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Leuchtender Protest Ausstieg aus Gorleben

Großdemo am 26. November im Wendland

Foto (c) Markus Farnung

Die Bundesregierung hat den Ausstieg aus der Atomkraft bis 2022 beschlossen, aber das Problem des Atommülls bleibt. Die Frage "Wohin mit den hochradioaktiven Abfällen?" ist nach wie vor ungelöst. Auch dieses Jahr wird der Castortransport von Protesten begleitet. Greenpeace-Aktivisten informierten am Samtag in Marburg über Anti-Castor-Demo im Wendland. Die Auftaktdemonstration findet am 26.11. in Dannenberg statt. Du willst dabei sein? Das Anti-Atom-Plenum organisiert Busse, die von Marburg ins Wendland fahren.


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Marburg, 5. 11. 2011 – Greenpeace-Aktivisten protestieren am Samstag von 10 bis 14 Uhr in Marburg am Heumarkt gegen den für das erste Adventswochenende geplanten Castortransport aus der französischen Plutoniumfabrik La Hague in das niedersächsische Gorleben. Die Aktivisten informieren an adventlich dekorierten Ständen über die am 26. November geplante Großdemonstration im Wendland und geben Auskunft zu Anlaufstellen für Übernachtung und Verpflegung. Bei Einbruch der Dämmerung (ab ca, 16.00 Uhr) starten die Aktivisten einen „Leuchtenden Protest“. Aus 300 Kerzenlichtern bauen sie ein großes „X“ auf dem Markplatz von Marburg auf. Mit diesem Symbol der Castor-Gegner fordern die Aktivisten den Ausstieg aus dem geplanten Atommüll-Endlager in Gorleben. Der „Leuchtende Protest“ findet zeitgleich in 39 Städten statt.

Der Castor darf nicht rollen: Strahlung am Zwischenlager Gorleben zu hoch

„Dieser Castortransport darf nicht nach Gorleben rollen“, sagt Victoria Student, Energie-Ansprechpartnerin bei Greenpeace-Marburg. „Der Strahlengrenzwert am Zwischenlager Gorleben wird in diesem Jahr überschritten. Die niedersächsische Landesregierung setzt sich hier über Recht und Gesetz hinweg“. Greenpeace hat vergangene Woche nachgewiesen, dass das zuständige niedersächsische Umweltministerium erhebliche Fehler bei der Berechnung der Strahlengrenzwerte gemacht hat. Eine Analyse der unabhängigen Umweltschutzorganisation ergab für das Jahr 2011 eine Strahlung oberhalb des Grenzwertes von 0,3 Millisievert pro Jahr. Dies hätte zu einem Einlagerungsstopp für weiteren hochradioaktiven Atommüll führen müssen. Das Ministerium ignorierte allerdings diese Berechnungen und gab bekannt, dass der nächste Castortranport rollen dürfe. Bislang werden bereits 97 Castoren aus der Wiederaufarbeitung im Gorlebener Zwischenlager verwahrt, da in Deutschland kein Endlager für hochradioaktiven Müll existiert.

Mit jedem weiteren Castor wird Gorlebener Salzstock als Endlagerstandort zementiert

Wenige Meter vom Zwischenlager entfernt baut die Bundesregierung an einem ihrer Meinung nach möglichen Endlager im Salzstock Gorleben. „Mit jedem Castortransport wird der Salzstock Gorleben als Endlagerstandort zementiert. Das dürfen wir nicht zulassen.“, so Student. Gorleben ist aus geologischen Gründen als Endlager ungeeignet. Für den Salzstock gab es nie ein wissenschaftliches Auswahlverfahren. Unter dem Salzstock liegt das größte Erdgasvorkommen Deutschlands, darin gibt es bereits Laugenvorkommen. Ein sicherer Einschluss radioaktiver Stoffe kann nicht gewährleistet werden. Trotzdem halten Atomindustrie und Politik seit über 30 Jahren an diesem Standort fest.

Am 24. November soll nun der Transport von elf Castorbehältern aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague ins niedersächsische Wendland starten. Jeder Castor beinhaltet vier Mal so viel Radioaktivität wie bei dem Super-GAU in Fukushima in die Umwelt gelangt ist. Ab 2014 sollen außerdem weitere Transporte aus der Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield (England) folgen.

Elf Castoren, beladen mit über 120 Tonnen hochradioaktivem Atommüll aus der französischen Plutoniumfabrik La Hague, sollen auch in diesem November wieder auf die lange Reise ins Zwischenlager Gorleben geschickt werden. Die 44-fache Menge an Radioaktivität, die in Fukushima freigesetzt wurde, rollt damit durch Frankreich und die Bundesrepublik - und landet in einer Art Kartoffelscheune unweit des niedersächsischen Elbdorfes Gorleben.

Ausstieg aus Gorleben

Die im Volksmund als Kartoffelscheune bezeichnete Zwischenlagerhalle steht direkt über dem Salzstock Gorleben, der vor 34 Jahren aus politischen Gründen als zukünftiges Endlager ausgesucht wurde und seitdem ausgebaut wird. Wenn der unsichere Salzstock demnächst folgerichtig aufgegeben und eine andere Endlagerstätte gefunden werden sollte, dann muss auch der Müll aus der Gorlebener Zwischenlagerhalle ein weiteres Mal Hunderte von Kilometern transportiert werden. Weiterlesen >>>

Daher fordert Greenpeace: Kein weiterer Castor-Transport nach Gorleben


Weitere Informationen zu Atomkraft:




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Kurzinfo


Die Demo gegen das Endlager Gorleben findet am 26.11.2011 (erstes Adventswochenende) in Dannenberg statt. Kommt alle mit und bringt viele Freunde mit.

Anreise und Unterkünfte


Anreise mit dem Bus: www.ausgestrahlt.de
Anreise per Bahn oder Auto: www.castor.de
Busse aus Marburg: www.anti-atom-marburg.de
Tickets gibt es in Kürze im Roten Stern zu kaufen.

Privatunterkünfte: www.gorleben-castor.de
Camps: www.ausgestrahlt.de
Camps & Infopunkte: www.castor-camps.net
Infos zum Castorstandort: www.castorticker.de
Hotels: www.luechow-dannenberg.de

Was Du tun kannst


Greenpeace fordert



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