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Greenpeace: Schutzgebiete im Amazonas Urwald ­ Jetzt! Pirmasens: Umweltschützer setzen sich gemeinsam mit Naturfotograf Markus Mauthe für mehr Urwaldschutz ein (Fotos)

Kaiserslautern, 03.11.2006 ­ Gemeinsam mit Naturfotograf Markus Mauthe setzt sich Greenpeace für ein Konzept zur Einrichtung von Schutzgebieten in den Amazonas-Urwäldern ein. In der Pirmasenser Fußgängerzone weisen die Umweltschützer am Nachmittag nochmals auf die faszinierende Multimedia-Schau des Fotografen hin, die am kommenden Sonntag ab 18 Uhr in der Pirmasenser "Kulisse", Bergstraße 58, stattfindet. Der Eintritt ist frei.

Anfang der Woche hat der amtierende Präsident Luiz Inácio Lula da Silva erneut die Wahlen in Brasilien gewonnen. Im Juli stimmten die weltweit führenden Agrarfirmen und Soja-Händler Cargill, Bunge, ADM und A.Maggi einem zweijährigen Moratorium für brasilianische Urwald-Soja zu. Die Entscheidung der Agrar-Riesen ist das Ergebnis einer internationalen Kampagne von Greenpeace unter dem Motto "Der Regenwald brennt für unser Essen". Doch nun müssen konkrete politische Schritte folgen.

"Wir brauchen jetzt gesetzliche Regelungen, um Urwaldschutzgebiete einzurichten. Nur so kann die Erhaltung dieser faszinierenden Region dauerhaft sichergestellt werden", fordert Mechthild Harth von der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern.

Jede Minute wird eine Urwaldfläche in der Größe von fünf Fußballfeldern vernichtet - meist für den Soja-Anbau. Brasilien ist der größte Soja-Exporteur der Welt. Greenpeace hatte zum Schutz Amazoniens auch von führenden Lebensmittelverarbeitern in Europa wie McDonald's gefordert, dem meist illegalen Anbau von Soja mitten im Regenwald und der Beschäftigung von Arbeitern unter menschenunwürdigen Bedingungen auf den Feldern ein Ende zu setzen.

Nach der Veröffentlichung eines Reports im April 2006, der illegalen Soja-Anbau in Brasilien mit in Europa hergestellten Lebensmitteln in Verbindung brachte, haben McDonald's und europäische Lebensmittelhändler (u.a. Marks&Spencer, El Corte Ingles, Ritter-Sport, Tegut) eine Greenpeace-Initiative zum Schutz des Amazonas-Regenwaldes unterstützt. Sie haben von den Soja-Händlern Maßnahmen gefordert, die Urwaldzerstörung für den Anbau von Soja zu stoppen und damit gedroht, sich andere Lieferanten zu suchen. Außerdem haben die Unternehmen deutlich gemacht, auch künftig nur gentechnikfreie Soja von ihren Lieferanten zu beziehen.

"Unser Meer ist keine Müllkippe" - Greenpeace-Gruppen zeigen globales Problem der Meeresverschmutzung (Fotos)

Kaiserslautern, 28.10.2006 ­ In Kaiserslautern sowie in 27 weiteren deutschen Städten protestieren heute Mitglieder von Greenpeace-Gruppen gegen die globale Bedrohung der Meere durch Müllverschmutzung. In der Kaiserslauterner Fußgängerzone informieren die Aktivisten gegenüber H&M Passanten über die Bedrohung von Seevögeln, Meeressäugern und Schildkröten vor allem durch Plastikmüll. Die Tiere ersticken in Sechserpackträgern, strangulieren sich mit treibenden Netzresten oder verhungern, weil ihre Mägen mit Plastikteilen verstopft sind. Die ehrenamtlichen Greenpeacer zeigen das Bild eines toten Eissturmvogels aus der Nordsee und einer großen Menge Plastikreste aus dem Magen eines weiteren Sturmvogels. Die Umweltschützer unterstützen mit dieser Aktion die 15-monatige "SOS-Weltmeer"-Tour zur Rettung der Ozeane.

"Jedes Jahr sterben weltweit mehr als eine Million Seevögel elend an Plastikmüll, der achtlos weggeschmissen wird und ins Meer gelangt ­ nichts zeigt deutlicher unseren respektlosen Umgang mit dem faszinierenden Lebensraum Meer", warnt Mechthild Harth von der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern. "Deutschland hat während seiner EU-Ratspräsidentschaft 2007 die historische Chance, sich auf EU-Ebene deutlich für den Meeresschutz einzusetzen. Wir fordern Frau Merkel deshalb auf, diese Chance zu nutzen und klare Prioritäten für den Erhalt der Ozeane zu setzen."

Deutschlandweit sammeln die ehrenamtlichen Greenpeacer Unterschriften an Bundeskanzlerin Angela Merkel, mit der Forderung nach einer starken EU-Meeresstrategie-Richtlinie, die zur Zeit in Brüssel von den EU-Mitgliedsstaaten verhandelt wird.

Hauptverursacher des Mülls im Meer ist die internationale Schifffahrt. Fischer landen oft nicht die Abfälle in europäischen Häfen an, die in ihren Netzen landen, da sie häufig noch dafür bezahlen müssen. Aber auch Haushalts- und Industrieabfälle fließen über die Flüsse in die Ozeane. Nach einer Studie von Meereswissenschaftlern der Nordseeanrainerstaaten gelangen jedes Jahr 20.000 Tonnen Müll in die Nordsee. Betroffen sind vor allem Hochseevögel wie Eissturmvogel und Basstölpel.

97 Prozent der Nordsee-Eissturmvögel tragen rund 0,31 Gramm Plastikmüll im Magen. Hochgerechnet auf den Menschen ist das die Menge einer Brotdose - voll mit scharfkantigen Plastikresten. Davon ist die Tierwelt der Nordsee ebenso betroffen wie die der pazifischen Gewässer vor Hawaii. Dorthin fährt zeitgleich das Greenpeace-Schiff "Esperanza" auf seiner "SOS Weltmeer" - Tour, um auf ein besonderes Phänomen aufmerksam zu machen: einen Müllstrudel von der Größe Mitteleuropas, der durch die dort vorhandenen Meeresströmungen angetrieben wird.

Nach Einknicken von HypoVereinsBank und Deutsche Bank: Aktivisten fordern grundsätzliche Absage an Atomfinanzierung

Kaiserslautern, 27.10.2006 ­ Nachdem sich Deutsche Bank und HypoVereinsBank öffentlich von der geplanten Finanzierung des bulgarischen Atomkraftwerks Belene verabschiedet haben, fordern Umweltschützer eine grundsätzliche Absage der Atomfinanzierung. Auch die Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern begrüßt den Ausstieg aus dem Projekt. Dennoch besuchen Aktivisten in Kaiserslautern wie in vielen anderen deutschen Städten die Filialen beider Banken und überbringen einen offenen Brief an die Filialleitung. Zu den Protesten in dieser Woche aufgerufen hatten die Umweltorganisation urgewald und die Anti-Atom-Kampagne .ausgestrahlt.

"Wir gratulieren den Banken zu dieser weisen Entscheidung, wundern uns aber doch, dass sie erst unter dem Druck umfassender Proteste zustande kam", erklärt Christiane Saar von der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern. "Denn bei Belene handelt es sich um ein Atomkraftwerk, das in einem erdbebengefährdeten Gebiet gebaut werden soll. Der Bau wurde bereits in den 80ern begonnen, Anfang der 90er jedoch wegen anhaltender Proteste und Wirtschaftlichkeits-Bedenken eingestellt."

Ein ähnlicher Reaktortyp wie in Belene war in Stendal im Bau, wurde jedoch nach der Wiedervereinigung aus Sicherheitsgründen abgebrochen. Allein die Erwägung der Banken, sich an dem Geschäft zu beteiligen, ist daher schon unverantwortlich.

Die Aktivisten besuchen die Filialen mit der Forderung an die Banken, dass sie Lehren aus dem Belene-Protest ziehen. "Wir sind nicht nur gegen dieses gefährliche Einzelprojekt, sondern generell gegen den Einsatz der Risikotechnologie Atomkraft", so Saar. "Dieses Mal wenden wir uns zwar gegen das Belene-Projekt. Sollten die Banken jedoch andere Atomgeschäfte finanzieren wollen, kommen wir auch wieder! Denn wir wollen ein verbindliches NEIN zur Finanzierung im Atomsektor."

Bereits vor der Aktionswoche beteiligten sich viele Menschen an den Protesten. Die Banken erhielten in den letzten Monaten über zehntausend Protestzuschriften und immer mehr Kunden drohten mit dem Wechsel ihres Kontos.

Greenpeace fordert Schutzgebiete im Amazonas Urwald - Umweltschützer demonstrieren in Kaiserslautern/Naturfotograf Markus Mauthe zeigt Multimediashow in Pirmasens (Fotos)

Kaiserslautern, 20.10.2006 ­ Greenpeace fordert ein Konzept zur Einrichtung von Schutzgebieten in den Amazonas-Urwäldern. Passanten können sich am morgigen Samstag ab 11 Uhr in der Kaiserslauterner Fußgängerzone (gegenüber H&M) zum Thema ausführlich informieren und den Protest mit einer Postkartenaktion an die brasilianische Regierung unterstützen. Im Frühjahr war der Naturfotograf Markus Mauthe im Amazonasgebiet und hat die Schönheit der Region mit der Kamera eingefangen, wie aber auch deren Bedrohung dokumentiert. Mauthe zeigt seine faszinierenden Aufnahmen am 5. November in der Pirmasenser "Kulisse" bei freiem Eintritt.

Die weltweit führenden Agrarfirmen und Soja-Händler Cargill, Bunge, ADM und A.Maggi stimmten zwar im Juli einem zweijährigen Moratorium für brasilianische Urwald-Soja zu. Damit werden die Unternehmen zwei Jahre auf den Kauf von Soja von neu angelegten Feldern innerhalb des Amazonas-Regenwaldes verzichten. Die Entscheidung der Agrar-Riesen ist das Ergebnis einer internationalen Kampagne von Greenpeace unter dem Motto "Der Regenwald brennt für unser Essen".

"Dem Moratorium müssen nun konkrete Schritte zum Schutz des Amazonas folgen. Es müssen mehr Schutzgebiete eingerichtet werden", sagt Sabrina Scheuermann von der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern.

Jede Minute wird eine Urwaldfläche in der Größe von fünf Fußballfeldern vernichtet - meist für den Soja-Anbau. Brasilien ist der größte Soja-Exporteur der Welt. Greenpeace hatte zum Schutz Amazoniens auch von führenden Lebensmittelverarbeitern in Europa wie McDonald's gefordert, dem meist illegalen Anbau von Soja mitten im Regenwald und der Beschäftigung von Arbeitern unter menschenunwürdigen Bedingungen auf den Feldern ein Ende zu setzen. Nach der Veröffentlichung eines Reports im April 2006, der illegalen Soja-Anbau in Brasilien mit in Europa hergestellten Lebensmitteln in Verbindung brachte, haben McDonald's und europäische Lebensmittelhändler (u.a. Marks&Spencer, El Corte Ingles, Ritter-Sport, Tegut) eine Greenpeace-Initiative zum Schutz des Amazonas-Regenwaldes unterstützt. Sie haben von den Soja-Händlern Maßnahmen gefordert, die Urwaldzerstörung für den Anbau von Soja zu stoppen und damit gedroht, sich andere Lieferanten zu suchen. Außerdem haben die Unternehmen deutlich gemacht, auch künftig nur gentechnikfreie Soja von ihren Lieferanten zu beziehen.

Nachdem McDonald's vor Jahren beschlossen hatte, kein Rindfleisch zu kaufen, für das der Amazonas-Regenwald gerodet wurde, will der Konzern nun auch keine Soja aus Urwaldzerstörung (z. B. für Hühnerfutter/ChickenMcNuggets) beziehen. Der Druck der Fast-Food-Kette war ein Grund, weshalb Agrar-Riesen wie Cargill schließlich einlenkten, obwohl sie gut an der Urwald-Soja auch aus Indianer-Gebieten verdienen, die unter anderem über einen illegal gebauten Hafen in Santarem im brasilianischen Bundesstaat Pará nach Europa verschifft wird.

Nach Gen-Reis Funden in der Region: Weiterhin mit Gentechnik hergestellte Milchprodukte in den Regalen - Greenpeace kennzeichnet Landliebe-Produkte bundesweit in über 140 Supermärkten (Fotos)

Kaiserslautern, 30.09.2006 ­ Während erst vor wenigen Tagen im Raum Kaiserslautern/Pirmasens gentechnisch veränderter Reis sichergestellt wurde, stehen auch weiterhin mit Hilfe von Gentechnik hergestellte Milchprodukte in den Regalen. Aus diesem Anlass protestieren heute Mitglieder der Umweltschutzorganisation Greenpeace in Kaiserslautern sowie in 33 weiteren deutschen Städten und über 140 Supermärkten gegen die Verwendung von Gentechnik bei der Herstellung von Milchprodukten. In zahlreichen Supermärkten werden Aktivisten "Landliebe"-Produkte kennzeichnen. Aufkleber mit dem Hinweis "Hergestellt mit Gentechnik" informieren dann die Kunden, dass Kühe, deren Milch in der Marke Landliebe verarbeitet wird, mit Gen-Mais und Gen-Soja gefüttert werden.

Vertragslandwirte des niederländischen Mutterkonzerns Campina bauen zum Teil auch den umstrittenen Gen-Mais MON810 in Deutschland an. Nachdem Greenpeace Gen-Mais auf dem Acker von Campina-Vertragslandwirten und Gen-Futter im Trog von Kühen entdeckt hatte, bestätigte der Konzern zwar den Anbau und die Verfütterung von Gen-Pflanzen. Bislang weigert er sich aber, auf Gentechnik zu verzichten.

"Campina will den Protest gegen Gen-Pflanzen offenbar aussitzen", sagt Christiane Saar von der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern. "Dabei scheint es dem Konzern gleichgültig zu sein, dass er gegen die Interessen der Verbraucher verstößt. Campina sollte besser dem Beispiel anderer Molkereien folgen und Gentechnik im Futtertrog und auf dem Acker ausschließen."

Die Fütterung der Milchkühe lässt sich ohne Probleme umstellen: Soja ohne Gentechnik kann eingeführt werden, in Deutschland wird Gen-Mais ohnehin nur auf einer verschwindend kleinen Fläche angebaut. Der umweltfreundlichste Weg ist allerdings, auf Importfutter zu verzichten und heimische Eiweißplanzen und Gras sowie Heu zu füttern.

Die unerkannte Verwendung von Gentechnik bei der Herstellung von Milchprodukten ist auf eine Lücke im Gesetz zurückzuführen. So müssen zwar Lebensmittel gekennzeichnet werden, die direkt genmanipulierte Zutaten enthalten. Doch bei Milch, Eiern und Fleisch von Tieren, die mit Gen-Pflanzen gefüttert werden, muss es keine entsprechenden Hinweise geben.

Die neue Auflage des Greenpeace Ratgebers "Essen ohne Gentechnik" informiert darüber, welche Hersteller auf die Verfütterung von Gen-Mais und Gen-Soja verzichten. Mit einer beigefügten Aktionspostkarte können Verbraucher gegen die Molkereiriesen protestieren, die Gentechnik verwenden.

SOS-Weltmeer: Greenpeace Gruppen aktiv für den Meeresschutz - Umweltschützer informieren in ganz Deutschland über die Situation der Meere (Fotos)

Kaiserslautern, 21.09.2006 - Mit der bundesweiten "Aktionswoche SOS-Weltmeer" informiert Greenpeace derzeit über die Bedrohungen der Weltmeere. Mit einer Demonstration in der Pirmasenser Fußgängerzone (nahe H&M) beteiligt sich am Samstag, den 23.09.2006 die Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern. Sie unterstützt damit wie viele Greenpeace Gruppen in ganz Deutschland die 15-monatige Greenpeace-Expedition "SOS Weltmeer" zur Rettung der Ozeane. Seit Dezember 2005 fährt das Greenpeace-Schiff "Esperanza" um die Welt, um auf die Schönheit und Zerstörung der Meere aufmerksam zu machen. Auch die europäischen Meere sind in einer Krise: überfischt, vergiftet, als Mülleimer missbraucht. Aus diesem Grund sammeln die ehrenamtlichen Greenpeacer Unterschriften an Bundeskanzlerin Angela Merkel mit der Forderung nach einer starken EU-Meeresstrategie-Richtlinie, die zur Zeit in Brüssel von den EU-Mitgliedsstaaten verhandelt wird.

"Dem zerstörerischen und rücksichtslosen Umgang des Menschen mit dem Lebensraum Meer kann und will ich nicht weiter tatenlos zusehen", sagt Sabrina Scheuermann, Ansprechpartnerin für den Meeresbereich bei der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern. "Politiker, aber auch wir selbst als Verbraucher, müssen uns unserer Verantwortung für den Meeresschutz bewusst werden ­ auch wenn das Meer in unserem Alltag viel zu weit weg ist."

Der Grund für den schlechten Zustand der Meere in Europa liegt nicht zuletzt an der kurzsichtigen europäischen Meerespolitik. Mit der Meeresstrategie-Richtlinie haben die EU-Mitgliedsländer die einmalige Chance, den Meeresschutz entscheidend voranzubringen. "Der Entwurf der Meeresstrategie-Richtline greift viel zu kurz. Der gesamte Bereich der Fischerei, die Hauptbedrohung der Meeresökosysteme, wird völlig ausgeklammert. Frau Merkel muss jetzt Flagge zeigen und sich aktiv für den Meeresschutz einsetzen", fordert Scheuermann.

Die Meere sind weltweit in einer Krise. Besonders schlecht geht es Nord- und Ostsee sowie dem Mittelmeer. Die Fischbestände werden skrupellos geplündert, Kabeljau (Nordsee) und Dorsch (Ostsee) sind massiv überfischt. Grundschleppnetze töten mit jedem Fang neben den Speisefischen Tausende von Meerestieren als sogenannten Beifang in ihren Netzen.

Ein gemeinsames Dach für den Schutz der Meere und ihre Nutzung ist nötig, um ihre Artenvielfalt zu bewahren und ihre Ressourcen langfristig zu sichern. Dieser Gedanke steht hinter der Entwicklung der Europäischen Meeresstrategie-Richtlinie, die zur Zeit in Brüssel verhandelt wird. Greenpeace unterstützt dieses Ziel, jedoch reicht der derzeitige Vorschlag nicht aus. Greenpeace fordert die verantwortlichen Politiker auf, sich für eine zukunftsweisende Richtlinie einzusetzen. Die Einrichtung von Schutzgebieten muss dabei wesentlicher Bestandteil sein. Deutschland übernimmt ab Januar 2007 die EU-Ratspräsidentschaft und somit die Verantwortung, die Meeresstrategie-Richtlinie maßgeblich mitzugestalten.

Gen-Reis aus China: Greenpeace informiert deutschlandweit über Risiken durch genmanipulierte Pflanzen (Fotos)

Kaiserslautern, 09.09.2006 - Chinesische Reisnudeln sind zum Teil mit gentechnisch verändertem Reis verunreinigt. Aus diesem Anlass informieren heute Greenpeace-Mitglieder in deutschen Städten, so auch an mehreren Stellen in Kaiserslautern und Umgebung, die Verbraucher über die Gefahren des Anbaus genmanipulierter Pflanzen. Greenpeace hat die Verunreinigungen in fünf verschiedenen Marken von insgesamt 29 getesteten chinesischen Reisprodukten in Deutschland, Frankreich und Großbritannien nachgewiesen. In Deutschland ist die Marke "Swallow Sailing" betroffen, die hauptsächlich in Asia-Läden verkauft wird. Der genmanipulierte Reis ist weltweit nicht zugelassen und wurde in China illegal angebaut. Er produziert einen Giftstoff, der im Verdacht steht, bei Menschen Allergien auszulösen. Weder die Gefahren für die menschliche Gesundheit noch für die Umwelt wurden umfassend getestet.

Importiert wird die Marke "Swallow Sailing" von der Firma Heuschen & Schrouff aus den Niederlanden. Zu ihrer Klientel zählen Unternehmen in allen EU-Mitgliedsstaaten. Die Einrichtung von EU-Kontrollstellen sollte den möglichen Import von gentechnisch veränderten Lebensmitteln Einhalt bieten. Der Gen-Reis aus China gelangte trotzdem unbemerkt auf den europäischen Markt.

"Dieser Fall belegt, dass Lebensmittel nur frei von Gen-Pflanzen bleiben können, wenn deren Anbau gestoppt wird", sagt Sabrina Scheuermann von der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern. "Der Gen-Reis aus China ist eine mögliche Gefahr für die Gesundheit. Die betroffenen Produkte müssen wegen der nicht kalkulierbaren Risiken vom Markt genommen werden. Die EU-Kommission muss verhindern, dass gentechnisch verunreinigter Reis und Reisprodukte aus China eingeführt werden."

Der Anbau von Gen-Reis ist in China illegal. Lediglich zu Versuchszwecken bauten Wissenschaftler der Universität für Landwirtschaft in Wuhan den Bt-Reis an. Später verkauften sie Saatgut unerlaubt an chinesische Bauern. Im April 2005 entdeckten Greenpeace-Mitarbeiter in der chinesischen Provinz Hubei schließlich den illegalen Anbau. Zwar reagierten die chinesischen Behörden nach der Entdeckung mit der Vernichtung der betroffenen Felder, der genmanipulierte Reis breitete sich aber in der Nahrungskette aus. Verunreinigter loser Reis und Babynahrung gingen anschließend über chinesische Theken.

Umstritten ist der Gen-Reis insbesondere wegen seiner Wirkung: So steht er im Verdacht, Allergien auszulösen. Welche Risiken mit dem Anbau und dem Verzehr von Gen-Reis verbunden sind, ist bislang wissenschaftlich noch nicht ausreichend untersucht. Aktuelle Forschungsergebnisse zu den Auswirkungen von Gen-Mais weisen jedoch auf die Gefahren hin, die gentechnisch veränderte Agrarpflanzen mit sich bringen. Wie bei Bt-Mais wird der Reispflanze ein Genkonstrukt des Bodenbakteriums Bacillus thuringiensis eingesetzt. So ist sie in der Lage, ein Gift gegen Schädlinge zu produzieren. Durch den Einbau des Konstruktes in Agrarpflanzen verändert das Gift seine Eigenschaften jedoch grundlegend. So werden nicht nur Schädlinge sondern auch andere Insekten - bei Bt-Mais sind es Honigbienen, Schmetterlinge, Spinnen oder Regenwürmer - getötet. Zudem produziert die Pflanze das Gift während ihrer gesamten Wachstumsperiode. Es breitet sich so dauerhaft über den Acker, umliegende Felder und Wiesen aus.

670.000 Tonnen Reis exportierte China im Jahr 2005 ins Ausland. Davon gingen etwa 1.924 Tonnen nach Deutschland. Reis ist als loses Korn, aber auch als Kleie und Mehl erhältlich. In der Lebensmittelindustrie wird das weltweit wichtigste Grundnahrungsmittel als Zutat in Fertiggerichten, Babynahrung, Bier und Joghurt verwendet.

Neuer Greenpeace Gentechnik-Ratgeber: Hersteller von Milchprodukten, Fleisch und Eiern hintergehen Verbraucher - Umweltschützer informieren vor Supermärkten in Kaiserslautern (Fotos)

Kaiserslautern, 02.09.2006 ­ Vor Supermärkten in Kaiserslautern verteilen heute Mitglieder der Umweltschutzorganisation Greenpeace die neue, überarbeitete Auflage des Ratgebers "Essen ohne Gentechnik". Verbraucher können mit der "grünen Liste" im Ratgeber Produkte wählen, die ohne Gen-Pflanzen im Tierfutter erzeugt wurden. Der Ratgeber erscheint wegen der großen Nachfrage von Verbrauchern in der 9. Auflage, insgesamt wurden 2,1 Millionen Exemplare gedruckt. In Supermärkten tauchen kaum Lebensmittel mit Zutaten aus gentechnisch manipulierten Organismen auf. Doch die Hersteller von Milchprodukten, von Fleisch und Eiern aus konventioneller Landwirtschaft hintergehen weiterhin die Verbraucher: Die meisten Tiere werden mit Gen-Pflanzen gefüttert, die Produkte müssen aber nicht gekennzeichnet werden.

"Den Verbrauchern in Europa ist es zu verdanken, dass die Supermärkte weiterhin fast frei sind von kennzeichnungspflichtigen genmanipulierten Produkten", sagt Christiane Saar von der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern. "Nun müssen auch die Hersteller von konventionellen Milchprodukten sowie von Fleisch und Eiern den Druck der Verbraucher zu spüren bekommen, damit auch keine Gentechnik im Tierfutter mehr eingesetzt wird."

Auf der "roten Liste" des Einkauf-Ratgebers stehen Unternehmen, die sich besonders hartnäckig weigern, auf Gentechnik zu verzichten. So erwecken Marken wie "Landliebe" vom Campina-Konzern oder "Weihenstephan Alpenmilch" von Müllermilch den Anschein, naturnah zu produzieren. Tatsächlich erlauben sie ihren Landwirten den Anbau von Gen-Mais und die Verfütterung von Gen-Pflanzen an die Milchkühe.

Erst kürzlich hatte Greenpeace bei einem Milchlieferanten von Campina Gen-Mais geerntet und der Firmenzentrale in Heilbronn zur "Entsorgung" übergeben. In Futtermittelproben von Landwirten, die Campina und Müllermilch beliefern, hat Greenpeace sowohl Gen-Mais als auch Gen-Soja nachgewiesen.

Die Milchindustrie in anderen europäischen Ländern handelt bereits: In der Schweiz, in Österreich und Griechenland haben die Marktführer eine Fütterung ohne Gen-Pflanzen umgesetzt oder angekündigt. In Deutschland zeigen die Andechser Molkerei, die Upländer Bauernmolkerei und die Milchwerke Berchtesgadenerland, dass die Branche auf Gen-Pflanzen verzichten kann. Selbst Handelsketten reagieren: Tegut hat seine Frischmilch-Eigenmarke auf gentechnikfrei umgestellt. Und sogar der Discounter Lidl verkauft mittlerweile in 300 Filialen in Nordrhein-Westfalen Bergweide-Milch, die das Siegel "ohne Gentechnik" trägt.

In über 30 Ländern hat Greenpeace den Ratgeber zu gentechnikfreiem Essen veröffentlicht, unter anderem in Brasilien, Chile, Kanada, Rußland, China, Australien, Thailand und Japan.

Atomkonzerne gaben falsche Entwarnung nach Atomstörfall in Schweden - Kaiserslautern: Greenpeace-Gruppe fordert nach weiter ungeklärter Ursache des Beinahe-GAUs schnelleren Atomausstieg (Fotos)

Kaiserslautern, 17.08.2006 ­ In der Kaiserslauterner Fußgängerzone fordern Gruppenmitglieder der Umweltschutzorganisation Greenpeace am kommenden Samstag den schnelleren Atomausstieg. Anlaß ist der Störfall im schwedischen Atomkraftwerk Forsmark, der vor kurzem fast zu einem GAU geführt hätte. Passanten haben ab 11 Uhr die Möglichkeit, sich vor der Sparda-Bank zum Thema zu informieren. Die genaue Ursache für den Störfall in dem schwedischen Atommeiler ist noch immer unklar. Der entscheidende Bericht über den Hergang des Störfalls, den die schwedische Atomaufsichtsbehörde (SKI) vom Betreiber gefordert hat, liegt der SKI noch nicht vor. Greenpeace hält deshalb die Äußerungen der unionsgeführten Bundesländer, ein solcher Störfall könne in Deutschland nicht passieren, für falsch. Zudem verweist die Umweltschutzorganisation auf einen im Mai von der Internationalen Atomenergie Behörde (IAEO) veröffentlichten Bericht. Darin wird für alle Atomkraftwerke vor den Folgen eines Ausfalls der unterbrechungsfreien Stromversorgung gewarnt und auf die Gefahr des Ausfalls der Instrumente und den Verlust der Kontrolle hingewiesen. Laut der Deutschen Umwelthilfe sei die sicherheitstechnische Lage im Atomkraftwerk Brunsbüttel sogar "deutlich schlimmer als in Forsmark".

"Der Atom-Störfall hat gezeigt, dass es keine Sicherheit in dieser Risikotechnologie gibt", warnt Mechthild Harth von der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern. "Umweltminister einzelner Bundesländer, die ohne genaue Kenntnis der Ursache einen ähnlichen Fall bei uns ausschließen, unternehmen nichts weiter als Beschwichtigungsversuche. Die Ankündigung des Bundesumweltministers, die Ursachen weiter prüfen zu lassen, ist deshalb dringend notwendig."

Die unionsgeführten Länder Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern äußerten sich in ihren Berichten überzeugt, die zur Reaktorkühlung nötige Stromversorgungstechnik deutscher Kernkraftwerke sei, anders als in Forsmark, sicher. Ähnliche Störfälle seien nicht zu erwarten. Dabei verwiesen sie auf die in deutschen Atomkraftwerke angeblich nicht vorhandenen Wechselrichter, die in der schwedischen Anlage ohne Zweifel Teil des Problems waren. "Das stimmt so nicht. Jedes Atomkraftwerk hat Wechselrichter, auch die bei uns.", so Harth.

Den deutschen Kraftwerksbetreibern und den Energieversorgungsunternehmen E.ON, Vattenfall, EnBW und RWE wirft Greenpeace vor, den Vorgang zu verharmlosen, ohne die genauen Hintergründe des Zwischenfalls im schwedischen Atomkraftwerk Forsmark zu kennen. Zum deutschen Atomforum, das sagt, dass es "keinerlei Anhaltspunkte für eine Übertragbarkeit" gäbe, erklärt Harth: "Auch wenn die Notstromversorgungssysteme in deutschen AKWs nicht zu 100 Prozent mit denen in Forsmark identisch sind, heißt das noch lange nicht, dass ähnliche Probleme nicht auch hier auftreten könnten. Erst nach Abschluss einer genauen Untersuchung und Ursachenklärung kann sich zeigen, ob ähnliche Schwachstellen auch in Deutschland existieren."

Greenpeace fordert den schnelleren Ausstieg aus der Atomkraft. Nur Erneuerbare Energien und steigende Effizienz sowie Energieeinsparung können die Energieversorgung der Zukunft sicher und umweltgerecht gewährleisten.

Greenpeace fordert Verzicht auf Gentechnik im Tierfutter bei deutschen Milchproduzenten - Umweltschützer schicken gentechnisch veränderten Mais an die Molkerei Campina/Landliebe (Fotos)

Kaiserslautern, 10.08.2006 ­ Greenpeace gibt heute Mülltonnen mit Gen-Mais bei der Campina-Zentrale in Heilbronn ab und fordert den Konzern auf, Anbau und Verfütterung von Gen-Mais bei seinen Vertragslandwirten zu verbieten. Den genmanipulierten Mais ernteten gestern 15 Greenpeace-Aktivisten auf einem Acker in Wölsickendorf und deponierten ihn in 30 Mülltonnen sowie drei überdimensionalen Landliebe-Milchflaschen und Campina-Joghurtbechern. Die "Agrargenossenschaft Höhe e.G." aus Wölsickendorf, die den Gen-Mais anbaut, liefert ihre Milch an den Molkereikonzern Campina/Landliebe. Am kommenden Samstag protestieren Greenpeace-Mitglieder in Kaiserslautern gegen den Einsatz von genmanipuliertem Tierfutter für die Milchproduktion. Passanten können sich ab 11 Uhr vor der Stiftskirche zum Thema informieren und den Protest mit Aktionspostkarten an Campina unterstützen. Zudem sammeln die Umweltschützer Unterschriften an die EU, mit denen eine Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel, die mit Hilfe von Gentechnik produziert wurden, gefordert wird.

Mais wird in Deutschland vorwiegend als Futter für Milchkühe verwendet. Die Sicherheit der Gen-Pflanzen für Mensch und Umwelt ist nicht geklärt. Das zeigen auch die Ergebnisse von Fütterungsversuchen an Ratten mit dem Gen-Mais MON810, die gestern die Europafraktion Bündnis 90/Die Grünen veröffentlichte.

"Für die Herstellung von Landliebe-Erzeugnissen werden Gen-Mais und Gen-Soja angebaut", sagt Sabrina Scheuermann von der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern. "Gen-Mais gefährdet die Umwelt sowie die gentechnikfreie Landwirtschaft und gehört nicht ins Tierfutter."

Bereits im letzten Jahr bauten Campina/Landliebe-Lieferanten Gen-Mais an, der an Milchkühe verfüttert wurde. Im April 2006 entdeckten Greenpeace-Mitarbeiter Gen-Mais in den Futtertrögen eines Campina-Lieferanten aus Neutrebbin. "Die Wünsche der Verbraucher scheinen Campina/Landliebe nicht zu interessieren. Bislang hat der Molkereikonzern nichts unternommen, um die unsichere Gentechnik aus der Produktionskette zu verbannen", so Scheuermann.

Die von Bündnis 90/Die Grünen vorgelegten Ergebnisse der Fütterungsversuche von Monsanto mit Ratten werfen neue Zweifel an der Sicherheit des Gen-Maises auf. Die Tiere zeigten nach der dreimonatigen Fütterung mit MON810 unter anderem einen verringerten Eiweißgehalt im Blut. Um die Befunde abzuschwächen, bediente sich Monsanto statistischer Tricks. Unabhängige Wissenschaftler kritisierten diese Methoden bereits bei der Risikobewertung des Monsanto-Maises MON863. Greenpeace fordert eine umfassende Neubewertung der heute vorgelegten Studien durch unabhängige Wissenschaftler.

Im Juli hatte Greenpeace die Vorversion einer Literaturstudie zur aktuellen Risikoforschung an Gen-Mais vorgelegt. Der Gen-Mais produziert ein Insektengift, das nicht nur den schädlichen Maiszünsler, sondern auch andere Insekten und Bodenorganismen bedroht. Monsanto behauptet jedoch, von dem Gen-Produkt würde keinerlei Risiko für das Ökosystem ausgehen und verweist auf Stellungnahmen von zwei deutschen Wissenschaftlern. Greenpeace veröffentlichte hingegen die Ergebnisse verschiedener Forschungsteams im In- und Ausland, die Gefährdungen für Bodenwürmer, Bodeninsekten, Schmetterlingslarven und Bienen durch den Gen-Mais belegen.

Krank durch Autoverkehr: Politik muss endlich handeln! Kaiserslautern: Greenpeace wirbt für umwelt- und klimafreundliche Verkehrskonzepte (Fotos)

Kaiserslautern, 03.08.2006 ­ Neben maßgeblicher Beteiligung an der Klimaerwärmung ist der Kraftfahrzeugverkehr auch für die Freisetzung zahlreicher gesundheitsgefährdender Schadstoffe verantwortlich. Da Politik und Autoindustrie keine geeigneten Maßnahmen zum Schutz der Menschen treffen, werben Mitglieder der Umweltschutzorganisation Greenpeace am kommenden Samstag in der Kaiserslauterner Fußgängerzone dafür, das Auto öfters stehen zu lassen und die umweltfreundlichen Alternativen zu nutzen. Ab 11 Uhr haben Passanten nahe Peek & Cloppenburg die Möglichkeit, sich zum Thema zu informieren. Unter dem Motto "Werde Klima-Aktivist" sind insbesondere junge Menschen zum Mitmachen aufgefordert und können am Stand einen Klima-Aktivisten-Pass erhalten.

Die Wirkung der durch den Autoverkehr verursachten Schadstoffe ist vielfältig. Ultrafeine Partikel aus dem Auspuff sind ein Grund für die epidemieartige Zunahme asthmatischer Atemwegserkrankungen. Vor allem Kinder, deren Schulweg durch verkehrsbelastete Straßen führt, zeigen eine höhere Asthma- und Allergieanfälligkeit bis hin zu Krebs. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation sterben in Deutschland jährlich etwa 75.000 Menschen an den Folgen von Feinstaub. Wegen des völlig unzureichenden Schutzes der Bevölkerung davor hat Greenpeace Anfang Mai am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Strassburg Beschwerde gegen die Bundesregierung eingereicht. Die Regierung hat weder den Anteil des Dieselrußes am Feinstaub gesenkt, noch die EU-Richtlinie zum Schutz der Menschen ausreichend umgesetzt.

"Die Bundesregierung und der Bundesrat nehmen tatenlos hin, dass Tausende Menschen frühzeitig an Dieselkrebs oder anderen durch Kraftfahrzeuge verursachte Krankheiten sterben", sagt Antoine Pfister, Ansprechpartner für den Klima- und Verkehrsbereich bei der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern. "Offensichtlich scheut die Regierung die Konfrontation mit den Autoherstellern. Diese würden beispielsweise keine steuerliche Benachteiligung ihrer Dieselautos ohne Filter hinnehmen."

Der Anteil des Dieselrußes am Feinstaub beträgt etwa 15 bis 25 Prozent. Trotz Zusage gibt es keine steuerliche Förderung für Autofahrer, die ihr Dieselfahrzeug mit einem Rußfilter nachrüsten. Es wurde bislang auch keine Kennzeichnung von Pkw verabschiedet, mit der Städte und Gemeinden zeitweise Fahrbeschränkungen oder -verbote regeln könnten. Greenpeace fordert von Bundesregierung und Bundesrat, den Kompetenzstreit um die Förderung von Filtern zu beenden. Sowohl ein Gesetz, das 1000 Euro Förderung für einen wirksamen Filter garantiert, als auch die Kfz-Kennzeichnung müssen so schnell wie möglich umgesetzt werden.

Auch das Reizgas Ozon bildet sich in jedem Sommer durch Sonneneinstrahlung auf Autoabgase. Ozon ruft entzündliche Reaktionen der Atemorgane hervor, löst Allergien aus oder verschärft sie, provoziert Asthma und schädigt die Atemwege. Kinder, deren Organismus um ein Vielfaches empfindlicher auf Umweltschäden reagiert, sind auch hier die Opfer Nummer eins. Das Atemgift spielt zudem eine Schlüsselrolle beim Waldsterben. Die kritischen Belastungsgrenzen für Waldökosysteme sind in weiten Teilen Deutschlands überschritten. Die Emissionen des Autoverkehrs sind dafür mitverantwortlich.

Neben der hohen Schadstoffbelastung ist der Zusammenhang zwischen Autoverkehr und Klimawandel eine Tatsache: Die Klimazonen verschieben sich, Wüsten breiten sich aus, Meeresspiegel steigen an, extreme Wetterlagen mit Dürren, Wirbelstürmen und Überschwemmungen häufen sich. Einer der Hauptverursacher des wirksamsten Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) ist der Autoverkehr in den Industrienationen. Aus einem Liter Autosprit entstehen beim Fahren 2,4 Kilogramm CO2. In Deutschland werden über 20 Prozent aller CO2-Emissionen durch Kraftfahrzeuge verursacht.

Deutschland und die anderen reichen Industriestaaten müssen endlich eine Fülle von Maßnahmen umsetzen, um die globalen Umweltprobleme zu lösen. Da die komplexen Folgen einer Klimaänderung nicht absehbar sind, dürfen nur so viele Treibhausgase in die Luft entlassen werden, wie Klima und Erde langfristig verkraften können. Der Benzinverbrauch pro Kraftfahrzeug muss gesenkt und Verkehr vermieden werden. Es müssen Anreize geschaffen werden, den Verkehr auf Bus, Bahn und Rad zu verlagern. Das Auto muss immer mehr durch umweltfreundliche Systeme ersetzt werden, denn fast die Hälfte aller mit dem Auto zurückgelegten Wege ist kürzer als drei Kilometer. In vielen holländischen Kommunen beispielsweise fahren die Menschen drei- bis viermal öfter mit dem Fahrrad als anderswo in Europa. Zukünftige Verkehrs-Investitionen sollten in diese alternativen Verkehrswege fließen und nicht in den Bau von Straßen und Parkplätzen. Erfolgsversprechend sind Mobilitätszentralen, die alle Informationen der öffentlichen Verkehrsanbieter sammeln sowie das "Car-Sharing".

Politik und Autoindustrie mitverantwortlich für hohe Ozon-Werte - Kaiserslautern: Greenpeace demonstriert für wirksame Gegenmaßnahmen (Fotos)

Kaiserslautern, 19.07.2006 ­ Auto- und Motorradabgase lassen die Ozonwerte weiterhin in bedrohliche Höhen klettern. Aufgrund der Untätigkeit von Politikern und der Autoindustrie bittet die Umweltschutzorganisation Greenpeace alle Verkehrsteilnehmer, nur dringend notwendige Fahrten mit Kraftfahrzeugen zu unternehmen und auf öffentliche Verkehrsmittel auszuweichen. Vor der Kaiserslauterner Stiftskirche demonstrieren die Umweltschützer am kommenden Samstag, den 22.07.2006, für wirkungsvolle Gegenmaßnahmen und informieren die Bürger über die Problematik. Im Saarland und in Rheinland-Pfalz wurden beispielsweise bei Birringen mit 190 sowie Hunsrück-Leisel mit 189 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft die für die menschliche Gesundheit gefährlichen Werte bei weitem überschritten. Bei Ozon handelt es sich um ein starkes Atemgift, das Allergien fördert und Krebs auslösen kann. Es bildet sich bei der Sonneneinstrahlung auf Vekehrsabgase durch photo-chemische Reaktionen.

"Auf Betreiben der Auto-Lobby ignoriert die Politik die von den Fachleuten der Weltgesundheitsorganisation festgelegte Gefahrenschwelle und hat den Grenzwert für Ozon um das Doppelte erhöht - dies ist unverantwortlich! Damit machen sich Politik und Autoindustrie mitschuldig an jährlich Tausenden von Todesopfern", warnt Antoine Pfister, Ansprechpartner für den Klima- und Verkehrsbereich bei der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern.

Auch in diesem Jahr sind wieder besonders Kinder, ältere Menschen sowie Menschen mit geschwächtem Immunsystem die Leidtragenden der durch Ozon verursachten hohen Sommersmogwerte. "Wenn unseren Politikern etwas an der Gesundheit der Bevölkerung läge, würden sie Fahrverbote ab 120 Mikrogramm Ozongehalt verhängen", so Pfister.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) registriert Gesundheitsschäden bereits ab 120 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft. Diese Grenze wird an amtlichen Meßpunkten deutschlandweit mit Werten bis 240 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft dramatisch überschritten. Kinder müssen sogar schon ab 90 Mikrogramm Ozongehalt inakzeptable Lungenfunktionseinbußen hinnehmen. Die gültigen von der Politik festgesetzten Grenzwerte für Ozon, ab denen Maßnahmen wie Fahrverbote durchgesetzt werden können, betragen 240 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Daneben spielt Ozon als Klima- und Pflanzengift auch eine Schlüsselrolle bei der Klimaveränderung und beim Waldsterben.

Greenpeace fordert seit Jahren, dass bei gesundheitsgefährdenden Ozonkonzentrationen frühzeitig konsequente Fahrbeschränkungen für alle Kraftfahrzeuge verhängt werden.

Weltweite Auswirkungen des Klimakollaps immer dramatischer - Kaiserslautern: Greenpeace fordert Sofortmaßnahmen zum Klimaschutz (Fotos)

Kaiserslautern, den 14.07.2006 ­ Mitglieder der Umweltschutzorganisation Greenpeace demonstrieren am morgigen Samstag in der Kaiserslauterer Fußgängerzone für den dringend notwendigen Klimaschutz. Passanten haben die Möglichkeit, sich ab 11 Uhr an einem Info-Stand in der Riesenstrasse zum Thema zu informieren. Die Umweltschützer kritisieren den Ende Juni verabschiedeten Nationalen Allokationsplan (NAP), mit dem durch die kostenlose Verteilung von Verschmutzungsrechten der Energieträger Kohle bevorzugt wird und kein effektiver Klimaschutz mehr möglich ist.

"Seit Jahren reist der Klimazirkus um die Welt und debattiert minimale Reduktionsziele. Dabei wären längst drastische Maßnahmen erforderlich, um den Klimawandel zu stoppen", warnt Antoine Pfister, Ansprechpartner für den Klima- und Verkehrsbereich bei der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern.

Neben Greenpeace haben jüngst auch das Fraunhofer Institut für System- und Innovations-Forschung, der Sachverständigenrat für Umweltfragen sowie führende Umweltökonomen darauf hingewiesen, dass die notwendigen, langfristigen Klimaschutzziele mit dem jetzt vorliegenden nationalen Allokationsplan nicht erreicht werden können. Der Grund: Die jetzigen Regelungen fördern die falschen Energieformen, verfestigen die vorhandenen Energiestrukturen und schwächen den marktwirtschaftlichen Ansatz des Emissionshandels. Nach dem neuen Verteilungsplan sollen Gaskraftwerke nicht einmal halb so viele Emissionsrechte bekommen wie neue Kohlekraftwerke. Während Gaskraftwerke nur 365 Gramm CO2 pro erzeugter Kilowattstunde Strom ausstoßen dürfen, soll der Wert für Kohlekraftwerke bei 750 Gramm liegen. Durch die kostenlose Verteilung und die Privilegien für die Kohle werden die Regelungen dem Klimaschutz nicht gerecht.

Unterdessen werden die Folgen des Klimawandel weltweit immer dramatischer. Europa droht auch in diesem Jahr wieder eine Dürrekatastrophe. Im Mittelmeerraum herrscht bereits kurz nach Sommerbeginn teils katastrophale Trockenheit und der Wasserverbrauch muss eingeschränkt werden. Forscher haben Dürren, Hitzewellen und darauf folgende Energiekrisen sowie die verstärkte Hurrikan-Intensität mit der globalen Erwärmung in Verbindung gebracht. Auch die drastische Zunahme der Brände steht mit den gestiegenen Temperaturen und der früheren Schneeschmelze in direktem Zusammenhang. Der Teufelskreis: Je mehr Bäume verbrennen, desto weniger Kohlendioxid wird absorbiert. Die Erde erhitzt sich immer schneller und die Wüstenbildung nimmt zu. Auch im Südosten Englands drohen Wasserengpässe. In Südspanien sind die Wasserreserven in diesem Sommer so gering wie seit zehn Jahren nicht mehr. In Portugal gilt die Rekord-Dürre 2005 als die schlimmste seit 60 Jahren. Italien leidet noch immer unter der Trockenperiode von 2003; der Norden muss sich zusätzlich von der Dürre des vergangenen Jahres erholen. In den französischen Départements Charente-Maritime und Deux-Sèvres gelten bereits jetzt Nutzungsbeschränkungen. Weltweit schmelzen die Gletscher in alarmierender Geschwindigkeit. Auch die Polarregionen verlieren ihre Eiskappe, riesige Eisberge treiben mit den Meeresströmungen bis in tropische Regionen. Schwere Stürme verwüsten ganze Landstriche in immer kürzerer Folge. Große Trockenheit wechselt sich mit sintflutartigen Niederschlägen ab, was zu extremen Hochwassern führt, da der Boden nicht mehr aufnahmefähig ist. Greenpeace fordert, die Emissionen von Treibhausgasen deutlich über die Kyoto-Verpflichtungen und über das Jahr 2012 hinaus weltweit zu reduzieren. Pro Land muss es eine klare Begrenzung der handelbaren Menge an Emissionen auf niedrigem Niveau geben. Aufforstungsprojekte dürfen nicht als Klimaschutzmaßnahmen zugelassen werden. Von den Ölkonzernen fordert Greenpeace, im kommenden Jahrzehnt mindestens 5 Prozent der von ihnen verantworteten Treibhausgase zu verringern durch den schrittweisen Ausbau erneuerbarer Energien. In Deutschland müssen bis 2020 die Treibhausgase um mindestens 40 Prozent, bis 2050 um 80 Prozent reduziert werden.

Greenpeace kennzeichnet in über 100 Supermärkten Landliebe-Produkte wegen der Verwendung von Gen-Futter (Fotos)

Pirmasens, 01.07.2006 ­ Mit dem Warnhinweis "Gentechnik ­ Hände weg" werden heute Greenpeace Aktivisten in Pirmasenser Supermärkten sowie in über 100 Märkten in 32 weiteren deutschen Städten Landliebe-Produkte kennzeichnen. Die Umweltorganisation kritisiert, dass Kühe, deren Milch in der Marke Landliebe verarbeitet wird, mit umweltschädigendem Gen-Mais und Gen-Soja gefüttert werden. Bereits mehrfach konnte Greenpeace Gen-Futter im Trog von Kühen nachweisen, die für Landliebe und den niederländischen Mutterkonzern Campina Milch geben. Campina/Landliebe bestätigt daraufhin die Verfütterung von Gen-Pflanzen, weigert sich aber ausdrücklich, darauf zu verzichten.

"Die Werbung mit 'Liebe zum Land' ist ein schamloser Betrug am Verbraucher, solange die Landliebe-Kühe Gen-Soja und Gen-Mais zu fressen bekommen", sagt Katja Pfirrmann von der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern. Für den Anbau von Gen-Soja müssen mehr giftige Spritzmittel eingesetzt werden. In Argentinien werden große Urwaldgebiete abgeholzt, damit dort noch mehr Gen-Soja für die Tierfütterung wachsen kann. Der verfütterte Gen-Mais produziert selbst ein Insektengift und schädigt damit nicht nur unerwünschte Insekten, sondern gefährdet auch in Europa heimische Schmetterlingsarten. Die Maispflanzen sondern das Gift auch in den Boden ab, wo es sich anreichert. Die negativen Folgen sind weitgehend unerforscht.

Lebensmittel, die direkt gentechnisch veränderte Zutaten enthalten, müssen per Gesetz gekennzeichnet werden. Milch, Eier und Fleisch von Tieren, die mit Gen-Pflanzen gefüttert werden, bleiben jedoch ohne Hinweis auf die Gentechnik. Hier tappt der Verbraucher, der von der Gentechnik betroffene Produkte beim Einkauf meiden will, im Dunkeln. "Landliebe nutzt die Kennzeichnungslücke aus und mogelt den Verbrauchern Milch und Joghurt aus Gen-Fütterung unter", so Pfirrmann. Greenpeace schließt mit seiner heutigen Aktion diese Lücke in der Verbraucherinformation.

Eine Fütterung ohne Gen-Pflanzen ist in der Milchkuh-Fütterung problemlos. Zertifizierte, nicht gentechnisch veränderte Soja ist reichlich auf dem Weltmarkt vorhanden und Gen-Mais wird in Deutschland nur auf einer verschwindend kleinen Fläche angebaut. Am Besten ist es, auf Importfutter zu verzichten und Gras und Heu zu füttern. Das schont die Natur und liefert auch nachweislich gesündere Milch.

Unabhängig von der Verfütterung von Gen-Pflanzen, beeinflusst das Futter die analytische Qualität der Milch. Campina setzt mit Namen wie "Landliebe" offensichtlich auf Verbraucher, die traditionell erzeugte, naturnahe Produkte kaufen wollen. Doch wie eine aktuelle Studie von Greenpeace zur Milchqualität zeigt, unterscheiden sich die Inhaltsstoffe von Campina Milch deutlich von den Produkten, die wirklich aus dem ökologischen Landbau stammen. Unter anderem sind in der Milch weniger gesundheitsfördernde Omega-3-Fettsäuren enthalten.

Der Strand von St. Kitts - ein Friedhof der Wale - Kaiserslautern: Greenpeace-Protest gegen Waleschlachten durch Japan (Fotos)

Kaiserslautern, 24.06.2006 ­ Mitglieder der Umweltschutzorganisation Greenpeace protestieren heute in der Kaiserslauterner Fußgängerzone gegen das weitere Abschlachten der Wale im Südpolarmeer durch Japan. Ab 11 Uhr haben Passanten nahe H&M die Möglichkeit, sich ausführlich zum Thema zu informieren und den Protest zu unterstützen. Greenpeace-Aktivisten hatten am vergangenen Dienstag, dem letzten Morgen der 58. Tagung der Internationalen Walfangkommission auf St. Kitts, einen Walfriedhof am Strand vor dem Tagungsgebäude errichtet. Die Walfluken (Schwanzflossen) mit dem Schriftzug "Ruhe in Frieden" standen dort als Symbole für die fast 1.000 Zwerg- und Finnwale, die im vergangenen Winter im Walschutzgebiet der Antarktis sterben mussten. Der friedliche Protest wurde von Sicherheitskräften gewaltsam beendet.

Der IWC ist es auf St. Kitts erneut nicht gelungen, das Töten der Wale durch die japanische Fangflotte unter dem Deckmantel der Wissenschaft zu stoppen. Stattdessen sind die japanischen Walfänger mit den Entscheidungen der vergangenen Tage ihrem Ziel, der Wiederaufnahme des kommerziellen Walfangs, einen entscheidenden Schritt näher gekommen.

"Japan kauft in der IWC die Stimmen der armen Entwicklungsländer, die die japanische Lügenpropaganda ernst nehmen und nach Anweisung Japans handeln. Es ist infam, das Waleschlachten mit dem Hunger der Welt in Verbindung zu bringen", sagt Sabrina Scheuermann, Ansprechpartnerin für den Meeresbereich bei der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern. "Anstatt wichtige Entscheidungen für den dringend notwendigen Ausbau des Walschutzes voranzutreiben, haben sich die Walfanggegner in Diskussionen mit Japan erschöpft". In seinem Forschungsprogramm will Japan in Zukunft jährlich 935 Zwergwale und 50 der extrem gefährdeten wie auch geschützten Buckel- und Finnwale jagen.

Die diesjährige Tagung der IWC dominierte die Frage, ob Japan und andere Walfangbefürworter wie Norwegen und Island inzwischen eine potenzielle Mehrheit haben. So wurde das globale Fangverbot und das antarktische Schutzgebiet geschwächt und zur Disposition gestellt. Doch um das Moratorium für die kommerzielle Waljagd zu kippen, müsste eine Dreiviertelmehrheit der Vertragsstaaten für dessen Ende stimmen. Die endgültige "feindliche Übernahme" mit den gekauften Stimmen vor allem karibischer, pazifischer und afrikanischer Staaten hat bisher jedoch nicht stattgefunden.

Die Walschützer gewannen die Abstimmung über den Fortbestand des Walschutzgebietes im Südpolarmeer. Sie konnten verhindern, dass die Kleinwale von der Tagesordnung gestrichen oder geheime Abstimmungen eingeführt werden. Im Gegenzug gelang es Japan, eine Resolution zu seinen Gunsten zu verabschieden, die beispielsweise das Moratorium für nicht mehr notwendig erklärt und unterstellt, dass der Hunger armer Staaten direkt mit dem Fischkonsum von Walen zusammenhängt. Dabei hegt selbst die Welternährungsorganisation FAO keinen Zweifel daran, dass an der ernsthaften Krise der weltweiten Fischbestände die Überfischung durch den Menschen Schuld ist.