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Energiewende in Marburg!

Foto (c) Greenpeace Marburg

Windkraft für Marburg statt Atomkraft in Deutschland! Marburg ist erneuerbar. Über 1000 Bürgerinnen und Bürger fordern gemeinsam mit Greenpeace Marburg von Oberbürgermeister Egon Vaupel, sich für Windkraft auf den Lahnbergen einzusetzen!



Eintausend Marburgerinnen und Marburger fordern die Ausweisung von Vorrangflächen für Windkraftanlagen auf den Lahnbergen. Sie unterstützen den Appell von Greenpeace Marburg an Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD), sich für eine regionale Energiewende zu engagieren. Die persönliche Übergabe der Unterschriften an Herrn Vaupel wird im Rahmen der Montagsdemonstration am 23.05.2011 stattfinden.

Bereits in den nächsten Jahren könnte der überwiegende Teil der Marburger Haushalte seinen Strom aus Windkraftanlangen auf den Lahnbergen beziehen. Die Prüfung von Vorrangflächen auf den Lahnbergen wurde jedoch 2010 durch CDU und SPD im Marburger Stadtparlament gestoppt.
In der im Februar von Greenpeace durchgeführten Befragung von Marburger Oberbürgermeisterkandidaten zu ihrer Energiepolitik hatte sich Egon Vaupel nicht klar für Windkraft auf den Lahnbergen ausgesprochen.
„Der Prozess für die Ausweisung von Flächen muss wieder aufgenommen werden“, erklärt Victoria Student von Greenpeace Marburg. „Das fordern die Marburger Bürger von ihren politischen Entscheidungsträgern.“

Die Ereignisse in Fukushima, 25 Jahre nach dem GAU in Tschernobyl, zeigen wie dringend Alternativen zu den unbeherrschbaren Risiken der Atomkraft benötigt werden. Die Landespolitik Hessens hat die Energiewende bisher mit Initiativen gegen Wind- und Sonnenenergie verhindert. Das Land ist mit nur etwa 6 Prozent Strom aus erneuerbaren Quellen Schlusslicht unter den Bundesländern. Umso dringender ist eine Wende in der Energiepolitik. In Hessen und in Marburg.

Windkraft ist ein entscheidender Energieträger für die Unabhängigkeit von Kohle- und Atomstrom. Eine aktuelle Greenpeace-Studie zu Windkraft in Baden-Württemberg beschreibt die wirtschaftlichen Vorteile eines Ausbaus. Bis 2030 wird die Energiewende 300 Milliarden Euro Brennstoffkosten sparen. Marburg muss sich an der Energiewende durch den Ausbau von Windenergie beteiligen.

Das können Sie tun:


Der Aufruf an Oberbürgermeister Vaupel:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Vaupel,

nach dem Bruch des Atomausstiegsgesetzes gab es 2010 die bisher größten Proteste gegen Atomkraft. Eine überwältigende Mehrheit fordert eine Energie-wende für Deutschland. Für eine flächendeckende atomstromfreie und klimafreundliche Energie-versorgung brauchen wir auch auf lokaler Ebene Initiativen.

Marburg muss mit dem zügigen Ausbau erneuerbarer Energien verantwortungsbewusstes Handeln gegenüber zukünftigen Generationen beweisen. Ich fordere von Ihnen, dass Sie sich für eine regionale Energiewende engagieren. Setzen Sie sich für die Ausweisung von Vorrangflächen für Windkraftanlagen auf den Lahnbergen ein.


Deutschland ist erneuerbar!

Raus aus der Atomkraft, rein in den Klimaschutz. Deutschland wird erneuert. Mitte des Jahrhunderts bestreiten Wind, Sonne, Erdwärme, Wasserkraft und Biogas fast die komplette Energieversorgung. Mit schwindender Abhängigkeit von ausländischen Energieressourcen sinken die Energiepreise - und Deutschlands Wirtschaft freut sich. Unvorstellbar? Greenpeace hat mit dem Plan ein Energiekonzept vorgestellt, das genau diese Vision wahr werden lässt.

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"Der Aufbruch ins Zeitalter der Erneuerbaren Energien ist technisch möglich, ökologisch nötig und volkswirtschaftlich sinnvoll", sagt Greenpeace-Energieexpertin Anike Peters. "Wenn die Regierung jetzt Mut und politischen Willen zeigt, kann Deutschland das Zeitalter der Erneuerbaren Energien anbrechen lassen. Deshalb appellieren wir heute an die Regierung: Atomkraft abschalten - Deutschland ist erneuerbar!"

Für einen geordneten Atomausstieg bis 2015 müssen 16 neue Erdgaskraftwerke ans Netz gehen, die größtenteils bereits im Bau sind. Parallel muss der Anteil von Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen gesteigert und der Ausbau der Erneuerbaren Energien bis 2020 auf rund 40 Prozent erhöht werden. Der Ausstieg aus der klimaschädlichen Kohlekraft erfolgt bis 2040, aus Gaskraft bis 2050. Im Jahr 2050 wird Deutschland seinen Strombedarf zu 100 Prozent aus Erneuerbaren Energien decken. Damit sinkt der deutsche CO2-Ausstoß bis 2020 um 46 Prozent und bis 2050 um 90 Prozent.

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Greenpeace-Studien und Ratgeber zur Energiewende







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