16.03.2010 - MIBRAG ändert ihr Firmenlogo

Ganz im Sinne des Greenwashings ändert die Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft ihr Firmenlogo von grün-blau-gelb zu nur-grün. Wir haben noch einen Vorschlag. Vielleicht findet er in der Theißener MIBRAG-Zentrale Anklang.

 

09.03.2010 - Wir suchen ...

Der Frühling steht vor der Tür und es gibt viel zu tun. Semesteranfang und neu in der Stadt? Ur-Leipziger und schon immer nach sinnvoller Beschäftigung gesucht? Wir suchen für unsere kreative Greenpeace-Arbeit engagierte Macher und Mitmacher.

 

Schick uns eine kurze Email mit deinen Fragen oder schau bei unseren wöchentlichen Treffen vorbei.

20.02.2010 - Genfutter für Babynahrung

Greenpeace-Aktivisten aus 40 Städten haben heute Gen-Milchprodukte der Hersteller Nestlé und Milupa mit Aufklebern gekennzeichnet. In Filialen der Ketten dm, Rossmann, Kaufland, Rewe und Müller beklebten wir in Leipzig Babymilchpulver mit dem Warnhinweis „Umweltgefahr – Für dieses Produkt bekommen Milchkühe Gentechnik-Futter“.

 

Der neue Ratgeber "Milch für Kinder" zu Babynahrung und Schulmilch ist ab sofort unter www.greenpeace.de/stoppt-gentechnik und direkt bei uns während unserer Bürozeiten erhältlich.

 

17.02.2010 - Sachsen ist Hochburg für Gentechnik

Obwohl im gesamten Bundesgebiet der Anbau von Genpflanzen verboten ist, melden viele Landwirte vorsorglich den Anbau verschiedener Getreide an. Grund sind Aussagen der Bundesregierung, das Verbot zu kippen und u. a. den Genmais MON810 von Monsanto wieder zuzulassen. Von deutschlandweit 1000ha wurden allein in Sachsen 550ha angemeldet.

 

Artikel in der Leipziger Internetzeitung

08.02.2010 - MIBRAG-Eigentümer schikaniert Stromkunden

Foto: tagesthemen.de

Der MIBRAG-Eigentümer, die tschechische ČEZ, geht militärisch gegen angebliche Stromdiebe vor. In Camps werden die Spezialkräfte mit der Bezeichnung NTZ (Abteilung Nicht-Technische Verluste) ausgebildet. Schusswaffen gehören genau so zur Ausbildung wie Verhörmethoden und militärische Parolen. Kunden werden mit Drohungen eingeschüchtert. Sogar ein Selbstmord ist zu beklagen.

 

ČEZ rechtfertigt seine Methoden mit finanziellen Verlusten durch säumige Zahler und Stromdiebe. Als halbstaatlicher Energiekonzern mit annähernder Monopolstellung verhält sich die Politik zwiegespalten. Die Polizei ermittelt dennoch. Der zuständige Minister soll noch in dieser Woche vor dem Parlament aussagen.

 

Artikel und Video auf tagesthemen.de

Artikel in der Financial Times Deutschland

Artikel in der taz

Artikel auf diepresse.com

06.02.2010 - Mach dich vom Acker

Ehrenamtliche aus insgesamt 45 Städten informierten in dieser Woche bundesweit über den drohenden Anbau genmanipulierter Pflanzen. Natürlich waren auch wir dabei und haben eifrig Botschaften an Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) und Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) gesammelt.

 

Nach Aigners Verbot des Gen-Maises Mon810 in Deutschland im April 2009 dürfen derzeit bundesweit keine Gen-Pflanzen zu kommerziellen Zwecken angebaut werden. Doch dies könnte sich mit der kommenden Anbausaison ändern: Die neue EU-Kommission wird bald über die Zulassung der Gen-Kartoffel Amflora für den Anbau entscheiden. Aigner hat angekündigt, nichts gegen deren Zulassung zu unternehmen. Die Bundesregierung unterstützt laut Koalitionsvertrag vor allem auf Druck der FDP den Anbau der Gen-Knolle. Zudem soll in Brüssel über die Zulassung von zwei neuen Varianten von Gen-Mais entschieden werden. Die Bundesregierung wird vermutlich auch diese Zulassungen unterstützen. Sie steht auch nicht hinter dem bestehenden Anbauverbot für Gen-Mais, obwohl sich an den von Ministerin Aigner festgestellten Umweltrisiken nichts geändert hat. Die Regierung will lediglich das Urteil im hierzu laufenden Gerichtsverfahren abwarten.

 

Nach einer repräsentativen Emnid-Umfrage im Auftrag von Greenpeace sind 79 Prozent der Befragten dafür, das Anbauverbot für Gen-Mais in Deutschland zu erhalten. 77 Prozent sprechen sich für ein Verbot der Gen-Kartoffel Amflora durch Aigner aus.

 

Mitmachen auf Greenaction

 

02.02.2010 - Inselstaaten leiten diplomatische Maßnahmen gegen MIBRAG-Eigentümer ein

Kraftwerk in Prunéřov

Ein Zusammenschluss aus mehreren Inselstaaten im Westpazifik, genannt Mikronesien, leitet diplomatische Maßnahmen gegen den tschechischen MIBRAG-Eigentümer ČEZ ein. Das Unternehmen möchte die Laufzeit seines größten Kohlekraftwerks durch Umbaumaßnahmen um 15 Jahre verlängern. Aus diesem Grund wurde bei der tschechischen Regierung eine offizielle Beschwerde seitens der Inselstaaten eingereicht.

 

Die tschechische Regierung ordnete daraufhin eine Umweltverträglichkeitsprüfung durch internationale Experten an.

 

Mikronesien repräsentiert über eine halbe Million Einwohner, die unmittelbar durch den steigenden Meeresspiegel, stärkere Naturkatastrophen und Wasserverschmutzung von der Klimaerwärmung bedroht sind.

 

Artikel in der New York Times

Artikel in der Prague Post

29.01.2010 - Über Leichen gehen?

Greenpeace-Aktivisten aus Leipzig und Halle protestierten heute vor der Zentrale der Mitteldeutschen Braunkohlengesellschaft (MIBRAG) gegen den geplanten Tagebau bei Lützen. Dafür wurde die Beerdigung der neun unmittelbar bedrohten Ortschaften (siehe Infoseite MIBRAG) inszeniert.

 

Die MIBRAG plant, bis 2012 ein neues Braunkohlekraftwerk im Sachsen-Anhaltischen Profen zu errichten. Um dieses zu befeuern, soll ein neuer Tagebau im Raum Lützen erschlossen werden.

 

Greenpeace fordert den mittelfristigen Ausstieg aus der Kohleenergie. Nur so kann dem Klimawandel angemessen entgegnet werden.

 

Grabrede (pdf)

 

11.01.2010 - Filmtipp: "Jagdzeit"

An Bord des Greenpeace-Schiffes Esperanza machen sich 37 Aktivisten auf eine lange und gefährliche Reise ans südliche Ende der Welt. Sie wollen die japanische Walfangflotte in der Antarktis aufspüren.

 

Japan plant, über 1000 der friedlichen Meeressäuger im Walschutzgebiet im Südpolarmeer zu töten - unter dem Deckmantel der Wissenschaft. Die getöteten Wale landen jedoch in japanischen Restaurants. Die Mannschaft der Esperanza will das verhindern.

 

Mit Schlauchbooten wollen sich die Aktivisten als Schutzschild zwischen Wal und Harpune stellen. Japan setzt alles daran, einer Konfrontation mit der Esperanza auszuweichen. Im Wettlauf mit der Zeit kämpft die Mannschaft mit den Herausforderungen des Eismeeres, Heimweh und Versagensängsten. Und eine Frage wird im unerwarteten Verlauf der Ereignisse immer bohrender: Lohnt es sich, für seine Überzeugungen zu kämpfen?

 

 

Jagdzeit ist ab dem 11. Februar in der Schaubühne Lindenfels zu sehen.

Die offizielle Seite zum Film: www.jagdzeit-film.de 

 

Update:

Wer sich Jagdzeit lieber in Halle ansehen will, kann dies ebenfalls ab dem 11. Februar im LUX Kino tun. Am Montag, den 15. Februar, bieten wir nach der Vorführung zudem eine Diskussionsrunde rund um Walfang&co an.


    16. 03. 2010.       Druckversion