Klimawandel
Klimawandel,
Treibhauseffekt und die Auswirkungen
Das
Gleichgewicht in der Atmosphäre.
In der Erdatmosphäre sind verschiedene Gase
zu Hause. Die Zusammensetzung hat sich über einen sehr grossen Zeitraum
eingespielt. Mitunter dadurch, dass diese Gase unter anderem
Filterfunktionen haben - wie zum Beispiel das Ozon ultraviolette
Strahlen der Sonne in einem gewissen Spektrum filtert - konnte sich
Leben entwickeln. Das Leben ist auf das Gleichgewicht in der Atmosphäre
angewiesen, um zum Beispiel nicht so schnell von der Sonne verbrannt zu
werden und damit das Klima in einem für das Leben gestaltbaren
Rahmen bleibt.
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Zerstörung des
Gleichgewichtes.
Der Mensch ist auf dieses Gleichgewicht
auch nicht weniger angewiesen. Leider wird unter anderem durch die
Verwendung von verschiedenen, auch künstlich zusammengesetzten Gasen
und durch zum Beispiel Verbrennungsrückstände, das Gleichgewicht
gestört. So wird durch die Verbrennung von fossilen Stoffen (Erdöl,
Erdgas und Kohle) jede Menge Kohlendioxide (CO2) freigesetzt. Diese
werden so schnell gar nicht wieder gebunden wie sie freigesetzt werden.
In der Natur hatte es mehrere Millionen Jahren gedauert, bis diese
Prozesse der Bindung passierten. Dadurch, dass diese Prozesse sehr
langsam passierten, gab es in der Natur immer einen Ausgleich und eine
Mitentwicklung, so dass das zu der Zeit existierende Leben auch
überleben konnte. Wir Menschen setzen jetzt diese langsam gebundenen
Gase mit (im Verhältnis gesehen zur Zeit) einem Schlag frei. Die Waage
in der Natur hat kaum eine Chance, mitzukommen. Für uns Menschen kann
das Leben auf der Erde dadurch sehr unwirtlich werden. Dadurch, dass
diese Gase nicht so schnell gebunden werden, bleiben sie in der
Atmosphäre bzw. verteilen sich auch in den höheren Atmosphären - Lagen.
Dort kommt es dann zu einem Sperreffekt. Die Wärme, die von der Erde
reflektiert wurde, kann nicht wie sonst, zum Teil wieder ins Weltall
verschwinden. Es wird durch das CO2 in den höheren Lagen in der
Erdatmosphäre verstärkt eingefangen und wieder auf die Erde
reflektiert. Es entsteht quasi eine Hitze - Stauung. Dies ist ein Teil,
das zum Klimawandel beiträgt.
Ein anderer Teil ist die Zerstörung von
vorhandenen Filteren. So ist in einer sehr hohen atmosphärische Lage
zum Beispiel das Ozon Zuhause. Dieses Gas Ozon (O3) filtert das
Sonnenlicht in einem bestimmten Spektrum, der für das Leben auf der
Erde sehr wichtig ist. Würde dieser Filter entfallen, würden wir
Menschen zum Beispiel viel schneller Sonnenbrände bekommen (erhöhtes
Hautkrebsrisiko) aber auch die erdnahe Atmosphäre heizt sich stärker
auf. Die Pflanzen und Tiere sind auch auf diesen sehr wichtigen Filter
angewiesen, da auch ihre Hautoberfläche schneller verbrannt wird. Auch
dieser Filter wiederum wird durch den Menschen zerstört.
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FCKW /
Fluorchlorkohlewasserstoff.
Der zerstörende Stoff ist unter anderem
Fluorchlorkohlewasserstoff (FCKW). Dieser Stoff wird als
wärmetauschender und transportierender Stoff in Kühlkreisläufe
(Kühlschränke, Gefrierschränke und Klimaanlagen) eingesetzt und auch
als Aufschäummittel. Es ist auch vereinzelt noch in Spraydosen als
Treibmittel im Einsatz. In diesen verschiedenen Einsätzen entweicht
immer etwas in die Atmosphäre, so auch bei der Produktion aber auch
nach dem Gebrauch eines Gerätes, das FCKW enthält. FCKW ist ein
stabiles, geruchloses und relativ ungefährliches Gas. Da es aber sich
nur sehr schwer wieder auflöst, gelingt es mit der Zeit in den Höhen
von der Ozon-Atmosphäre und zersetzt bzw. bindet das Ozon. Dieses Ozon
ist dann nicht mehr als Filter aktiv - es entstehen Ozonlöcher - und
die Sonnenstrahlen können ungefilter die Erdoberfläche erreichen..
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Alternative zu
FCKW.
Das als eine Alternative angebotene Stoff
FKW
(R134a / Fluorkohlenwasserstoff) ist leider auch nicht die Lösung, da
es, wie CO2 und FCKW auch, für den Treibhauseffekt mit verantwortlich
ist.
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Das Ozon auf der
Erdoberfläche.
Das Ozon, das während der heissen Tage
direkt auf der Erdoberfläche entsteht - Stickoxide und Sonnenlicht
ergibt chemisch reagiert Ozon - ist leider in der falschen
atmosphärischen Höhe. Für uns Lebewesen ist das Ozon ein toxischer
Stoff, der uns das Atmen erschwert. Bei den Pflanzen werden mitunter
die Blätter verletzt bzw. bei den Menschen und Tieren mitunter die
Lunge. Wen dann am Abend die Sonne schwach wird, reagiert das Ozon
wieder und bindet sich mit anderen Stoffen (z.B. wieder zu Stickoxide).
Da in der Stadt genügend bindungswillige Stoffe vorhanden sind (erzeugt
durch den Verkehr, aber auch durch die Haushalte und Industrie), ist es
relativ schnell wieder weg. In pflanzenreichen Gebieten, wo weniger
Ozon entsteht, aber durch die Winde genügend herrangetragen wird, also
zum Beispiel in Wäldern, wird das Ozon noch viel länger festgehalten.
Dies führt zu weiteren Blattverletzungen der Pflanzen. Die Verletzungen
haben auf Grund ihrer ständigen Wiederholungen kaum Chance auf Heilung.
Leider ist das Ozon schneller wieder mit
einem anderem Stoff gebunden als es braucht um in die höheren
Atmosphären - Lagen vom Ozon zu gelangen. Aus dem auf der Erdoberfläche
entstanden Ozon wird leider kaum ein Sonnenstrahlen - Filter.
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Klimawandel
und die Folgen.
Die Auswirkungen sind schon jetzt
auszumachen. So haben sich die durchschnittlichen Temperaturen
erhöht. Die erhöhte Temperatur von nur 0,6 Grad Celsius hören
sich gering an. Da es sich aber um die gesamten
Durchschnittstemperaturen handelt, also alle relevanten Messungen darin
enthalten sind, sind 0,6 Grad eine ziemlich deutliche Erhöhung. Dadurch
schmelzen auch die grössten Süsswasserreserven schneller ab (am Südpol,
am Nordpol, aber auch die Gletscher in den Bergen). Sie sind
mitverantwortlich für unser ausgewogenen Klimaverhältnisse. Leider wird
dann auch der Meeresspiegel ansteigen, der dann weite Teile von Ländern
überfluten wird. Es geht mitunter wertvoller Lebensraum für
Landlebewesen verloren.
Der Lebensraum Ozean wird aber nicht etwa
abgekühlt, sondern mitaufgeheizt, was auch diesen Lebensraum unwirtlich
werden lässt - Artensterben im Meer.
Das Klima und das Wetter wird über das Meer stark beeinflusst.
Aber auch die Unwetterkatastrophen treten
verstärkt auf. Unwetter gab es ja schon immer, aber das verstärkte
Auftreten - sprich in der Kraft der Zerstörung und in der Häuffigkeit
verstärkt auftretende - ist die von menschenhand gemachte Veränderung
im Weltklima. Für uns bedeutet die häufiger auftretenden
Unwetterkatastrophen auch mehr Zerstörungen von
Lebensmittelanbauflächen, aber auch durch die erhöhten Temperaturen
werden sich die Wüsten schneller ausbreiten. Leider gehen die
Klimaforscher davon aus, dass es mit der weiteren Erwärmung nicht zu
Ende ist. Dies wird dann ein in sich selbst immer stärker auftretender
Effekt werden. Die eben genannten Katastrophen ziehen leider weitere
Katastrophen nach sich. So werden Hungersnöte vergrössert, Krankheiten
wieder stark zunehmen und so manches, lebensfeindliche mehr.
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Klimamodell.
Klimamodelle für das nächste Jahrhundert
sagen vorher, daß die globale Temperatur bei anhaltend hohen
Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2100 um bis zu 3,5°C ansteigen wird
(Quelle: Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC). Dieser
Temperaturanstieg bedeutet die größte Klimaveränderung seit 10.000
Jahren und überschreitet die Fähigkeit vieler Ökosysteme, sich an
Klimaänderungen anpassen zu können. Die "Advisory Group on Greenhouse
Gases" (AGGG) des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP)
fand heraus, daß es bereits bei einem globalen Temperaturanstieg
von 1°C zu rapiden und unvorhersehbaren Veränderungen der Ökosysteme
mit weitreichenden Schädigungen kommen kann.
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Vorsorge ist
nötig - eine Klimaänderung läßt sich nicht rückgängig machen.
Ozon- und klimaschonenden Stoffen sind etwa
Propan und Butan - Naturgas Isobutan (R600a) - oder Ammoniak die auch
erfolgreich in Kühlkreisläufe eingesetzt werden können. Es handelt sich
dabei doch um Naturgase und deren Einsatz würde wirksamen
Klimaschutz bedeuten. Dieser Ausstieg aus FCKW und FWK ist machbar.
Auch das als Treibmittel eingesetzte FCKW ist ersetzbar - durch CO2,
welches aber nicht extra hergestellt werden muss.
Der Raubbau an den Ressourcen zerstört die
Ökosysteme und bedroht die Lebensgrundlage aller Lebewesen. Die Erde
gibt in Hülle und Fülle, was ihre Bewohner brauchen, aber nur, wenn die
ökologischen Grenzen respektiert werden. Was sich heute Umweltpolitik
nennt, ist ein gigantischer, kostspieliger Reparaturbetrieb. Sie löst
Probleme nicht an der Wurzel, greift nicht vorbeugend ein und
unternimmt nichts gegen die Verschwendung, die heute alle
Wohlstandsgesellschaften regiert. Ein bedenkenloser Einsatz von
billiger Energie und riesige Materialumsätze mit all ihren schädlichen
Folgen sind die Regel.
Eine ökologisch ausgerichtete Reform des Wirtschaftssystems ist
überfällig. Die Rahmenbedingungen für das Wirtschaften müssen
grundlegend neu bestimmt werden, ökologische Erfordernisse müssen
Priorität genießen.
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Eine Info -
Veranstaltung der Gruppe zu diesem Thema und weitere Informationen:
Weitere Informationen erhalten Sie auch auf
der Greenpeace-Homepage: Klima: FCKW & Ozonschicht
Klima: Klima-Seite
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