In Schleswig-Holstein geht es den Biobauern und Biobäuerinnen an den Kragen: Die Landesregierung hat die Streichung der Förderung des ökologischen Landbaus beschlossen.

 

Schleswig-Holstein ist damit das einzige Bundesland, dass keine Bioprämien mehr zahlt. Dabei ist das Bundesland im Hinblick auf die ökologisch genutzte Landfläche sowieso äußerst rückständig: Während der Bio-Anteil bundesweit bei 6,2 Prozent liegt, sind es in Schleswig-Holstein grade mal 3,5 Prozent. Pikanterweise hält sich dabei die Einsparung für das Bundesland sehr in Grenzen. Denn von den Geldern trägt das Land lediglich 18 Prozent, während 82 Prozent von EU und Bund kommen. (3,6 Mio. Euro zahlen Europäische Union und Bund; Schleswig-Holsteins Anteil beträgt dagegen nur 0,8 Mio. Euro).

 

Die Prämien sind für die Ökobauern und Ökobäuerinnen oft existenziell, da sie wesentlich höhere Kosten und mehr Aufwand haben als ihre konventionellen KollegInnen. Die Förderung läuft nun nach 2012 sukzessive aus, d.h. innerhalb der nächsten fünf Jahre werden sämtliche Biohöfe ihre Förderung verlieren, abhängig davon, wann sie den letzten mehrjährigen Fördervertrag unterzeichnet haben. Wenn sich daran nichts verändert, werden wir ab 2013 ein Sterben der Biohöfe in Schleswig-Holstein erleben.

Wir wollen das nicht zulassen. Wir brauchen den ökologischen Landbau! Die ökologische Landwirtschaft ist aktiver Klimaschutz und schont die natürliche Artenvielfalt.

 

Keine Streichung der Prämien für ökologischen Landbau in Schleswig-Holstein!

 

 

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    20. 05. 2012.       Druckversion