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Pressemitteilungen und Aktionsfotos Immer mehr Lebensmittelhersteller vermeiden Gentechnik in der Produktion - Greenpeace informiert mit Einkaufsratgeber "Essen ohne Gentechnik" Kaiserslautern, 12.06.2009 Am morgigen Samstag, den 13.06.2009, wird Greenpeace in Kaiserslautern sowie in 40 weiteren deutschen Städten über Gentechnik in der Lebensmittelproduktion informieren. Ab 11 Uhr haben Passanten die Möglichkeit, vor der Sparda-Bank an einer Mitmachaktion teilzunehmen, um noch nicht gentechnikfrei produzierende Molkereien zu einer gentechnikfreien Milchherstellung zu bewegen. An einem Info-Stand können Bürger kostenlos den überarbeiteten Ratgeber "Essen ohne Gentechnik" erhalten. Der Ratgeber zeigt, welche Unternehmen ihr Angebot an gentechnikfreien Produkten ausgeweitet haben. So setzt die Firma Hipp als erster Lebensmittelhersteller gentechnikfrei erzeugtes Milchpulver nicht nur in Bio-Lebensmitteln, sondern auch in herkömmlichen Produkten ein. Greenpeace hat erneut über 350 Unternehmen der Lebensmittelbranche zum Einsatz von gentechnisch verändertem Tierfutter befragt. Deutschland importiert vor allem aus Südamerika Millionen Tonnen Gen-Soja als Futterpflanze für Kühe, Hühner, Rinder und Schweine. Milch, Eier und Fleisch müssen aber nicht entsprechend gekennzeichnet werden. "Der Großteil der Verbraucher lehnt Gentechnik im Essen ab und will deren Ausbreitung verhindern", sagt Mechthild Harth von von der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern. "Und daher setzen inzwischen viele Geflügelfleisch-Produzenten auf eine gentechnikfreie Fütterung, immer mehr Milch wird ohne Gen-Pflanzen in der Tierfütterung hergestellt. Greenpeace fordert von den großen Milchmarken wie Weihenstephan oder Bärenmarke, auch auf die umstrittenen Futtermittel zu verzichten." Der Einkaufsratgeber ist für Verbraucher besonders hilfreich, weil sie nur so erfahren, welche Unternehmen bei der Herstellung tierischer Lebensmittel wie Milch, Eier und Fleisch Gentechnik vermeiden. Für diese Produkte gibt es bislang keine gesetzliche Verpflichtung zur Kennzeichnung, ob Gentechnik in der Produktionskette verwendet wurde. Der Einkaufsratgeber, von dem bereits 2,7 Millionen Exemplare seit Januar 2004 verteilt wurden, listet in der elften Auflage zudem erstmals Produkte auf, die die freiwillige Kennzeichnung "ohne Gentechnik" tragen. So bietet der Lebensmittelhändler Tegut unter seiner Eigenmarke neben Milchprodukten, Eiern und Schweinefleisch nun auch Tiefkühlgeflügel mit dieser Kennzeichnung an. Eine große Umstellung steht bei der Molkerei Berchtesgadener Land an: Sie hat angekündigt, bis zum Jahresende ihre gesamte Milchherstellung von jährlich über 200.000 Tonnen auf eine gentechnikfreie Fütterung umzustellen. Der Anbau von gentechnisch veränderten Futtermitteln hat ebenso schädliche Auswirkungen auf die Umwelt wie der Gen-Mais, der in Deutschland verboten wurde. Die Genmanipulation von Pflanzen ist eine Risikotechnologie. Durch den Eingriff in die Pflanze können unerwünschte Stoffe mit Nebenwirkungen entstehen. Zudem wird Gen-Soja stärker gespritzt als herkömmliche Soja. Die giftigen Pestizide können das Trinkwasser verunreinigen und bedrohen die Pflanzenvielfalt. Stromkonzerne blockieren weiterhin Ausbau Erneuerbarer Energien - Kaiserslautern: Greenpeace informiert anlässlich des 23. Jahrestages der Tschernobyl-Katastrophe über Alternativen zu Atom- und Kohlestrom Kaiserslautern, 24.04.2009 Anlässlich des 23. Jahrestages des Super-GAUs von Tschernobyl fordern Mitglieder der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern am morgigen Samstag den schnellstmöglichen Atomausstieg. Ab 11 Uhr informieren die Aktivisten nahe dem Kugelbrunnen in der Kaiserslauterner Fußgängerzone auch über den Bezug von sauberem Ökostrom. Um 1.23 Uhr explodierte in der Nacht zum 26. April 1986 in Tschernobyl ein Atomreaktor und verstrahlte in der Folge riesige Gebiete der nördlichen Erdhalbkugel. Aber die Energiekonzerne RWE, E.on, Vattenfall und EnBW vernachlässigen laut einer Studie des Berliner Instituts für Ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) weiterhin den Ausbau der Erneuerbaren Energien und setzen vorrangig auf Atom- und Kohlestrom. Der Anteil aus Wind, Biomasse, Erdwärme und Solarstrom ohne alte Wasserkraftanlagen am Kraftwerksmix der vier Stromriesen liegt derzeit nur bei 0,1 bis 1,7 Prozent, während er im Bundesdurchschnitt 10,8 Prozent beträgt. Auch in Konzernplanungen spielen die Erneuerbaren Energien mit maximal 10 bis 15 Prozent der Gesamtinvestitionen eine untergeordnete Rolle. "Große Energiekonzerne blockieren noch immer entscheidende Schritte für Klimaschutz und einen schnellen Atomausstieg. Sie schaden mit monopolartigen Gewinnen dem Standort Deutschland - darüber können auch die millionenschweren PR-Kampagnen nicht hinwegtäuschen", sagt Mechthild Harth von der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern. Zwar erzeugten die Konzerne, die allein 80 bis 90 Prozent der deutschen Stromproduktion beherrschen, im Jahr 2007 zwischen 2 und 20 Prozent ihres Stroms aus Erneuerbaren Energiequellen, doch waren dies vor allem alte Wasserkraftanlagen. Strom aus Wind, Biomasse, Erdwärme und Sonne wurde vorwiegend von unabhängigen Stadtwerken, Mittelständlern und Privathaushalten eingespeist. E.on und RWE kündigen nun Milliardeninvestitionen in Erneuerbare Energien an, die tatsächlichen Summen bleiben aber mit unter 10 Prozent (E.on) und etwa 15 Prozent (RWE) an den Gesamtinvestitionen bis 2020 weit hinter den Erfordernissen zurück. Die Konzerne betreiben vor allem den Ausbau von Großkraftwerken, um so ihre marktbeherrschende Position bei der Stromerzeugung zu festigen und hohe Gewinne zu erzielen. Gleichzeitig Können sie durch ihr Monopol bei den Übertragungsnetzen den notwendigen Ausbau der Netze blockieren. Für ein konsequentes Wachstum der Erneuerbaren Energien und fairen Wettbewerb auf dem Energiemarkt fordert Greenpeace die Einrichtung einer unabhängigen Netzgesellschaft, an die alle großen Energieversorger ihre Übertragungsnetze abgeben müssen. Zudem sollten die größten Konzerne E.on und RWE dazu verpflichtet werden, Stadtwerksbeteilungen und Großkraftwerke zu veräußern und keine weiteren Großkraftwerke mehr zu bauen. Verbraucher sollten einen eigenen Beitrag zu einem schnellen Atomausstieg und für mehr Klimaschutz leisten, indem sie zu einem seriösen Ökostromanbieter wechseln. Greenpeace hat bereits im Jahre 2007 einen Masterplan für die weltweite Energieerzeugung mit Erneuerbaren Energien sowie ein Szenario für Deutschland vorgelegt. Darin wird belegt, dass der Klimawandel vermieden werden kann bei gleichzeitigem Verzicht auf mehrere Kohlekraftwerke und Atomkraft. Dabei ist Ökostrom oft nur unwesentlich teurer als der Strom vom regionalen Anbieter. In manchen Regionen kann er sogar günstiger sein. Da die Stromtarife je nach Region und Anbieter sehr unterschiedlich sein können, lohnt sich ein Blick auf einen Stromtarifrechner. Für eine vierköpfige Familie belaufen sich die monatlichen Mehrausgaben häufig auf nicht mehr als sechs Euro - das entspricht ungefähr dem Preis einer Kinokarte. Doch selbst darauf muss man wahrscheinlich nicht verzichten. Denn in den meisten Haushalten lässt sich noch eine ganze Menge Energie sparen: Die permanent stromschluckende Stand-by-Stereoanlage kann zum Beispiel durch eine ausschaltbare Steckerleiste vollständig abgeschaltet werden. Und auch die Energiesparlampe hat ihren Namen verdient. Denn eine Schätzung aus Großbritannien besagt: Wenn pro Haushalt nur eine normale Glühbirne gegen eine Energiesparlampe ausgetauscht würde, könnte dafür ein (Kohle-)Kraftwerk abgeschaltet werden. Unter dem Strich bleibt also sehr wahrscheinlich Geld übrig. Wie bequem und einfach jedermann zu einem seriösen Ökostromanbieter wechseln kann, erfahren Sie unter www.atomausstieg-selbermachen.de. Mehr Schutz für Wale, Harpune ins Museum! Greenpeace informiert in 29 Städten über Gefährdung der Meeresriesen (Fotos) Kaiserslautern, 30.05.2008 - Greenpeace-Gruppenmitglieder demonstrieren am morgigen Samstag vor der Kaiserslauterner St. Martinskirche für den Stopp des Walfangs im Südpolarmeer und die Einrichtung eines Schutzgebietes im Südatlantik. Anlässe sind die derzeitige Tagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) in Santiago de Chile, die über künftige Fangquoten berät, sowie die ablehnende Haltung der dänischen Regierung gegenüber dem Schutz der Wale. Passanten können sich ab 11 Uhr mit Protestfotos und ihrer Unterschrift für den Schutz der bedrohten Meeresriesen einsetzen und den dänischen Umweltminister zur Einrichtung eines Walschutzgebietes auffordern. Ähnliche Aktionen werden deutschlandweit in 29 Städten durchgeführt. "Viele Walarten sind weiterhin vom Aussterben bedroht und ihr konsequenter Schutz ist dringend notwendig", sagt Sabrina Scheuermann, Ansprechpartnerin für den Meeresbereich bei der Greenpeace-Grupppe Kaiserslautern. "Die dänische Regierung hat sich in den vergangenen Jahren gegen ein Schutzgebiet im Südatlantik ausgesprochen und argumentiert damit, die Bevölkerungsinteressen zu vertreten. Damit isoliert sich Dänemark innerhalb der EU als Walfang-Befürworter. Europa muss für den Schutz der Wale mit einer Stimme sprechen." Bis 2001 zählte Dänemark zu den Walfang-Gegnern. Mit dem damaligen Regierungswechsel jedoch änderte sich die dänische Position in der IWC. Das Land wechselte ins Lager der Walfang-Befürworter. Dies zeigte sich auch im dänischen Abstimmungsverhalten zur Ausweisung des südatlantischen Walschutzgebietes: Bei allen sechs Abstimmungen der vergangenen Jahre stimmte die dänische Delegation gegen die Ausweisung. Auf Antrag Brasiliens wird das Schutzgebiet in diesem Jahr nun erneut vorgeschlagen. Aber auch an anderer Stelle setzt sich Greenpeace für den Walschutz ein. Naturgetreue Modelle eines 26 Meter langen Blauwals, eines Orcas, einer Buckelwalmutter mit Kalb und anderer "Riesen der Meere" präsentiert die Umweltschutzorganisation gemeinsam mit dem Deutschen Meeresmuseum ab 12. Juli im neuen OZEANEUM in Stralsund. Diese weltweit einmalige Ausstellung soll die Besucher faszinieren und vom notwendigen Schutz der Meeresgiganten überzeugen. Greenpeace kämpft seit 1972 für den Schutz der Wale und gegen den kommerziellen Walfang. Auch in diesem Jahr wurden erneut Hunderte Großwale im antarktischen Schutzgebiet sinnlos abgeschlachtet. Die japanische Regierung rechtfertigt ihre Jagd mit einem Walfang zu wissenschaftlichen Zwecken. Sie ignoriert jedoch das Fangmoratorium der IWC von 1982 und missachtet das antarktische Walschutzgebiet. Dabei kann sie sich der Unterstützung Dänemarks sicher sein. Keine neuen Klimakiller in Deutschland! Kaiserslautern: Greenpeace protestiert gegen den Bau neuer Kohlekraftwerke (Fotos) Kaiserslautern, 05.10.2007 Mitglieder der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern protestieren am morgigen Samstag gegen den Bau neuer Kohlekraftwerke in Deutschland. Passanten haben ab 11 Uhr die Möglichkeit, den Protest in der Kaiserslauterner Fußgängerzone (vor Juwelier Christ) mit ihrer Unterschrift gegen den Ausbau des besonders klimaschädlichen Braunkohlekraftwerks in Boxberg/Sachsen zu unterstützen. Die Energiekonzerne in Deutschland wollen in den nächsten Jahren 25 Kohlekraftwerke mit einer Kapazität von 24.000 Megawatt bauen. Im Brennpunkt der aktuellen Debatte steht unter anderem ein von Vattenfall geplantes, besonders klimaschädliches Braunkohlekraftwerk in Boxberg/Sachsen. 36 Greenpeace-Kletterer hatten am vergangenen Montag sieben Kräne auf der Baustelle für den Block R dieses Kraftwerks bestiegen und gegen das Projekt protestiert. "Solche Kohlendioxidschleudern konterkarieren jegliche Anstrengungen zum dringend notwendigen Klimaschutz", sagt Antoine Pfister, Klima-Ansprechpartner bei der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern. "Der Klimawandel gefährdet Menschen bereits jetzt weltweit und bedroht künftige Generationen. Das Regierungspräsidium Dresden muss für Boxberg einen sofortigen Baustopp verhängen und auch die anderen geplanten Kohlekraftwerke dürfen nicht gebaut werden." Greenpeace hatte in der vergangenen Woche beim Regierungspräsidium Dresden einen Antrag auf Widerruf der Betriebsgenehmigung für den Block R des Vattenfall-Kraftwerks im sächsischen Boxberg gestellt und gleichzeitig beantragt, einen Baustopp zu verhängen. Die Umweltschutzorganisation begründet dies mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen über die zunehmende Geschwindigkeit des Klimawandels. Da der Energiekonzern Vattenfall die Anlage mit dem besonders klimaschädlichen Brennstoff Braunkohle betreiben will, ist sie nach Ansicht von Greenpeace nicht mehr vertretbar. Zudem widerspricht der Neubau des Kraftwerks den Klimaschutzzielen der Bundesregierung und dem internationalen Abkommen von Kyoto. Nach Auffassung von Greenpeace sind die Voraussetzungen für die Ende 2006 erteilte Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz nicht mehr gegeben und weitere Baumaßnahmen am Block R des Braunkohlekraftwerks Boxberg illegal. Allein dieser Block soll jährlich 4,4 Millionen Tonnen Kohlendioxid ausstoßen. Das entspricht den Kohlendioxidemissionen des mittelamerikanischen Staates Costa Rica. Derzeit erbringt das Kraftwerk eine Leistung von 1.900 Megawatt. Mit dem zusätzlichen Block R sollen im Jahr 2011 weitere 675 Megawatt ans Netz gehen. Dafür soll der 1990 stillgelegte Tagebau Reichwalde extra wieder in Betrieb genommen werden. Mit CO2-Emissionen von 924 Gramm pro Kilowattstunde Strom wird das Kraftwerk das Klima mehr als doppelt so stark schädigen wie ein modernes Gaskraftwerk. Anstatt in neue Kohlekraftwerke zu investieren, fordert Greenpeace ein verstärktes Engagement der Energieversorger in Erneuerbare Energien. Diese sind ein bedeutender Beitrag zum Klimaschutz und verhindern die Entstehung des Treibhausgases CO2. Ein von Greenpeace vorgelegter Masterplan für die weltweite Energieerzeugung mit Erneuerbaren Energien sowie ein Szenario für Deutschland belegen, dass der Klimawandel vermieden werden kann bei gleichzeitigem Verzicht auf mehrere Kohlekraftwerke und Atomkraft. Wie einfach Stromkunden zu einem seriösen Ökostromanbieter wechseln können, zeigt das Aktionsbündnis "Atomausstieg selber machen" auf seiner Internetpräsenz www.atomausstieg-selbermachen.de. Klimaschutz: Überwiegende Mehrheit der Bürger für Tempolimit - Greenpeace demonstriert anlässlich IAA für dringend notwendige Klimaschutzmaßnahmen (Fotos) Kaiserslautern, 07.09.2007 Anlässlich der bevorstehenden Internationalen Automobilausstellung (IAA) demonstriert Greenpeace am morgigen Samstag in Kaiserslautern für wirksame Maßnahmen zum Klimaschutz. Aktivisten sammeln Kaufabsichtserklärungen für besonders spritsparende Autos und weiterhin Unterschriften für ein Tempolimit von 120 Stundenkilometern auf deutschen Autobahnen. Passanten haben ab 11 Uhr zudem die Möglichkeit, sich an einem Info-Stand in der Fußgängerzone (Kugelbrunnen) ausführlich zu informieren. An den vergangenen Wochenenden hatten sich über 90 Prozent der Befragten in Kaiserslautern für ein Tempolimit ausgesprochen. "Wir brauchen endlich die Energiewende und müssen unseren Energieverbrauch als Erste Hilfe fürÕs Klima drastisch senken!", sagt Mechthild Harth von der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern. "Wenn Minister Tiefensee weiterhin ein Tempolimit blockiert, macht er sich mitschuldig am Klimawandel." Verbraucher erklären mit ihrer Unterschrift auf den Kaufabsichtserklärungen, zukünftig nach dem SmILE-Prinzip (Small, Intelligent, Light, Efficient) gebaute PKW kaufen zu wollen. Ein von Greenpeace nach diesem technologischen Konzept umgebauter serienmäßiger Renault Twingo hat bisher mehr als 80.000 Kilometer bei Testfahrten zurückgelegt. Der Durchschnittsverbrauch liegt bei 3 Liter auf 100 Kilometer und damit um 50 Prozent niedriger als beim Serienauto. Kohlendioxid (CO2) ist wesentlich für den Treibhauseffekt und damit für den vom Menschen verursachten Klimawandel verantwortlich. Bedeutende Faktoren sind der Kraftfahrzeug- und Flugverkehr. Auf 12.300 Kilometern Autobahn in Deutschland werden rund ein Drittel aller PKW-Kilometer gefahren. Zwei Drittel der Strecken haben nach Angaben der Bundesregierung keine Geschwindigkeitsbeschränkung. Ein allgemeines Tempolimit ist die schnellste und günstigste Maßnahme zur Reduzierung von Treibhausgasen im Verkehrsbereich. Auch die EU hat ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen gefordert. Eine Geschwindigkeitsreduzierung ist Grundvoraussetzung und Signal an die Autoindustrie für den Bau sparsamerer Autos. Niedrigere Geschwindigkeiten ermöglichen den Einbau leichterer Motoren, die Sicherheit der Insassen kann mit geringerem Aufwand und Fahrzeuggewicht sichergestellt werden. Dieses "Downsizing" der Fahrzeuge könnte die CO2-Emissionen von PKW in kürzester Zeit halbieren - ein deutlich größerer Effekt als alle aktuell diskutierten CO2-Grenzwerte für Autos. Wenn keine massiven Reduzierungen von Treibhausgasen erfolgen, könnten einem UN-Bericht zufolge die Temperaturen auf der Erde bis zum Jahr 2100 mehr als doppelt so schnell steigen als im vergangenen Jahrhundert. Der Klimawandel ist laut Studie des Weltklimarates (IPCC) eindeutig und vom Menschen verursacht. Nahe am Meer gelegene Städte wie Rostock, Hamburg und Kiel werden nach Ansicht des Klimaexperten Hermann Ott vom Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt und Energie auf lange Sicht unbewohnbar werden. Grund dafür sei das Abschmelzen der Polkappen und der damit verbundene Anstieg des Wasserspiegels. Ein nicht unbedeutender Beitrag zum Klimaschutz ist der Bezug von Ökostrom, denn Ökostrom reduziert die Entstehung des Treibhausgases CO2. Ein von Greenpeace vorgelegter Masterplan für die weltweite Energieerzeugung mit Erneuerbaren Energien sowie ein Szenario für Deutschland belegen, dass der Klimawandel vermieden werden kann bei gleichzeitigem Verzicht auf mehrere Kohlekraftwerke und Atomkraft. Dabei ist Ökostrom oft nur unwesentlich teurer als der Strom vom regionalen Anbieter, in manchen Regionen kann er sogar günstiger sein. Wie bequem und einfach jedermann zu einem seriösen Ökostromanbieter wechseln kann, erfahren Sie unter www.atomausstieg-selbermachen.de. Kaiserslautern: Greenpeace fordert Aufgabe der Blockade gegen Tempolimit (Fotos) Kaiserslautern, 24.08.2007 Für die Einführung eines bundesweiten Tempolimits von 120 Kilometern pro Stunde auf Autobahnen sammelt Greenpeace morgen Unterschriften in Kaiserslautern. Passanten haben am Samstag ab 11 Uhr vor der Kaiserslauterner Stiftskirche die Möglichkeit, ihre Stimme für oder gegen ein Tempolimit abzugeben. Die aktuelle Zahl der Befürworter und Gegner einer Geschwindigkeitsbeschränkung wird auf einem überdimensionalen Tempo-120-Schild festgehalten. Am vergangenen Wochenende hatten sich etwa 80 Prozent der Befragten in Kaiserslautern für ein Tempolimit ausgesprochen. Die Greenpeace-Aktion findet zeitgleich in 22 deutschen Städten statt. Damit soll gegen die Blockadehaltung von Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee protestiert werden, der sich bisher weigert, ein flächendeckendes Tempolimit einzuführen. Im September wird im Bundestag über die Einführung von Tempo 120 auf Autobahnen abgestimmt. "Minister Tiefensee macht sich mitschuldig am Klimawandel, wenn er sich noch immer gegen ein Tempolimit wehrt. Wir brauchen Tempo 120 als Erste Hilfe für's Klima", sagt Antoine Pfister von der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern. Nach dem EU-Gipfel zum Klimaschutz im März hatte auch Umweltkommissar Stavros Dimas ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen gefordert. Der Bundesrepublik komme beim Klimaschutz eine besondere Verantwortung zu, sagte Dimas. Ein Durchbruch werde nur gelingen, wenn die EU-Staaten jetzt in der Praxis zeigen, dass Klimaschutz machbar und bezahlbar sei - insbesondere Deutschland als wichtigste Industrienation. Ein Tempolimit ist Grundvoraussetzung und Signal an die Autoindustrie für den Bau sparsamerer Autos. Niedrigere Geschwindigkeiten ermöglichen den Einbau leichterer Motoren, die Sicherheit der Insassen kann mit geringerem Aufwand und Fahrzeuggewicht sichergestellt werden. Dieses "Downsizing" der Fahrzeuge könnte die CO2-Emissionen von PKW in kürzester Zeit halbieren - ein deutlich größerer Effekt als alle aktuell diskutierten CO2-Grenzwerte für Autos. Greenpeace sammelt zur Zeit bundesweit Kaufabsichtserklärungen für besonders spritsparende Autos. Verbraucher erklären mit ihrer Unterschrift, zukünftig nach dem SmILE-Prinzip (Small, Intelligent, Light, Efficient) gebaute PKW kaufen zu wollen. Ein von Greenpeace nach diesem technologischen Konzept umgebauter serienmäßiger Renault Twingo hat bisher mehr als 80.000 Kilometer bei Testfahrten zurückgelegt. Der Durchschnittsverbrauch liegt bei 3 Liter auf 100 Kilometer und damit um 50 Prozent niedriger als beim Serienauto. Kaiserslautern: Bürger stimmen über "Tempo 120" auf deutschen Autobahnen ab - Greenpeace demonstriert und sammelt Unterschriften zur Einführung eines Tempolimits (Fotos) Kaiserslautern, 17.08.2007 Für die Einführung eines bundesweiten Tempolimits auf Autobahnen von 120 Kilometern pro Stunde demonstriert Greenpeace am morgigen Samstag ab 11 Uhr in der Kaiserslauterner Fußgängerzone (nahe H&M) und sammelt Unterschriften. Die aktuelle Zahl der Befürworter und Gegner einer Geschwindigkeitsbeschränkung wird auf einem überdimensionalen Tempo-120-Schild festgehalten. Die Greenpeace Tempolimit-Aktion findet in diesen Tagen deutschlandweit in 40 Städten statt. Anfang September wird im Bundestag über die Einführung von Tempo 120 auf Autobahnen abgestimmt. "Deutschland leistet sich als einziges Industrieland der Welt weiterhin unbeschränkte und CO2-treibende Raserei", sagt Mechthild Harth von der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern. "Es ist ein ungeheurer Zynismus, dass Minister Tiefensee ein Tempolimit blockiert. Er verantwortet damit Jahr für Jahr Hunderte von zusätzlichen Verkehrstoten, Tausende von Verletzten und mehrere Millionen Tonnen Treibhausgase. Unsere Bundestagsabgeordneten können diese Fehlentwicklung stoppen indem sie im September ein Tempolimit beschließen!" Auf 12.300 Kilometern Autobahn in Deutschland werden rund ein Drittel aller PKW-Kilometer gefahren. Zwei Drittel der Strecken haben nach Angaben der Bundesregierung keine Geschwindigkeitsbeschränkung. Ein allgemeines Tempolimit ist die schnellste und günstigste Maßnahme zur Reduzierung von Treibhausgasen im Verkehrsbereich. Mit seiner Einführung könnten die Kohlendioxid-Emissionen von PKW auf deutschen Autobahnen sofort um neun Prozent reduziert werden. Keine andere direkte Maßnahme hat ein annähernd großes Potential. Rund 60 Prozent der deutschen Bevölkerung sind laut einer Forsa-Umfrage für ein Tempolimit auf Autobahnen. Ein Tempolimit ist Grundvoraussetzung und Signal an die Autoindustrie für den Bau sparsamerer Autos. Niedrigere Geschwindigkeiten ermöglichen den Einbau leichterer Motoren, die Sicherheit der Insassen kann mit geringerem Aufwand und Fahrzeuggewicht sichergestellt werden. Dieses "Downsizing" der Fahrzeuge könnte die CO2-Emissionen von PKW in kürzester Zeit halbieren - ein deutlich größerer Effekt als alle aktuell diskutierten CO2-Grenzwerte für Autos. Greenpeace sammelt deshalb zur Zeit auch bundesweit Kaufabsichtserklärungen für besonders spritsparende Autos. Verbraucher erklären mit ihrer Unterschrift, zukünftig nach dem SmILE-Prinzip (Small, Intelligent, Light, Efficient) gebaute PKW kaufen zu wollen. Ein von Greenpeace nach diesem technologischen Konzept umgebauter serienmäßiger Renault Twingo hat bisher mehr als 80.000 Kilometer bei Testfahrten zurückgelegt. Der Durchschnittsverbrauch liegt bei 3 Liter auf 100 Kilometer und damit um 50 Prozent niedriger als beim Serienauto. Nach Störfällen in Krümmel und Brunsbüttel: "Rote Karte" für Atomstromkonzerne "Grünes Licht" für Ökostrom! (Fotos) Kaiserslautern, 20.07.2007 Die Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern fordert angesichts der Störfälle in den Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel den schnellstmöglichen Atomausstieg und den zügigen Ausbau regenerativer Energien. Passanten haben die Möglichkeit, sich am morgigen Samstag ab 11 Uhr in der Kaiserslauterner Fußgängerzone (nahe Juwelier Christ) über den für jedermann problemlos möglichen Bezug von sauber produziertem Ökostrom zu informieren. "Da Politik und Atomindustrie auch nach den erneuten Störfällen in Krümmel und Brunsbüttel noch immer bei der Umsetzung des geplanten Atomausstiegs zögern und sogar über Laufzeitverlängerungen dieser atomaren Zeitbomben nachdenken, ist es um so wichtiger, dass möglichst viele Menschen zu einem seriösen Ökostromversorger wechseln", sagt Mechthild Harth von der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern. "Denn nur dann, wenn viele Bürger den Atomstromkonzernen die "Rote Karte" zeigen und zu einem Ökostromversorger wechseln, hat der Atomausstieg eine reale Chance." Das Aktionsbündnis "Atomausstieg selber machen" vieler Umweltschutzverbände zeigt, wie einfach der Wechsel zu einem Ökostromversorger ist. Ein Link zum Bündnis sowie zwei Medienspots zur kostenlosen und möglichst weiträumigen Verbreitung hat die Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern auf ihrer Internet-Präsenz unter www.greenpeace.de/kaiserslautern bereitgestellt. Der Trafobrand am Atomkraftwerk Krümmel östlich von Hamburg am 28. Juni hatte größere Störungen als anfangs zugegeben verursacht. Betroffen war nach einem Bericht des für die Reaktorsicherheit zuständigen Sozialministeriums in Kiel auch das Reaktorgebäude. Demnach kam es durch "unplanmäßiges Öffnen von zwei Sicherheits- und Entlastungsventilen" und durch den "unplanmäßigen Ausfall einer von mehreren Reaktorspeisewasserpumpen" zu einem "schnellen Druck- und Füllstandsabfall im Reaktordruckbehälter". Der Betreiber Vattenfall hatte zunächst erklärt, der Atomreaktor selbst sei von dem Brand nicht betroffen gewesen. Am selben Tag war der Reaktor im Atomkraftwerk Brunsbüttel nach einem Kurzschluss automatisch heruntergefahren worden. Auch hier wurde ein Schwelbrand an einer Turbine ausgelöst. Unterdessen haben Gutachter bei einer Begehung des Brandortes in Krümmel schwere Brandschäden an dem betroffenen Transformator festgestellt. Nach Angaben eines zuständigen Ministeriumssprechers untersuchten Fachleute inzwischen auch einen zweiten, vom Feuer nicht direkt betroffenen, Transformator auf dessen Zustand. Es sei noch unklar, ob auch dieser Trafo möglicherweise beschädigt ist. Das Ministerium habe daraufhin gefordert, dass auch dieser zweite Trafo intensiv überprüft wird. "Nach allen Ereignissen darf Krümmel nicht wieder ans Netz gehen. Die Entlassung führender Mitarbeiter bei Vattenfall soll über die wirklichen Gefahren der Atomkraft hinwegtäuschen dies genügt selbstverständlich nicht!", fordert Harth. Indessen fördert der Bezug von Ökostrom nicht nur den schnelleren Atomausstieg, sondern trägt auch zum Klimaschutz bei: Ein durchschnittlicher Vier-Personen-Haushalt kann laut Studien der Umweltschutzorganisation Greenpeace allein durch den Stromwechsel bis zu 1,9 Tonnen CO2 im Jahr einsparen. Diese Studien belegen auch, dass der Klimawandel vermieden werden kann bei gleichzeitigem Verzicht auf Kohle- und Atomkraft. Umfragen zufolge fordern über zwei Drittel der Bundesbürger den Ausstieg aus der Atomenergie. Nach Brand in Krümmel: Mehr Ökostrom für schnelleren Atomausstieg! Greenpeace und Politiker sehen ernste Sicherheitsmängel in deutschen AKWs (Interview mit Jörg Feddern) Kaiserslautern, 02.07.2007 Angesichts der Zwischenfälle in den Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel fordert die Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern die stärkere Nutzung von Ökostrom, um einen schnelleren Atomausstieg zu erreichen. Aufgrund eines Netzproblems in Brunsbüttel und eines Brandes in Krümmel waren die Atomkraftwerke am vergangenen Donnerstag per Schnellabschaltung heruntergefahren worden. Mittlerweile wurde der Reaktor Brunsbüttel, ohne die genauen Untersuchungsergebnisse abzuwarten, wieder in Betrieb genommen. "Auch diese Zwischenfälle haben wieder deutlich die Gefahren der Atomkraft aufgezeigt. Es ist nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn sich dieser Brand im Trafo über Kabelschächte ins Innere des Reaktors ausgebreitet hätte. Wir müssen endlich raus aus dieser Risiko-Technologie! Aufgrund der Untätigkeit der Bundesregierung geht das nur, wenn möglichst viele Menschen den Atomstrom-Konzernen die rote Karte zeigen und zu einem Ökostromversorger wechseln", sagt Mechthild Harth von der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern. In Atomkraftwerken sind Störfälle an der Tagesordnung. Allein in Krümmel gab es im vergangenen Jahr 15 meldepflichtige Ereignisse. Krümmel ist seit 1984 am Netz und damit eine Altanlage, genau wie Brunsbüttel. Studien belegen, dass die Störanfälligkeit bei Altanlagen deutlich ansteigt. Es kommt vermehrt zu Kurzschlüssen wie in Brunsbüttel. Grünen-Politiker forderten unterdessen die Stillegung des Atomkraftwerks spätestens bis zum im Atomkonsens vereinbarten Zeitpunkt. Indessen fördert der Bezug von Ökostrom nicht nur den schnelleren Atomausstieg, sondern trägt auch zum Klimaschutz bei: Ein durchschnittlicher Vier-Personen-Haushalt kann laut Studien der Umweltschutzorganisation Greenpeace allein durch den Stromwechsel bis zu 1,9 Tonnen CO2 im Jahr einsparen. Diese Studien belegen auch, dass der Klimawandel vermieden werden kann bei gleichzeitigem Verzicht auf mehrere Kohlekraftwerke und Atomkraft. Dabei ist Ökostrom oft nur unwesentlich teurer als der Strom vom regionalen Anbieter. In manchen Regionen kann er sogar günstiger sein. Wie problemlos der Wechsel vonstatten geht, zeigt das Aktionsbündnis führender Umweltschutzverbände auf seiner Internetpräsenz www.atomausstieg-selbermachen.de. Umfragen zufolge fordern über zwei Drittel der Bundesbürger den Ausstieg aus der Atomenergie. Eine von Politikern und Atomlobby diskutierte Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke würde nicht einmal neue Arbeitsplätze schaffen. Es blieben lediglich die rund 35.000 Jobs in der Atombranche einige Jahre länger erhalten. In den Erneuerbaren Energien sind hingegen in den letzten Jahren 150.000 Arbeitsplätze entstanden. Auch ein bewusster Umgang mit Energie ist dringend notwendig. Die permanent stromschluckende Stand-by-Stereoanlage kann zum Beispiel durch eine ausschaltbare Steckerleiste vollständig abgeschaltet werden. Und auch die Energiesparlampe hat ihren Namen verdient. So besagt eine Schätzung aus Großbritannien: Wenn pro Haushalt nur eine normale Glühbirne gegen eine Energiesparlampe ausgetauscht würde, könnte dafür ein (Kohle-)Kraftwerk abgeschaltet werden. Weiterer Verdacht auf Gesundheitsrisiko durch Gen-Mais - Kaiserslautern: Greenpeace fordert gentechnikfreie Landwirtschaft (Fotos) Kaiserslautern, 22.06.2007 Mitglieder der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern protestieren am morgigen Samstag in der Kaiserslauterner Fußgängerzone gegen Gentechnik in der Landwirtschaft. Anlass ist ein vergangene Woche von Greenpeace vorgestellter Report, nach dem der Verzehr von Gen-Mais NK603 möglicherweise gesundheitsgefährdend ist. Passanten haben die Möglichkeit, sich ab 11 Uhr vor Juwelier Christ zum Thema zu informieren. Die Aktivisten sammeln unter anderem Unterschriften für eine EU-Kennzeichnungspflicht von Milchprodukten und verteilen den Greenpeace Einkaufsratgeber "Essen ohne Gentechnik". Der in der vergangenen Woche vorgestellte Report wurde von der französischen Expertengruppe CRIIGEN verfasst und beruht auf firmeneigenen Daten des Gentechnik-Herstellers Monsanto. Die Daten hatte Greenpeace von den EU-Zulassungsbehörden erhalten. Demnach kam es bei Ratten, die den Gen-Mais gefressen hatten, zu fast 70 signifikanten Befunden. Unter anderem waren die Funktionen von Nieren, Gehirn, Herz und Leber betroffen. Auch in Deutschland ist Gen-Mais der Sorte NK603 als Lebens- und Futtermittel zugelassen. "Durch die Zulassung dieses Gen-Maises werden Verbraucher als Versuchskaninchen missbraucht. Der Report zeigt, dass eine unabhängige Risikoprüfung faktisch nicht stattfindet", warnt Mechthild Harth von der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern. Der Gen-Mais NK603 wurde bereits 2004 für die Verwendung in Lebens- und Futtermitteln in der EU zugelassen. Durch die Manipulation mit Bakteriengenen hat Monsanto den Mais gegen das firmeneigene Spritzmittel "round up" resistent gemacht. Es ist der zweite Gen-Mais, den die französischen Wissenschaftler in Zusammenarbeit mit Greenpeace auswerten. Auch die Ueberprüfung der Gen-Mais-Sorte MON863 im März 2007 hatte konkrete Hinweise auf eine Schädigung von Nieren und Leber bei Ratten ergeben. Die Ratten hatten MON863 über drei Monate gefressen. Der Gen-Mais NK603 soll jetzt weiter untersucht werden. Falls die detaillierte statistische Auswertung keine eindeutigen Ergebnisse bringt, fordert Professor Gilles Eric Seralini, der sowohl CRIIGEN als der französischen Zulassungsbehörde CGB (Commission du Génie Biomoléculaire) angehört, dass weitere Fütterungsstudien durchgeführt werden. Greenpeace fordert einen Stopp der Zulassung und des Anbaus von Gen-Pflanzen in der EU, eine vollständige Neuorganisation der Europäischen Zulassungstelle EFSA (European Food Safety Authority) und wesentlich höhere Anforderungen an die Risikoabschätzung von Gen-Saaten. G8-Gipfel: Greenpeace fordert Sofortmaßnahmen zum Klimaschutz - Kaiserslautern: Umweltschützer nehmen Abgeordnete in die Pflicht (Fotos) Kaiserslautern, den 25.05.2007 Anlässlich des Anfang Juni stattfindenden G8-Gipfels demonstrieren Mitglieder der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern am morgigen Samstag in der dortigen Fußgängerzone für den dringend notwendigen Klimaschutz. Passanten haben die Möglichkeit, sich ab 11 Uhr an einem Info-Stand vor der Sparda-Bank zum Thema zu informieren. Die Aktivisten fordern von der Bundesregierung, beim bevorstehenden G8-Gipfel wirksame Klimaschutzmaßnahmen durchzusetzen. Als Vorsitzende der G8-Staaten hat Bundeskanzlerin Merkel entscheidenden Einfluss auf die Ausgestaltung Gipfels in Heiligendamm. Klimaschutz steht bei diesem Treffen weit oben auf der Tagesordnung. Hier müssen in erster Linie die USA als weltgrößter Verursacher von Treibhausgasen zu konkreten Minderungszielen bewegt werden. Von allen Bundestagsabgeordneten verlangt Greenpeace, sich zu dem konkreten Ziel, bis zum Jahre 2020 in Deutschland vierzig Prozent der Treibhausgase im Vergleich zu 1990 einzusparen, zu bekennen. "Seit Jahren reist der Klimazirkus um die Welt und debattiert minimale Reduktionsziele. Dabei wären längst drastische Maßnahmen erforderlich, um den Klimawandel zu stoppen. Da Deutschland zu den größten Verursachern von Treibhausgasen in Europa gehört, müssen wir Deutschen auch eine Führungsrolle beim Klimaschutz übernehmen", fordert Antoine Pfister, Ansprechpartner für den Klima- und Verkehrsbereich bei der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern. Anfang März dieses Jahres hatte Greenpeace eine Abstimmung unter allen Bundestagsabgeordneten initiiert, an der sich bislang etwa ein Drittel der Volksvertreter beteiligt haben. Die meisten von ihnen haben sich für das Reduktionsziel von 40 Prozent der Treibhausgase bis 2020 "ohne Wenn und Aber" ausgesprochen. Die genauen Abstimmungsergebnisse hat Greenpeace im Internet unter www.greenpeace.de/klimaschutz veröffentlicht. Anlass der ungewöhnlichen Abstimmung ist die zögerliche Haltung der Bundesregierung, sich für ein klares Reduktionsziel auszusprechen. Greenpeace hatte zunächst alle Mitglieder des Bundestages angeschrieben. Nach einem Erinnerungsschreiben sprechen die ehrenamtlichen Gruppen von Greenpeace in den Wahlkreisen die noch nicht an der Abstimmung beteiligten Abgeordneten direkt an. Insgesamt wird die Abstimmung bis zum nationalen Energiegipfel Anfang Juli fortgesetzt. Anschließend wird das Endergebnis der Bundeskanzlerin präsentiert. Pfister: "Leider haben sich die Abgeordneten im Raum Kaiserslautern noch nicht verbindlich geäußert. Wir fordern sie auf, dies nachzuholen". Unterdessen werden die Folgen des Klimawandel weltweit immer dramatischer. Europa droht auch in diesem Jahr wieder eine Dürrekatastrophe. Forscher haben Dürren, Hitzewellen und darauf folgende Energiekrisen sowie die verstärkte Hurrikan-Intensität mit der globalen Erwärmung in Verbindung gebracht. Die Polarregionen verlieren ihre Eiskappe, riesige Eisberge treiben mit den Meeresströmungen bis in tropische Regionen. Schwere Stürme verwüsten ganze Landstriche in immer kürzerer Folge. Große Trockenheit wechselt sich mit sintflutartigen Niederschlägen ab, was zu extremen Hochwassern führt, da der Boden nicht mehr aufnahmefähig ist. "Wir haben keine Zeit mehr zu verlieren und brauchen die Energiewende jetzt: Weg von fossilen Enerträgern und Atomkraft, hin zu erneuerbaren Energien!", so Pfister. Greenpeace hat im Januar einen Masterplan für die weltweite Energieerzeugung mit Erneuerbaren Energien vorgelegt und im März ein Szenario für Deutschland nachgereicht. Beide belegen, dass der Klimawandel vermieden werden kann bei gleichzeitigem Verzicht auf mehrere Kohlekraftwerke und Atomkraft. In Deutschland beziehen bereits immer mehr Menschen sauberen Strom. Insgesamt fließen knapp 12 Prozent "grüne" Energie durch das deutsche Stromnetz. Ökostrom trägt auch maßgeblich zur Reduzierung des Treibhausgases CO2 bei. Dabei ist Ökostrom oft nur unwesentlich teurer als der Strom vom regionalen Anbieter. In manchen Regionen kann er sogar günstiger sein. Nach Meinung von Greenpeace müssen sich allen voran die Industrienationen auf verbindliche Reduktionsziele für ein Kyoto-Nachfolgeprotokoll verpflichten und weltweit eine Energierevolution einleiten. Die Treibhausgase müssen in den G8-Staaten bis zum Jahr 2020 um durchschnittlich 30 Prozent und bis zur Mitte des Jahrhunderts um 80 Prozent gegenüber 1990 reduziert werden. In Deutschland müssen bis 2020 die Treibhausgase im Vergleich zu 1990 um mindestens 40 Prozent reduziert werden. Von den Ölkonzernen fordert Greenpeace, im kommenden Jahrzehnt mindestens 5 Prozent der von ihnen verantworteten Treibhausgase zu verringern durch den schrittweisen Ausbau erneuerbarer Energien. Kaiserslautern: Greenpeace fordert Stopp von Gentechnik auf dem Acker - Erst vergangene Woche wieder illegaler Gen-Mais aus den USA aufgetaucht (Fotos) Kaiserslautern, 11.05.2007 Mitglieder der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern protestieren am morgigen Samstag in der Kaiserslauterner Fußgängerzone gegen Gentechnik auf dem Acker. Anlass ist vergangene Woche aufgetauchter illegaler Gen-Mais aus den USA. Passanten haben die Möglichkeit, sich ab 11 Uhr vor der Sparda-Bank zum Thema zu informieren und den Protest mit ihrer Unterschrift zu unterstützen. Am Stand erhältlich ist auch der Greenpeace Einkaufsratgeber "Essen ohne Gentechnik". "Es ist skandalös, dass illegaler Gen-Mais als Tierfutter verkauft wird und damit in die Nahrungsmittelkette gelangt", sagt Mechthild Harth von der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern. "Der Vorfall zeigt deutlich, dass sich Gen-Pflanzen nicht kontrollieren lassen. Die EU-Kommission muss sofort einen Stopp der Importe für Mais aus den USA verhängen. Es muss dafür gesorgt werden, dass es solche Skandale nicht weiterhin gibt." In Rotterdam tauchte vergangene Woche in der EU verbotener Gen-Mais aus den USA auf. Der Frachter Pakrac hatte Maisgluten geladen, in dem bei unabhängigen Laboranalysen nun der Gen-Mais Herculex RW gefunden wurde. Die Proben aus der Ladung hatte der Kapitän des Schiffes Greenpeace zur Verfügung gestellt. Herculex RW ist zwar in den USA zugelassen, nicht aber in der EU. Maisgluten dient vorrangig als Tierfutter beispielsweise für Milchkühe. Neben dem illegalen Gen-Mais konnte auch der umstrittene Gen-Mais MON863 von Monsanto nachgewiesen werden. Er steht im Verdacht, gesundheitliche Schäden zu verursachen. Unklar ist zurzeit, ob die Ladung bereits auf den Markt gelangt ist. Bei dem jetzt entdeckten Gen-Mais Herculex RW der Firma Pioneer/Dow Agrosciences handelt es sich um eine Version eines sogenannten Bt-Maises. Er produziert ein Gift, dass auf den Maiswurzelbohrer tödlich wirkt. Dieses ist bisher kaum erforscht und nur in diesem speziellen Gen-Mais vorhanden. Auch hat eine Fütterungsstudie des Saatgut-Konzerns Pioneer Auffälligkeiten im Blutbild der Versuchstiere gezeigt. Dennoch stuft die für die Risikobewertung zuständige Behörde der EU, die European Food Safety Authority (EFSA), den Herculex-Mais als unbedenklich ein. Greenpeace fordert, keine genmanipulierten Pflanzen zu importieren oder anzubauen. Unsere Lebensmittel dürfen nicht durch gentechnisch verändertes Saatgut verunreinigt werden. Atomausstieg UND Klimaschutz sind möglich - Greenpeace zeigt Alternativen zu Atomstrom anlässlich des bevorstehenden 21. Jahrestages der Tschernobyl-Katastrophe (Fotos) Kaiserslautern, 20.04.2007 Mitglieder der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern fordern am morgigen Samstag den schnellstmöglichen Atomausstieg und informieren über den Bezug von sauberem Ökostrom. Anlässlich des bevorstehenden 21. Jahrestages des Super-GAUs von Tschernobyl stellen die Aktivisten ab 11 Uhr in der Fußgängerzone/nahe Juwelier Christ zwei Medienspots der Öffentlichkeit vor. Mit den Spots soll interessierten Medien die Möglichkeit gegeben werden, auf die für jedermann bestehende Möglichkeit des Bezugs von sauberem Ökostrom hinzuweisen. Am Info-Stand erhältlich ist neben anderem Hintergrundmaterial auch ein "Störfall-Kalender", in dem für jeden Tag des Jahres ein atomarer Unfall und damit symbolisch ein Grund für den notwendigen Atomausstieg aufgeführt ist. "In allen Industrieanlagen passieren täglich Unfälle, das gilt auch für Atomkraftwerke. Wer behauptet, Atomkraft sei sicher, hat nie die lange Liste der Vorfälle gesehen. Der Rückblick zeigt Atomkraft als verheerende und unbeherrschbare Technik, Fehler können katastrophale Folgen haben. Diese Gefahren lassen sich nur ausschließen, wenn wir die Atomkraft aufgeben", warnt Mechthild Harth von der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern. Um 1.23 Uhr explodierte in der Nacht zum 26. April 1986 in Tschernobyl ein Atomreaktor und verstrahlte in der Folge riesige Gebiete der nördlichen Erdhalbkugel. Auch wenn in Deutschland nicht die gleichen Konstellationen eintreten können, gibt es ständig Pannen in Atomkraftwerken und ein Super-Gau ist hier genauso wenig auszuschließen wie anderswo auf der Welt. Die Greenpeace Studie "Risiko Restlaufzeit" weist die Schwachstellen, insbesondere in den Altreaktoren Biblis A und B, Brunsbüttel und Neckarwestheim I, nach. Umfragen zufolge fordern über zwei Drittel der Bundesbürger den Ausstieg aus der Atomenergie. Eine Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke würde nicht einmal neue Arbeitsplätze schaffen. Es blieben lediglich die rund 35.000 Jobs in der Atombranche einige Jahre länger erhalten. In den Erneuerbaren Energien sind hingegen in den letzten Jahren 150.000 Arbeitsplätze entstanden. Studien rechnen mit bis zu 400.000 neuen Arbeitsplätzen, die allein im Bereich der Altbau-Wärmedämmung entstehen könnten. Auch beziehen immer mehr Menschen in Deutschland sauberen Strom. Insgesamt fließen knapp 12 Prozent "grüne" Energie durch das deutsche Stromnetz. Ökostrom trägt auch zur Reduzierung des Treibhausgases CO2 bei: Ein durchschnittlicher 4-Personen-Haushalt kann allein durch den Stromwechsel bis zu 1,9 Tonnen CO2 im Jahr einsparen. Greenpeace hat bereits im Januar einen Masterplan für die weltweite Energieerzeugung mit Erneuerbaren Energien vorgelegt und im März ein Szenario für Deutschland nachgereicht. Beide belegen, dass der Klimawandel vermieden werden kann bei gleichzeitigem Verzicht auf mehrere Kohlekraftwerke und Atomkraft. Dabei ist Ökostrom oft nur unwesentlich teurer als der Strom vom regionalen Anbieter. In manchen Regionen kann er sogar günstiger sein. Da die Stromtarife je nach Region und Anbieter sehr unterschiedlich sein können, lohnt sich ein Blick auf einen Stromtarifrechner. Für eine vierköpfige Familie belaufen sich die monatlichen Mehrausgaben häufig auf nicht mehr als sechs Euro - das entspricht ungefähr dem Preis einer Kinokarte. Doch selbst darauf muss man wahrscheinlich nicht verzichten. Denn in den meisten Haushalten lässt sich noch eine ganze Menge Energie sparen. Die permanent stromschluckende Stand-by-Stereoanlage kann zum Beispiel durch eine ausschaltbare Steckerleiste vollständig abgeschaltet werden. Und auch die Energiesparlampe hat ihren Namen verdient. Denn eine Schätzung aus Großbritannien besagt: Wenn pro Haushalt nur eine normale Glühbirne gegen eine Energiesparlampe ausgetauscht würde, könnte dafür ein (Kohle-)Kraftwerk abgeschaltet werden. Unter dem Strich bleibt also sehr wahrscheinlich Geld übrig. Wie bequem und einfach jedermann zu einem seriösen Ökostromanbieter wechseln kann, erfahren Sie unter www.atomausstieg-selbermachen.de. Greenpeace fordert zudem die Mitgliedsländer der Internationale Atomenergieorganisation (IAEO) auf, sich für einen Kurswandel der Organisation stark zu machen. Statt wie bisher den Bau von Atomkraftwerken zu fördern, soll die Organisation den weltweiten Ausstieg aus der Atomkraft überwachen. "Dies ist der einzige Weg, auch die Gefahren durch Atombomben zu bannen. Denn wer Atomkraftwerke betreibt, kann letztendlich auch Bomben bauen", so Harth. Walfang: Bundesregierung muss endlich handeln! Kaiserslautern: Greenpeace informiert und sammelt Unterschriften anlässlich bevorstehender Tagung der Internationalen Walfang-Kommission (Fotos) Kaiserslautern, 30.03.2007 - Mitglieder der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern informieren am morgigen Samstag, den 31.03.2007, in der Kaiserslauterner Fußgängerzone über den so genannten wissenschaftlichen Walfang durch Japan. Anlässlich der bevorstehenden Tagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) sammeln die Aktivisten weiterhin Unterschriften an Bundesminister Seehofer. Sie fordern von der Bundesregierung, sich auf internationaler Ebene für den umfassenden Schutz der bedrohten Tiere einzusetzen. Passanten haben die Möglichkeit, ab 11 Uhr vor der Sparda-Bank den Protest mit ihrer Unterschrift zu unterstützen. Es besteht zudem die Möglichkeit, sich als Meeresschützer registrieren zu lassen. "Jedes Jahr im Winter setzen die japanischen Walfänger ihr blutiges Werk fort, um ihre selbst gesetzte Fangquote zu erfüllen. Zusätzlich zu den Minkewalen sollen in der nächsten Fangsaison sogar noch weitere Finn- und Buckelwale getötet werden", warnt Mechthild Harth von der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern. "Wir verlangen von Bundesminister Seehofer, sich auf der nächsten Tagung der IWC vom 28. bis 31. Mai 2007 dafür einzusetzen, dass alle EU-Staaten für den Schutz der Wale stimmen." In jedem Winter ist die japanische Walfangflotte im Walschutzgebiet der Antarktis unterwegs, um 935 Minkewale zu harpunieren. Ab 2007/08 sollen zusätzlich 50 Finn- und 50 Buckelwale getötet werden. 20 Jahre lang haben sich die Walschutzländer auf dem Verbot des kommerziellen Walfangs ausgeruht. Japan hingegen hat nichts unversucht gelassen, um zur kommerziellen Waljagd unter dem Deckmantel der Wissenschaft zurückzukehren. "Mit dem so genannten wissenschaftlichen Walfang verstößt das Land gegen den Willen der Internationalen Walfangkommission IWC. Diese hat bereits 1986 einen weltweiten Fangstopp auf Großwale beschlossen und den japanischen Walfang scharf verurteilt. Alle jetzt gejagten Walarten stehen auf der Roten Liste des Weltnaturschutz-Dachverbandes IUCN", so Harth. Durch eine jüngst veröffentlichte Auswertung der Internationalen Walfang Kommission (IWC) wurde bekannt, dass die Forschung, zu deren Zwecken Japan den Walfang offiziell betreibt, in 18 Jahren zu keinem der angestrebten Ergebnisse gekommen ist. Dieses Walfangprogramm, das keinerlei Erkenntnisse über die Walpopulation im Südpolarmeer liefern konnte, forderte aber den Tod von 6.778 Walen. Damit hat die Glaubwürdigkeit des Walfangprogramms gelitten, in welches die Japaner Millionen von Yen investiert haben. Das Programm hatte vier Zielsetzungen, von denen keine erfüllt wurde. Nicht einmal zuverlässige Sterblichkeitsraten für Minkewale wurden ermittelt: Die statistische Analyse kann eine Rate von Null nicht ausschließen - wonach die Wale unsterblich wären! Auch der Versuch zu belegen, ob die Größe der Walpopulation ansteigt oder fällt, scheiterte. Wale sind auch ohne die Jagd bedroht: Die Überfischung der Meere entzieht ihnen die Nahrungsgrundlage und sie sterben zu Hunderttausenden in Fischernetzen als sinnloser Beifang. Industrieller und militärischer Lärm verwirrt und schwächt sie. Umweltgifte reichern sich in ihren Körpern - vor allem in der dicken Fettschicht an, da sie am Ende der Nahrungskette stehen. Das hat Einfluß auf ihr Immunsystem und die Fortpflanzungsfähigkeit. Nicht zuletzt wird ihr Lebensraum durch den zunehmenden Klimawandel stark verändert. Greenpeace fordert von der deutschen Bundesregierung, in der EU eine führende Rolle beim Walschutz einzunehmen, damit ein endgültiger Walfangstopp erreicht wird. Die Internationale Walfangkommission muss zu einer Walschutzkommission umfunktioniert werden, die für alle Walarten und deren Gefährdung zuständig ist. Außerdem müssen weltweit 40 Prozent der Meere unter Schutz gestellt werden. Greenpeace fordert endgültigen Stopp des Walfangs - Kaiserslautern: Aktivisten demonstrieren und sammeln Unterschriften an die Bundesregierung (Fotos) Kaiserslautern, 16.03.2007 - Mitglieder der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern demonstrieren am morgigen Samstag, den 17.03.2007, in der Kaiserslauterner Fußgängerzone für den sofortigen Stopp des "wissenschaftlichen" und kommerziellen Walfangs. Anlässlich der bevorstehenden Tagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) fordern die Aktivisten von der Bundesregierung, sich auf internationaler Ebene für den umfassenden Schutz der bedrohten Tiere einzusetzen. Passanten haben die Möglichkeit, ab 11 Uhr zwischen Stiftsplatz und H&M den Protest zu begleiten und mit ihrer Unterschrift zu unterstützen. Außerdem besteht die Möglichkeit, sich als Meeresschützer registrieren zu lassen. "Auf der nächsten Tagung der IWC vom 28. bis 31. Mai soll sich Bundesminister Seehofer dafür einsetzen, dass alle EU-Staaten für den Schutz der Wale stimmen", fordert Mechthild Harth von der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern. Jedes Jahr im Winter ist die japanische Walfangflotte im Walschutzgebiet der Antarktis unterwegs, um 935 Minkewale zu harpunieren. Ab 2007/08 sollen zusätzlich 50 Finn- und 50 Buckelwale getötet werden. 20 Jahre lang haben sich die Walschutzländer auf dem Verbot des kommerziellen Walfangs ausgeruht. Japan hingegen hat nichts unversucht gelassen, um zur kommerziellen Waljagd zurückzukehren. Deshalb müssen die Walschutznationen jetzt aktiv werden. Japan verstößt mit seinem so genannten "wissenschaftlichen" Walfang gegen den Willen der Internationalen Walfangkommission IWC. Diese hat bereits 1986 einen weltweiten Fangstopp auf Großwale beschlossen und den japanischen Walfang scharf verurteilt. Alle jetzt gejagten Walarten stehen auf der Roten Liste des Weltnaturschutz-Dachverbandes IUCN. Wale sind auch ohne die Jagd bedroht: Die Überfischung der Meere entzieht ihnen die Nahrungsgrundlage und sie sterben zu Hunderttausenden in Fischernetzen als sinnloser Beifang. Industrieller und militärischer Lärm verwirrt und schwächt sie. Umweltgifte reichern sich in ihren Körpern - vor allem in der dicken Fettschicht an, da sie am Ende der Nahrungskette stehen. Das hat Einfluß auf ihr Immunsystem und die Fortpflanzungsfähigkeit. Nicht zuletzt wird ihr Lebensraum durch den zunehmenden Klimawandel stark verändert. Greenpeace fordert von der deutschen Bundesregierung, in der EU eine führende Rolle beim Walschutz einzunehmen, damit ein endgültiger Walfangstopp erreicht wird. Die Internationale Walfangkommission muss zu einer Walschutzkommission umfunktioniert werden, die für alle Walarten und deren Gefährdung zuständig ist. Außerdem müssen weltweit 40 Prozent der Meere unter Schutz gestellt werden. Greenpeace unterstützt Aktion "Ährensache OHNE Gentechnik" - Kaiserslautern: Info-Tag anlässlich bundesweiter Aktionswoche vom 5. 10. März 2007 (Fotos) Kaiserslautern, 09.03.2007 Mitglieder der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern protestieren am morgigen Samstag in der Kaiserslauterner Fußgängerzone gegen Gentechnik auf dem Acker. Ab 11 Uhr haben Pasaanten vor der Sparda-Bank die Möglichkeit, kostenlos garantiert gentechnikfreies Bantam-Mais Saatgut zu erhalten und sich nach dessen Anpflanzung registrieren zu lassen. Die Ergebnisse werden auf einer "Goldenen Bantam-Karte" im Internet veröffentlicht. Anlass ist die von mehreren Verbänden durchgeführte Aktionswoche zur Förderung der gentechnikfreien Landwirtschaft. Passanten können am Stand ihre Forderungen mittels einer Aktionspostkarte an Verbraucherschutzminister Horst Seehofer weiterleiten. Erhältlich ist auch die neueste Auflage des Greenpeace-Ratgebers "Essen ohne Gentechnik". Dieser Ratgeber informiert darüber, welche Hersteller von Milchprodukten auf die Verwendung von Gen-Mais und Gen-Soja im Tierfutter verzichten. Zur Zeit findet in Deutschland eine bundesweite Aktionswoche für die gentechnikfreie Landwirtschaft statt. An zahlreichen Orten im ganzen Bundesgebiet gibt es Aktionen. Viele Initiativen, Kommunen, Aktionsbündnisse, Verbände, Bäcker, Naturkostladner, VerbraucherInnen, Bäuerinnen und Bauern setzen mit vielfältigen Aktivitäten und Demonstrationen in Städten und auf dem Lande ein deutliches politisches Signal. Unter den BäckerInnen und Naturkostladnern startet eine Brottüten-Aktion unter dem Motto "Ährensache OHNE Gentechnik". Über eine Millionen Brottüten und Hintergrundflyer werden in den folgenden Wochen über die Ladentheken gehen, die Kunden über die Problematik informieren und zum Mitmachen animieren. "Der Flyer enthält eine Postkarte, die Landwirtschaftsminister Seehofer auffordert, sich für unser Recht auf gentechnikfreie Lebensmittel und gentechnikfreie Produktion einzusetzen", sagt Annemarie Volling, Koordinatorin des Projektes Gentechnikfreie Regionen in Deutschland. Im Standortregister sind Ende Februar 3.700 Hektar gemeldet, auf denen im Frühjahr die Aussaat von gentechnisch verändertem Mais geplant ist. Das wären 0,23 % der deutschen Maisanbaufläche. Die Aktionsgemeinschaft setzt dagegen ein deutliches Signal: 114 Gentechnikfreie Regionen mit über 27.000 Landwirten und 980.000 Hektar haben erklärt, dass auf ihrem Acker keine gentechnisch veränderten Pflanzen wachsen sollen. Erfreulicherweise werden bereits die ersten angemeldeten Gentechnik-Flächen im Standortregister zurückgezogen, aufgrund aktiver Arbeit vor Ort. Bauern und Bäuerinnen sowie kritische BürgerInnen haben in Gesprächen mit den potentiellen Gentechnikanbauern klar gemacht, dass die Gesellschaft keine Gentechnik haben will weder auf dem Acker noch auf dem Teller! Greenpeace demonstriert für pestizidfreie Lebensmittel - Umweltschützer informieren in 48 Städten vor Filialen von Rewe, Edeka und Tengelmann (Fotos) Kaiserslautern, 24.02.2007 - In 48 deutschen Städten, darunter auch Kaiserslautern, protestieren heute Greenpeace-Gruppen gegen die Belastung von Obst und Gemüse mit Pestiziden. Rewe, Tengelmann und Edeka haben im neuen Supermarkt-Vergleich von Greenpeace, der am 14. Februar veröffentlicht wurde, am schlechtesten abgeschnitten. Die Aktivisten prangern vor Supermärkten den Verkauf von stark mit giftigen Pestiziden belastetem Obst und Gemüse an und informieren die Verbraucher. "Bei Rewe, Tengelmann und Edeka gibt's das meiste Gift fürs Geld", sagt Bastian Schürmann von der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern. "Wir verlangen von den Supermarktketten eine Garantie, dass sie die gesetzlichen Grenzwerte einhalten und möglichst pestizidfreies Obst und Gemüse anbieten. Bisher können wir nur Bio-Ware empfehlen. Nur der Bio-Anbau verzichtet generell auf chemische Spritzmittel." Der Supermarkt-Vergleich und der neue Einkaufsratgeber "Essen ohne Pestizide" sind das Ergebnis eines Großtests von Greenpeace: Von Oktober bis November 2006 kauften die Umweltschützer in Deutschland und Österreich 576 Proben Obst und Gemüse, die anschließend im Labor auf 250 besonders giftige und häufig vorkommende Pestizide untersucht wurden. "Die Verbraucher haben mit unserem Ratgeber jetzt eine Übersicht, wo sie möglichst giftarme Lebensmittel bekommen", erklärt Schürmann. Kein Angebot der getesteten Supermarktketten konnte mit seinem Obst- und Gemüseangebot wirklich befriedigen. Die Unterschiede sind jedoch beachtlich: Im Vergleich am besten schnitten die Discounter Lidl und Aldi ab. Im Mittelfeld lagen real/Kaufhof und Billa in Österreich. Schlusslichter bildeten Rewe, Tengelmann und Edeka. Die neue Untersuchung belegt, dass die Handelsketten sehr schnell auf bessere Ware umstellen können, wenn sie dies wollen: Lidl und Aldi haben nach dem ersten Greenpeace-Test im Jahr 2005 viel unternommen, um die Belastung mit Pestiziden zu verringern und hängen jetzt die Konkurrenz ab. In die Kategorie Rot - das heißt "nicht empfehlenswert" - fielen in Deutschland bei Rewe 30 Prozent, bei Tengelmann 34 Prozent und bei Edeka 26 Prozent des untersuchten Obstes und Gemüses. In zahlreichen Fällen wurden sogar die gesetzlichen Höchstmengen erreicht oder überschritten. Pestizidbelastete Lebensmittel können Hormonhaushalt und Immunsystem beeinträchtigen, Krebs auslösen oder das Nervensystem schädigen. Keine tickenden Zeitbomben zum Klimaschutz! Greenpeace protestiert gegen geplante Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken (Fotos) Kaiserslautern, 26.01.2007 Mitglieder der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern protestieren am morgigen Samstag in der Kaiserslauterner Fußgängerzone ab 11 Uhr gegen Atomkraft. Die Umweltaktivisten ermutigen mit dem Protest vor der Sparda-Bank Passanten, den Atomstromkonzernen die "rote Karte" zu zeigen und zu einem seriösen Ökostromanbieter zu wechseln. Anlass sind der Versuch von Energieriesen wie EnBW, längere Laufzeiten für ihre alten Atommeiler durchzusetzen sowie die Äußerungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel, in denen sie anlässlich der Blockade der Ölpipelines von Russland nach Westeuropa forderte, den Atomausstieg zu überdenken. Der Energiekonzern EnBW hat eine Laufzeitverlängerung für das AKW Neckarwestheim I beantragt. Laut Atomkonsens müsste der Reaktor Ende 2008 vom Netz gehen. Als Begründung gibt das Unternehmen an, angesichts der drohenden Klimakatastrophe dürfe es keine Tabus mehr geben. EnBW erzeugt nach eigenen Angaben 52 Prozent seines Stroms mit Atomkraft und rund 32 Prozent mit Kohlekraftwerken. Rückendeckung haben die Atomstromkonzerne auch weiterhin von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Jedoch kann Uran Öl nicht ersetzen. Mit Uran fährt kein Auto, wird keine Heizung betrieben - abgesehen von den Nachtspeicherheizungen, deren Nutzung eigens ausgebaut wurde, um die Atomkraftwerke nachts auszulasten. Und unabhängig macht Uran auch nicht. "Wer noch immer an Atomkraft festhält, blockiert die dringend notwendige Energiewende hin zu einer sauberen Stromproduktion in Deutschland", kritisiert Sabrina Scheuermann von der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern. EnBW und die anderen großen Energieversorgungsunternehmen versuchen, den Innovationsmotor Atomausstieg abzuwürgen, um ihre marktbeherrschende Stellung zu bewahren. Wenn es nach EnBW geht, soll Neckarwestheim I möglichst bis 2017 am Netz bleiben. Um dies zu ermöglichen, will EnBW Strommengen von Neckarwestheim II auf Block I übertragen lassen. Doch gerade Block I des AKW Neckarwestheim gehört zu den durch terroristische Angriffe besonders verwundbaren Atomkraftwerken. Die Kuppel ist lediglich gegen den Absturz eines Starfighters ausgelegt. Neuere AKW müssen immerhin den Absturz eines erheblich schwereren Phantom-Jagdbombers aushalten können. Auch das ist nicht ausreichend, doch bei Neckarwestheim I könnte schon der Absturz eines kleinen Airbus A320 zu katastrophalen Folgen führen. Scheuermann: "Das Gebot der Stunde ist es, die alten tickenden Zeitbomben sofort vom Netz zu nehmen. Die Bundeskanzlerin sollte sich nicht länger vor den Karren der Atomindustrie spannen lassen. Wenn sie die Abhängigkeit vom Öl ernsthaft reduzieren will, muss sie die Autoindustrie in die Pflicht nehmen. Die muss endlich effiziente, sparsame Automodelle auf den Markt bringen. Die technischen Voraussetzungen dafür sind längst vorhanden." Atomkraftwerke dienen ausschließlich der Stromerzeugung. In Deutschland ist die Versorgung zu fast 30 Prozent vom Energieträger Uran abhängig. Dieses Uran muss zu nahezu 100 Prozent importiert werden. Ein Kippen des Atomausstieg hieße, diese Abhängigkeit über die nächsten Jahre zu zementieren. Illegale Pestizide: Bundesregierung muss endlich handeln - Kaiserslautern: Greenpeace informiert Verbraucher und fordert saubere Lebensmittel (Fotos) Kaiserslautern, 08.12.2006 Mitglieder der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern protestieren am morgigen Samstag in der Kaiserslauterner Fußgängerzone gegen Gift und Gentechnik in Lebensmitteln. Anlaß sind von Agrarhändlern verkaufte illegale Pestizide, die Greenpeace-Aktivisten am 01.12. an Verbraucherminister Horst Seehofer übergaben. Passanten haben die Möglichkeit, sich an einem Info-Stand nahe H&M ausführlich zu informieren. Dort erhältlich sind auch der Greenpeace Pestizid-Ratgeber sowie der Greenpeace-Ratgeber "Essen ohne Gentechnik". Die übergebenen Giftmittel stammen aus verdeckten Käufen bei Raiffeisen- und anderen Agrarhändlern in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz sowie in Frankreich und Luxemburg. Die Aktivisten forderten Seehofer am Rande eines Treffens der Verbraucherminister in der vergangenen Woche auf, sich für weitreichende und effiziente Lebensmittelkontrollen und konsequente Strafverfolgung des kriminellen Pestizidhandels einzusetzen. Verdeckte Rechercheure von Greenpeace hatten in den letzten sechs Monaten bei elf Agrarhändlern 38 Giftmittel gekauft, für die es in Deutschland seit Jahren entweder keine Zulassung mehr gibt, noch nie gab oder die sogar EU-weit verboten sind. "Hier muss sofort gehandelt werden. Die Verantwortlichen müssen verhindern, dass hochgiftige, verbotene Substanzen an jeder Ladentheke oder über Direktversand und Internethandel erhältlich sind und so letztlich auf unseren Tellern landen", warnt Bastian Schürmann von der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern. Als Reaktion auf die am Dienstag vergangener Woche veröffentlichten Greenpeace-Ermittlungen hatte der baden-württembergische Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU) erklärt, dass nun Bußgelder erhöht und strafrechtliche Schritte ermöglicht werden sollten. Jedoch können auch heute schon Bußgelder bis zu 50.000 Euro verhängt werden. Nach Auskunft der Landesbehörden werde diese Möglichkeit jedoch bisher kaum genutzt. Über den illegalen Pestizidhandel ist selbst die Bundesregierung informiert. Auf eine kleine Anfrage der Grünen am 16. August 2006 gab sie an, dass "2005 bei ca. 30 Prozent der rund 3000 kontrollierten Pestizidhändler illegale Pestizide gefunden wurden. 2004 waren es 27 Prozent". Bei staatlichen Untersuchungen werden regelmäßig nicht zugelassene Wirkstoffe in Lebensmitteln aus Deutschland nachgewiesen. So entdeckte die Lebensmittelüberwachung Baden-Württemberg beispielsweise 2005 in 34 Prozent der dort angebauten Stachelbeeren und in 23 Prozent der Johannisbeeren nicht zugelassene Wirkstoffe. In Niedersachsen waren im vergangenen Sommer sogar 44 Prozent der Johannisbeeren betroffen. "Branchenkennern ist schon lange bekannt, dass erhebliche Probleme mit dem Einsatz illegaler Pestizide, vor allem im deutschen Obst- und Gemüseanbau, existieren. Seit Jahren ignorieren die politisch Verantwortlichen diese Probleme jedoch", so Schürmann. Greenpeace fordert den Bund und die Länder auf, intensive grenzüberschreitende Betriebskontrollen bei Agrarhändlern durchzuführen. Ergebnisse der Pestizidkontrollen auf Bauernhöfen sollten öffentlich bekannt gemacht werden. Nach Gen-Reis Skandal: Bayer will illegalen Anbau genmanipulierter Pflanzen forcieren - Kaiserslautern: Greenpeace fordert Verzicht auf Gentechnik in der Lebensmittelkette (Fotos) Kaiserslautern, 17.11.2006 Mitglieder der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern protestieren am morgigen Samstag in der Kaiserslauterner Fußgängerzone gegen Gentechnik auf dem Acker. Anlass ist die Absicht des Chemieriesen Bayer, in Deutschland den Anbau von nicht zugelassenen genmanipulierten Pflanzen zu forcieren. Passanten haben die Möglichkeit, sich an einem Info-Stand nahe H&M über die Risiken zu informieren. Dort erhältlich ist auch die neueste Auflage des Greenpeace-Ratgebers "Essen ohne Gentechnik". Dieser Ratgeber informiert darüber, welche Hersteller von Milchprodukten auf die Verwendung von Gen-Mais und Gen-Soja im Tierfutter verzichten. Mit einer beigefügten Aktionspostkarte können Verbraucher zudem gegen jene Molkereigiganten protestieren, die Gentechnik in der Milchproduktion zulassen. Zuerst hat der Bayer-Konzern versucht, den legalen Protest von mehreren Tausend Mitmachern des Greenpeace EinkaufsNetzes gegen den illegalen Bayer-Gen-Reis zu unterbinden. Verbraucherinnen und Verbraucher hatten Bayer per E-Mail und Fax aufgefordert, aus dem Geschäft mit dem Gen-Reis auszusteigen und Verantwortung für die entstandenen Schäden zu übernehmen. Nun will der Konzern zusammen mit der Deutschen Industrievereinigung Biotechnologie (DIB) und mit Rückendeckung aus der Politik dafür sorgen, dass illegale Verunreinigungen mit Gen-Pflanzen als Folge eines "technisch unvermeidbaren natürlichen Prozesses" angesehen und toleriert werden. So steht es in einem vertraulichen Rechtsgutachten der DIB vom Mai 2006, das Greenpeace vorliegt. Im Klartext hieße dies: Lebensmittel mit nie zugelassenen Gen-Pflanzen dürften Bestandteil unserer Nahrung sein - ganz legal und ohne Kennzeichnung! "Eine von langer Hand vorbereitete Bayer-Strategie scheint aufzugehen: Aus illegal mach legal, und das Problem ist gelöst. Jedenfalls für Bayer und die Gentechnikindustrie", warnt Bastian Schürmann von der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern. Bayer-Mitarbeiter und ehemaliges Vorstandsmitglied der Bayer CropScience AG Bernward Garthoff forderte als DIB-Vorsitzendernder Ende September 2006 bereits öffentlich entsprechende Änderungen im Gentechnikgesetz. Und die deutsche Politik scheint tatsächlich gewillt, diesem Generalangriff auf die gentechnikfreie Lebensmittelproduktion zuzustimmen. Zwar hat Verbraucherminister Seehofer derartige Pläne bislang als unvereinbar mit dem EU-Recht bezeichnet, doch Forschungsministerin Annette Schavan unterstützt die Pläne der Gentechnikindustrie: In einem Schreiben an Greenpeace vom August 2006 setzt sie sich für eine entsprechende Regelung im deutschen Gentechnikgesetz ein. "Verbraucherinnen und Verbraucher könnten sich dann nicht mehr gegen die schleichende Verunreinigung mit Gen-Pflanzen wehren! Das darf nicht sein!", so Schürmann. Um Verbraucherproteste zu bündeln, hat Greenpeace eine Internetseite eingerichtet. Unter www.einkaufsnetz.org können die Bürger den Bayer-Vertreter und DIB-Vorsitzenden Bernward Garthoff auffordern, sofort von den Plänen abzulassen, die Kontaminationen mit illegalen Gen-Saaten in Zukunft erlauben sollen! Die Protestmail geht als Kopie an Forschungsministerin Annette Schavan. Wir wollen keine Atomkraft - Castor-Transport: Greenpeace ermutigt Bürger zum eigenen Atomausstieg (Fotos) Kaiserslautern, 10.11.2006 - Mit einer Mahnwache und "Atomkraftwerken zum Aufessen" protestiert die Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern in der Kaiserslauterner Fußgängerzone am morgigen Samstag ab 11 Uhr gegen Atomkraft. Anlass sind der bevorstehende Transport von Atommüll nach Gorleben und der Versuch von Energiekonzernen wie RWE, längere Laufzeiten für ihre alten Atommeiler durchzusetzen. Die Umweltaktivisten ermutigen mit der Aktion nahe "Brillen Kees" in der Marktstraße Passanten, den Energieversorgern dafür die rote Karte zu zeigen und ihren Stromanbieter zu wechseln. "Atomkraft ist gefährlich und unbeherrschbar und daher auch keine Lösung für das Klimaproblem", argumentiert Bastian Schürmann von der Greenpeace-Gruppe Kaiserslautern. "Viele Gründe sprechen gegen die Risikotechnik. Es gibt weltweit kein sicheres Endlager für den strahlenden Atommüll, auch in Gorleben nicht. Zudem kann niemand ausschließen, dass es zu einem Super-GAU in einem Atomkraftwerk kommt. Der Vorfall im schwedischen Atommeiler Forsmark hat das kürzlich erst wieder bewiesen. Auch kann keiner die Gefahr eines terroristischen Angriffs auf ein Atomkraftwerk ausschließen." Deswegen halten es die Umweltschützer für unverantwortlich, dass die Energiekonzerne RWE, E.ON, Vattenfall und EnBW planen, Strommengen auf alte Atommeiler wie Biblis A zu übertragen. Dadurch wollen sie die Reaktoren länger als im Atomausstieg geplant am Netz lassen. Greenpeace hat im Fall des AKW Biblis A in Hessen ein Rechtsgutachten vorgelegt, das zeigt, dass eine Verlängerung der Laufzeit sogar gegen das Atomgesetz verstoßen würde, weil der alte Meiler einfach zu unsicher ist. "Mit jedem Tag, den ein Schrottreaktor wie Biblis A länger läuft, erhöht sich nicht nur das Risiko eines schlimmen Unfalls. Es wächst auch die Menge an hochstrahlendem Atommüll, für den es keine Lösung gibt", so Schürmann. Das geplante Endlager in Gorleben ist dafür der beste Beweis: Der Salzstock hat kein abschließendes, wasserdichtes Deckgebirge. Da er hierdurch direkten Kontakt zum Trinkwasser der Region hat, ist der Salzstock als Endlager für hochradioktiven Müll ungeeignet. Schürmann: "Politik und Energiekonzerne halten an dem Endlager fest, weil sie keine Alternative wissen, und weil sie den Atommüll möglichst schnell und möglichst billig vergraben wollen - nach dem Motto: 'Aus den Augen aus dem Sinn'. Die Sicherheit der Menschen vor Ort ist ihnen dabei egal." Doch müssen die Bürger dem Treiben der Energiekonzerne nicht machtlos zuschauen. "Jeder kann selbst aus der Atomenergie aussteigen. Dazu muss er nur seinen Stromanbieter wechseln, das dauert gerade einmal fünf Minuten", so Schürmann. 'Atomausstieg selber machen' ist ein Aktionsbündnis aus 14 Umwelt- und Verbraucherschutzgruppen, die seit Ende September zum Stromwechsel zu einem Ökostromanbieter auffordern.
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