber in den Skandalanlagen in La Hague und Sellafield werden die radioaktiven Grenzwerte nach deutschem Recht um ein Vielfaches überschritten. Tag für Tag fließen eine halbe Million Liter radioaktiver Abwässer ins Meer und die Strände, an denen Kinder spielen, sind radioaktiv verseucht. Ein von Greenpeace veröffentlichtes Rechtsgutachten kommt zu dem Schluss, dass den deutschen Stromkonzernen bei einem gesetzlichen Sofortverbot der Wiederaufarbeitung keine Schadensersatzansprüche drohen. Zu den Atomtransporten gibt es nur eine sinnvolle Alternative: Die abgebrannten Brennelemente müssen in den Abklingbecken der Kraftwerke verbleiben. Wenn diese Lager voll sind, müssen die Reaktoren abgeschaltet werden. Kostenlose Unterschriftenlisten für eine Resolution im Kaiserslauterner Stadtrat zum Stopp der Transporte können unter Tel. 0170 / 67 38 634 angefordert werden. Trotz weiterem Skandal in deutschem Atomkraftwerk: Erneute Atommüllverschiebung nach La Hague Greenpeace-Protest gegen heutigen Castor-Transport durch die Pfalz Kaiserslautern, 06.03.2002 - Die Umweltschutzorganisation Greenpeace protestiert gegen den erneuten Transport hochradioaktiven Atommülls in die Wiederaufarbeitungsanlage La Hague. Greenpeace-Aktivisten informierten am Abend in Kaiserslautern Passanten und Bahnreisende über die mit dem Weiterbetrieb der Atomkraftwerke und den Atomtransporten verbundenen Gefahren und forderten einen zügigen Atomausstieg. Der am heutigen Abend am Grenzübergang Lauterbourg erwartete Atomzug transportiert abgebrannte Brennelemente aus den Atomkraftwerken Mülheim-Kärlich und Philippsburg. Das Atomkraftwerk Philippsburg ist baugleich mit dem Skandal-Reaktor Brunsbüttel, in dem es vor wenigen Wochen nach dem Bersten einer Kühlleitung zu einer Beinahe-Katastrophe gekommen ist. "Der Unfall hat wieder drastisch gezeigt, wie wichtig ein schneller Ausstieg aus dieser hochbrisanten Technologie ist. Jeder Atomtransport zur Wiederaufarbeitung dient einzig und allein dem ungestörten Weiterbetrieb der Atomkraftwerke. Wir fordern die Stromkonzerne auf, einen schnellen Atomausstieg voranzutreiben und die völlig unsinnigen und gefährlichen Castor-Transporte sofort einzustellen. Die Atommeiler gefährden nicht nur jene Menschen, die in der Nähe wohnen, auch Polizei und Zugpersonal, die die strahlende Fracht während ihrer Verschiebung ins Ausland begleiten, sind einer unnötigen Strahlenbelastung ausgesetzt", sagt Astrid Schmid, Atom-Ansprechpartnerin der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern. Zudem kann im Falle eines schweren Transportunfalls weder die Sicherheit der Atommüllbehälter gewährleistet werden, noch können die Menschen, die im Umkreis der Transportroute wohnen, vor radioaktiver Strahlung geschützt werden. In den meisten Städten und Gemeinden werden die Katastrophenschutzbehörden nicht einmal über die Durchfahrt der Atomzüge unterrichtet. Der so genannte Atomkonsens sieht vor, dass die Transporte in die Wiederaufarbeitungsanlagen La Hague und Sellafield noch bis zum 1. Juli 2005 durchgeführt werden dürfen. Bis dahin will die Atomindustrie insgesamt rund 2.000 Tonnen hochradioaktiven Atommüll ins Ausland bringen. Bei der Wiederaufarbeitung entsteht ein Vielfaches der Atommüllmenge, die wieder zurückgenommen werden muss. Sämtliche radioaktiven Abfälle, die bis zum 1. Juli 2005 nach Frankreich und England transportiert sind, dürfen auch danach noch aufgearbeitet werden. Das deutsche Recht fordert eine 'schadlose Verwertung' des Atommülls. Aber in den Skandalanlagen in La Hague und Sellafield werden die radioaktiven Grenzwerte nach deutschem Recht um ein Vielfaches überschritten. Tag für Tag fließen eine halbe Million Liter radioaktiver Abwässer ins Meer und die Strände, an denen Kinder spielen, sind radioaktiv verseucht. Ein von Greenpeace veröffentlichtes Rechtsgutachten kommt zu dem Schluss, dass den deutschen Stromkonzernen bei einem gesetzlichen Sofortverbot der Wiederaufarbeitung keine Schadensersatzansprüche drohen. Zu den Atomtransporten gibt es nur eine sinnvolle Alternative: Die abgebrannten Brennelemente müssen in den Abklingbecken der Kraftwerke verbleiben. Wenn diese Lager voll sind, müssen die Reaktoren abgeschaltet werden. Kostenlose Unterschriftenlisten für eine Resolution im Kaiserslauterner Stadtrat zum Stopp der Transporte können unter Tel. 0170 / 67 38 634 angefordert werden.
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