VW - Das Problem
Foto (c) Greenpeace Marburg
Dass die Werbung von Volkswagen und die Realität zweierlei Dinge sind, darauf weisen am Samstag bundesweit Greenpeace-Aktivisten hin. In Marburg und 29 weiteren Städten standen Greenpeace-Gruppen und sammelten Unterschriften für eine klimafreundlichere VW-Modellpolitik - stilecht auf schwarzen Auto-Überzügen. 145 Marburgerinnen und Marburger unterstützten mit ihren Unterschriften die Forderung an den größten europäischen Automobilkonzern.
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Mit einem bundesweiten Aktionstag fordern heute Greenpeace-Aktivisten in Volkswagen zu einer klimafreundlicheren Modellpolitik auf. Die Umweltschützer sammelten am Hanno-Drecksler-Platz Unterschriften auf Autoüberzügen mit der Aufschrift „VW – das Problem“ in Anspielung auf den Markenslogan „VW – das Auto“. Obwohl Volkswagen bereits Konzepte für Ein-, Zwei- und Drei-Liter-Autos sowie eine eigene Technik für effizientere Autos entwickelt hat, überschwemmt der Konzern den Markt mit klimafeindlichen Spritschluckern. Allein die rund 2,9 Millionen in Europa verkauften Autos im Jahr 2010 werden während ihrer Nutzungsdauer über 60 Millionen Tonnen CO2 ausstoßen. „Es ist skandalös, dass VW seine eigene Spritspartechnik nicht serienmäßig auf die Straße bringt“, sagt Hanno Groth, Verkehrs-Ansprechpartner der bei Greenpeace Marburg.
Klimaschutz darf keine kostenpflichtige Sonderausstattung sein
Volkswagen ist der größte europäische Autokonzern – mit den höchsten CO2-Emissionen – und er will es an die Weltspitze schaffen. Jüngstes Beispiel für die mangelnden Klimaschutzabsichten bei VW ist die Einführung des Kleinstwagens up!. Dieser „kleine Schluckspecht“ verbraucht in der 60-PS-Version offiziell 4,5 Liter und stößt über 100 Gramm Kohlendioxid/Kilometer aus. Bei den sparsamsten Varianten selbst des schwereren Golf, Polo oder Passat ist der durchschnittliche CO2-Ausstoß geringer.
Greenpeace startete im Juni 2011 seine Kampagne für serienmäßigen Klimaschutz beim Volkswagen-Konzern. Die unabhängige Umweltschutzorganisation fordert VW auf, die klimaschädlichen Emissionen seiner Neuwagenflotte bis zum Jahr 2020 entsprechend dem europäischen Grenzwert von 80 Gramm CO2/Kilometer zu drosseln.
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Weitere Informationen zu VW:
- VW - The Dark Side (Kampagnenseite)
- See Volkswagen Differently Greenpeace Film Competition mit 80 Kurzfilmen
- VW von Umweltzielen weit entfernt